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Der War on Drugs in der Andenregion: Weshalb die Drogenpolitik der USA gescheitert ist

Titel: Der War on Drugs in der Andenregion: Weshalb die Drogenpolitik der USA gescheitert ist

Diplomarbeit , 2011 , 73 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jakob Weber (Autor:in)

Politik - Region: Mittel- und Südamerika

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

... Die angewandte Strategie der USA konzentriert sich im Wesentlichen auf die Angebotsbekämpfung, der Ursprung des Problems wird in den Produktionsländern verortet und der Nachfragebekämpfung wird bewusst ein geringerer Stellenwert eingeräumt. Die Drogenproblematik ist für die USA also eher ein außenpolitisches als ein innenpolitisches Thema, womit sich die Verlagerung der einhergehenden Probleme und Kosten in die Produktionsländer erklärt. Diese Sicht- und Herangehensweise trägt dazu bei, die Militarisierung der Drogenpolitik zu erklären. Die USA verfolgen einen außenpolitischen Ansatz, der militärische Interventionen nicht als ultima ratio sondern als eine gleichberechtigte Strategie neben diplomatischen Mitteln umfasst, so auch in der Andenregion. Der Misserfolg der Drogenpolitik ist dabei erheblich auf den angebotsorientierten, militärischen Fokus zurückzuführen, der die Gewaltauswüchse, die mit der Drogenindustrie verzahnt sind, mit gleichen Mitteln zu bekämpfen versucht. Anstatt die Zahl und Schlagkraft der Gewaltakteure wirksam zu reduzieren, führen die kriegerischen Mittel zu einer Destabilisierung der Andenregion, die sich an einer erhöhten diplomatischen Spannung und der militärischen Aufrüstung dieser Staaten ablesen lässt. Es wird ersichtlich, dass militärische Einsätze, die bei der Vernichtung der Drogenproduktion und der Unterbindung des Drogenschmuggels zu beobachten sind, nur zu einer Symptom- statt Ursachenbekämpfung taugen.
Mit der angebotsorientierten Ausrichtung der Drogenpolitik lässt sich ebenfalls das unilaterale Vorgehen der USA in der Andenregion in Zusammenhang setzen. Die hegemoniale Vorgehensweise der USA hat in den letzten Jahrzehnten zu einer Situation in der Andenregion geführt, die sich durch unkooperatives Verhalten der Staaten untereinander unrühmlich auszeichnet. Verantwortlich hierfür sind einerseits die sehr unterschiedliche Behandlung der lateinamerikanischen Staaten seitens der USA, wie sie sich in der Zertifizierungspolitik zeigt, und eine daraus resultierende uneinheitliche Strategie für die Region. Dies führt zu Spannungen zwischen den Staaten und behindert die Bekämpfung der Drogenindustrie. Die USA sind sich in letzter Zeit der von ihnen maßgeblich verursachten Problematik bewusst geworden und versuchen, der Entwicklung Einhalt zu gebieten...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

3. Entwicklung des Drogenkrieges

3.1. Anstieg des Konsums und der Produktion von Drogen

3.2. Drogenpolitische Maßnahmen in der Andenregion

3.2.1. Air Bridge Denial Program

3.2.2. Plan Colombia

3.2.3. Andean Regional Initiative

3.3. Fazit

4. Ursachen für das Scheitern der Drogenpolitik der USA

4.1. Starre drogenpolitische Ausrichtung

4.1.1. Konzentration auf das Angebot

4.1.2. Vernachlässigung der Nachfrage

4.1.3. Fazit

4.2. Methoden der Angebotsbekämpfung

4.2.1. Militarisierung und Militärtechnik

4.2.2. Vernichtung der Drogenproduktion

4.2.3. Die Flexibilität der Drogenindustrie als Folge

4.2.4. Fazit

4.3. Unilateralismus der USA

4.3.1. Regionale Kooperation

4.3.2. Internationale Kooperation

4.3.3. Zertifizierungspolitik

4.3.4. Fazit

4.4. Missachtung externer Faktoren

4.4.1. Schwache Staaten

4.4.2. Rentabilität der Drogenindustrie

4.4.3. Die Legalisierungsdebatte

4.4.4. Fazit

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für das Scheitern der US-amerikanischen Drogenpolitik in der Andenregion und analysiert, warum die stark militärisch und angebotsorientiert ausgerichtete Strategie trotz jahrzehntelanger Umsetzung keinen nachhaltigen Erfolg verzeichnen konnte.

