1. Schulische Rahmenbedingungen
Das Gymnasium im Berliner Stadtteil Wilmersdorf wird von circa 800 Schülern besucht, die von etwa 60 Lehrern unterrichtet werden. In dem grundständigen Gymnasium werden die Schüler bereits ab Klasse 5 unterrichtet, im Gegensatz zur Mehrzahl der Berliner Gymnasien, in denen erst mit der 7. Klasse begonnen wird. Eine weitere Besonderheit ist die altsprachliche Ausrichtung der Schule. Dies bedeutet, dass - zusätzlich zum Englischunterricht - alle Schüler ab dem Beginn der 5. Klasse Lateinunterricht und ab Klasse 8 Altgriechischunterricht erhalten. Zusätzlich besteht die Option, in Klasse 10 Französisch als 4. Fremdsprache zu wählen. In den naturwissenschaftlichen Fächern (Bio und Physik ab der 7. Klasse, Chemie ab der 8. Klasse und Nawi in der 5. und 6. Klasse) erhalten die Schüler in den jeweils ersten zwei Jahren Teilungsunterricht. Außerdem ist in den Stundenplänen der Schüler jeden zweiten Samstag Unterricht von der ersten bis zur vierten Stunde integriert. So müssen zum Beispiel die Schüler der 5. bis 8. Klasse maximal bis zur 7. Unterrichtsstunde die Schule besuchen.
Insgesamt gibt es drei Fachräume, die für den Fachbereich Biologie zur Verfügung stehen. Davon stehen zwei Räume ebenso der Physik (Nat-Raum) bzw. Chemie (Chio-Raum) zur Verfügung. Für den Biologieunterricht befinden sich in den Fachräumen bzw. in den Vorbereitungsräumen Tafel, Beamer und Leinwand, Laptops, Mikroskope (jedoch nicht als Klassensatz), verschiedene Modelle und Präparate, Präparationszubehör, verschiedenste Chemikalien und grundständiges Laborzubehör.
Die Fachräume sind jedoch aufgrund der Anzahl der Klassen und Kurse überbelegt, d.h. dass nicht jeder Lehrer den Biologieunterricht vollständig im Fachraum absolvieren kann. Das Ausweichen auf Klassenräume ist daher oftmals nötig.
2. Lerngruppen
2.1 Klasse 5
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2.2 Klasse 7
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3. Didaktische Analyse
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Inhaltsverzeichnis
Praktikumsbericht
1. Schulische Rahmenbedingungen
2. Lerngruppen
2.1 Klasse 5
2.2 Klasse 7
3. Didaktische Analyse
3.1 Sachanalyse: Mikroskopieren
3.2 Struktur der Unterrichtseinheiten
3.2.1 Unterrichtseinheit 1: Einführung in das Mikroskopieren (Klasse 5)
3.2.2 Unterrichtseinheit 2: Pubertät (Klasse 7)
4. Stundenplanung 1: Die Zelle: Baustein unseres Lebens (Klasse 5)
4.1 Didaktisch-methodische Überlegungen
4.2 Stundenziele
4.3 Verlaufsplanung
4.4 Arbeitsmaterialien
4.5 Reflexion
5. Stundenplanung 2: Pubertät - Einführung (Klasse 7)
5.1 Didaktisch-methodische Überlegungen
5.2 Stundenziele
5.3 Verlaufsplanung
5.4 Arbeitsmaterialien
5.5 Reflexion
6. Nachweis über eigene Unterrichtstätigkeit
7. Hospitationsübersicht
8. Literatur-, Quellenverzeichnis
Reflexion des Praktikums
9. Tabellarische Reflexion des Unterrichts anhand der Kriterien von H. Meyer
10. Zusammenfassung: persönliche Beurteilung und Einschätzung des Praktikums, sowie Eindrücke und Anregungen
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung und kritische Reflexion des Unterrichtspraktikums am Goethe-Gymnasium, wobei der Fokus auf der Planung, Durchführung und Auswertung spezifischer Biologie-Unterrichtseinheiten in den Klassen 5 und 7 liegt.
