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Kritik als immanente Kritik

Michael Walzers Konzept von Gesellschaftskritik

Title: Kritik als immanente Kritik

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 31 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: B.A. Politik und Verwaltung, Soziologie Anja Kegel (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Summary Excerpt Details

Gesellschaftskritik gehört zur sozialen und politischen Fortentwicklung einer Gesellschaft
wie auch einer Gemeinschaft dazu, welche möglicherweise zu Veränderungen
der gegenwärtigen Institutionen und Organisation führen kann. Ohne kritische Stimmen
könnte eine Gesellschaft nicht auf Krisen oder problematische Situationen reagieren und
einen notwendigen gesellschaftlichen Wandel vorantreiben. Denn Prozesse, Institutionen
oder Strukturen zu kritisieren, deutet darauf hin, dass in der gegenwärtigen Situation
etwas falsch, ungerecht oder unsozial abläuft.
Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff Gesellschaftskritik? Gesellschaftskritik bedeutet,
als problematisch geltende gesellschaftliche Strukturen zu analysieren und diese
durch Reformen oder einen gezielten Wandel in der Praxis zu verbessern. Es geht sozusagen
um die Infragestellung der gesellschaftlichen Realität. Gesellschaftskritik kann
sich gegen einzelne Mängel einer gesellschaftlichen Ordnung oder gegen die gesamte
gesellschaftliche Ordnung richten. Ferner bezieht sie sich auf einen Maßstab, der sich an
Werten bemisst. In jedem Fall stellt Kritik den ersten Schritt der Veränderung hin zu
einem erstrebenswerten Zustand dar.
Wie kann man eine Gesellschaft ,treffend‘ kritisieren? Prinzipiell ist Gesellschaftskritik
sehr verschiedenen, u.a. gibt es unterschiedliche Ausgangspunkte und Kriterien der Kritik.
Michael Walzer hat sich bereits gegen Ende 1990 in seinem Buch “Kritik und Gemeinsinn“
mit der Thematik ,Gesellschaftskritik‘ auseinandergesetzt. Er hat ein besonderes
Konzept von Gesellschaftskritik und seinem Typus von Gesellschaftskritiker entworfen,
wonach ein Gesellschaftskritiker keinen äußeren Standort einnehmen sollte,
von dem aus er Kritik übt. Seiner Meinung nach soll der Kritiker aus der Mitte der Gesellschaft
kommen, die er kritisiert. Für Walzer stellt die immanente Kritik die verbreitetste
Form der Kritik dar – einerseits in Form von Kritik an Institutionen sowie Verfahren
und andererseits auch in Form an individuellem Verhalten (vgl. Walzer 1996: 61).
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich einerseits mit Walzers Konzept von Gesellschaftskritik
sowie seinem Bild eines Gesellschaftskritikers, aber auch mit den Grenzen
seines Konzepts. Ferner geht es darum, darzustellen, welche Bedeutung und Potentiale
der Gemeinsinn für Gesellschaftskritik beinhaltet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau der Hausarbeit

