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Die Darstellung der Reformation und ihrer Gegner in Gottfried Kellers Novelle "Ursula"

Title: Die Darstellung der Reformation und ihrer Gegner in Gottfried Kellers Novelle "Ursula"

Seminar Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lennart Riepenhusen (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works

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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Hausarbeit ist es, die verschiedenen Darstellungen der Reformation und ihrer Gegner innerhalb von „Ursula“ herauszuarbeiten. Dazu werde ich zunächst kurz auf die Geschichte der schweizerischen Reformation unter Ulrich Zwingli und auf dessen Biografie eingehen. Anschließend werde ich die Darstellung der wichtigsten Vertreter der Reformation in „Ursula“, Ulrich Zwingli und Hansli Gyr, herausarbeiten. Dann werde ich auf die Glaubensbewegung der Täufer und daraufhin deren Darstellung durch Gottfried Keller herausarbeiten, um abschließend die Gesamtdarstellung der Reformatoren und ihrer Gegner miteinander zu vergleichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtliche Hintergründe

2.1 Die Schweizer Reformation zwischen 1519 und 1531

2.2 Ulrich Zwingli

3. Die Darstellung der Reformation in Gottfried Kellers Novelle „Ursula“

3.1 Die Darstellung Ulrich Zwinglis

3.2 Hansli Gyr

4. Die Gegner der Reformation in Gottfried Kellers Novelle „Ursula“

4.1 Die Täuferbewegung

4.2 Das Bild der Täufer in Kellers Novelle „Ursula“

4.3 Ursula

5. Vergleich der Darstellungen der Reformation und ihrer Gegner

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Gottfried Keller in seiner Novelle „Ursula“ (1877) die Akteure der Reformationszeit – insbesondere den Reformator Ulrich Zwingli sowie die als Täufer bezeichnete Glaubensgemeinschaft – literarisch charakterisiert und bewertet. Im Fokus steht dabei die Frage, wie der Autor durch seine Darstellung dieser historischen Figuren eine moralische Wertung der Reformation vornimmt und diese in den Kontext der zeitgenössischen Ordnung einordnet.

  • Historische Einordnung der schweizerischen Reformation zwischen 1523 und 1531.
  • Biografische Analyse und literarische Heroisierung Ulrich Zwinglis.
  • Charakterisierung des Protagonisten Hansli Gyr als Bindeglied zur neuen Ordnung.
  • Darstellung der Täuferbewegung als irrationale und ordnungsgefährdende Splittergruppe.
  • Analyse der literarischen Sonderrolle der Titelfigur Ursula als Opfer und Rückgeführte.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Darstellung Ulrich Zwinglis

Die erste Erwähnung in „Ursula“ findet der Züricher Reformator Zwingli im Hause Enoch Schnurrenbergers, Nachbar von Hansli Gyr und Wortführer einer kleinen Sektierergruppe, auf welche ich später noch gesondert eingehen werde. Von Schnurrenberger als „[...]verkehrte[r] Zwingli“ und „[...]Päpstlein in Zürich [...]“ bezeichnet, wird er von Hansli Gyr sogleich in ein weit positiveres Licht gerückt, indem Hansli sich an ein früheres Treffen mit besagtem Mann erinnert:

„Da hat uns der Zwingli im Felde gepredigt, ein lieblicher mutiger Mann, der hatte Augen wie ein Hirsch so schön, ich weiß noch deutlich, daß ich ehrfürchtig hinsah!“

Damit sind sowohl die Fronten zwischen Gyr und Schnurrenberger geklärt als auch eine erste Beschreibung Zwinglis gegeben, dessen positives Bild zwar zunächst als eine Kindheitserinnerung von vor etlichen Jahren relativiert, im Folgenden jedoch ausgiebig bestätigt wird.

