Die ständige Weiterentwicklung der Märkte in der heutigen Zeit stellt gerade seit dem Zeitalter des sog. Web 2.0 im Hinblick auf das Marketing und dessen Aktualität viele Unternehmen, vor allem jene Unternehmen, die sich in der Gründungsphase befinden, vor eine große Herausforderung. Kunden fordern sämtliche Informationen im Internet zu Produkten und Transparenz der Unternehmen, um sich abzusichern, das richtige zu tun oder zu kaufen. Das Internet bietet dem Mittelstand effektive, kostengünstige und flexible Vertriebskanäle und Marketing-Möglichkeiten.
Die heutige, vom Internet geprägte Gesellschaft gestaltet dank der „social media“ mit Webblogs, Facebook, Youtube etc. aktiv, kostenlos und kritisch an den 4P’s des Marketing-Mixes mit in einer Zeit, in der Produktindividualisierung und kurze Produktlebenzyklen in Käufermärkten vorherrschen und es für viele Unternehmen zunehmend schwieriger wird, sich darauf einzustellen.
Wie können also Start-Up Unternehmen Fuß fassen und erfolgreich in den Markt eintreten? Marketing und insbesondere Werbung kann sehr teuer sein. Start-Up-Unternehmen können dies aufgrund des geringen Gründungskapitals oft nicht finanzieren. Das virale Marketing setzt hier ein und kann ein kostengünstiges Werkzeug sein, die Bekanntheit zu steigern und Kunden zu akquirieren. Gerade das Internet in der heutigen Form bietet effektive, kostengünstige und flexible Marketingmöglichkeiten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Facharbeit
1.3 Vorgehensweise
2 Grundlegende Begriffe
2.1 Start-Up Unternehmen
2.2 Marketing
3 Virales Marketing
3.1 Der Empfänger als Multiplikator der Werbebotschaft
3.2 Anwendbarkeit der Strategien in Start-Up Unternehmen
4 Werkzeuge des viralem Marketing
4.1 Weblogs
4.2 Microblogs am Beispiel Twitter
4.3 Forenarbeit
4.4 Email-Marketing
4.5 Communities und Soziale Netwerke
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie Start-Up Unternehmen mit begrenzten finanziellen Mitteln durch virales Marketing effektiv Bekanntheit steigern und Kunden akquirieren können. Im Fokus steht dabei die Analyse verschiedener Web 2.0-Werkzeuge sowie die Abwägung von Chancen und Risiken bei deren Einsatz.
- Grundlagen des viralen Marketings und der Guerilla-Strategie
- Eignung viraler Marketing-Methoden für Start-Ups
- Analyse webbasierter Kommunikationswerkzeuge (Weblogs, Twitter, Foren)
- Bedeutung der Kundenbindung und Transparenz im Web 2.0
- Risikomanagement bei viralen Kampagnen
Auszug aus dem Buch
3.1 Der Empfänger als Multiplikator der Werbebotschaft
Die Bezeichnung Virales Marketing (abgeleitet von Virus) entstand im Zuge einer Werbekampagne des Email-Anbieters Hotmail 1997 in den USA. Hier konnte die Firma mit einem geringen Werbebudget neue Nutzer akquirieren in dem sie einen Werbeslogan unter jede Email eingebunden hat und dieser sich von Person zu Person weiter verbreitet hat. Der Bekanntheitsgrad, sowie die Anzahl der Nutzer dieses Dienstes wurden durch diese Werbeaktion stark erhöht. Breitet sich also ein Werbeinhalt in kurzer Zeit durch die Kommunikation zwischen potentiellen Kunden/Konsumenten aus, kann von einem viralen Effekt gesprochen werden. Das Internet ist hierzu gerade prädestiniert. Grundsätzlich müssen Unternehmen und Kunde von einer solchen Kampagne gleichermaßen profitieren. Durch den aufregenden, interessanten Inhalt der viralen Kampagne wird im Kunden das Bedürfnis geweckt es Freunden zu erzählen, um das Erlebnis zu teilen. Durch die Weiterempfehlung der Werbung kann so das Unternehmen in zwei Punkten profitieren, was dem Kunden nicht immer bewusst ist. Zum einen verbreitet sich ein solcher Inhalt schnell und erreicht dabei viele Leser, zum anderen entsteht der Effekt der Weiterempfehlung durch Familienmitglieder, Freunde oder Bekannten, was entscheidend das Kaufverhalten des Einzelnen beeinflusst.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Marketings für Start-Ups im Web 2.0-Zeitalter ein und beschreibt die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Grundlegende Begriffe: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten von Start-Up Unternehmen und Marketing definiert, um die theoretische Basis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3 Virales Marketing: Das Kapitel erläutert das Konzept des viralen Marketings, die Rolle des Kunden als Multiplikator sowie die Anwendbarkeit dieser Strategien durch Start-Ups.