2 Begriffsdefintion der Kernbegriffe

2.1 Die zusammengehörigen Kategorien Gemeinsinn und Gemeinwohl

2.2 Gemeinschaft und Gesellschaft in der Moderne

2.2.1 Begriffsdefinition der beiden Termini

2.2.2 Walzers Definition von „politischer Gemeinschaft“

2.2.3 Die Bedeutung von „Zivilgesellschaft“ bei Walzer

2.3 Die Öffentlichkeit in der Moderne

2.3.1 Definition des Begriffs Öffentlichkeit

2.3.2 Die Funktion der Öffentlichkeit im Hinblick auf das Gemeinwohl

2.4 Der Begriff Kritik

3 „Zweifel und Einmischung“

3.1 Gesellschaftskritiker im 20. Jahrhundert

3.2 Nach welchen Kriterien analysiert Walzer seine elf Kritiker?

4 Walzers Konzept von Gesellschaftskritik

4.1 Drei Pfade der Moralphilosophie

4.1.1 Der Pfad der Entdeckung

4.1.2 Der Pfad der Erfindung

4.1.3 Der Pfad der Interpretation

4.2 Immanente Gesellschaftskritik

4.2.1 Walzers Konzept von Gesellschaftskritik

4.2.2 Trifft die Beschreibung seines Gesellschaftskritikers auf ihn selbst zu?

4.2.3 Walzers moralische Welt

5 Die Grenzen immanenter Gesellschaftskritik

6 Die Potentiale des Gemeinsinns für Kritik

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Michael Walzers Konzept der immanenten Gesellschaftskritik, um zu klären, wie gesellschaftliche Kritik innerhalb einer Gemeinschaft sinnvoll und wirksam geübt werden kann, ohne einen externen, vermeintlich objektiven Standpunkt einzunehmen.

  • Definition und theoretische Einordnung zentraler Begriffe wie Gemeinsinn, Gemeinwohl, Gemeinschaft und Gesellschaft.
  • Analyse von Michael Walzers Typus des Gesellschaftskritikers und seiner methodischen Herangehensweise.
  • Untersuchung der drei Pfade der Moralphilosophie (Entdeckung, Erfindung, Interpretation) mit Fokus auf den Pfad der Interpretation.
  • Kritische Reflexion der Grenzen sowie der Potentiale von Walzers Modell für die moderne Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Der Pfad der Interpretation

Sein bevorzugter Pfad der Moralphilosophie stellt der Pfad der Interpretation dar, da Gesellschaftskritik am sinnvollsten als kritische Interpretation zu verstehen sei (vgl. Walzer 1993: 7). Hierbei muss die moralische Welt weder entdeckt noch erfunden werden, da man schon immer in ihr gelebt hat (vgl. ebd.: 29). Für Walzer stellen der Pfad der Entdeckung und der Pfad der Erfindung verkleidete Interpretationen dar, so dass es in Wirklichkeit nur einen Pfad in der Moralphilosophie geben kann – und zwar den Pfad der Interpretation (vgl. ebd.: 30). Weder der Pfad der Entdeckung noch der Pfad der Erfindung sind die richtigen Wege zur Sozialkritik und für soziale Reformen (vgl. ebd.: 152).

Zu Beginn des moralischen Argumentierens geht es „darum, eine Bestandsaufnahme der bereits existierenden Moral vorzunehmen“ (ebd.: 31). „Die Kritik des Bestehenden beginnt […] mit Grundsätzen, die dem Bestehenden bereits innewohnen“ (ebd.: 31). Warum ist das Vorhandensein einer moralischen Welt notwendig? Weil sie die Menschen mit allem versorgt, was nötig ist, um ein moralische Leben zu leben – insbesondere die Fähigkeit zur Reflexion und zur Kritik (vgl. ebd.: 31). Moralische Auseinandersetzungen haben kein definitives Ende. Walzer fordert, die Moral von innen zu reformieren, sich zu fragen: „Was ist für uns richtig zu tun?“ (Walzer 1993: 33). Denn die Moral hält die grundlegenden Verbote bereit, welche das Recht in bestimmte Regeln fasst – sie stellen die Angelegenheiten jeder Menschengemeinde dar (vgl. ebd.: 33f.). Nach Walzer verkörpern diese Verbote eine Art minimalen und universalen Moralcode bzw. Moralstandards, die einen Rahmen für ein moralisches Leben bilden (vgl. ebd.: 34f.). Jede menschliche Gesellschaft liefert ihren Mitgliedern Maßstäbe für ein ehrenhaftes Verhalten und für eine gerechte gesellschaftliche Ordnung (vgl. ebd.: 59).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Gesellschaftskritik für den sozialen Wandel ein und skizziert die Fragestellung sowie den Aufbau der Arbeit hinsichtlich Walzers Konzept.

2 Begriffsdefintion der Kernbegriffe: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie Gemeinsinn, Gemeinwohl, Gemeinschaft, Gesellschaft und Öffentlichkeit definiert, um das theoretische Fundament für die Untersuchung zu legen.

