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Initial Public Offering in Deutschland

Title: Initial Public Offering in Deutschland

Term Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 1,70

Autor:in: Diplom-Kaufmann (FH) René Reuter (Author)

Business economics - Investment and Finance

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Summary Excerpt Details

Generell arbeiten Unternehmen mit zwei Finanzierungsarten: Eigenkapital, das durch die Eigentümer bereitgestellt wird und Fremdkapital, das durch die Gläubiger zur Verfügung gestellt wird.
Das einem Unternehmen unbefristet zur Verfügung gestellte Eigenkapital ist zins- und tilgungsfrei. Es stellt aufgrund seiner ausschließlichen Beteiligung am wirtschaftlichen (Miss-) Erfolg eines Unternehmens - bilanziell gesehen - keinen Kostenfaktor dar. Wirtschaftlich betrachtet machen die Renditeanforderungen der Anteilseigner Eigenkapital gleichwohl zu einem Kostenfaktor. Im Gegensatz zu einer Finanzierung durch Fremdkapital ist ein Unternehmen hier i. d. R. jedoch rechtlich nicht verpflichtet, unabhängig von seinem aktuellen unternehmerischen Erfolg fest vereinbarte Zins- und Tilgungszahlungen zu leisten. So können Ausschüttungen an die Anteilseigner in Phasen wirtschaftlicher Not reduziert oder gänzlich ausgesetzt werden.
Langfristig führt ein Finanzierungsmix von Eigen- und Fremdkapital zu niedrigen Kapitalkosten bei möglichst hoher unternehmerischer Flexibilität. Die historisch gewachsene kreditorientierte Finanzierungsstrategie hat in Deutschland eine Kapitalstruktur hervorgebracht, in der die Eigenkapitalausstattung von Unternehmen im Durchschnitt bei nur ca. 24 Prozent liegt. Spätestens seit der Einführung der neuen Eigenkapitalvorschriften für Kreditinstitute aus dem Jahre 2007 (auch bekannt unter dem Namen Basel II) müssen Unternehmer ihre Finanzierungsstrategie neu überdenken. Eigenkapital wird einem Unternehmen grundsätzlich ohne Sicherheiten gewährt und stellt eine der wichtigsten Haftungsgrundlagen einer Gesellschaft dar. Die Subprime-Krise in den USA Mitte 2007 hat das Risikobewusstsein deutlich steigen lassen. Daher haben deutsche Kreditinstitute in jüngster Zeit ihre Anforderungen bei der Kreditvergabe, unter anderem an die Eigenkapitalbasis, erhöht. Vielen mittelständischen Unternehmern würde die Eigenkapitalbe-schaffung über die Börse helfen, eine nachhaltig flexible Finanzierungsstruktur aufzubauen oder das Fortbestehen ihres oft über Jahrzehnte aufgebauten Unternehmens zu sichern.
Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Beschaffung des Eigenkapitals durch einen Börsengang eines Unternehmens in Deutschland.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Initial Public Offering

3. Grundsatzentscheidung - Abwägung des Börsenganges

4. Herstellung der Börsenreife

4.1 Umwandlung in eine börsenfähige Rechtsform

4.2 Aktiengattungen

4.3 Wahl des Börsensegments

4.4 Transparenz- und Publizitätsstandards

4.5 Timing

4.6 Equity Story

5. Auswahl des geeigneten Konsortialführers

6. Projektphasen und Aufgaben im Zuge der Platzierung

7. Durchführung des Börsenganges

7.1 Bookbuilding-Verfahren

7.2 Festpreisverfahren

8. Mehrzuteilungsoption

9. Phase nach der Erstnotiz - Being Public

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die Beschaffung von Eigenkapital durch einen Börsengang (Initial Public Offering) in Deutschland. Dabei wird der gesamte Prozess von der grundsätzlichen Entscheidungsfindung bis zur Phase nach der Erstnotiz analysiert, um Unternehmen die Anforderungen und Herausforderungen einer solchen Finanzierungsstrategie aufzuzeigen.

