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Möglichkeiten zur Legalisierung der Sterbehilfe in Deutschland

Title: Möglichkeiten zur Legalisierung der Sterbehilfe in Deutschland

Seminar Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Marc Weyrich (Author)

Theology - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Gibt es nicht ein Recht des Menschen auf einen Tod in Würde – im Zweifel durch die künstliche Herbeiführung des Todes zur Vermeidung unwürdigen Leidens? Was ist unwürdiges Leiden? Konterkariert die Tötung eines Menschen nicht in anderer Weise mit Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – auf den in Bezug auf das mutmaßlich würdigere Sterben eines euthanasiewilligen Menschen verwiesen wird?

Was bedeutet nun Tod in Würde? Kann der gesunde Mensch sich erlauben, darüber zu urteilen, ob das Leiden des Sterbenden durch die Möglichkeiten der Palliativmedizin in einem Maß gelindert werden kann, das den Wunsch nach einer vorzeitigen Beendigung des Lebens unnötig macht? Oder ist es gar unmoralisch, wenn sich Kirche, Moraltheologen und Ärzte Behauptungen anmaßen, dass die Möglichkeiten der Palliativmedizin und der liebevollen Betreuung Sterbender ausreichend sind und Sterbehilfe nicht gefordert zu werden braucht.
Kann man als gesunder Mensch das Leiden eines Todkranken tatsächlich adäquat beurteilen – oder spielt man in einer solchen Rolle in ähnlicher Weise Gott, wie auch ein Arzt, der einem Todkranken das todbringende Medikament verabreicht? Gehen wir von einem christlichen Weltbild aus, so muss sich auch die Frage aufdrängen, ob nicht – im Sinne der vieldiskutierten Theodizee-Frage und der Annahme, dass der Herr uns eigene Entscheidungsmöglichkeiten im Rahmen seiner Schöpfung, beispielsweise durch die Schöpfung des Menschen mit den Möglichkeiten seines Verstandes – der Mensch eben auch von Gott gegeben nicht nur die Freiheit, sondern medizinisch eben auch die Möglichkeit zu töten hat; mindestens in bestimmten Situation?

Oder legen wir die Theologie zu Grunde, dass Gott das Leben eines jeden Menschen lenkt und führt: Führt er dann nicht auch im Zweifel die Hand des Arztes, der die todbringende Spritze setzt, oder die Todespille verabreicht? Wäre dann nicht Sterbehilfe auch ein Teil des Werkes Gottes, bzw. Teil des göttlichen Planes eines jeden Menschen?
Die folgende Hausarbeit soll unter Beachtung der Gesichtspunkte einer theologisch-ethischen Entscheidungsfindung erläutern, ob und unter welchen Bedingungen Sterbehilfe in Deutschland möglich – und nötig – wäre.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Begriffsdefinition

a) aktive Sterbehilfe

b) passive Sterbehilfe

c) indirekte Sterbehilfe

Hilfe zum Sterben oder Hilfe im Sterben?

Positionen in Geschichte, Gesellschaft und Kirche

Ein Versuch der Lösungsfindung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht unter theologisch-ethischen Gesichtspunkten, ob und unter welchen Bedingungen eine Legalisierung von Sterbehilfe in Deutschland ethisch vertretbar sein könnte. Dabei wird die aktuelle Gesetzeslage kritisch hinterfragt und mit den Modellen unserer Nachbarländer sowie palliativmedizinischen Lösungsansätzen verglichen.

  • Differenzierung der Sterbehilfeformen (aktiv, passiv, indirekt)
  • Rechtliche Situation in Deutschland im internationalen Vergleich
  • Theologisch-ethische Auseinandersetzung mit dem Recht auf Leben und Sterben
  • Bedeutung der Palliativmedizin und Hospizarbeit als humane Alternative
  • Risiken der Legalisierung wie moralischer Druck und Missbrauchsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

Positionen in Geschichte, Gesellschaft und Kirche

Das staatliche Recht in der Bundesrepublik kennt die Begriffe „Sterbehilfe“ und „Euthanasie“ nicht. Es gibt keine Vorschriften für die Beurteilung von Sterbehilfe, weshalb allgemeine Grundsätze angewendet werden müssen, um zu Kompromissen zu kommen, die eine Lösung darstellen können. Generell besteht in Deutschland ein Spannungsverhältnis zwischen dem prinzipiellen Fremdtötungsverbot (§§ 211 – 213, 217 StGB) und der Straflosigkeit der Selbsttötung, einschließlich der Teilnahme eines Dritten daran.

