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Rezeption von Che und Guevara

Eine Überblicksdarstellung zur Wahrnehmung von Bild und Person Ernesto Guevaras

Titel: Rezeption von Che und Guevara

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Robert Pilgrim (Autor:in)

Weltgeschichte - Moderne Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Sein Konterfeit ziert das Logo der antirassistischen Fußball-Fangruppierung „Ultra‘ Sankt Pauli“ ebenso wie die Kleidung von „Autonomen Nationalisten“ aus der rechtsradikalen Szene1; auch die Ultrà-Fanbewegung des FC Bayern München empfiehlt seinen Mitgliedern neben der Lektüre von Büchern über Fußball, Fankult, Ultràs und Gewalt, die Bibliographie Ernesto Guevaras von Jon Lee Anderson, mit Hinweis auf seinen Vorbildcharakter für einen jeden Ultrà, zu studieren2, während der deutsche Historiker Gerd Koenen ihn in eine Reihe mit heutigen Dschihadisten stellt3 und die als politisch eher links geltende taz anlässlich seines 40. Todestages von einem autoritären Macho mit rassistischen Tendenzen4 schrieb.
Ich selber erinnere mich an mehrere Freunde und Bekannte in meiner Jugend, die sich selbst als Pazifisten bezeichneten und gleichermaßen das wohl bekannteste T-Shirt der Welt mit dem schwarzem Konterfeit des nicht sehr pazifistischen Ernesto Guevaras auf rotem Hintergrund trugen.
Die Werbungsindustrie nutzt indes den Bekanntheitsgrad der Figur des Kapitalismus-Kritikers Ché Guevara, um damit ihre Erträge weiter zu erhöhen.
Wieso wird ein einzelner Mensch von so vielen, derartig unterschiedlichen Personen und Gruppierungen über 40 Jahre nach seinem Tod so diffus rezipiert?
Macht man sich etwas vor, wenn man in Betracht zieht, dass der Bezug zu Ernesto Guevara von Einzelnen und von Gruppen irgendeinem anderen Zweck dient als der Vermarktung eines Produkts bzw. der Erhöhung der eigenen Popularität? Haben sich auf Guevara beziehende Personen und Gruppen ein Bild vom historischen Ernesto Guevara und seinen konkreten Theorien und Wertvorstellungen oder leben alle Bezüge vom oft betonten „Mythos Che Guevara“, von der Symbolkraft eines revolutionären Märtyrers, der schlichtweg populär und attraktiv ist? Hat sich das Bild Ches gänzlich vom Inhalt Guevaras gelöst oder findet in Teilen ein reflektierter Umgang mit dieser Problematik statt?
Unter anderem durch Kontakt zu Guevara verwendenden Gruppierungen und Analyse von Internetpräsenzen und Publikationen soll die vorliegende Arbeit sich Antworten auf diese Fragen nähern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rezeption von Ernesto „Che“ Guevara

2.1 Rezeption durch politische Gruppierungen

2.2 Rezeption durch deutsche Parteien

2.3 Rezeption in Journalismus und Literatur

2.4 Rezeption in Werbung und Merchandise

2.5 Rezeption bei anderen Gruppierungen

3. Fazit

4. Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Ernesto „Che“ Guevara mehr als 40 Jahre nach seinem Tod von höchst unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren rezipiert wird. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob sich die moderne Wahrnehmung auf ein reflektiertes Bild des historischen Guevara stützt oder ob der „Mythos Che“ lediglich als unreflektierte Projektionsfläche zur Vermarktung eigener Interessen, Identitäten oder Produkte dient.

  • Analyse der Guevara-Rezeption durch verschiedene politische Gruppierungen
  • Untersuchung der Instrumentalisierung Guevaras durch deutsche Parteien
  • Kritische Betrachtung der Darstellung in Journalismus und Fachliteratur
  • Analyse der kommerziellen Nutzung durch die Werbeindustrie und Merchandise-Anbieter
  • Reflexion der Vorbildfunktion in Fußball-Ultrà-Gruppierungen

Auszug aus dem Buch

2.4 Rezeption in Werbung und Merchandise

Dass Werbung Personen und Sachverhalte instrumentalisiert um bestimmte Produkte anzupreisen liegt in der Natur der Sache. Einen Kapitalismuskritiker, der keinen großen Wert auf materielle Güter legt, dafür zu nutzen scheint jedoch selbst für die Werbeindustrie gewagt, aber Glaubwürdigkeit wird zu Gunsten von Ironie oft vernachlässigt bzw. erst dadurch scheinbar erreicht. So lässt sich der tote Berufsrevolutionär mittlerweile in zahlreichen Werbespots und auf unzähligen Produkten finden, auf die es sich lohnt, einen genaueren Blick zu werfen.

Das Mietwagenunternehmen Europcar startete vor einigen Jahren eine Werbekampagne mit Guevaras Konterfeit und dem Werbespruch „Auch Du kannst Grosses bewegen! Mit den günstigen LKWs von Europcar“ 76 . Zumindest wird keine tatsächliche inhaltliche Nähe postuliert, wenn die Verwendung Guevaras aus rein marketing-strategischer Sicht nüchtern begründet wird: „'Die Figur Che Guevara ist eindimensional positiv konstruiert', erklärt Europcar-Marketing-Direktor Carsten Greiner“77.

