Diese Arbeit befasst sich mit einem grundlegenden Thema der Netzwerktechnologien, dem Netzwerkprotokoll „File Transfer Protocol“ (kurz: FTP). Das zu vermittelnde Wissen richtet sich im ersten Teil an das allgemeine, theoretische Verständnis über FTP an sich. Im zweiten Teil wird die Verwendung des Netzwerkprotokolls unter den derzeit
aktuellen Betriebssystemen Microsoft Windows Server 2008, Windows Vista und dem Linux Betriebssystem openSUSE näher dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. File Transfer Protocol (FTP)
2.1. Geschichte
2.2. Client-Server Modell
2.3. Benutzer-Authentifizierung
2.4. FTP over Secure Sockets Layer (SSL)
2.5. technische Funktionsweise
3. Clients
3.1. FTP per Kommandozeile (Linux)
3.2. FTP per FlashFXP (Windows)
4. Server
4.1. Internet Information Services (IIS)
4.2. Fremdsoftware
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit vermittelt ein theoretisches Verständnis des File Transfer Protocol (FTP) und beleuchtet dessen praktische Anwendung unter den Betriebssystemen Microsoft Windows Server 2008, Windows Vista und openSUSE.
- Grundlagen und historische Entwicklung des FTP-Standards
- Funktionsweise des Client-Server-Modells bei Dateiübertragungen
- Sicherheitsaspekte, Authentifizierung und Verschlüsselung (FTPS)
- Vergleich von FTP-Clients unter Linux und Windows
- Konfiguration von FTP-Servern mittels IIS sowie Drittanbieter-Lösungen
Auszug aus dem Buch
2.5. technische Funktionsweise
Die FTP-Spezifikation schreibt eine grundsätzliche Funktionsweise einer FTP-Verbindung vor, nämlich das Zwei-Port-System.
Der erste Port, der Control Port, dient der Steuerung der FTP-Verbindung, bleibt für den gesamten Zeitraum der Verbindung bestehen und ist von der Organisation IANA mit der Standardportnummer 21 definiert. Über ihn werden die Befehle des Clients zum Server und dessen Rückmeldungen in Form von speziellen Statuscodes gesendet.
Die eigentliche Dateiübertragung findet auf dem Standardport 20, dem Data Port, statt. Hier werden zwei Übertragungsmodi unterschieden, den aktiven und passiven FTP, die kontrollieren, wie die Dateiverbindung eröffnet wird (siehe Abbildung 2).
Im meist genutzten „Active Mode“ öffnet der Client einen zufälligen Port, übermittelt dem Server seine IP-Adresse mit geöffnetem Port und wartet auf die serverseitige Initiierung des Datentransfers.
Der „Passive Mode“ funktioniert genau entgegengesetzt und wird vor allem von Clients eingesetzt, die aufgrund einer Firewall oder Routers keine eingehenden Verbindungen akzeptieren.
In beiden Fällen muss noch der Datentransfertyp bestimmt werden, der festlegt, in welchem Datenformat die Datei übertragen wird. Aktuell wird ausschließlich das binäre Format genutzt, da die Alternative der ASCII-Übertragung nur für reine Textdokumente geeignet ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Netzwerktechnologien ein und definiert den Fokus auf das File Transfer Protocol unter verschiedenen modernen Betriebssystemen.
2. File Transfer Protocol (FTP): Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von FTP, inklusive der Geschichte, des Client-Server-Modells, Sicherheitsmechanismen wie SSL und der technischen Funktionsweise über das Zwei-Port-System.
3. Clients: Hier wird die praktische Nutzung von FTP-Clients betrachtet, wobei der Fokus auf der Kommandozeilenbedienung unter Linux und der grafischen Oberfläche des Programms FlashFXP unter Windows liegt.
4. Server: Dieses Kapitel behandelt die serverseitige Implementierung unter Windows Server 2008, insbesondere die Rolle der Internet Information Services (IIS) sowie alternative Softwarelösungen zur FTP-Bereitstellung.
Schlüsselwörter
File Transfer Protocol, FTP, Netzwerkprotokoll, Client-Server-Modell, Authentifizierung, SSL, FTPS, TCP/IP, Datentransfer, Windows Server 2008, Linux, FlashFXP, Internet Information Services, IIS, Netzwerktechnologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt das Netzwerkprotokoll FTP und dessen Anwendung zur Dateiübertragung in unterschiedlichen Betriebssystemumgebungen.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Die zentralen Themenfelder sind die theoretische Funktionsweise des Protokolls, Sicherheitsfragen bei der Übertragung sowie die praktische Konfiguration von Clients und Servern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist ein weitreichender Überblick über die Funktionsweise von FTP und die Darstellung seiner Verwendung unter Microsoft Windows sowie Linux.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse sowie die exemplarische Darstellung von Konfigurationsbeispielen in aktuellen Betriebssystemen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Protokolls, die Analyse von FTP-Clients sowie die Untersuchung serverseitiger FTP-Implementierungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind Begriffe wie FTP, Client-Server-Modell, Sicherheitsprotokolle (SSL), Internet Information Services und Betriebssystem-spezifische FTP-Implementierungen.
Wie unterscheidet sich der aktive vom passiven Übertragungsmodus?
Beim aktiven Modus öffnet der Client einen Port für den Server; beim passiven Modus wird dies umgekehrt gehandhabt, um Firewall-Probleme zu umgehen.
Warum wird SSL für FTP empfohlen?
Ohne Verschlüsselung werden Benutzerdaten und Dateien im Klartext übertragen, was ein hohes Sicherheitsrisiko darstellt; FTPS bietet hierfür eine notwendige Absicherung.
Welche Vorteile bietet Fremdsoftware gegenüber dem Windows IIS?
Serverprogramme wie Serv-U oder Filezilla bieten oft eine zentralere Verwaltung der FTP-Benutzer, die unabhängig vom zugrunde liegenden Betriebssystem funktioniert.
- Quote paper
- B.Sc. Christopher Krause (Author), 2010, Das File Transfer Protocol unter Windows und Linux, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181492