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Das Bauhaus und die neue Frau

bauhaus feminin – ein Mythos

Titel: Das Bauhaus und die neue Frau

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2009 , 9 Seiten

Autor:in: M.A. Elke Beilfuß (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

»Die neue Frau ist da – sie existiert« schreibt 1918 die russische Schriftstellerin Alexandra Kollontai. Das Bild der Frauen in den Medien der 1920er Jahre bestimmen selbstbewusste, dynamische, experimentierfreudige Frauen: Die Autofahrerin, die Pilotin, die Sportlerin, die Lebenslustige und der Typ der androgynen Garçonne mit kurzem Haarschnitt und Hosen tragend. Sie alle prägen das Image der »Neuen Frau« und Zeitschriften wie »die neue linie« verbreiten es. Dies medial vermittelte Bild der Frau in den zwanziger Jahren stellt jedoch einen Mythos dar, der vor allem die Oberfläche und das Äußerliche meint.

Mädchen und junge Frauen träumten und hofften zwar auf das Erlernen und Ausüben eines eigenen Berufes, jedoch waren die Berufswünsche am Anfang des 20. Jahrhunderts oftmals verbunden mit tradierten weiblichen Tätigkeiten, wie weben, nähen, kochen und bügeln. Demgegenüber standen ganz neue Berufsbilder, auch gestalterische, wie die Fotografie, die einige Frauen für sich entdeckten.

Frauen kamen anfangs zahlreich an das staatliche Bauhaus in Weimar, annähernd zu gleichen Teilen wie Männer. 101 Frau und 106 Männer waren es 1919, so ist es zumindest in der neuen Dauerausstellung der Stiftung Bauhaus Dessau (seit 2007) zu lesen. In der Ausstellung sind auf einer einführenden Zeitleiste die Studierendenzahlen vermerkt. Dazu hier folgende Tendenzen: Von Jahr zu Jahr wurden insgesamt weniger Studenten aufgenommen, davon reduzieren sich aber insbesondere die Zahlen der weiblichen Studierenden. In Berlin fingen dann nur noch 5 Frauen und 14 Männer an zu studieren. Die geringe Zahl von Studienanfängern ist sicherlich mit der schwierigen politischen Situation des Bauhauses zu begründen. Dennoch hat sich das Zahlenverhältnis der Studienanfänger Frauen und Männer sehr verändert. War es anfänglich noch gleichmäßig (Hälfte, Hälfte), so wurden später nur noch etwa ein Drittel bzw. dann ein Viertel Frauen ans Bauhaus aufgenommen. Wer mehr über die Zahlen der Studierenden am Bauhaus erfahren möchte, der sei auf die Dissertation von Folke Dietzsch verwiesen. In einer umfassenden Studie hatte er bereits in den 1980er Jahren damit begonnen, die Studierendenzahlen genauer zu untersuchen. So ist ermittelt, dass insgesamt etwa 1240 Studierende und 100 Lehrende am Bauhaus gewirkt haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Das Bauhaus und die neue Frau

1.1 bauhaus feminin – ein Mythos

2. Zurück zu den Anfängen des Bauhauses 1919

3. bauhaus androgyn

4. Marianne Brandt und Gunta Stölzl – zwei Lebenswege

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und die Lebensrealität von Frauen am Bauhaus zwischen 1919 und 1933. Dabei wird der Mythos einer gleichberechtigten modernen Institution kritisch hinterfragt und aufgezeigt, wie tief verwurzelte Geschlechterrollen und soziale Strukturen den Werdegang der Bauhäuslerinnen beeinflussten.

  • Die Diskrepanz zwischen dem medialen Bild der „Neuen Frau“ und der Realität am Bauhaus
  • Strukturelle Barrieren und die Zuweisung zu traditionell weiblichen Werkstätten wie der Weberei
  • Die Bedeutung individueller Biografien am Beispiel von Marianne Brandt und Gunta Stölzl
  • Die geschlechterspezifische Organisation des Wohnraums und Architekturkonzepte der Weimarer Zeit
  • Der Einfluss von Geschlechterrollen auf die künstlerische Entfaltung und berufliche Anerkennung

Auszug aus dem Buch

bauhaus feminin – ein Mythos

»Die neue Frau ist da – sie existiert« schreibt 1918 die russische Schriftstellerin Alexandra Kollontai. Das Bild der Frauen in den Medien der 1920er Jahre bestimmen selbstbewusste, dynamische, experimentierfreudige Frauen: Die Autofahrerin, die Pilotin, die Sportlerin, die Lebenslustige und der Typ der androgynen Garçonne mit kurzem Haarschnitt und Hosen tragend. Sie alle prägen das Image der »Neuen Frau« und Zeitschriften wie »die neue linie« verbreiten es. Dies medial vermittelte Bild der Frau in den zwanziger Jahren stellt jedoch einen Mythos dar, der vor allem die Oberfläche und das Äußerliche meint.

Mädchen und junge Frauen träumten und hofften zwar auf das Erlernen und Ausüben eines eigenen Berufes, jedoch waren die Berufswünsche am Anfang des 20. Jahrhunderts oftmals verbunden mit tradierten weiblichen Tätigkeiten, wie weben, nähen, kochen und bügeln. Demgegenüber standen ganz neue Berufsbilder, auch gestalterische, wie die Fotografie, die einige Frauen für sich entdeckten.

