Darstellung der Postion von Marx und Engels zum Kapitalismus und zu seiner Überwindung.
Ebenso wird mit der Position Wallersteins verfahren und beide Auffassungen werden entsprechend verglichen.
Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung:
1. Karl Marx, Friedrich Engels und das Kommunistische Manifest:
1.1. Der universalistische Kapitalismus und das Manifest:
1.2. Das Ende des universalistischen Kapitalismus:
2. Immanuel Wallerstein:
2.1. Hinführung zur Immanuel Wallerstein:
2.2. Die Revolution von 1848 und ihr Scheitern:
3. Warum der kapitalistische Universalismus in die Krise geraten ist?
3.1. Marktmonopolisierung und Schwächung der Staaten:
3.2. Ökologische Krise:
3.3. Aufbegehren gegen das System aus peripheren Zonen:
4. Die Überwindung des kapitalistischen Universalismus:
4.1. Reform der Arbeitswelt:
4.1.1. Arbeit und Beruf:
4.1.2. Gier und Entlohnung:
4.1.3. Größe und Effizienz der Organisationen:
4.2. Ökologische Herausforderungen:
4.3. Gleichheit von Rasse, Geschlecht und Nation:
4.4. Reaktionen der Betroffenen auf die Veränderungen:
4.5. Handlungsanweisung:
5. Fazit:
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht marxistische und neomarxistische Perspektiven auf den Universalismus des Kapitalismus, um dessen systemische Krise zu analysieren und Möglichkeiten für eine Transformation hin zu einer gerechteren Gesellschaftsordnung aufzuzeigen.
- Vergleich der klassischen Position von Marx/Engels mit der neomarxistischen Weltsystem-Theorie von Immanuel Wallerstein.
- Analyse der historischen Ursachen für das Scheitern revolutionärer Bestrebungen seit 1848.
- Diagnose der aktuellen Krise des Kapitalismus durch Faktoren wie Marktmonopolisierung, ökologische Instabilität und Widerstand in der Peripherie.
- Erörterung von Lösungsansätzen zur Überwindung des Primats der endlosen Kapitalakkumulation.
- Diskussion politischer Forderungen und Widerstandsformen gegen den neoliberalen Weltsystem-Status quo.
Auszug aus dem Buch
3.1. Marktmonopolisierung und Schwächung der Staaten:
Die letzen 500 Jahre bestand das Wesen des Kapitalismus darin, Kapital zu akkumulieren. Soll dieses Paradigma weiterbestehen, müssen entsprechende Investitionen Gewinne abwerfen, im Angesicht der globalen Konkurrenz von Wirtschaftsunternehmen, werden die Preise aber eher nach unten reguliert werden und damit sinkt die Profitrate. Wie ist das zu verstehen? Vieles hängt davon ab, ob es einem Unternehmen gelingt, Märkte zu monopolisieren und entsprechend den Preis zu kontrollieren. Diese Monopolisierung hängt sehr stark vom staatlichen Handeln ab, da im staatlichen Kontext Monopole legitimiert werden können, etwa durch Patente oder durch Lizenzen. “Preise sind weitgehend politische Konstruktionen innerhalb von Grenzen, die sich aus der Tatsache ableiten, dass kein einzelner Staat den Weltmarkt vollkommen kontrollieren kann.” (2008, S.45). Die Kapitalisten brauchen also den Staat, besonders starke Staaten, um Konkurrenten auszuschalten und letztendlich ihre Profitrate zu erhöhen.
Zusammenfassung der Kapitel
0. Einleitung: Die Arbeit führt in die marxistische und neomarxistische Auseinandersetzung mit dem globalen Universalismus des Kapitalismus ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
1. Karl Marx, Friedrich Engels und das Kommunistische Manifest: Dieses Kapitel behandelt die Analyse des Kapitalismus und des Proletariats durch Marx und Engels als Grundlage für die kommende gesellschaftliche Transformation.
2. Immanuel Wallerstein: Der Fokus liegt auf der Biografie und dem Weltsystem-Ansatz Wallersteins, wobei insbesondere das Scheitern der Revolution von 1848 historisch eingeordnet wird.
3. Warum der kapitalistische Universalismus in die Krise geraten ist?: Hier werden die Gründe für die aktuelle Systeminstabilität analysiert, darunter die Schwächung der Staaten, ökologische Zerstörung und Widerstand aus der Peripherie.
4. Die Überwindung des kapitalistischen Universalismus: Dieses Kapitel diskutiert Ansätze zur Systemreform, wie etwa die Umgestaltung der Arbeitswelt, den Umgang mit der Gier und Forderungen nach sozialer Gleichheit.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch die Unklarheiten bezüglich konkreter Handlungsempfehlungen bei Wallerstein, ergänzt durch die Widerstandsperspektiven von Jean Ziegler.
Schlüsselwörter
Universalismus, Kapitalismus, Marxismus, Immanuel Wallerstein, Welt-System-Theorie, Kapitalakkumulation, Klassenkampf, Neoliberalismus, Ökologische Krise, Systeminstabilität, Weltsystem, Proletariat, Bourgeoisie, Soziale Gerechtigkeit, Widerstand.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Ansätzen von Marx/Engels und Immanuel Wallerstein, um den universalistischen Kapitalismus und dessen Krise zu verstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung des Weltsystems, die Rolle des Staates, soziale Ungleichheit sowie die ökologischen Folgen industrieller Produktion.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Mechanismen des universalistischen Kapitalismus offenzulegen und zu untersuchen, wie eine Überwindung dieses auf endloser Akkumulation basierenden Systems denkbar ist.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse zentraler Werke der Marxismus-Forschung und der neomarxistischen Theorie Wallersteins.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der kapitalistischen Entwicklung seit 1848, eine Diagnose der aktuellen systemischen Krise und die Diskussion von Transformations- und Widerstandsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Kapitalakkumulation, Welt-System-Theorie, Klassenkampf, Systeminstabilität, soziale Gerechtigkeit und das Bestreben nach einem alternativen Gesellschaftsentwurf.
Warum ist laut Wallerstein die Revolution von 1848 gescheitert?
Wallerstein argumentiert, dass 1848 keine tatsächliche strukturelle Revolution stattfand, da die grundlegende kapitalistische Ausrichtung und die Logik der Kapitalakkumulation unangetastet blieben.
Welche Rolle spielen NGOs bei der Überwindung des Neoliberalismus?
NGOs werden als Akteure identifiziert, die durch ihre pragmatische, nicht-hierarchische Arbeitsweise und durch die Organisation von Gegenforen versuchen, systemische Ungleichgewichte nutzbar zu machen und Widerstand zu leisten.
- Arbeit zitieren
- Maik Wunder (Autor:in), 2010, Marxistische und neomarxistische Positionen zum Umgang mit dem Universalismus des Kapitalismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181596