3 „Zweifel und Einmischung“: Hier wird untersucht, wie Michael Walzer in seinem Werk das Handeln und die Rolle von Gesellschaftskritikern des 20. Jahrhunderts anhand spezifischer Kriterien analysiert.

4 Walzers Konzept von Gesellschaftskritik: Dieses zentrale Kapitel analysiert Walzers drei Pfade der Moralphilosophie und erarbeitet sein spezifisches Modell der immanenten Gesellschaftskritik als kritische Interpretation von innen.

5 Die Grenzen immanenter Gesellschaftskritik: Es werden kritische Einwände gegen Walzers Ansatz diskutiert, insbesondere in Bezug auf die Realisierbarkeit in hochgradig pluralistischen Massengesellschaften.

6 Die Potentiale des Gemeinsinns für Kritik: Dieses Kapitel erläutert, wie ein gestärkter Gemeinsinn und bürgerschaftliches Engagement als Grundlage für effektive Gesellschaftskritik dienen können.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Stellenwert und die Anwendbarkeit der immanenten Gesellschaftskritik in der heutigen modernen Welt.

Schlüsselwörter

Gesellschaftskritik, Michael Walzer, immanente Kritik, Gemeinsinn, Gemeinwohl, Moralphilosophie, Interpretation, Gemeinschaft, Zivilgesellschaft, Sozialkritik, Partizipation, Moral, Identität, Politik, Normen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Auseinandersetzung des Politikwissenschaftlers Michael Walzer mit dem Konzept der Gesellschaftskritik, speziell seiner Idee der „immanenten Kritik“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Definition und das Zusammenspiel von Begriffen wie Gemeinsinn und Gemeinwohl sowie die methodischen Wege, wie eine Gesellschaft moralisch und kritisch hinterfragt werden kann.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein Gesellschaftskritiker aus der Mitte der Gemeinschaft heraus, statt von einem externen Standpunkt, Kritik üben kann und warum dieser Ansatz für Walzer die sinnvollste Form der Kritik darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie Walzers philosophische Konzepte aus seinen Werken, insbesondere „Kritik und Gemeinsinn“ sowie „Zweifel und Einmischung“, reflektiert, systematisiert und kritisch bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, eine Analyse von Walzers historischem Beispielmaterial sowie eine detaillierte Ausarbeitung seines Konzepts der immanenten Kritik gegenüber anderen moralphilosophischen Ansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Publikation?

Die Arbeit ist insbesondere durch die Begriffe Gesellschaftskritik, Gemeinsinn, immanente Kritik und politische Gemeinschaft charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich Walzers „Pfad der Interpretation“ von anderen Ansätzen?

Im Gegensatz zur „Entdeckung“ (objektive moralische Wahrheiten) oder „Erfindung“ (Konstruktion einer neuen Moral) setzt die „Interpretation“ darauf, bereits existierende, immanente Werte einer Gemeinschaft zu nutzen, um diese von innen heraus zu reformieren.

Welche Rolle spielen die „Grenzen“ der immanenten Kritik?

Die Grenzen thematisieren die Schwierigkeit, in hochgradig pluralistischen und modernen Gesellschaften ein einheitliches moralisches Wertesystem zu finden, auf das sich ein Kritiker zur Legitimation seiner Kritik beziehen kann.

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Details

Title
Kritik als immanente Kritik
Subtitle
Michael Walzers Konzept von Gesellschaftskritik
College
University of Potsdam
Grade
1,0
Author
B.A. Politik und Verwaltung, Soziologie Anja Kegel (Author)
Publication Year
2011
Pages
31
Catalog Number
V181670
ISBN (Book)
9783656047902
ISBN (eBook)
9783656048244
Language
German
Tags
Politische Theorie Kritik Gesellschaftskritik Michael Walzer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Politik und Verwaltung, Soziologie Anja Kegel (Author), 2011, Kritik als immanente Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181670
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