In der Vergangenheit gewonnene Erkenntnisse und marktgängige technische Bausteine und Geräte erlauben einfache Verfahren zur Erfassung des menschlichen Gesamtzustandes durch Reizsetzung und Reizantwort-Aufzeichnung und -Auswertung.
Mit den skizzierten Verfahrensmöglichkeiten läßt sich ein funktionelles Abbild des Vegetativums eines Körpers gewinnen, ebenso Reaktions- und Regulationsverhalten des Individuums feststellen.
Bei genügend großem Datenfundus lassen sich auch Prognosen machen.
Das Verfahren stützt sich auf naturwissenschaftlich-biologisch gesicherte Fakten.
Inhaltsverzeichnis
1. Verfahrenszweck
2. Kennzeichnende Einzelheiten des Individuums
3. Reizsetzung
4. Regler-Charakteristik
5. Meßzeiten
6. Das Verfahren ist geeignet zur...
6.1 Erfassung des momentanen Allgemeinzustandes
6.2 Einschätzung des vegetativen Systems
6.3 Einschätzung des Elektrolythaushalts
6.4 Einschätzung des Säure-Basen-Haushalts
6.5 Überprüfung der Wirkung physikalischer Therapie
6.6 Überprüfung der Wirkung medikamentöser Therapie
6.7 Überprüfung der Wirkung Psychotherapie/Musik-/Farb-Therapie und dgl.
6.8 Überprüfung der Wirkung von Fasten
6.9 Überprüfung der Wirkung von Nahrungsmitteln
6.10 Erfassung von Trendverläufen über beliebige Zeiträume
6.11 Ermittlung der optimalen Therapie/Therapiekombinationen
6.12 Erfassung der Wirkung von Training
6.13 Ermüdungs-Messung (vgl. Prof. Otto Graf)
6.14 Nutzung als allgemeines Frühwarnsystem
6.15 preisgünstigen Durchführung automatisierter Reihenuntersuchungen
7. Durch eine minimalinvasive "Innenwiderstandsmessung" läßt sich das diagnostische Bild erweitern und abrunden
8. Vom Grundgedanken her (mehr oder weniger) ähnliche Verfahren
9. Auswertekriterien der Regler-Charakteristik-Kurven des Körpers
10. Zusammenfassung
11. Ladungsträgerbeeinflussung erfolgt von außen betrachtet über...
12. Warum Füße als Ankopplungspunkte ?
13. Kapazitive Kopplung
14. Wer ist für die Kapazität verantwortlich ?
14.1 Es sind körpereigene Ionen, genau die, welche auch für die elektrische Leitfähigkeit im Körper zuständig sind
14.2 Das Interstitium oder Gerüstgewebe ist der Zwischenraum zwischen den organtypischen Parenchym-Komplexen mit Bindegewebe, Nerven sowie Gefäßen
14.3 Elektrolyte in Verbindung mit Kapazität und Kondensator sind schon vor etwa einem Jahrhundert recht ausführlich untersucht worden, etwa durch H. Sack
15. Welche Elemente sind für die Elektrolyte zuständig ?
16. Der scheinbare Scheinwiderstand des Körpers
16.1 Bei Anwendung des Verfahrens zur Erfassung des menschlichen Gesamtzustandes ergeben sich bei Benutzung üblicher elektrotechnischer Meßgeräte Werte für "Widerstand", "Leitwert", "Kapazität", "Induktivität" und weitere Größen
16.2 Am Beispiel der Ersatzschaltbilder für den menschlichen Körper nach DIN VDE 0800 Teil 1 sei das gezeigt
16.3 Weil die beiden Ersatzbilder die zeitlichen Änderungen im Körper und insbesondere seine Regulationsfähigkeit nicht berücksichtigen, werden als verbesserte Ersatzbilder vorgeschlagen
16.4 Tatsächlich aufgezeichnete in vivo-Meßkurven lassen sich mit diesen Anordnungen nachbilden und eine Anzahl wichtiger diagnostischer Schlüsse daraus ziehen
16.5 Phasenverschiebung bedeutet physikalisch verringerte Wirkleistung, also verringerte Leistungsübertragung an den Verbraucherwiderstand, in diesem Fall den menschlichen Körper
16.6 In einer früheren Arbeit ist bei einer Frequenz von 5 kHz der Zusammenhang zwischen sinkendem (Schein-)Widerstand und steigender Osmolarität festgestellt worden
16.7 Daß Körperwiderstand und Phasenverschiebung von äußeren Umständen abhängen, scheint logisch
16.8 Die vorstehenden Aussagen sind im Sinn makroskopischer Näherungen zu verstehen
16.9 (Außen-)Hautwiderstandsmessungen für Zwecke der Rheographie sind von Kaindl + Polzer + Schuhfried vorgenommen worden
