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Erkenntnis göttlicher Wahrheit zwischen Ratio und Prophetie

Positionen zum Thema in der Philosophie des Thomas von Aquin und der Lyrik von Frau Ava

Titel: Erkenntnis göttlicher Wahrheit zwischen Ratio und Prophetie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 29 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: M.A. Philosophie, Germanistik Daniela Jakob (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll Thomas’ Aussagen zu Erkenntnis und Weissagung neben Frau Avas prophetisches Gedicht stellen, um die verschiedenen Wege der
mittelalterlichen gedanklichen Auseinandersetzung mit göttlicher Wahrheit aufzuzeigen.

Inhaltsverzeichnis

Hinführung
I. Geistesgeschichtliche Voraussetzungen für Thomas’ Schaffen
I.1 Neuplatonismus und Aristotelesrezeption
I.2 Zum Verhältnis von Theologie und Philosophie

II. Erkenntnis bei Thomas
II.1 Erkenntnis als naturgemäße Tätigkeit der Seele
II.2 Das höchste Ziel des Menschen
II.3 Verhältnisbestimmung Glauben und Wissen / Prophetie und ratio
II.4 Weissagung

III. Frau Ava: ‚Das Jüngste Gericht’
III.1 Vorzeichen
III.2 Gericht
III.3 Ewige Verdammnis und ewiges Paradies
III.4 Formale Aspekte

Resümee
Quellenangaben
Anlagen

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Hinführung

I. Geistesgeschichtliche Voraussetzungen für Thomas’ Schaffen

I.1 Neuplatonismus und Aristotelesrezeption

I.2 Zum Verhältnis von Theologie und Philosophie

II. Erkenntnis bei Thomas

II.1 Erkenntnis als naturgemäße Tätigkeit der Seele

II.2 Das höchste Ziel des Menschen

II.3 Verhältnisbestimmung Glauben und Wissen / Prophetie und ratio

II.4 Weissagung

III. Frau Ava: ‚Das Jüngste Gericht’

III.1 Vorzeichen

III.2 Gericht

III.3 Ewige Verdammnis und ewiges Paradies

III.4 Formale Aspekte

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Konzepte der mittelalterlichen Auseinandersetzung mit göttlicher Wahrheit, indem sie die philosophisch-theologischen Erkenntnislehren von Thomas von Aquin dem prophetischen Gedicht „Das Jüngste Gericht“ der Dichterin Frau Ava gegenüberstellt.

  • Erkenntnistheoretische Grundlagen bei Thomas von Aquin im Kontext der Aristoteles-Rezeption.
  • Das Spannungsfeld zwischen rationalem Wissen (ratio) und göttlicher Offenbarung.
  • Die literarische Aufarbeitung eschatologischer Themen in der frühmittelhochdeutschen geistlichen Dichtung.
  • Der Kontrast zwischen intellektuell fundierter Scholastik und der emotional-moralischen Ausrichtung bei Frau Ava.
  • Analyse der Rolle des Menschen im Verhältnis zu Gott und dem ewigen Heil.

Auszug aus dem Buch

II.1 Erkenntnis als naturgemäße Tätigkeit der Seele

Grundlegend für das Verständnis von Thomas’ Erkenntnislehre ist seine Vorstellung vom Menschen. Thomas betrachtet den Menschen als Einheit von Leib und Geist, die von der Seele belebt wird. In der Inkarnation der Seele in den Körper liegt nach Thomas die innere Einheit des Menschen. Der Seele ist es wesentlich, Geist und Körper zu sein und nur die Beseeltheit macht das menschliche Wesen aus: „Um die Natur der Seele erforschen zu können, muß man davon ausgehen, daß die Seele der erste Lebensgrund in jenen Wesen genannt wird, die bei uns leben. Denn ‚beseelt’ nennen wir das, was lebt, unbeseelte Dinge dagegen jene, die des Lebens entbehren.“ Die Inkarnation geschieht zu Gunsten der Seele, sie ist das entscheidende Moment des menschlichen Wesens.

„Nun ist aber offenbar das Erste, wodurch der Leib lebt, die Seele. Und weil sich das Leben auf den verschiedenen Stufen der Lebewesen durch verschiedene Tätigkeiten kundtut, ist das, wodurch wir zuerst jede einzelne dieser Lebenstätigkeiten ausführen, die Seele. Denn die Seele ist das Erste, wodurch wir uns nähren, sinnlich wahrnehmen, und räumlich bewegen, und ebenso das Erste, wodurch wir verstehen.“

Jenseits dieser Verbindung ist die Seele anima separata, das heißt, sie existiert nach dem Tod des Leibes unkörperlich als selbständig existierendes Prinzip weiter. Die naturgemäße Tätigkeit der Seele ist das Erkennen der Wahrheit.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Geistesgeschichtliche Voraussetzungen für Thomas’ Schaffen: Dieses Kapitel erläutert den Übergang vom neuplatonischen Denken zur Aristoteles-Rezeption und deren Einfluss auf die mittelalterliche Theologie.

I.1 Neuplatonismus und Aristotelesrezeption: Hier werden die gegensätzlichen Weltbilder der platonischen Urbilderlehre und der aristotelischen Sinneserfahrung gegenübergestellt.

I.2 Zum Verhältnis von Theologie und Philosophie: Das Kapitel untersucht das Spannungsfeld zwischen der kirchlichen Autorität und der aufkommenden philosophischen Vernunft sowie die instrumentelle Nutzung der Philosophie.

