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Regionalisierung des indischen Parteiensystems

Die erfolgreiche Etablierung der drawidisch-tamilischen Parteien in Madras und Tamil Nadu

Title: Regionalisierung des indischen Parteiensystems

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 31 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daniel Rupprecht (Author)

Politics - Region: South Asia

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Summary Excerpt Details

Nach der Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947 haben sich in den indischen Bundesstaaten spezifische Parteiensysteme herausgebildet, welche sowohl durch neu entstandene Parteien als auch durch gesellschaftliche Konfliktlinien beeinflusst wurden. Einige dieser neu entstandenen Parteien haben ihren politischen Ursprung in den Demokratisierungsprozessen der zwanziger Jahre, wo sie oftmals in Form politischer Subkulturen mit eigenen Bewegungen in Erscheinung traten.
Im südindischen Madras, dem heutigen Tamil Nadu, kam es in diesem Zusammenhang ebenfalls zur Entstehung von regionalen politischen Bewegungen und Parteien, welche zunehmend eine spezielle nationalistische Rückbesinnung auf das drawidisch-tamilische Erbe zum Inhalt hatten. Ein weiterer maßgeblicher Faktor ihres politischen Strebens bestand im Protest gegen die brahmanisch geprägte Sozialstruktur und Gesellschafsform. Dabei erwiesen sich die aus der politischen Bewegung hervorgegangenen Parteien als besonders erfolgreich und konnten sich nach der indischen Unabhängigkeit fest im regionalen Parteiensystem etablieren. Inhalt dieser Arbeit ist eine Entwicklungsanalyse der politischen drawidisch-tamilischen Bewegung von ihren Ursprüngen in den 20er Jahren bis in die späten 80er Jahre. Der Tod MGRs am Ende des Untersuchungszeitraumes stellt einen markanten Einschnitt dar, von dem aus auf eine über vierzigjährige Verankerung der drawidisch-tamilischen Parteien im Parteiensystem Madras / Tamil Nadus zurückgeblickt werden kann.Darüber hinaus soll hinsichtlich der späteren tamilischen Parteien den Fragen nachgegangen werden, aufgrund welcher Faktoren diese Parteien aus der vorkolonialen Drawidenbewegung hervorgegangen sind und welche Strategien sie zur Wählermobilisierung sowie zur Erringung und Etablierung ihrer Machtposition in Madras / Tamil Nadu angewandt haben.
Auch die Analyse des Parteiensystems in Madras / Tamil Nadu ist Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit. Neben der Frage nach den maßgeblichen Faktoren zur Genese des Parteiensystems sollen auch Möglichkeiten der quantitativen und qualitativen Klassifizierung vorgestellt werden.Als theoretischer Hintergrund dient der erste Teil mit einer vereinfachten Darstellung einiger Ansätze der Parteien- und Parteiensystemforschung sowie der empirischen Wahlforschung.Als theoretischer Hintergrund dient der erste Teil mit einer vereinfachten Darstellung einiger Ansätze der Parteien- und Parteiensystemforschung sowie der empirischen Wahlforschung. (...)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien der Parteien-, Parteiensystems- und Wahlforschung

2.1. Die soziologischen bzw. sozialstrukturellen Ansätze

2.1.1. Der mikrosoziologische Erklärungsansatz

2.1.2. Der makro-soziologische Erklärungsansatz

2.2. Der sozialpsychologische Ansatz

2.3. Der Ansatz des rationalen Akteurs

2.4. Klassifikation von Parteiensystemen

3. Die Entwicklung der drawidisch-tamilischen Bewegung von der Kolonialzeit bis 1989

3.1. Die Entwicklung der drawidisch-tamilischen Bewegung bis zur Unabhängigkeit

3.2. Die drawidisch-tamilischen Parteien zur Zeit des „Congress-Systems“ (1947-1969)

3.3. Die DMK an der Macht (1967-1976)

3.4. Die AIA-DMK an der Macht (1977-1988)

4. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die erfolgreiche Etablierung und die langfristige Verankerung drawidisch-tamilischer Parteien im politischen System der indischen Region Madras bzw. Tamil Nadu von den 1920er Jahren bis 1989. Dabei wird untersucht, welche soziologischen, psychologischen und rationalistischen Faktoren sowie Strategien – insbesondere der Einsatz von Medien und Personenkult – maßgeblich zum Wahlerfolg und zur Machtkonsolidierung dieser Parteien beigetragen haben.