17. Was läßt sich aus der "Erfassung des menschlichen Gesamtzustandes" erkennen ?
18. Die minimalinvasive "Innenwiderstandsmessung"
18.1 Der minimalinvasiven "Innenwiderstandsmessung" liegen wichtige Fakten zugrunde
18.2 Zusammen mit der von Zellart, Membranen und Gewebe abhängigen Kompartmentierung bzw. Einbettung in Zwischenmaterie und damit auch Beweglichkeit vieler Ladungsträger ergibt sich insbesondere bei elektrischen Vorgängen unter Einbeziehung der Außenhaut eine sehr starke kapazitive Komponente - mit biologischen Merkmalen
18.3 Zellmembranen sind Diffusionsbarrieren; selektiv permeabel; Plasmamembranen haben 7,5 ... 10 nm Dicke
18.4 Epithelzellen sind geometrische Zellen
18.5 Die Schleimhäute des Verdauungstraktes wie Magen und Darm haben als Deckschicht ein einschichtiges hochprismatisches Epithel
18.6 Epithelverbände sind gefäßlos (avaskulär), Ernährung erfolgt von basal bzw. durch Diffusion
18.7 Es gibt meßtechnische Verfahren für Leitungen in Hülle und Fülle, mit einer riesigen Menge an Aussagemöglichkeiten
18.8 Bei minimalinvasiven Innenwiderstandsmessung ist wegen der galvanischen Kontakte ein Hinweis auf die Kontaktphysik angebracht
18.9 Der Vollständigkeit halber muß noch erwähnt werden, daß entsprechend den anwendbaren Teilen der 10 Grundsätze der Elektrophysiologie auch im Leitungszug Mund-Gastro-Intestinaltrakt körpereigene Spannungen entstehen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Entwicklung und Anwendung eines minimalinvasiven Verfahrens zur Erfassung des menschlichen Gesamtzustandes. Ziel ist es, durch die Analyse elektrischer Kenngrößen wie Widerstand, Kapazität und Phasenverschiebung im Gastro-Intestinaltrakt ein funktionelles Abbild der körperlichen Regulation zu gewinnen und somit diagnostische Einblicke zu ermöglichen.
- Methodische Grundlagen der Innenwiderstandsmessung
- Analyse des Gastro-Intestinaltrakts als elektrisches System
- Einsatz von Ersatzschaltbildern zur Interpretation biologischer Messwerte
- Validierung des Verfahrens durch statistische Langzeitbeobachtungen
Auszug aus dem Buch
Die minimalinvasive "Innenwiderstandsmessung"
Der minimalinvasiven "Innenwiderstandsmessung" liegen wichtige Fakten zugrunde. Es beginnt damit, daß der in Elektrophysik und Elektrotechnik übliche Widerstandsbegriff in der Biologie nicht gilt. Das hängt mit dem Leitfähigkeitsmechanismus im Stoff-Mikrokosmos und den zahllosen vernetzten Regelkreisen zusammen. In der allgemeinen Elektrotechnik fließt der Strom durch metallische Leiter, wer dargestellt durch praktisch unendlich viele gleichartige Ladungsträger, nämlich negativ geladene, quasi masselose Elektronen. Die sind als eine Art "Elektronengas" in einem ziemlich homogenen Grundgitter frei beweglich.
Demgegenüber faßt Punkt 1 der 10 Grundsätze der Elektrophysiologie zusammen: "Im menschlichen Körper besteht elektrische Leitfähigkeit durch in vielfacher Hinsicht unterschiedliche und kompartimentierte Ionen in örtlich und zeitlicher unterschiedlicher Menge. Der im Mikrokosmos zugrunde liegende Leitfähigkeitsmechanismus entspricht nicht der Basis des Ohm´schen Gesetzes".