- Methodische Gestaltung von Unterrichtsreihen zu den Themen "Die Zelle" und "Pubertät"
- Reflexion des Lehrerhandelns anhand der Kriterien von H. Meyer
- Erprobung und Evaluation schülerorientierter Lernformen wie Gruppenarbeit und Brainstorming
- Analyse des Teilungsunterrichts als Instrument zur individuellen Förderung
- Einbindung außerschulischer Kooperationspartner im Bereich Sexualerziehung
Auszug aus dem Buch
4.1 Didaktisch-methodische Überlegungen
Die Unterrichtsstunde bereitet die SuS auf die geplante Stationsarbeit im weiteren Verlauf der Unterrichtsreihe (Einführung in das Mikroskopieren) vor. Dort sollen sie selbstständig Präparate herstellen und unter dem Mikroskop die gelernten Strukturen erkennen und zeichnen können. Darüber hinaus werden die SuS in den darauffolgenden Unterrichtsstunden die Kennzeichen des Lebens erarbeiten.
Nach der Begrüßung der Schüler und der Vorstellung meiner Person werden diese gebeten, sich Namenschilder anzufertigen. Da dies die erste von mir durchgeführte Unterrichtsstunde in der Lerngruppe ist, soll dadurch die Anonymität zunächst abgebaut werden. Desweiteren wird so die Voraussetzung geschaffen, sich die Namen der Schüler schnellstmöglich zu merken. Nach Becker (2007, 151) werden den Schülern somit „Signale persönlicher Wertschätzung [ge]sendet“, die den weiteren Verlauf der Unterrichtseinheit für Lehrer- und Schülerseite angenehmer machen soll.
Der Unterrichtseinstieg dient zur Anregung des Interesses und der Neugier für das Thema „Die Zelle“. Dabei liegt der Schwerpunkt darauf, dass Bekanntes aus dem Alltag (z.B. Blut des Menschen) in einer Form dargestellt wird, die unsichtbare Strukturen (z.B. Verband von roten Blutkörperchen) aufdeckt. Die Welt des Großen wird zur Welt des Kleinen (siehe Rahmenlehrplan Grundschule, Naturwissenschaften).
Am Übergang zwischen Einstiegs- und Erarbeitungsphase wird den Schülern die Möglichkeit gegeben, Assoziationen zum Alltag herzustellen, indem sie den Begriff „Zelle“ definieren sollen. Da die SuS der 5. Klasse seit Beginn des Schulhalbjahres die Arbeit in kleineren und größeren Gruppen üben, wird diese Arbeitsform auch in der Erarbeitungsphase angewendet. Dies fördert zum einen das selbstständige und eigenverantwortliche Arbeiten und zum anderen die Kommunikation im sozialen Kontext.
Die Ergebnissicherung erfolgt sowohl auditiv (die SuS geben ihre Ergebnisse abwechselnd mündlich im Plenum wieder) als auch visuell (Zuordnung der Strukturen und Funktionen am Tafelbild), da sich jeder Lerner mit unterschiedlichen Inputs Wissen aneignet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Schulische Rahmenbedingungen: Beschreibung der strukturellen Gegebenheiten des Goethe-Gymnasiums, einschließlich Lehrer-Schüler-Verhältnis, Sprachenprofil und Ausstattung der Biologie-Fachräume.
2. Lerngruppen: Charakterisierung der 5. und 7. Klasse hinsichtlich ihrer Lernvoraussetzungen, sozialen Dynamik und bisherigen Erfahrungen mit dem Biologieunterricht.
3. Didaktische Analyse: Sachliche Aufarbeitung der Themen Mikroskopieren und Pubertät sowie methodische Strukturierung der Unterrichtseinheiten für die beiden Jahrgangsstufen.
4. Stundenplanung 1: Die Zelle: Baustein unseres Lebens (Klasse 5): Detaillierte Planung, Durchführung und Reflexion der ersten Unterrichtsstunde zur Zelle, einschließlich Verlaufsplan und Arbeitsmaterialien.
