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Meine Sitznachbarin hat ein CI

Schulische Integration bei Kindern mit Cochlea Implantat bei lautsprachlichem Unterricht und bilingualem Unterricht

Title: Meine Sitznachbarin hat ein CI

Diploma Thesis , 2010 , 183 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tina Reitbauer (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der sozialen Integration von Kindern mit Cochlea Implantat im schulischen Umfeld. Die Debatte ob hörbehinderte Kinder lautsprachlich oder laut- und gebärdensprachlich (bilingual) unterrichtet werden sollen, wurde in den vergangenen Jahrzehnten meist zugunsten eines rein lautsprachlichen Unterrichts entschieden. Vor allem von CI-Kindern wird eine gute Lautsprachentwicklung erwartet, zusätzliche Förderung durch Gebärdensprache wird meist abgelehnt. Es gibt aber auch Kritik seitens einzelner Eltern, LehrerInnen und HeilpädagogInnen an dieser Unterrichtspraxis – es wird ein bilingualer Unterricht gefordert. Im Rahmen dieser Arbeit wurde herausgearbeitet inwieweit sich lautsprachlicher bzw. bilingualer Unterricht auf die soziale Integration von CI-Kindern im Klassenverband auswirkt. Durch teilnehmende Beobachtung und eine soziometrische Analyse wurden die Kommunikation, die sozialen Beziehungen und das schulische Wohlbefinden in zwei Vergleichsklassen untersucht. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2008). Im Wesentlichen konnte festgestellt werden, dass sich CI-Kinder in ihrer lautsprachlichen Kommunikationskompetenz stark voneinander unterscheiden und die Entscheidung für eine optimale Unterrichtspraxis nur individuell erfolgen kann. Für CI-Kinder mit schlechtem Hörvermögen und kaum oder nur geringen Lautsprachkenntnissen erwies sich das bilinguale Unterrichtsmodell als hilfreich für die soziale Integration. Aber auch bei gutem Hörvermögen und guten Lautsprachkenntnissen ist soziale Integration von CI-Kindern in einer Schulklasse nicht automatisch gewährleistet. Abschließend lässt sich festhalten, dass ein Ausbau an bilingualen Schulangeboten für hörbehinderte Kinder (mit/ohne CI) notwendig ist, um die heilpädagogische Aufgabe der sozialen Integration erfüllen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