  • Analyse der historischen Entwicklung des sogenannten "War on Drugs"
  • Kritische Bewertung der angebotsorientierten versus nachfrageorientierten Strategien
  • Untersuchung der Rolle machtpolitischer Interessen und des Unilateralismus der USA
  • Evaluation der Auswirkungen von Drogenbekämpfungsmaßnahmen auf die Stabilität und Sicherheit in den Andenstaaten

Auszug aus dem Buch

4.2.3. Die Flexibilität der Drogenindustrie als Folge

Die Flexibilität der Drogenindustrie kann mit Hilfe des Balloneffekts beschrieben werden, den Richard L. Millet sinnbildlich beschreibt: „When the balloon is squeezed at one end, it simply tends to bulge out at the other.“ Übertragen auf die Drogenindustrie in der Andenregion bedeutet dies, dass sowohl Anbau als auch Schmuggel von Drogen durch die angebotsorientierte Drogenpolitik zwar punktuell reduziert werden können, diese jedoch in anderen Gebieten zeitnah wieder aufkeimen. Dem Leser näher zu bringen, wie der Balloneffekt die Situation in der Andenregion maßgeblich beeinflusst und welche Bereiche er umfasst, ist Ziel dieses Abschnittes. Cornelius Friesendorf fasst die Faktoren zusammen, die den Balloneffekt hervorrufen, und bringt sie mit der US-amerikanischen Drogenpolitik in Zusammenhang.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, wonach die jahrzehntelange, angebotsorientierte Drogenpolitik der USA in der Andenregion trotz massiver finanzieller Mittel gescheitert ist.

2. Theoretischer Rahmen: Kategorisierung der Drogenpolitik in drei Denkschulen (liberal, konservativ, kritisch) sowie Einteilung der Maßnahmen in vier staatliche Aktionsbereiche.

3. Entwicklung des Drogenkrieges: Überblick über die statistische Zunahme von Kokainkonsum und -produktion seit den 80er Jahren und die Einführung der "Andenstrategie" durch die USA.

4. Ursachen für das Scheitern der Drogenpolitik der USA: Detaillierte Analyse der Gründe, unterteilt in die starre Ausrichtung auf das Angebot, die Unilateralität der US-Interventionen und die Vernachlässigung externer Faktoren wie staatlicher Schwäche und ökonomischer Rentabilität.

5. Schluss: Zusammenführung der Ergebnisse, die eine Abkehr von der repressiven Interventionspolitik hin zu einem ganzheitlichen, nachfrageorientierten Ansatz fordert.

Schlüsselwörter

War on Drugs, Andenregion, Drogenpolitik, Angebotsbekämpfung, Plan Colombia, Andean Regional Initiative, Balloneffekt, Kokainproduktion, Unilateralismus, Zertifizierungspolitik, Schwache Staaten, Drogenindustrie, Legalisierungsdebatte, US-Intervention, Drogenkonsum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Scheitern der US-amerikanischen Drogenbekämpfung (War on Drugs) in der Andenregion und beleuchtet die strukturellen Mängel dieser Strategie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung umfasst die angebotsorientierte Drogenpolitik, die Rolle der USA als hegemonialer Akteur, die Dynamik der Drogenindustrie sowie die sozioökonomischen Bedingungen in den Andenstaaten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass der einseitige, militärisch-repressive Fokus der USA die Drogenproblematik nicht lösen konnte, sondern teilweise sogar verschärft hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten sowie offizieller Berichte zur Entwicklung des Drogenhandels und der US-Interventionspolitik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der starren politischen Ausrichtung, die spezifischen Methoden der Angebotsbekämpfung, den Unilateralismus der USA und die externen Faktoren, die den Erfolg der Maßnahmen untergraben.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere der "Balloneffekt", die "Angebotsbekämpfung" und die "Zertifizierungspolitik" der USA.

Warum ist der "Balloneffekt" so entscheidend für das Scheitern der Politik?

Weil Maßnahmen in einem Gebiet lediglich zu einer Verlagerung der Drogenproduktion in andere, ungeschützte Regionen führen, anstatt den Anbau insgesamt dauerhaft zu reduzieren.

Welche Rolle spielt die Zertifizierungspolitik in diesem Kontext?

Sie dient als politisches Druckmittel, um Andenstaaten zur Kooperation mit US-Vorgaben zu zwingen, untergräbt jedoch durch ihren zwanghaften Charakter die diplomatischen Beziehungen und eine echte regionale Zusammenarbeit.

Inwiefern beeinflusst die Rentabilität der Drogenindustrie das Problem?

Die hohen Gewinnmargen machen den Drogenhandel extrem attraktiv, sodass kleinbäuerliche Produzenten und bewaffnete Gruppen kaum Anreize haben, auf legale, weniger profitable Alternativen umzusteigen.

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der War on Drugs in der Andenregion: Weshalb die Drogenpolitik der USA gescheitert ist
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Note
1,3
Autor
Jakob Weber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
73
Katalognummer
V181023
ISBN (eBook)
9783656039549
ISBN (Buch)
9783656039808
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Drogenpolitik USA Kokain Koka War on Drugs Peru Bolivien Kolumbien Anden Andenregion Andean Regional Initiative ARI Plan Colombia ABDP Air Bridge Denial Program Drogenproduktion Drogenindustrie Zertifizierung Legalisierung Angebot Nachfrage source demand Lateinamerika Südamerika Mittelamerika Zentralamerika Drogenhandel Drogenkriminalität FARC Guerilla Paramilitär AUC ELN Paramilitärs Kartell Kartelle Korruption Unilateralismus Drogenkonsum Kokainhandel balloon effect Uribe Bestechung Drogenkrieg cocaine
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jakob Weber (Autor:in), 2011, Der War on Drugs in der Andenregion: Weshalb die Drogenpolitik der USA gescheitert ist, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181023
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  73  Seiten
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