  • Strategische Abwägung und Entscheidungsprozesse für einen Börsengang.
  • Anforderungen an die Herstellung der Börsenreife und Auswahl der Rechtsform.
  • Kriterien für die Wahl des geeigneten Börsensegments und Transparenzstandards.
  • Ablauf und Methoden der Platzierung sowie die Rolle der Emissionsbegleiter.
  • Nachsorge und Pflichten im Rahmen des "Being Public"-Status.

Auszug aus dem Buch

4.1 Umwandlung in eine börsenfähige Rechtsform

Für die Präsenz an der Börse sind handelbare Unternehmensanteile (Aktien) grundlegend. Eine börsenfähige Rechtsform des Unternehmens ist erforderlich. In Deutschland ist die Aktiengesellschaft (AG) vorherrschend. Möglich sind aber auch die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) und die GmbH & Co. KGaA. Bekannte Beispiele sind hier die Merck KGaA und der Fußball-Bundesligaverein Borussia Dortmund mit der Rechtsform GmbH & Co. KGaA. Da diese Konstrukte jedoch recht kompliziert und aufwändig zu handhaben sind und ihr Bekanntheitsgrad bei ausländischen Investoren sehr gering ist, bilden sie in der Börsenlandschaft eine absolute Ausnahme.

Eine AG entsteht entweder durch Neugründung oder durch Umwandlung eines Unternehmens anderer Rechtsform. Hierbei muss eine börsenfähige Satzung (Gesellschaftsvertrag) erstellt werden. Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung (Mitwirkungsgremium der Aktionäre) sind die Organe der Aktiengesellschaft, wobei von dem Unternehmen Vorstand und Aufsichtsrat passend besetzt werden müssen. Nach § 1 Abs. 1 AktG hat eine AG ein Mindestgrundkapital von 50.000 EUR. Das Grundkapital wird in Aktien zerlegt, wobei der Mindestnennbetrag je 1,00 EUR beträgt. Andere Beträge sind möglich, werden aber zugunsten eines günstigen Aktienpreises und einer hohen Stückzahl meist vermieden.

Die Bedeutung der Rechtsform der AG für die Organisation von Großunternehmen und die Möglichkeit der Kapitalanlage für viele Kleinanleger haben dazu geführt, dass die AG im Vergleich zu anderen Gesellschaftsformen eine große Regeldichte aufweist. Die gesetzlichen Bestimmungen sollen u. a. unsolide Gründungen und im laufenden Geschäftsbetrieb Vermögensverschiebungen zu Lasten der Kleinaktionäre verhindern. Noch weitergehend sind die Regelwerke für börsennotierte AGs, weil hier auch noch über das Aktienrecht hinausgehende wertpapierrechtliche und börsenrechtliche Vorschriften greifen. Beispielhaft hierfür zwei weitere Bedingungen: Gemäß § 32 des BörsG muss ein haftendes Eigenkapital von mindestens 730.000 EUR vorhanden sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Eigenkapital für die Unternehmensfinanzierung ein und erläutert die Beweggründe für den Gang an die Börse.

2. Definition des Initial Public Offering: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Going Public" und ordnet das Initial Public Offering als Instrument zur Beschaffung von Risikokapital ein.

3. Grundsatzentscheidung - Abwägung des Börsenganges: Es werden die Motive für einen Börsengang sowie die damit verbundenen Kosten und Anforderungen beleuchtet, um eine Entscheidungshilfe für Unternehmen zu bieten.

4. Herstellung der Börsenreife: Dieser Abschnitt behandelt die notwendigen Voraussetzungen, wie die Wahl der Rechtsform, Aktiengattungen, Marktsegmente und die Bedeutung der Equity Story.

5. Auswahl des geeigneten Konsortialführers: Das Kapitel erläutert den Auswahlprozess von Emissionsbanken und die vertragliche Absicherung durch das Letter of Engagement.