Persönlich tritt der Reformator das erste Mal in Erscheinung, als Hansli Gyr, gerade nach Zürich gekommen, in einem Gasthof mit anderen Soldaten über die Lage spricht. Zwingli gesellt sich zu den Soldaten, unter denen er nicht durchweg hohes Ansehen genießt, da unter anderem auch auf sein Betreiben hin der Standort Zürich die Reisläuferei untersagt und damit jene Männer erwerbslos gemacht hatte. Einige rücken folglich auch „[...] nur langsam und murrend [...] zusammen“, indes schon „[...]das sonnige Auge des Reformators [...]“ beginnt, die Stimmung zu wenden. Es gelingt Zwingli spielend, die Sympathien auch in dieser nicht unkomplizierten Situation auf seine Seite zu ziehen. Kellers Beschreibung seiner Redeweise verstärkt erneut den durch Hansli Gyrs einleitenden Kommentar bereits eingeführten Eindruck von Ulrich Zwinglis Persönlichkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Handlung der Novelle und definiert das Forschungsziel, die Darstellung der Reformatoren und ihrer Gegner bei Keller zu untersuchen.

2. Geschichtliche Hintergründe: Dieses Kapitel bietet einen Abriss der schweizerischen Reformation zwischen 1519 und 1531 sowie eine biografische Zusammenfassung von Ulrich Zwinglis Wirken.

3. Die Darstellung der Reformation in Gottfried Kellers Novelle „Ursula“: Hier wird analysiert, wie Zwingli und der Protagonist Hansli Gyr als positive Identifikationsfiguren und Träger der neuen Ordnung gezeichnet werden.

4. Die Gegner der Reformation in Gottfried Kellers Novelle „Ursula“: Dieses Kapitel behandelt die negative Darstellung der Täuferbewegung sowie die ambivalente Entwicklung der Titelfigur Ursula.

5. Vergleich der Darstellungen der Reformation und ihrer Gegner: Das Fazit stellt die „Krystallgeister“ (Reformatoren) den „Tazzelwürmern“ (Täufer) gegenüber und kommt zu dem Schluss, dass Keller die Reformation als moralisch notwendigen Reinigungsprozess legitimiert.

Schlüsselwörter

Gottfried Keller, Ursula, Reformation, Ulrich Zwingli, Täufer, Wiedertäufer, Hansli Gyr, Historische Novelle, Religiöse Splittergruppen, Literaturanalyse, Schweizer Geschichte, Bildersturm, Kappel am Albis, Ordnung, Sektierertum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Hausarbeit untersucht, wie Gottfried Keller in seiner Novelle „Ursula“ die politischen und religiösen Konflikte der Reformationszeit in der Schweiz literarisch verarbeitet und bewertet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Charakterisierung von Ulrich Zwingli als Vaterfigur, der Rolle des Protagonisten Hansli Gyr und der konträren, meist abwertenden Darstellung der Täufergruppe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie der Autor durch die spezifische Zeichnung von Figuren eine klare Parteinahme für die Reformation vornimmt und diese als notwendige „Reinigung“ darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit folgt einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die den Primärtext in den historischen Kontext der Reformation einbettet und durch Sekundärliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der historischen Hintergründe, die detaillierte Untersuchung der Figuren Zwingli und Gyr sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Darstellung der Täuferbewegung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gottfried Keller, Reformation, Täufer, Ulrich Zwingli und historische Novelle treffend beschreiben.

Wie bewertet Keller die Täuferbewegung in „Ursula“?

Keller zeichnet die Täufer als lächerliche und irrationale „Winkelpropheten“, die durch ihr sektiererisches Verhalten die bürgerliche Ordnung sowie die psychische Gesundheit der Titelfigur gefährden.

Welche Rolle spielt die Titelfigur Ursula für das Fazit der Arbeit?

Ursula dient als unschuldiges Opfer des sektiererischen Einflusses ihres Vaters; ihre letztliche Rückkehr in die „bürgerliche Ordnung“ symbolisiert das Scheitern des radikalen Täufertums und den Triumph der gemässigten Reformation.

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Details

Title
Die Darstellung der Reformation und ihrer Gegner in Gottfried Kellers Novelle "Ursula"
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Neuere deutsche Literatur- und Medienwissenschaft)
Course
Gottfried Keller - Zyklisches Erzählen
Grade
2,0
Author
Lennart Riepenhusen (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V181429
ISBN (Book)
9783656046097
ISBN (eBook)
9783656046462
Language
German
Tags
gottfried keller reformation ursula novelle zyklisches erzählen schweiz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lennart Riepenhusen (Author), 2007, Die Darstellung der Reformation und ihrer Gegner in Gottfried Kellers Novelle "Ursula", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181429
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