  • Historische Entwicklung der drawidisch-tamilischen Bewegung
  • Analyse der Strategien zur Wählermobilisierung und Machtausübung
  • Bedeutung der Filmindustrie als Propagandamittel
  • Vergleichende Anwendung von Theorien der Parteien- und Wahlforschung auf den indischen Kontext
  • Klassifikation des Parteiensystems in Tamil Nadu

Auszug aus dem Buch

3.3. Die DMK an der Macht (1967 – 1976)

Unmittelbar nach dem Regierungsantritt der DMK leitete Annadurai die erforderlichen Maßnahmen zur Verwirklichung der getätigten Wahlversprechen ein. So wurde im Anschluss an die Legalisierung der „Self-Respect-Ehen“ der Bundesstaat Madras in Tamil Nadu umbenannt.

Nach dem Tod Annadurais im Februar 1969 übernahm der langjährige Schatzkämmerer, Parteiorganisator, Drehbuchschreiber und Filmproduzent der DMK, T. M. Karunanidhi, die Partei- und Kabinettführung. Annadurais Taten und Lehren gerieten in der Folgezeit jedoch nicht in Vergessenheit. Nach seiner Beisetzung brach ein regelrechter Totenkult aus und vor den, für ihn errichteten, Gedenkstätten huldigten täglich unzählige Pilger seiner Person.

Über einen derartigen Status bei der Bevölkerung verfügte Karunanidhi nach seinem Amtsantritt jedoch bei Weitem nicht. Er stand nach wie vor im Schatten des großen, weisen Annadurais, welcher Karunanidhi auch nicht explizit als seinen Nachfolger bestimmt hatte. Dieser entwickelte jedoch seine eigenen Strategien, um sowohl das ihm nicht verliehene Charisma zu erlangen, als auch seine Machtposition sowie die der Partei zu festigen.

Eine der Strategien war es, auf eine künstlerische Art und Weise den Tamilnationalismus Annadurais in Massenspektakeln zu inszenieren, ihn in Monumenten zu versteinern und ihn durch Feste gesellschaftlich tiefer zu verwurzeln. Damit knüpfte Karunanidhi zwar an die von Annadurai eingeführte Tradition eines DMK-Nationalismus der Tamilsprache, -kultur und –geschichte an, vermochte es jedoch diesen in größeren Dimensionen umzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Entstehung regionaler Parteiensysteme in Indien nach 1947 und definiert das Ziel der Arbeit, die Entwicklungsanalyse der drawidisch-tamilischen Bewegung zu untersuchen.

2. Theorien der Parteien-, Parteiensystems- und Wahlforschung: Dieses Kapitel stellt theoretische Konzepte wie soziologische Erklärungsansätze, den sozialpsychologischen Identifikationsansatz und Theorien des rationalen Akteurs vor, um das Wählerverhalten und Parteiensysteme einzuordnen.

3. Die Entwicklung der drawidisch-tamilischen Bewegung von der Kolonialzeit bis 1989: Dieser Hauptteil analysiert chronologisch den Aufstieg der drawidischen Bewegung, die Ära des „Congress-Systems“ sowie die Regierungsphasen der Parteien DMK und AIA-DMK unter Einbeziehung ihrer spezifischen Mobilisierungsstrategien.