6. Projektphasen und Aufgaben im Zuge der Platzierung: Hier wird der Due-Diligence-Prozess und die Rolle der verschiedenen Projektbeteiligten bei der Vorbereitung der Platzierung beschrieben.

7. Durchführung des Börsenganges: Die verschiedenen Preisbildungsverfahren, insbesondere das Bookbuilding und das Festpreisverfahren, werden detailliert gegenübergestellt.

8. Mehrzuteilungsoption: Das Kapitel erklärt die Funktion und Bedeutung der Greenshoe-Option zur Stabilisierung des Aktienkurses nach der Emission.

9. Phase nach der Erstnotiz - Being Public: Hier wird auf die laufenden Publizitätspflichten und die Bedeutung der Investor Relations Arbeit eingegangen.

10. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung über die Attraktivität und die Herausforderungen eines Börsenganges in einem volatilen Marktumfeld.

Schlüsselwörter

Initial Public Offering, IPO, Börsengang, Eigenkapital, Aktiengesellschaft, Going Public, Bookbuilding, Emissionsbanken, Börsensegment, Transparenzstandards, Equity Story, Due Diligence, Börsenreife, Mehrzuteilungsoption, Investor Relations

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den komplexen Prozess eines Initial Public Offering (IPO) in Deutschland, von der ersten strategischen Entscheidung bis zur Zeit nach der Notierung an der Börse.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den zentralen Themen gehören die Voraussetzungen zur Herstellung der Börsenreife, die Auswahl der Emissionspartner, die Durchführung der Platzierung und die laufenden Pflichten für börsennotierte Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über die Möglichkeiten und Anforderungen der Eigenkapitalbeschaffung durch einen Börsengang zu geben und Unternehmen bei der strategischen Bewertung dieses Schrittes zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von regulatorischen Anforderungen und Marktstudien, um den Ablauf und die Erfolgsfaktoren eines Börsenganges darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der juristischen Umwandlung in eine börsenfähige Rechtsform und der Wahl des Marktsegments bis hin zu den konkreten Preisbildungsverfahren und der Stabilisierung der Aktie durch die Mehrzuteilungsoption.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind IPO, Börsengang, Eigenkapital, Transparenzstandards, Bookbuilding, Due Diligence und Börsenreife.

Warum ist die Wahl des richtigen Börsensegments entscheidend?

Das Segment bestimmt die Anforderungen an die Transparenz, die Publizitätspflichten und die Zielgruppe der Investoren, was direkte Auswirkungen auf den Erfolg und die Kosten der Emission hat.

Welche Rolle spielt die "Equity Story" bei einem IPO?

Die Equity Story ist das zentrale Marketinginstrument des Unternehmens, das die Unternehmensstrategie für Investoren und Analysten verständlich macht und die Argumente für eine Investition liefert.

Was versteht man unter dem Due-Diligence-Prozess?

Dabei handelt es sich um eine sorgfältige Prüfung des Unternehmens durch Experten, bei der Risiken identifiziert und die Perspektiven sowie die Plausibilität der Unternehmensdaten für das Emissionsprospekt verifiziert werden.

Wie beeinflusst das aktuelle Marktumfeld den Erfolg eines Börsenganges?

Wie im Fazit dargelegt, spielt das Marktumfeld eine kritische Rolle; Phasen der Finanzmarktkrise können den IPO-Markt nahezu austrocknen lassen, weshalb eine exzellente Vorbereitung für den Erfolg umso wichtiger ist.

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Details

Title
Initial Public Offering in Deutschland
College
The FOM University of Applied Sciences, Hamburg
Grade
1,70
Author
Diplom-Kaufmann (FH) René Reuter (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V181352
ISBN (Book)
9783656046592
ISBN (eBook)
9783656046684
Language
German
Tags
IPO Initial Public Offering Börse Börsengang Aktien Aktie Eigenkapital
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kaufmann (FH) René Reuter (Author), 2009, Initial Public Offering in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181352
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