1 Begriffliche Abgrenzungen

1.1 Einteilung von Hörschädigungen

1.1.1 Klassifikation nach der Art der Hörschädigung

1.1.2 Klassifikation nach dem Ausmaß des Hörverlustes

1.1.3 Klassifikation nach der Ursache und dem Zeitpunkt des Eintretens einer Hörschädigung

1.1.4 Prä- und postlinguale Hörschädigung

1.2 Schwerhörig oder gehörlos/ertaubt?

1.3 Exkurs: Gebärdensprache als Teil der Gehörlosenkultur

1.4 Häufigkeit und Altersverteilung von Hörschädigungen

2 Das Cochlea Implantat

2.1 Was ist das CI?

2.2 Bestandteile und Funktion eines Cochlea Implantats

2.3 Voraussetzungen für die Implantation

2.4 Nachbetreuung von CI-PatientInnen

2.5 Lautsprachentwicklung bei Kindern mit CI

2.6 Ethische Bedenken gegenüber dem CI

3 Die Entwicklung der Gehörlosenbildung hinsichtlich lautsprachlichem und gebärdensprachlichem Unterricht

3.1 Institutionalisierte Bildung Gehörloser

3.2 Der „Methodenstreit“

3.3 Die Verallgemeinerungsbewegung

3.4 Derzeitige Schulsituation hörbehinderter Kinder in Österreich

3.4.1 Gehörlosen- und Schwerhörigenschulen

3.4.2 Integrative Beschulung

3.4.3 Lautsprache versus Gebärdensprache

3.4.4 Bilinguale Integration

4 Schulische Integration von hörbehinderten Kindern und Jugendlichen

4.1 Soziale Integration

4.2 Soziale Beziehungen

4.3 Kommunikation

4.4 Schulisches Wohlbefinden

4.5 Entwicklung der Klassengemeinschaft

4.6 Zusammenfassung

5 Methodisches Vorgehen

5.1 Fragestellung

5.2 Auswahl der Schulklassen

5.3 Forschungsmethoden

5.3.1 Teilnehmende Beobachtung

5.3.2 Soziometrischer Test

5.3.1 Qualitative Inhaltsanalyse

6 Darstellung der Forschungsergebnisse

6.1 Schulischer Alltag und Beschreibung der CI-Kinder

6.1.1 Beschreibung der Schulklassen

6.1.2 Beschreibung der CI-Kinder

6.2 Soziale Beziehungen der CI-Kinder

6.3 Kommunikation

6.4 Schulisches Wohlbefinden

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, welche Unterschiede in der sozialen Integration von Kindern mit Cochlea-Implantat bestehen, wenn sie in lautsprachlich geführten versus bilingual unterrichteten Schulklassen beschult werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Analyse der sozialen Beziehungen, der Kommunikationssituation sowie des schulischen Wohlbefindens dieser Kinder.

  • Soziale Integration und Beziehungsgefüge von CI-Kindern in unterschiedlichen Schulmodellen.
  • Vergleich zwischen rein lautsprachlichem und bilingualem Unterricht (Lautsprache und Gebärdensprache).
  • Qualitative Analyse der Kommunikationskompetenz und deren Einfluss auf soziale Interaktionen.
  • Erfassung des schulischen Wohlbefindens von Kindern mit Cochlea-Implantat.
  • Methodische Kombination aus teilnehmender Beobachtung und soziometrischen Tests.

Auszug aus dem Buch

Soziale Integration

Ganz grundsätzlich wird unter ‚Integration‘ die „Wiederherstellung eines Ganzen“ (Heimlich 2003, 137) verstanden. Der Begriff ‚Integration‘ wird nicht nur im pädagogischen Kontext verwendet, je nach Standpunkt wird eine genauere Bestimmung möglich: So erhält beispielsweise in der Sprachwissenschaft der Begriff ‚Integration‘ die Bedeutung eines Vorganges, in dem anderssprachliche Komponenten in eine Sprache eingegliedert werden (Glück 2005, 284). Für die Pädagogik sind vor allem soziologische und psychologische Bedeutungen relevant: „Im soziologischen Sinne bezieht sich Integration auf die Entstehung gesellschaftlicher Einheiten aus einer Vielzahl von Personen und Gruppen …“ (Heimlich 2003, 137). Es sind insbesondere Vorgänge gemeint, in denen Personen aus anderen Kulturen in eine Gesellschaft integriert werden.

In der Psychologie wird unter ‚Integration‘ in der Regel „die Einheit innerhalb einer Person und innerhalb ihrer Beziehungen zur Umwelt“ (a.a.O.) verstanden. Das Anliegen von Integration im pädagogischen Kontext ist die „gleichberechtigte Teilhabe aller Gesellschaftsmitglieder“ (a.a.O., 138). Integration wird somit zum Recht aller Menschen: Jede Art der Ausgrenzung bzw. Aussonderung behinderter Menschen widerspricht dem Behindertengleichstellungsgesetz, bei Hovorka (1998, 287; H.i.O.) heißt es demnach: „Mit Integration ist die umfassende gesellschaftliche und soziale Teilhabe aller Individuen in allen Lebensphasen und Lebensbereichen bezeichnet. Das Paradigma der ungeteilten sozialen Integration verneint jede Form der Aussonderung und hebt gleichzeitig das Recht auf Anderssein hervor.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Begriffliche Abgrenzungen: Definiert zentrale Begriffe wie Hörschädigung und Hörbehinderung und legt die wissenschaftliche Basis für die Arbeit.

2 Das Cochlea Implantat: Erläutert Aufbau, Funktion, Voraussetzungen und ethische Bedenken rund um das Cochlea-Implantat sowie die Bedeutung der Nachbetreuung.

