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Militärorganisatorische und gesellschaftliche Herausforderungen bei der „Transformation“ der Bundeswehr in eine Einsatzarmee

Titel: Militärorganisatorische und gesellschaftliche Herausforderungen bei der „Transformation“ der Bundeswehr in eine Einsatzarmee

Essay , 2011 , 7 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stefan Rudolf (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit

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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die Bundeswehr ist gegenwärtig nicht zu führen – auch nicht von mir. [..] Wir haben zu viele Stäbe und zu viele Generalsterne, unklare Zuständigkeiten, Parallelstrukturen, zu viel Aufsicht für zu wenig Arbeit.“ Mit diesen Worten sprach der aktuelle Verteidigungsminister Thomas de Maizière im Mai 2011 in einer Rede vor Generälen der Bundeswehr in Berlin ein wesentliches Problem des Umbaus der Streitkräfte an: den Personalabbau. In den vergangenen Jahren wurde oft und viel von der „Transformation“ der Bundeswehr gesprochen, ohne jedoch im Vorfeld eine klare strategische Linie für die Zukunft festzulegen.
Der Terminus „Transformation“ sollte etwas „Neues“ implizieren, was allerdings nicht der Fall war. Die Streitkräfte aller Staaten unterliegen einem permanenten Veränderungs- und Anpassungsdruck, sei es durch interne oder externe Faktoren. Da die Streitkräftetransformati-on in der deutschen Bevölkerung und bei den Soldaten wenig populär wurde, sprach man mit dem Amtsantritt de Maizières ab sofort von der „Strukturreform“, die ebenfalls dem Wortlaut nach den Anspruch hatte „neuartig“ zu sein. Aus diesem Grunde werden im Folgenden die Begriffe „Transformation“ und „Strukturreform“ synonym gebraucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition und kontextuelle Einordnung der Transformation

3. Militärorganisatorische Herausforderungen und Personalpolitik

4. Gesellschaftliche Akzeptanz und Wahrnehmung der Einsatzarmee

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, die mit der Umwandlung der Bundeswehr in eine moderne Einsatzarmee einhergehen. Dabei wird insbesondere untersucht, in welchem Spannungsfeld sich die notwendigen organisatorischen Reformen und der damit verbundene Personalabbau gegenüber den sicherheitspolitischen Erfordernissen und der gesellschaftlichen Akzeptanz bewegen.

  • Transformation und Strukturreform der Bundeswehr
  • Finanzielle Zwänge versus sicherheitspolitische Anforderungen
  • Risiken der Professionalisierung und Auswirkungen auf das Soldatenbild
  • Die Rolle der öffentlichen Wahrnehmung bei Auslandseinsätzen
  • Strategische Neuausrichtung deutscher Streitkräfte

Auszug aus dem Buch

Militärorganisatorische und gesellschaftliche Herausforderungen bei der „Transformation“ der Bundeswehr in eine Einsatzarmee.

„Die Bundeswehr ist gegenwärtig nicht zu führen – auch nicht von mir. [..] Wir haben zu viele Stäbe und zu viele Generalsterne, unklare Zuständigkeiten, Parallelstrukturen, zu viel Aufsicht für zu wenig Arbeit.“ Mit diesen Worten sprach der aktuelle Verteidigungsminister Thomas de Maizière im Mai 2011 in einer Rede vor Generälen der Bundeswehr in Berlin ein wesentliches Problem des Umbaus der Streitkräfte an: den Personalabbau. In den vergangenen Jahren wurde oft und viel von der „Transformation“ der Bundeswehr gesprochen, ohne jedoch im Vorfeld eine klare strategische Linie für die Zukunft festzulegen.