II. Erkenntnis bei Thomas: Dieser Abschnitt widmet sich Thomas’ Position des Realismus und seiner Vorstellung, dass Wahrheit sowohl im Verstand als auch in den Dingen existiert.

II.1 Erkenntnis als naturgemäße Tätigkeit der Seele: Die anthropologische Grundlage des Menschen als Einheit von Leib und Geist sowie die Erkenntnisfähigkeit durch Sinneswahrnehmung stehen hier im Fokus.

II.2 Das höchste Ziel des Menschen: Beschrieben wird die christliche Teleologie, bei der die Erfüllung des Menschen in der beatitudo und der Hinwendung zu Gott liegt.

II.3 Verhältnisbestimmung Glauben und Wissen / Prophetie und ratio: Das Kapitel analysiert, wie göttliche Offenbarung und menschliche Vernunft als komplementäre Wege zur Wahrheit fungieren.

II.4 Weissagung: Erörtert wird die Rolle der Prophetie als übernatürliche Erkenntnisform, die dem Menschen Einsichten jenseits der ratio ermöglicht.

III. Frau Ava: ‚Das Jüngste Gericht’: Einführung in das Werk der Dichterin, die handschriftliche Überlieferung und die Einordnung in die Tradition der geistlichen Dichtung.

III.1 Vorzeichen: Analyse der schilderten Naturereignisse und der eschatologischen Angst, die dem Jüngsten Gericht vorausgehen.

III.2 Gericht: Untersuchung der Darstellung Christi als Weltenrichter und der moralischen Aufforderung zur gottgefälligen Lebensführung.

III.3 Ewige Verdammnis und ewiges Paradies: Gegenüberstellung der Höllenqualen und der Freuden des Paradieses als Konsequenz irdischen Handelns.

III.4 Formale Aspekte: Betrachtung der sprachlichen Struktur, der Metrik und der didaktischen Intention von Frau Avas Dichtung für ein Laienpublikum.

Schlüsselwörter

Thomas von Aquin, Frau Ava, Erkenntnistheorie, Aristoteles, Scholastik, Glauben und Wissen, Ratio, Offenbarung, Jüngstes Gericht, Eschatologie, Mittelalterliche Literatur, Seelenheil, Vernunft, Theologie, Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Ansätze des mittelalterlichen Denkens in Bezug auf göttliche Wahrheit, kontrastiert durch die scholastische Erkenntnistheorie von Thomas von Aquin und die populäre geistliche Dichtung von Frau Ava.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Erkenntnislehre, das Verhältnis von Glaube zu Vernunft (ratio), die christliche Eschatologie und die Bewertung des irdischen Daseins im Mittelalter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die unterschiedlichen Wege der gedanklichen Auseinandersetzung mit göttlicher Wahrheit aufzuzeigen und dabei Thomas’ rationale Aufwertung der Welt mit Frau Avas prophetischer Jenseitsorientierung in Bezug zu setzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geistesgeschichtliche und literaturwissenschaftliche Analyse, die philosophische Texte mit einem literarischen Werk vergleichend gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Thomas’ Erkenntnismodell (einschließlich Prophetie) und eine detaillierte literaturwissenschaftliche Interpretation von Frau Avas „Das Jüngste Gericht“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Scholastik, Erkenntnistheorie, Eschatologie, Vernunft, Offenbarung und mittelalterliche Literatur charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Vernunft bei Thomas von jener in Frau Avas Dichtung?

Während Thomas die Vernunft als ein gottgegebenes Werkzeug zur Erkenntnis der natürlichen Welt aufwertet, betont Frau Ava die Notwendigkeit der Abkehr von irdischen Dingen (vanitas) zugunsten einer reinen Glaubenshingabe.

Was bedeutet das „Jüngste Gericht“ für die Rezipienten in Frau Avas Dichtung?

Für die Zuhörer dient das Werk als mahnendes Beispiel (memento mori), das durch die Darstellung von Weltuntergang, Gericht und Strafe Furcht und Scham auslösen soll, um zu einer gottgefälligen Lebensführung zu bewegen.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „ratio“ und „Prophetie“ bei Thomas eine solche Rolle?

Thomas unterscheidet diese Formen, um zu erklären, dass die begrenzte menschliche Vernunft für Wahrheiten wie die Dreifaltigkeit nicht ausreicht und daher auf die göttliche Offenbarung als ergänzende Erkenntnisquelle angewiesen ist.

Was war das Besondere an der Autorenschaft von Frau Ava?

Frau Ava gilt als eine der ersten namentlich überlieferten deutschsprachigen Dichterinnen, die ihre Werke explizit auf den Verständnishorizont eines Laienpublikums zuschrieb.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erkenntnis göttlicher Wahrheit zwischen Ratio und Prophetie
Untertitel
Positionen zum Thema in der Philosophie des Thomas von Aquin und der Lyrik von Frau Ava
Hochschule
Universität Stuttgart
Note
1,0
Autor
M.A. Philosophie, Germanistik Daniela Jakob (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
29
Katalognummer
V180687
ISBN (Buch)
9783656036821
ISBN (eBook)
9783656037019
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frau Ava Thomas von Aquin Erkenntnisphilosphie Ratio Prophetie Das Jüngste Gericht Mittelalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Philosophie, Germanistik Daniela Jakob (Autor:in), 2008, Erkenntnis göttlicher Wahrheit zwischen Ratio und Prophetie , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180687
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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