Zusammenfassung der Kapitel
Verfahrenszweck: Einleitende Definition des methodischen Ansatzes zur Messung elektrischer Parameter als Spiegelbild physiologischer Zustände.
Kennzeichnende Einzelheiten des Individuums: Beschreibung der individuellen Regulationsmuster, die durch die Messungen erfasst werden sollen.
Reizsetzung: Erläuterung der kontaktlosen elektrischen Stimulation als Basis für die Datenaufnahme.
Regler-Charakteristik: Diskussion der biologischen Antwort als regelungstechnisches Modell.
Meßzeiten: Zeitliche Dimensionierung der Messungen zur Erfassung physiologischer Abläufe.
Das Verfahren ist geeignet zur...: Auflistung der diagnostischen Einsatzbereiche von der Wirkungskontrolle von Medikamenten bis hin zur Trendanalyse.
Durch eine minimalinvasive "Innenwiderstandsmessung" läßt sich das diagnostische Bild erweitern und abrunden: Synthese der Messmethode zur umfassenden Befunderhebung.
Vom Grundgedanken her (mehr oder weniger) ähnliche Verfahren: Einordnung in existierende diagnostische Ansätze wie die Elektroakupunktur.
Auswertekriterien der Regler-Charakteristik-Kurven des Körpers: Definition der Parameter für die Interpretation der Messdaten.
Zusammenfassung: Fazit zur funktionalen Abbildung des menschlichen Organismus mittels elektrischer Kenngrößen.
Schlüsselwörter
Innenwiderstandsmessung, Gastro-Intestinaltrakt, Elektrophysiologie, Regelkreis, Kapazität, Phasenverschiebung, Ersatzschaltbild, minimalinvasiv, biologische Oxidation, Regulationsfähigkeit, Stoffwechsel, Elektrolythaushalt, Impedanz, Diagnostik, Medizintechnik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Wesentlichen?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Verfahrens, um den Gesamtzustand des menschlichen Körpers durch die Messung elektrischer Widerstände und Kapazitäten im Verdauungstrakt zu erfassen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Elektrophysiologie des menschlichen Körpers, die Modellierung biologischer Gewebe durch Ersatzschaltbilder sowie die statistische Auswertung von Messreihen zur Gesundheitsdiagnostik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Etablierung eines nicht-invasiven oder minimalinvasiven Diagnoseinstruments, das eine funktionelle Bewertung von Stoffwechselprozessen und Regulationsvorgängen ermöglicht.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Es kommen elektrotechnische Messmethoden zur Impedanzbestimmung zum Einsatz, die unter Verwendung von Ersatzschaltbildern auf biologische Strukturen übertragen und mathematisch-statistisch interpretiert werden.
Welche Inhalte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?
Im Hauptteil stehen die theoretische Fundierung der elektrischen Leitfähigkeit im biologischen Gewebe, die technische Umsetzung der Messungen sowie die Darstellung der Ergebnisse in Form von Charakteristik-Kurven.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Schlüsselbegriffe sind Innenwiderstandsmessung, Gastro-Intestinaltrakt, Elektrophysiologie, Kapazität, Regulationsfähigkeit und Impedanzanalyse.
Welche Rolle spielen die Füße bei diesem Messverfahren?
Die Füße dienen als wesentliche Ankopplungspunkte für das elektrische Signal, da sie eine natürliche Verbindung zwischen dem menschlichen Organismus und seiner Umwelt darstellen.
Warum ist das Verfahren für den Gastro-Intestinaltrakt besonders aufschlussreich?
Der Verdauungstrakt fungiert als ein großflächig mit Schleimhäuten ausgekleidetes System, das durch seine hohe Reaktionsfreudigkeit und stoffwechselaktive Dynamik tiefe Einblicke in den körperlichen Gesamtzustand erlaubt.
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- Dipl.-Ing. Eberhard W. Eckert (Author), 2011, Erfassung des menschlichen Gesamtzustandes, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181420