Der Terminus „Transformation“ sollte etwas „Neues“ implizieren, was allerdings nicht der Fall war. Die Streitkräfte aller Staaten unterliegen einem permanenten Veränderungs- und Anpassungsdruck, sei es durch interne oder externe Faktoren. Da die Streitkräftetransformation in der deutschen Bevölkerung und bei den Soldaten wenig populär wurde, sprach man mit dem Amtsantritt de Maizières ab sofort von der „Strukturreform“, die ebenfalls dem Wortlaut nach den Anspruch hatte „neuartig“ zu sein. Aus diesem Grunde werden im Folgenden die Begriffe „Transformation“ und „Strukturreform“ synonym gebraucht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Ausgangslage der Bundeswehr unter Verteidigungsminister de Maizière und führt in die synonyme Verwendung der Begriffe „Transformation“ und „Strukturreform“ ein.

2. Begriffsdefinition und kontextuelle Einordnung der Transformation: Dieses Kapitel klärt das Verständnis von Transformation als fortlaufenden Prozess und beleuchtet die sicherheitspolitischen Anforderungen im Kontext globaler Bedrohungsszenarien.

3. Militärorganisatorische Herausforderungen und Personalpolitik: Hier werden die konkreten Maßnahmen zur Personalreduzierung, Standortschließungen sowie die damit verbundenen finanziellen Einsparungsziele von acht Milliarden Euro kritisch analysiert.

4. Gesellschaftliche Akzeptanz und Wahrnehmung der Einsatzarmee: Dieses Kapitel befasst sich mit der ambivalenten Haltung der Bevölkerung gegenüber Auslandseinsätzen und der Gefahr einer Entfremdung zwischen Zivilgesellschaft und Armee.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt das Ressourcenproblem in den Vordergrund und fordert eine strategische Neuorientierung sowie eine mental-ideelle Umorientierung der Streitkräfte.

Schlüsselwörter

Bundeswehr, Transformation, Strukturreform, Einsatzarmee, Sicherheitspolitik, Personalabbau, Wehrpflicht, Verteidigungspolitik, Auslandseinsätze, Gesellschaft, Zivilgesellschaft, Strategie, Militär, Ressourcen, Haushaltskonsolidierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die komplexen militärorganisatorischen und gesellschaftlichen Herausforderungen beim Umbau der Bundeswehr von einer Armee zur Landesverteidigung hin zu einer modernen Einsatzarmee.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Transformation der Organisationsstrukturen, der Personalabbau, die Finanzierung der Streitkräfte sowie die gesellschaftliche Akzeptanz für Auslandseinsätze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie die Transformation durchgeführt werden soll und wie die Öffentlichkeit auf diesen tiefgreifenden Wandel reagiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Essay-Form, die auf einer Auswertung aktueller sicherheitspolitischer Debatten und Fachpublikationen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Diskrepanz zwischen finanziellen Einsparvorgaben und dem tatsächlichen sicherheitspolitischen Anspruch sowie die Rolle des Militärs im öffentlichen Diskurs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Transformation, Einsatzarmee, Personalabbau, Sicherheitskultur und gesellschaftliche Akzeptanz charakterisiert.

Welchen Einfluss hat der Wegfall der Wehrpflicht auf die Gesellschaft?

Der Wegfall der Wehrpflicht birgt laut dem Autor das Risiko einer Arbeitsteilung, bei der die Armee als „Fremdkörper“ oder Ansammlung von „Gewaltspezialisten“ wahrgenommen werden könnte.

Warum wird von einem „freundlichen Desinteresse“ der Gesellschaft gesprochen?

Dies beschreibt die paradoxe Haltung, dass die Gesellschaft den massiven Wandel der Bundeswehr zwar registriert, sich aber aufgrund der Unbeliebtheit von Auslandseinsätzen kaum inhaltlich für den Transformationsprozess interessiert.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Militärorganisatorische und gesellschaftliche Herausforderungen bei der „Transformation“ der Bundeswehr in eine Einsatzarmee
Hochschule
Universität Potsdam
Note
2,0
Autor
Stefan Rudolf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
7
Katalognummer
V180830
ISBN (eBook)
9783656045793
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bundeswehr Transformation Strukturreform Afghanistan Streitkräfte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Rudolf (Autor:in), 2011, Militärorganisatorische und gesellschaftliche Herausforderungen bei der „Transformation“ der Bundeswehr in eine Einsatzarmee, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180830
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Leseprobe aus  7  Seiten
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