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Der Begriff des „höchsten Guts“ im Kanonkapitel der reinen Vernunft und dessen Problematik

Titel: Der Begriff des „höchsten Guts“ im Kanonkapitel der reinen Vernunft und dessen Problematik

Seminararbeit , 2011 , 13 Seiten

Autor:in: Martin Rybarski (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Sowohl in der antiken als auch in der neuen Ethik wirft der Begriff „höchstes Gut“ die Frage nach menschlichem Glück auf und gibt darauf Antwort. Auf den ersten Blick scheint es, als ob Kants kritische Ethik keinerlei Bezug zum höchsten Gut besitzt, weil sie für formal gehalten wurde und Glückseligkeit, die einen notwenigen Bestandteil des höchsten Guts darstellt, ignoriert wurde. Dennoch sind Moralischer Vernunftglaube, Hoffnung und Gott eng mit dem Begriff des höchsten Guts verbunden. Der Begriff nahm im Altertum sowie im Mittelalter einen hohen Stellenwert ein. Augustinus verstand Gott beispielsweise ontologisch als höchstes Glück und Gut des Menschen. Anselm von Canterbury setzte das höchste Gut mit dem höchsten Wesen gleich und Thomas von Aquin sah das höchste Gut als Seinsgrund aller Dinge an. Das Kanonkapitel in der Kritik der reinen Vernunft, das sich mit dem höchsten Gut beschäftigt, erfuhr seitens der Forschung lange Zeit kaum Beachtung oder wurde als weniger wichtig deklariert, obwohl hier wichtige Bestandteile kant‘scher Philosophie in ihren Grundzügen auftauchen.
Erst seit den 70er Jahren finden sich vermehrt Publikationen zu diesem Thema. In Düsings Untersuchung erfolgt eine epochale Trennung des höchsten Guts: Die frühere Lehre des höchsten Guts hält er für das Prinzip zur Ausführung der Ethik, die er zum Zeitpunkt der Kritik der reinen Vernunft sieht, welche ihren praktischen Charakter in der zweiten Kritik entfaltet und später keinen Bestandteil kant‘scher Ethik bildet. Trotzdem muss sie als Konsequenz seiner reifen Ethik angesehen werden, die sich durch die Anwendung von Prinzipien der Sittlichkeit entfaltet. Habichler7untersucht, inwieweit der Begriff des höchsten Guts kompatibel oder deckungsgleich mit dem Begriff „Reich Gottes“ ist und kommt zu dem Schluss, dass sich durchaus erste Andeutungen finden lassen,...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das „höchste Gut“ in der Kritik der reinen Vernunft

2.1 Die Unschärfe des „höchsten Guts“ in der ersten Kritik

2.2 Das „höchste Gut“ als moralische Welt

2.3 Wollen und Sollen

2.4 Die doppelte Konzeption des höchsten Guts

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff des „höchsten Guts“ innerhalb des Kanonkapitels der „Kritik der reinen Vernunft“ von Immanuel Kant. Dabei wird analysiert, welche philosophische Problematik mit diesem Begriff verbunden ist, wie Kant die Beziehung zwischen Sittlichkeit und Glückseligkeit konzipiert und welche Rolle die Annahme einer moralischen Welt sowie postmortaler Voraussetzungen für das Erreichen des höchsten Guts spielen.

  • Kants Begriff des höchsten Guts in der ersten Kritik
  • Die Verhältnisbestimmung von Tugend und Glückseligkeit
  • Das Konzept der moralischen Welt als Gedankenexperiment
  • Die Verknüpfung von Sollens- und Hoffnungsfragen
  • Die Rolle der Vernunftpostulate zur Realisierung des höchsten Guts

Auszug aus dem Buch

2.3 Wollen und Sollen

Die praktische Vernunft „gebietet, dass [wenn Dinge] geschehen sollen, so müssen sie auch geschehen können.“ Kant schließt hier aus dem Sollen - als unbedingte Verpflichtung - auf die Möglichkeit des Könnens, also einer „praktischen Umsetzung des moralisch „Gesollten“ in der sinnlichen Welt.“ Eine persönliche moralische Verpflichtung ist erst dann geboten, wenn der Mensch ausreichend Kraft besitzt diesen Verpflichtungen nachzukommen. Doch diese Handlungsweisung ist keineswegs ein hinreichender Grund, damit sich der Mensch einer rein moralischen Welt annimmt. Kant spricht dem Menschen lediglich zu, vernunftbegabt zu sein.

