Zunächst veranschauliche ich die Vielseitigkeit von Sprache und beginne dann mit der Erarbeitung einer Definition von Sprache. Hierbei arbeite ich mit zwei Lexikon-Definitionen und der Definition nach Edward Sapir (1921). Im darauf folgenden Kapitel gehe ich auf die Einteilung der Sprache in langue, parole, langage von Ferdinand de Saussure (1967) ein und erläutere in diesem Zusammenhang auch sein Zeichenmodell. Abschließend werde ich mein persönliches Fazit aus dieser Erarbeitung ziehen und kurz erläutern.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Vielseitigkeit von Sprache
3 Definiton von Sprache
3.1 Lexikondefinition
3.2 Definition nach Edward Sapir
3.3 Eigenständigkeit einer Sprache
4 Sprachmodell nach Saussure
4.1 Einteilung der Sprache
4.2 Zusammenfassung
4.3 Zeichenmodell
5 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit dient als einführende theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Sprache im Kontext eines Referats über Jugendsprache. Das primäre Ziel besteht darin, durch die Erarbeitung linguistischer Definitionen und Modelle die Vielschichtigkeit von Sprache aufzuzeigen und ein theoretisches Fundament für die Bestimmung der Eigenständigkeit von Sprachvarietäten zu legen.
- Vielseitigkeit und Gliederung von Sprache (natürlich vs. künstlich)
- Lexikonbasierte Definitionen und die Perspektive von Edward Sapir
- Kriterien für die Eigenständigkeit einer Sprache
- Das Sprachmodell von Ferdinand de Saussure (Langue, Parole, Langage)
- Struktur und Arbitrarität des sprachlichen Zeichens
Auszug aus dem Buch
4.3 Zeichenmodell
Saussure geht noch einen Schritt weiter, indem er die sprachlichen Zeichen aus dem System der Sprache noch weiter definiert:
„Die Sprache (langue) ist ein System von Zeichen, die Ideen ausdrücken...“ (Saussure 1967:19)
„Das sprachliche Zeichen vereinigt in sich […] eine Vorstellung und ein Lautbild“ (Saussure 1967:77)
Nach Saussure hat das Zeichen somit eine Form- und eine Inhaltsseite. Für die Begriffe Vorstellung und Lautbild verwendet Saussure die Ausdrücke signifié (’Bezeichnetes’) und signifiant (’Bezeichnendes, Bezeichnung’). Beide bilden aufgrund von Konvention, bzw. Vereinbarung innerhalb einer Sprachgemeinschaft, eine Einheit (das Zeichen).
Die Verbindung zwischen dem Bezeichnetem und dem Bezeichnendem geschieht willkürlich. Diese Beliebigkeit des sprachlichen Zeichens nennt man auch Arbitrarität. Deshalb könnte rein theoretisch der Tisch auch Stuhl heißen und umgekehrt. Jedoch hat sich die Gesellschaft per Konvention darauf geeinigt, dass der Tisch Tisch heißt und der Stuhl Stuhl. Wir verbinden die jeweilige Zeichenform assoziativ mit dem Zeicheninhalt. Wenn das signifiant kein signifié besitzt, so ist es eine ‚leere Form’. So hat für uns die Zeichenform rem keine Bedeutung, weil wir damit keinen Zeicheninhalt verbinden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt den theoretischen Rahmen der Ausarbeitung dar und definiert den Fokus auf den Begriff der Sprache als Basis für die weitere Referatsarbeit.
2 Vielseitigkeit von Sprache: Dieses Kapitel veranschaulicht die enorme Bandbreite des Begriffs Sprache durch eine grobe Unterteilung in natürliche und künstliche Sprachsysteme.
3 Definiton von Sprache: Es erfolgt eine Herleitung des Sprachbegriffs mittels lexikalischer Definitionen und der wissenschaftlichen Auffassung von Edward Sapir, ergänzt um Überlegungen zur Eigenständigkeit.
4 Sprachmodell nach Saussure: Hier werden die zentralen Kategorien Langue, Parole und Langage erläutert sowie das Zeichenmodell mit seiner Arbitrarität und den Komponenten Signifié und Signifiant vorgestellt.
5 Fazit: Der Autor reflektiert den Erkenntnisgewinn durch die Arbeit, insbesondere in Bezug auf die Differenzierung zwischen Sprachsystem und Sprachverwendung.
Schlüsselwörter
Sprache, Linguistik, Langue, Parole, Langage, Zeichenmodell, Arbitrarität, Signifié, Signifiant, Jugendsprache, Definition, Sprachwissenschaft, Ferdinand de Saussure, Kommunikation, Sprachgemeinschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Linguistik, um den Begriff der Sprache für eine weiterführende Analyse der Jugendsprache präzise zu fassen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Sprache, die Unterscheidung zwischen natürlichen und künstlichen Sprachen sowie das Sprachmodell von Ferdinand de Saussure.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, durch die Analyse unterschiedlicher Sprachdefinitionen und -modelle ein tiefgreifendes Verständnis für die Vielschichtigkeit von Sprache zu erlangen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die bekannte Definitionen und linguistische Modelle zusammenführt und auf ihre Anwendbarkeit prüft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Diskussion der Eigenständigkeit von Sprachen und die detaillierte Darstellung des saussureschen Sprach- und Zeichenmodells.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Sprache, Langue, Parole, Arbitrarität, Sprachmodell und Linguistik.
Wie unterscheidet Saussure zwischen Langue und Parole?
Die Langue ist das abstrakte, im Gehirn verankerte Sprachsystem, während die Parole die konkrete, individuelle Anwendung und Produktion von Äußerungen darstellt.
Was bedeutet der Begriff Arbitrarität in diesem Kontext?
Arbitrarität beschreibt die willkürliche Verbindung zwischen der Form eines sprachlichen Zeichens (Lautbild) und seinem Inhalt (Vorstellung).
Warum ist die Unterscheidung zwischen 'die Sprache' und 'eine Sprache' relevant?
Diese Differenzierung hilft dabei, zwischen dem allgemeinen Kommunikationsphänomen des Menschen und spezifischen, abgegrenzten Zeichensystemen zu unterscheiden.
Welche Rolle spielt die Konvention bei der Sprache?
Konventionen sind gesellschaftliche Vereinbarungen, die festlegen, welcher Inhalt mit welcher Zeichenform verknüpft ist, wodurch eine verständliche Kommunikation erst ermöglicht wird.
- Arbeit zitieren
- Petra Richter (Autor:in), 2005, Vielseitigkeit der Sprache , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180423