4. Schlussteil: Der Schlussteil klassifiziert das Parteiensystem Tamil Nadus und reflektiert die Anwendbarkeit der „Cleavage-Theorie“ auf den indischen Kontext sowie die theoretische Erklärbarkeit des Wahlerfolgs der drawidisch-tamilischen Parteien.

Schlüsselwörter

Drawidisch-tamilische Parteien, Tamil Nadu, Parteiensystem, Wahlerfolg, Tamilnationalismus, DMK, AIA-DMK, Patronagepolitik, Cleavage-Theorie, Wählermobilisierung, Personenkult, MGR, C.N. Annadurai, Indien, Politische Soziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und erfolgreichen Etablierung der drawidisch-tamilischen Parteien im Bundesstaat Tamil Nadu und analysiert deren politische Entwicklung von der Kolonialzeit bis 1989.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die historische Genese des regionalen Parteiensystems, die Strategien zur Wählermobilisierung, die Rolle von Identitätspolitik und Kulturnationalismus sowie die Patronagepolitik der beteiligten Akteure.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die Faktoren und Strategien zu identifizieren, die es drawidisch-tamilischen Parteien ermöglicht haben, sich dauerhaft im politischen System Tamil Nadus zu etablieren und dort eine Regierungsmacht aufzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Entwicklungsanalyse und wendet etablierte politikwissenschaftliche Theorien – darunter soziologische Cleavage-Modelle, sozialpsychologische Identifikationsansätze und rational-ökonomische Kosten-Nutzen-Modelle – auf den spezifischen regionalen Kontext Indiens an.

Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung und eine chronologische Analyse der politischen Akteure und Bewegungen, angefangen von der Justice Party und dem Self-Respect Movement bis hin zu den Regierungsjahren der DMK und AIA-DMK.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Tamilnationalismus, die Rollen charismatischer Persönlichkeiten wie MGR, die Bedeutung der Filmindustrie als Propagandamedium sowie die Anwendung der Cleavage-Theorie auf das Parteiensystem von Tamil Nadu.

Welche Rolle spielt die Filmindustrie für den politischen Erfolg in Tamil Nadu?

Die Filmindustrie diente als zentrales Massenmedium zur Wählermobilisierung, da sie über Filme, Idole wie MGR und eine starke Verbreitung in allen Bevölkerungsschichten die Möglichkeit bot, politische Ideologien und den Personenkult direkt an die breite Masse zu vermitteln.

Warum war der „Personenkult“ um MGR für seine politische Karriere so entscheidend?

Der Personenkult um MGR verband seine schauspielerische Identität mit dem Image eines „Messias der Armen“, was in Kombination mit seiner Geschenkepolitik eine extrem hohe Loyalität erzeugte, die auch durch gesundheitliche Rückschläge oder Kritik der Opposition nicht erschüttert werden konnte.

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Details

Title
Regionalisierung des indischen Parteiensystems
Subtitle
Die erfolgreiche Etablierung der drawidisch-tamilischen Parteien in Madras und Tamil Nadu
College
University of Heidelberg  (Südasien Institut)
Course
Das indische Parteiensystem nach der Unabhängigkeit
Grade
1,0
Author
Daniel Rupprecht (Author)
Publication Year
2008
Pages
31
Catalog Number
V181144
ISBN (Book)
9783656041801
ISBN (eBook)
9783656042044
Language
German
Tags
Indien Parteiensystem Subnationalismus Parteipopulismus Tamil Nadu Madras Tamil DMK AIA-DMK MGR Integration Regionalisierung Draviden Tamilen Regionalparteien Anti-Brahmanismus Soziologischer Erklärungsansatz Sozialpsychologischer Erklärungsansatz Konflikt Konfliktlinien Sprachkonflikt Justice Party Naicker Annadurai Karunanidhi Nationalismus Dravidasthan Patronage Cleavage-Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Rupprecht (Author), 2008, Regionalisierung des indischen Parteiensystems, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181144
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