Vor einigen Jahren ist das Thema »Frauen am Bauhaus« aus Richtung der Frauenbewegung aufgegriffen worden. Insbesondere Anja Baumhoff eröffnete mit ihrer Grund legenden Forschung auf diesem Gebiet die Diskussion über Schattenseiten (2) am Bauhaus und ist damit dem Mythos Bauhaus (3) auf der Spur. Die Genderforschung sorgte ebenso dafür, dass einzelne Gestalterinnen der Moderne erstmals bekannt und ihr Werk wahrgenommen wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

Das Bauhaus und die neue Frau: Einleitende Betrachtung, die den gesellschaftlichen Kontext der 1920er Jahre und den Mythos der „Neuen Frau“ mit der Situation der Bauhaus-Studentinnen kontrastiert.

Zurück zu den Anfängen des Bauhauses 1919: Analyse der historischen Rahmenbedingungen und der bewussten Einschränkung der Studienmöglichkeiten für Frauen durch die Bauhaus-Leitung, insbesondere die Konzentration auf die Weberei.

bauhaus androgyn: Untersuchung der Geschlechterverhältnisse in der Bauhaus-Architektur und der Lebensgestaltung der Bauhäusler, wobei das „Haus am Horn“ als Beispiel für moderne, aber dennoch patriarchale Strukturen dient.

Marianne Brandt und Gunta Stölzl – zwei Lebenswege: Detaillierte Darstellung der persönlichen und beruflichen Werdegänge von zwei bedeutenden Bauhäuslerinnen, die trotz Widerständen eigenständige Wege einschlugen.

Schlüsselwörter

Bauhaus, neue Frau, Geschlechterrollen, Weberei, Marianne Brandt, Gunta Stölzl, Anni Albers, Genderforschung, Moderne, Haus am Horn, Architektur, Emanzipation, Bauhausmeister, Weimarer Republik, Frauenbewegung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich kritisch mit der Rolle der Frau am Bauhaus und untersucht, inwiefern die Institution ihren eigenen modernen Anspruch hinsichtlich der Gleichberechtigung der Geschlechter einlösen konnte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Ausbildungssituation der Studentinnen, die gesellschaftliche Wahrnehmung der „Neuen Frau“, die geschlechterspezifische Raumgestaltung in der Architektur sowie individuelle Lebensgeschichten von Bauhäuslerinnen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den „Mythos Bauhaus“ zu dekonstruieren und aufzuzeigen, dass trotz des innovativen Geistes der Schule, patriarchale Strukturen und traditionelle Rollenzuweisungen den Alltag der Frauen maßgeblich prägten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse historischer Quellen, Zeitzeugnisse (wie Briefe und Artikel) sowie die Auswertung relevanter Forschungsliteratur zur Gender- und Bauhausforschung.

Was wird im Hauptteil der Publikation behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der historischen Anfänge, die kritische Betrachtung der Weberei als „Frauenwerkstatt“, die Architektur als Spiegelbild gesellschaftlicher Normen und eine biografische Analyse zweier Schlüsselfiguren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bauhaus, Geschlechterrollen, Emanzipation, Marianne Brandt, Gunta Stölzl und moderne Gestaltung geprägt.

Welchen Einfluss hatte das „Haus am Horn“ auf die damalige Rollenverteilung?

Obwohl das Haus modern konzipiert war, verdeutlicht die Raumaufteilung, dass die Frau weiterhin primär für den Haushalt und die Kinderbetreuung zuständig blieb, während dem Mann explizit ein Arbeitsbereich zugewiesen wurde.

Wie bewerten die Autorinnen innerhalb der Arbeit die Rolle der Weberei?

Die Weberei wird ambivalent betrachtet: Einerseits als Ort, der Frauen den Zugang zur Ausbildung ermöglichte, andererseits als „Ghetto“, in das Frauen abgeschoben wurden, um sie aus anderen Werkstätten fernzuhalten.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Bauhaus und die neue Frau
Untertitel
bauhaus feminin – ein Mythos
Veranstaltung
»Das Bauhaus am Kiosk – Die neue Linie 1929–1943« Ausstellung im Bauhaus Museum Weimar
Autor
M.A. Elke Beilfuß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
9
Katalognummer
V181550
ISBN (eBook)
9783656047049
ISBN (Buch)
9783656828785
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bauhaus Weimar Dessau Berlin Weimarer Republik 1920 1920er Zwanziger Jahre Frau Frauen Hochschulgeschichte Hochschulpolitik Universität Hochschule Schule Kunsthochschule Kunstschule Design Designgeschichte Kunstgeschichte Männer Studentinnen Studentin Frauenbewegung Textilien Weben Weberei Gunta Stölzl Marianne Brandt Museum Bauhaus Museum Weimar neue Linie neue Frau Emanzipation Sozialgeschichte Walter Gropius Grete Reichardt Benita Koch-Otte Helene Nonné-Schmidt Anni Albers Georg Muche Haus am Horn Architektur Architekturgeschichte 1923 1919 Otti Berger Friedl Dicker Lilly Reich Wohnen Neues Bauen Neues Wohnen Grete Dexel Walter Dexel Jena Bruno Taut Künster Künstlerin Künstlerinnen Designer Designerinnen Designerin Wohnung Bauhäuslerinnen
Produktsicherheit
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Arbeit zitieren
M.A. Elke Beilfuß (Autor:in), 2009, Das Bauhaus und die neue Frau , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181550
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  9  Seiten
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