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Zur Shop-Startseite › Psychologie - Persönlichkeitspsychologie

Jungs in der Krise?

Zur Verknüpfung von "verunsicherten Männlichkeiten" und Jungen als "Problemfälle"

Titel: Jungs in der Krise?

Bachelorarbeit , 2011 , 59 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nadine Hahm (Autor:in)

Psychologie - Persönlichkeitspsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Genderforschung wurde den Frauenthemen viel Raum gegeben, auch in Gesellschaft und Politik sind Debatten über Gewalt an Frauen, Lohnungleichheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder Barrieren auf dem Arbeitsmarkt ‚en vogue‘. Die Männerthemen standen daher bis in die späten 80er Jahre im Schatten der Frauenbewegung, sie waren nicht ganz so breit aufgestellt und wurden sehr eindimensional diskutiert. Deutlich wird die Einseitigkeit daran, dass aus den Frauenthemen immer dann Männerthemen entstanden, wenn nach den Ursachen für (z.B. finanzielle) Ungleichheit gefragt wurde. Männer wurden dann als das hegemoniale, privilegierte Geschlecht dargestellt. Im Kontrast hierzu finden sich aber seit etwa zwei Dekaden und besonders in den letzten Jahren Bewegungen in diesem Feld, die sich aus obiger Darstellung lösen und den Kontrast zwischen „kollektiver Privilegiertheit“ auf der einen Seite und „persönlicher Unsicherheit“ der Männer auf der anderen Seite in den Bick nehmen. In diesem Rahmen bewegt sich auch die vorliegende Arbeit. Es soll nicht Ziel dieser Arbeit sein, die hegemoniale Position der Männer heraufzubeschwören und anzuprangern und ebenso wenig, die Krise der Jungen und Männer auszurufen. Beide Darstellungen bilden meiner Meinung nach die Wirklichkeit nicht ab und es bedarf stattdessen einer integrierenden Perspektive, die beide Blickwinkel nutzt um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten.
Wie im Titel bereits angedeutet, werde ich mich sowohl mit der Verunsicherung als auch mit den Problemen von Jungen und Männer beschäftigen. Das Thema deutet vielleicht auf den ersten Blick an, dass ich mich den ‚Männlichkeiten‘ aus der defizitorientierten Perspektive nähern werde, jedoch ist dies sozusagen ‚Mittel zum Zweck‘. Ich möchte vielmehr aufzeigen, wie wichtig der gendertheoretische Blick für die Arbeit mit Jungen (und Mädchen) ist, da Probleme die insbesondere Jungen mit in sozialpädagogische Institutionen bringen, immer auch vor dem Hintergrund ihrer Männlichkeiten betrachtet werden sollten.
Um die Bedeutung dieses gendersensiblen Blickes zu unterstreichen, werde ich in der vorliegenden Arbeit einen meiner Ansicht nach zentralen Aspekt exemplarisch herausgreifen und untersuchen, inwieweit die Themen/Probleme von Jungen und Männern in Zusammenhang mit ihrer Geschlechtlichkeit stehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theoretischer Zugang

1. Warum Männlichkeiten?

2. Was bedeutet Verunsicherung?

3. Was sind Ursachen der Verunsicherung?

3.1 Der Wandel der Geschlechterverhältnisse im Zuge gesellschaftlicher Umbrüche

3.2 Der Wandel auf dem Arbeitsmarkt – vier Dilemmata

3.3 Der psychoanalytische Ansatz und der entwicklungsbiologische Ansatz – Abgrenzung zur Weiblichkeit und Entwertung dieser

4. Warum ‚problematisierte‘ Jungen und Männer?

4.1 Gesundheitliche Probleme

4.2 Schulische Probleme

4.3 Psychosoziale Probleme

5. Was lässt sich daraus schließen?

III. Empirischer Zugang

1. Der Untersuchungsansatz

2. Der Forschungsprozess

IV. Ergebnisdarstellung

1. Themen der Jungen

2. Mögliche Ursachen für Probleme der Jungen

3. Männlichkeit als mögliche Ursache

4. Herausforderungen für die Jungenarbeit

5. Krise

V. Zusammenfassung

VI. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Verunsicherung männlicher Identität und spezifischen Problemlagen von Jungen und Männern. Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob die häufig proklamierte „Krise der Jungen“ tatsächlich existiert oder ob es sich vielmehr um eine soziale Problematisierung handelt, die auf gesellschaftlichen Umbrüchen und veränderten Anforderungen an Männlichkeit basiert.

  • Analyse theoretischer Konzepte von Männlichkeit und deren Wandel in der modernen Gesellschaft.
  • Untersuchung von gesundheitlichen, schulischen und psychosozialen Problemen als mögliche Folgen von Verunsicherung.
  • Qualitative Expertenbefragung zur praktischen Relevanz dieser Themen in der Jungenberatung.
  • Reflektion der Bedeutung gendersensibler Ansätze in der Sozialen Arbeit.