Klar ist somit, dass eine aktive Sterbehilfe, in Form der Darreichung von todbringenden Medikamenten bei der aktuellen Gesetzeslage in der Bundesrepublik Deutschland unmöglich ist, da sie den grundsätzlichen Tatbestand der Tötung erfüllt. Ebenfalls kann in keinem Fall von objektiv wertlos gewordenem Leben gesprochen werden, da dies im Zuge der deutschen Nazivergangenheit sofort einen faden Beigeschmack bekäme. An eine Legalisierung einer aktiven Sterbehilfe kann allein aus diesen Gründen nicht gedacht werden. Ebenso indiskutabel muss die aktive Tötung eines Kranken gegen seinen ausdrücklichen Willen sein. Das Leben als höchstes menschliches Gut, dessen Wahrung Ziel allen ärztlichen und menschlichen Strebens sein sollte, kann aus Gründen der Freiheit des Menschen nicht als Sinnbild der Freiheit des Menschen zerstört werden. Ein solches Gebaren muss nicht besprochen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Der Autor skizziert die rechtliche Lage in den Benelux-Staaten und der Schweiz und setzt diese in Bezug zur kontroversen Debatte in Deutschland, die durch kirchliche und ethische Vorbehalte geprägt ist.

Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden die unterschiedlichen Formen der Sterbehilfe – aktiv, passiv und indirekt – rechtlich und medizinisch voneinander abgegrenzt.

Hilfe zum Sterben oder Hilfe im Sterben?: Hier findet eine semantische Auseinandersetzung mit dem Begriff Sterbehilfe statt, wobei die ursprüngliche Bedeutung von Sterbebeistand und Sterbebegleitung hervorgehoben wird.

Positionen in Geschichte, Gesellschaft und Kirche: Das Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen dem deutschen Strafrecht, das aktive Tötung untersagt, und den ethischen sowie religiösen Argumentationen, die das Leben als gottgegebenes Gut betrachten.

Ein Versuch der Lösungsfindung: Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Ausbau von Hospizdiensten und der Palliativmedizin die humanere Alternative zur aktiven Sterbehilfe darstellt, um ein würdiges Sterben ohne aktive Tötung zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, Euthanasie, Palliativmedizin, Hospiz, Freitodhilfe, Sterben in Würde, Bioethik, Sterbebegleitung, Rechtslage, ethische Entscheidungsfindung, christliche Ethik, Suizid, Menschenwürde, Patientenverfügung, Lebensende.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Möglichkeiten und ethischen Herausforderungen einer Legalisierung der Sterbehilfe in Deutschland unter Berücksichtigung theologischer und gesellschaftlicher Perspektiven.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die Definition von Sterbehilfearten, die rechtliche Situation in Deutschland, das Selbstbestimmungsrecht des Menschen und die Rolle der Palliativmedizin.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu eruieren, ob Sterbehilfe unter bestimmten Voraussetzungen in Deutschland möglich und nötig wäre, wobei ein Fokus auf ethischer Vertretbarkeit liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender ethischer, rechtlicher und theologischer Fachliteratur sowie auf die kritische Auseinandersetzung mit Fallbeispielen und Expertenmeinungen.

Was bildet den inhaltlichen Kern?

Im Hauptteil werden neben der Begriffsabgrenzung die Argumente der Kirchen, die juristischen Rahmenbedingungen und der Wert von Hospizstrukturen ausführlich diskutiert.

Welche Keywords prägen die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind neben Sterbehilfe auch Menschenwürde, Palliativmedizin, Fremdtötungsverbot und der christliche Umgang mit Leben und Tod.

Wie unterscheidet der Autor zwischen der aktiven und der passiven Sterbehilfe?

Aktive Sterbehilfe ist die direkte, tödliche Handlung durch Dritte, während passive Sterbehilfe den bewussten Verzicht oder Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen bei einem bereits sterbenden Patienten beschreibt.

Warum lehnt der Autor die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe in Deutschland ab?

Der Autor sieht die Gefahr einer moralischen Abwärtsspirale, den Missbrauch durch Angehörige oder Ärzte sowie die Gefahr, dass Patienten unter sozialen oder finanziellen Druck geraten, ihr Lebensende vorzeitig zu wählen.

Welche Rolle spielen Hospize bei der Lösungsfindung?

Hospize werden als essenzielle Anlaufstellen gesehen, die dem Sterbenden durch liebevolle Zuwendung ein „Sterben in Würde“ ermöglichen und so den Wunsch nach aktiver Sterbehilfe häufig überflüssig machen.

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Details

Title
Möglichkeiten zur Legalisierung der Sterbehilfe in Deutschland
College
University of Tubingen  (Katholische Theologie)
Course
Katholische Theologie / Moraltheologie
Grade
3,0
Author
Marc Weyrich (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V180998
ISBN (Book)
9783656041535
ISBN (eBook)
9783656041641
Language
German
Tags
möglichkeiten legalisierung sterbehilfe deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Weyrich (Author), 2008, Möglichkeiten zur Legalisierung der Sterbehilfe in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180998
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