4 Werkzeuge des viralem Marketing: Dieser Hauptteil stellt verschiedene Online-Marketinginstrumente wie Weblogs, Microblogs, Foren, E-Mail-Marketing und soziale Netzwerke detailliert vor.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt eine kritische Empfehlung für Unternehmen in der Gründungsphase zur Nutzung des Internets als Marketingplattform.
Schlüsselwörter
Virales Marketing, Start-Up Unternehmen, Web 2.0, Guerilla-Marketing, Kundenbindung, Werbebotschaft, Online-Kommunikation, Social Media, Branding, Marketingbudget, Internet-Marketing, Kundenakquise, digitale Kommunikation, Unternehmensimage, Werbewirkung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Nutzung von viralem Marketing als kostengünstige Strategie für Start-Up Unternehmen, um trotz geringer Budgets Bekanntheit im Markt zu erreichen.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?
Die Arbeit beleuchtet das Zusammenspiel zwischen Unternehmen und Kunden im Web 2.0, die verschiedenen viralen Marketing-Werkzeuge sowie die strategische Planung von Kampagnen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die Vor- und Nachteile des viralen Marketings zu geben und aufzuzeigen, wie Start-Ups diese Werkzeuge branchenunabhängig und effizient einsetzen können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Der Autor verwendet eine Literaturanalyse und kombiniert diese mit der Vorstellung praktischer Anwendungsbeispiele sowie einer kritischen Evaluierung der Instrumente.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des viralen Marketings und eine detaillierte Vorstellung spezifischer Instrumente wie Weblogs, Twitter, Online-Foren und sozialer Netzwerke.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Virales Marketing, Start-Up, Web 2.0, Kundenbindung und Guerilla-Marketing.
Welche Risiken birgt virales Marketing laut dem Autor?
Ein zentrales Risiko ist der Kontrollverlust über die Botschaft sowie die Gefahr von rufschädigenden Beiträgen, wenn negative Resonanzen in sozialen Medien nicht professionell gemanagt werden.
Warum spielt die Transparenz im Web 2.0 eine so große Rolle für Unternehmen?
Durch die Vernetzung im Internet sind Kunden heute besser informiert und fordern Transparenz; eine ehrliche Kommunikation ist daher essenziell für das Image und den Erfolg, wie das Beispiel der Nestlé-Greenpeace-Kampagne zeigt.
Wie unterscheiden sich Guerilla-Marketing und virales Marketing?
Während virales Marketing den Fokus auf die Weiterverbreitung durch den Kunden legt, zeichnet sich Guerilla-Marketing durch überraschende, oft provokante und kreative Aktionen aus, um mit wenig Budget maximale Aufmerksamkeit zu generieren.
Welche Bedeutung kommt dem Faktor Zeit bei der Umsetzung zu?
Der Autor betont, dass das professionelle Monitoring der Kanäle (wie Twitter oder Blogs) einen hohen Zeitaufwand erfordert, der bei der Kampagnenplanung gegen die Ersparnis finanzieller Mittel abgewogen werden muss.
- Arbeit zitieren
- Daniel Kloster (Autor:in), 2011, Virales Marketing als Chance für Start-Up Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181338