Auszug aus dem Buch

1. Warum Männlichkeiten?

Nach Jürgen Budde ist Männlichkeit nicht als einheitliche Konstruktion zu betrachten (vgl. Budde 2005: 29). Vielmehr gibt es – darüber ist sich die Männerforschung einig – eine Vielfalt an Männlichkeiten. Ich möchte hier drei Argumentationslinien vorstellen, die dies belegen.

Zum einen wird argumentiert, dass sich die Lebenswelten von Männern individuell unterscheiden. Jungen und Männer gestalten ihre Männlichkeit im Spannungsfeld ihrer Lebenswelt (vgl. Krall 2005: 7). Auch Pierre Bourdieu und Raewyn Connell beschreiben einen Zusammenhang der unterschiedlichen Lebenswelten und Milieus der Männer und Jungen mit unterschiedlichen Identitäten und Habitusformen. Männer praktizieren demnach die Form von Männlichkeit, die dem jeweiligen sozialen Kontext angemessen ist und pflegen somit verschiedene geschlechtliche Habitus (vgl. Brandes 2002: 115f.): „Die Konstruktion einer Arbeiter-Männlichkeit in den Fabriken unterliegt anderen Bedingungen und Dynamiken als die Konstruktion einer Mittelklassen-Männlichkeit in einem klimatisierten Büro“, so Connell (2006: 55). Michael Meuser beleuchtete in seiner qualitativen Studie die Deutungsmuster von Männlichkeit und fand milieu-abhängige Unterschiede männlicher Orientierungen (vgl. Meuser 2006: 310ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema im Kontext der Genderforschung und skizziert die Fragestellung nach der Verbindung zwischen Verunsicherung und Problemlagen von Männern.

II. Theoretischer Zugang: Dieses Kapitel erörtert die wissenschaftlichen Grundlagen, einschließlich des Wandels von Männlichkeitsbildern sowie psychoanalytischer und gesellschaftlicher Ursachen für Verunsicherung.

III. Empirischer Zugang: Hier wird der methodische Ansatz der qualitativen Expertenbefragung dargelegt und die Auswahl des Interviewpartners begründet.

IV. Ergebnisdarstellung: Die Ergebnisse der Befragung werden analysiert, wobei Themen der Jungen, Ursachen ihrer Probleme sowie Herausforderungen für die praktische Jungenarbeit im Fokus stehen.

V. Zusammenfassung: Die theoretischen Erkenntnisse und die empirischen Ergebnisse werden hier zusammengeführt und gegenübergestellt.

VI. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt Anregungen für zukünftige Forschungsprojekte.

Schlüsselwörter

Männlichkeiten, Verunsicherung, Jungenarbeit, Geschlechterrollen, Sozialisation, Identitätsbildung, Problemfall, Männlichkeitsbilder, Experteninterview, Genderforschung, hegemoniale Männlichkeit, Lebensbewältigung, Adoleszenz, Pubertät, Soziale Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die Verunsicherung männlicher Identität mit den vielfältigen Problemen zusammenhängt, die Jungen und Männern oft zugeschrieben werden.

Welche Themenfelder stehen dabei im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels auf Männlichkeitsbilder, die Rolle der Erwerbsarbeit sowie spezifische Bewältigungsstrategien in der Pubertät.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den „Krisendiskurs“ zu hinterfragen und zu prüfen, ob die Probleme der Jungen tatsächlich aus einer Identitätsverunsicherung resultieren oder ob es sich um zugeschriebene Defizite handelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Methodik, ergänzt durch ein leitfadengestütztes Experteninterview mit einem Mitarbeiter einer Beratungsstelle für Jungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Männlichkeitsforschung und eine empirische Ergebnisdarstellung basierend auf dem Experteninterview.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Männlichkeitskonstruktionen, Verunsicherung, Bewältigungsstrategien, Gender-Inszenierungen und die Reflexion von Sozialisationsbedingungen.

Wie bewertet der befragte Experte den Begriff der „Krise“?

Der Experte lehnt den Begriff einer „Krise der Männlichkeit“ weitgehend ab; er spricht eher von einer Krise im pädagogischen Bewusstsein, die Jungen einseitig problematisiert.

Welche Rolle spielt die Pubertät in der Argumentation?

Die Pubertät wird als komplexe Entwicklungsphase betrachtet, die zwar Stolpersteine birgt, aber primär als Chance zur Weiterentwicklung und weniger als pathologische Krise gesehen werden sollte.

Warum ist die Arbeit mit den Eltern für den Berater wichtig?

Der Experte betont, dass Elternarbeit oft einen höheren Stellenwert einnimmt als die direkte Jungenarbeit, da die Systeme Schule, Peers und Familie eng miteinander verknüpft sind.

Ende der Leseprobe aus 59 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jungs in der Krise?
Untertitel
Zur Verknüpfung von "verunsicherten Männlichkeiten" und Jungen als "Problemfälle"
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Note
1,0
Autor
Nadine Hahm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
59
Katalognummer
V180235
ISBN (eBook)
9783656029526
ISBN (Buch)
9783656029946
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Männlichkeit Männerforschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Hahm (Autor:in), 2011, Jungs in der Krise?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180235
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  59  Seiten
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