Auch der Automobilhersteller Dacia ließ Guevara in einem Werbe-Spot neben Castro, Marx, Ghandi, Mao, Lenin, Luther King und Ho Chi-Minh (Warum bloß nicht Stalin?) in einer Art Kommune auftreten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die diffuse und oft widersprüchliche globale Wahrnehmung von Che Guevara ein und formuliert die Leitfragen zur Untersuchung der Instrumentalisierung seiner Person.

2. Rezeption von Ernesto „Che“ Guevara: Dieses Kapitel analysiert detailliert die verschiedenen Ebenen der Wahrnehmung durch politische Gruppierungen, Parteien, Medien, Werbung und Fußball-Fans.

2.1 Rezeption durch politische Gruppierungen: Die Untersuchung zeigt, wie extrem unterschiedliche politische Akteure von der Antifa bis hin zu rechtsextremen Gruppen Guevara als Projektionsfläche für ihre Ideologien nutzen.

2.2 Rezeption durch deutsche Parteien: Hier wird beleuchtet, wie deutsche Parteien von der CDU bis zur Linkspartei Guevara entweder zur Diskreditierung politischer Gegner oder zur Steigerung der eigenen Attraktivität bei jungen Wählern instrumentalisieren.

2.3 Rezeption in Journalismus und Literatur: Das Kapitel vergleicht verschiedene publizistische Ansätze, die einerseits den Mythos entzaubern und andererseits die historische Figur wissenschaftlich kritisch hinterfragen.

2.4 Rezeption in Werbung und Merchandise: Der Abschnitt deckt auf, wie die Werbeindustrie und spezialisierte Online-Shops die Pop-Ikone Che Guevara für kommerzielle Zwecke nutzen, oft unter Ausblendung historischer Fakten.

2.5 Rezeption bei anderen Gruppierungen: Fokus auf die Nutzung von Guevara-Symbolen durch Fußball-Ultrà-Gruppierungen, bei denen der „unbedingte Kampfeinsatz“ als identitätsstiftendes Element für die eigene Fankurve dient.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die heutige Rezeption weitgehend von einer Entkopplung des Bildes vom historischen Inhalt geprägt ist.

4. Literatur- und Quellenverzeichnis: Dies ist ein systematisches Verzeichnis aller verwendeten Fachbücher, Artikel und Internetressourcen für die vorliegende Untersuchung.

Schlüsselwörter

Che Guevara, Rezeption, Mythos, Personenkult, Instrumentalisierung, Politik, Medien, Werbung, Merchandise, Ultràs, Identität, Sozialismus, Kapitalismuskritik, historische Figur, Pop-Ikone

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die vielschichtige und oft widersprüchliche Rezeption von Ernesto „Che“ Guevara in der Gegenwart, über 40 Jahre nach seinem Tod.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die politische Instrumentalisierung durch Parteien und Gruppen, die kommerzielle Nutzung als Werbefigur sowie die kulturelle Aneignung als Pop-Ikone.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die heutige Wahrnehmung auf einem reflektierten Verständnis des historischen Guevara basiert oder ob die Figur primär als unreflektiertes Symbol für eigene Zwecke genutzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Internetpräsenzen, publizistischen Quellen und Stellungnahmen politischer Akteure sowie den Abgleich mit biographischen Standardwerken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Fallbeispiele der Guevara-Rezeption, differenziert nach politischen Gruppierungen, Parteien, Medien, Werbung und Fan-Szenen wie den Ultràs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Rezeption, Instrumentalisierung, Personenkult, Pop-Ikone und historische Identitätsstiftung beschreiben.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Werbeindustrie?

Der Autor konstatiert, dass die Werbeindustrie bewusst eine „eindimensional positive“ Figur konstruiert, um Produkte zu vermarkten, wobei historische Makel vollständig ausgeblendet werden.

Welche Diskrepanz wird bei Fußball-Gruppierungen festgestellt?

Es wird aufgezeigt, dass Ultrà-Gruppierungen den „unbedingten Kampfeinsatz“ Guevaras als Vorbild für die eigene Kurven-Mentalität wählen, während inhaltliche politische Positionen oder historische Schattenseiten oft ignoriert werden.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rezeption von Che und Guevara
Untertitel
Eine Überblicksdarstellung zur Wahrnehmung von Bild und Person Ernesto Guevaras
Hochschule
Universität Hamburg  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
54-336 Hauptseminar NZ: Che Guevara, 1928 - 2010
Note
1,0
Autor
Robert Pilgrim (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
23
Katalognummer
V181538
ISBN (eBook)
9783656064077
ISBN (Buch)
9783656064114
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rezeption guevara eine überblicksdarstellung wahrnehmung bild person ernesto guevaras
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Pilgrim (Autor:in), 2011, Rezeption von Che und Guevara, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181538
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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