In einer moralischen Welt als Idee, geschehen Handlungen nicht aus empirischen Motiven bzw. Motivation heraus. Dennoch hat der Mensch als sittliches Vernunftwesen Anteil an diesen Handlungen. So versucht er innerhalb der sinnlichen Welt, aufgrund seiner Vernunftbegabung, die Forderung der Sittlichkeit zu realisieren und sich der gedachten moralischen Welt anzunähern. Kant selbst sieht jedoch die Problematik dieser konstruierten, utopisch anmutenden moralischen Welt. Zum einen handelt der Mensch nicht immer als reines Vernunftwesen mit dem Anspruch, seine Handlungen stets und ausnahmslos moralisch korrekt, sondern oft auch als triebgesteuertes und neigungsbedürftiges Sinnenwesen, gleichwohl er sich moralischer Verpflichtungen bewusst ist. Gute Taten und moralische Beurteilungen werden nicht immer mit den Handlungsmaximen - insbesondere dem moralischen Gesetz - abgeglichen. Wäre dies der Fall, dass Wollen und Sollen deckungsgleich wären, würde „der kategorische Imperativ als mehrstufiges Prüfverfahren zur Verallgemeinbarkeit subjektiver Handlungsmotive (Maximen) [...] nicht mehr gebraucht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Stellenwert des Begriffs „höchstes Gut“ in der antiken und mittelalterlichen Ethik sowie die bisherige forschungsgeschichtliche Vernachlässigung dieser Thematik innerhalb von Kants „Kritik der reinen Vernunft“.

2. Das „höchste Gut“ in der Kritik der reinen Vernunft: Dieses Kapitel analysiert das höchste Gut als Gegenstand der kritischen Reflexion, wobei die methodische Unschärfe, die moralische Welt, die Diskrepanz zwischen Wollen und Sollen sowie die duale Konzeption des Begriffs detailliert betrachtet werden.

3. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass Kant in der ersten Kritik das höchste Gut sowohl als moralische Welt als auch als tugendhafte Glückseligkeit versteht und die Hoffnungsfrage untrennbar mit dem moralischen Gesetz verknüpft.

Schlüsselwörter

Immanuel Kant, höchstes Gut, Kritik der reinen Vernunft, moralische Welt, Sittlichkeit, Glückseligkeit, praktische Vernunft, Wollen und Sollen, Vernunftglaube, Tugend, Hoffnungsfrage, kategorischer Imperativ, intelligibele Welt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung des Begriffs „höchstes Gut“, wie er von Immanuel Kant im sogenannten Kanonkapitel seiner „Kritik der reinen Vernunft“ dargelegt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretische und praktische Bedeutung des höchsten Guts, die Spannung zwischen individueller Neigung und moralischer Pflicht sowie die Idee einer „moralischen Welt“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die in der ersten Kritik noch teilweise unscharfe Konzeption des höchsten Guts aufzuarbeiten und zu erörtern, wie Kant das Verhältnis von moralischer Vollendung und dem Streben nach Glück bestimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine hermeneutische Textanalyse der Primärquelle (Kants Kritik der reinen Vernunft) und setzt diese in Bezug zu zentralen Forschungsbeiträgen und Interpretationen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der begrifflichen Unschärfe, die Charakterisierung des höchsten Guts als moralische Welt, das Verhältnis von Wollen und Sollen sowie die doppelte Konzeption von Tugend und Glück.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „höchstes Gut“, „Sittlichkeit“, „Glückseligkeit“, „moralische Welt“ und „praktische Vernunft“ geprägt.

Wie unterscheidet Kant zwischen empirischer und sittlicher Glückseligkeit?

Empirische Glückseligkeit bezieht sich auf psychisch-physisches Wohlbefinden und die Befriedigung von Neigungen, während sittliche Glückseligkeit als Zufriedenheit definiert ist, die daraus resultiert, aus der moralischen Pflicht heraus zu handeln.

Warum hält Kant die Realisierung des höchsten Guts in der Sinnenwelt für problematisch?

Aufgrund der menschlichen Natur, die sowohl vernunftbegabt als auch triebgesteuert ist, sowie der Determiniertheit des Lebens ist das höchste Gut als „Soll-Welt“ in der realen Sinnenwelt nicht deckungsgleich zu erreichen; es bleibt daher eine notwendige praktische Idee.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Begriff des „höchsten Guts“ im Kanonkapitel der reinen Vernunft und dessen Problematik
Hochschule
Universität zu Köln
Veranstaltung
Kants Theorie der Freiheit
Autor
Martin Rybarski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V181401
ISBN (Buch)
9783656043478
ISBN (eBook)
9783656043614
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kant Höchstes Gut Aufklärung arbitrum liberum arbitrum brutum Kritik Wollen sollen doppelte Konzeption Vernunft Willensfreiheit Maximen Sittengesetz corpus mysticum Glückseligkeit Pflicht Moral Welt Soll-Welt Gott systematische Freiheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Rybarski (Autor:in), 2011, Der Begriff des „höchsten Guts“ im Kanonkapitel der reinen Vernunft und dessen Problematik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181401
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Leseprobe aus  13  Seiten
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