5. Stundenplanung 2: Pubertät - Einführung (Klasse 7): Konzeption und kritische Auswertung einer konstruktivistisch orientierten Einstiegsstunde zum Thema Pubertät unter Nutzung von Brainstorming und Gruppenarbeit.
6. Nachweis über eigene Unterrichtstätigkeit: Tabellarische Auflistung der eigenverantwortlichen Unterrichtsstunden und Unterrichtsanteile.
7. Hospitationsübersicht: Dokumentation der absolvierten Hospitationen im Rahmen der schulpraktischen Studien.
8. Literatur-, Quellenverzeichnis: Aufstellung der verwendeten didaktischen Fachliteratur und Quellen für Unterrichtsmaterialien und Bilder.
9. Tabellarische Reflexion des Unterrichts anhand der Kriterien von H. Meyer: Systematische Selbstevaluation des Unterrichts anhand der zehn Kriterien für guten Unterricht nach Hilbert Meyer.
10. Zusammenfassung: persönliche Beurteilung und Einschätzung des Praktikums, sowie Eindrücke und Anregungen: Abschließende Reflexion des vierwöchigen Praktikums mit Blick auf methodische Erfolge, organisatorische Hürden und persönliche Weiterentwicklung als angehende Lehrkraft.
Schlüsselwörter
Praktikum, Schulpraktische Studien, Biologieunterricht, Unterrichtsplanung, Reflexion, Didaktische Analyse, Zelle, Mikroskopieren, Pubertät, Konstruktivismus, Methodenvielfalt, Binnendifferenzierung, Gruppenarbeit, Lehrerausbildung, Schulalltag
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die schulpraktischen Erfahrungen von Bianca Reinisch am Goethe-Gymnasium im Wintersemester 2010/11 und reflektiert dabei die didaktische Planung und praktische Durchführung von Unterrichtseinheiten im Fach Biologie.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit konzentriert sich auf zwei Kernbereiche: die Einführung in das Mikroskopieren (Klasse 5) und die Einführung in das Thema Pubertät (Klasse 7).
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Verbindung theoretischer fachdidaktischer Grundlagen (insbesondere nach Hilbert Meyer) mit der praktischen Umsetzung im Unterricht, um das eigene Lehrhandeln kritisch zu analysieren und weiterzuentwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt die Methode der reflektierten Praxis, gestützt durch eine tabellarische Selbstevaluation anhand der zehn Kriterien für guten Unterricht nach H. Meyer sowie eine Analyse der Unterrichtsphasen und Lernziele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Stundenplanung für die 5. und 7. Klasse, die Darstellung des methodischen Vorgehens, die verwendeten Arbeitsmaterialien sowie eine kritische Reflexion der erreichten Lernziele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Unterrichtsplanung, Didaktische Analyse, Binnendifferenzierung, Konstruktivismus, Methodenvielfalt und Reflexion des Lehrerhandelns.
Wie unterscheidet sich der Biologieunterricht in den beiden beobachteten Klassen?
In Klasse 5 liegt der Fokus auf der motorischen und kognitiven Kompetenzentwicklung durch Mikroskopieren, während in Klasse 7 vor allem emotionale und soziale Aspekte im Rahmen der Pubertät thematisiert werden.
Warum spielt die Einbindung einer externen Organisation wie KomBi eine Rolle?
Die Einbindung externer Moderatoren in der 7. Klasse dient der effektiven Sexualerziehung, da komplexe soziale und emotionale Themen oft besser durch außerschulische Institutionen bearbeitet werden können, die einen geschützten Raum für die SuS bieten.
Wie bewertet die Autorin die Herausforderung des Zeitmanagements?
Die Autorin erkennt, dass eine zu ambitionierte Zeitplanung oft zu Defiziten in der Ergebnissicherung führt und empfiehlt zukünftig eine Binnendifferenzierung durch Zeitpuffer sowie eine stärkere Gewichtung von Wiederholungssequenzen.
- Arbeit zitieren
- Bianca Reinisch (Autor:in), 2011, Praktikumsbericht und Reflexion des Unterrichtspraktikums, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180726