3 Die Entwicklung der Gehörlosenbildung hinsichtlich lautsprachlichem und gebärdensprachlichem Unterricht: Bietet einen historischen Abriss und analysiert die aktuelle Schulsituation in Österreich, insbesondere im Hinblick auf den Methodenstreit und bilinguale Ansätze.

4 Schulische Integration von hörbehinderten Kindern und Jugendlichen: Untersucht die theoretischen Grundlagen der sozialen Integration, sozialer Beziehungen, Kommunikation und schulischen Wohlbefindens.

5 Methodisches Vorgehen: Begründet die Wahl der Forschungsmethoden, darunter teilnehmende Beobachtung und soziometrische Tests zur Datengewinnung.

6 Darstellung der Forschungsergebnisse: Präsentiert und interpretiert die erhobenen Daten aus den Schulklassen und vergleicht die Ergebnisse der lautsprachlichen mit den bilingualen Klassen.

Schlüsselwörter

Cochlea-Implantat, CI-Kinder, soziale Integration, lautsprachlicher Unterricht, bilingualer Unterricht, Gebärdensprache, Hörbehinderung, Schulische Integration, Kommunikationskompetenz, Soziometrischer Test, Teilnehmende Beobachtung, Schulisches Wohlbefinden, Pädagogik, Heilpädagogik, Österreichische Gebärdensprache

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die soziale Integration von Kindern mit Cochlea-Implantat (CI) in österreichischen Schulklassen und vergleicht dabei unterschiedliche Unterrichtsmodelle.

Welche zwei Unterrichtsformen werden in den Schulen verglichen?

Es wird zwischen lautsprachlich geführten Integrationsklassen und bilingual unterrichteten Klassen (unter Verwendung von Lautsprache und Österreichischer Gebärdensprache, ÖGS) unterschieden.

Was ist das zentrale Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist herauszufinden, ob und wie der bilinguale Unterricht die soziale Integration, die Beziehungen zu Mitschülern und das schulische Wohlbefinden von Kindern mit CI beeinflusst.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Verfasserin nutzt eine Kombination aus qualitativer teilnehmender Beobachtung (mit Inhaltsanalyse nach Mayring) und quantitativen soziometrischen Tests (Wahlverfahren).

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert theoretisch die Begriffe Hörbehinderung und Integration, das Cochlea-Implantat, die Geschichte der Gehörlosenbildung sowie die empirische Untersuchung in zwei ausgewählten Schulklassen.

Welche Rolle spielt die Gebärdensprache in dieser Untersuchung?

Die Gebärdensprache wird als wesentliches Element zur Erweiterung der Kommunikationsmöglichkeiten für CI-Kinder betrachtet, um soziale Barrieren im Unterrichtsalltag abzubauen.

Gibt es einen klaren Vorteil für eines der beiden Schulmodelle?

Die Autorin stellt fest, dass beide Modelle wichtig sind, jedoch bilinguale Angebote besonders Kindern mit geringeren Lautsprachkenntnissen helfen, soziale Inklusion zu erreichen.

Wie gehen die Mitschüler in den untersuchten Klassen mit der Hörbehinderung um?

In der lautsprachlichen Klasse wurde die Hörbehinderung kaum thematisiert, während in der bilingualen Klasse eine offenere Thematisierung und ein respektvollerer Umgang miteinander beobachtet werden konnten.

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Details

Title
Meine Sitznachbarin hat ein CI
Subtitle
Schulische Integration bei Kindern mit Cochlea Implantat bei lautsprachlichem Unterricht und bilingualem Unterricht
College
University of Vienna  (Heil- und Integrative Pädagogik)
Grade
2,0
Author
Tina Reitbauer (Author)
Publication Year
2010
Pages
183
Catalog Number
V180177
ISBN (eBook)
9783656027881
ISBN (Book)
9783656028116
Language
German
Tags
meine sitznachbarin schulische integration kindern cochlea implantat unterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Reitbauer (Author), 2010, Meine Sitznachbarin hat ein CI, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180177
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