Es handelt sich bei der Arbeit um einen didaktischen Entwurf.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis 2
1 Die Einleitung 1
2 Die institutionellen Faktoren 3
2.1 Der sozialpsychiatrische Verein 3
2.2 Die Zielvorstellung des Wohnheimes 4
2.3 Die Zielgruppe 5
2.4 Die Medikation 7
3 Die Gesellschafts-politischen Faktoren 7
3.1 Die Theorie der erlernten Hilflosigkeit 8
3.2 Das Empowerment - Konzept 9
4 Die Methodik 11
4.1 Die Definition der Erlebnispädagogik 11
4.2 Die Erlebnispädagogik als Lerngegenstand 12
4.3 Die Bedeutung der Erlebnispädagogik 13
5 Die Relevanz der Erlebnispädagogik für die Zielgruppe 14
5.1 Die Wirkfelder/Ziele des erlebnispädagogischen Projektes 14
5.2 Aktivierung und körperliche Bewegung 16
5.3 Das Ausmaß und die Veränderungen der sozialen Integration und . Kohäsion 17
5.4 Rollenstrukturen und ihre Entwicklung 17
6 Die Umsetzung des erlebnispädagogischen Konzeptes 18
Ein Konkretes Modulbeispiel und seine Wirkung 20
7 Die Motivation 22
8 Die Evaluation 23
Literaturverzeichnis 25
Inhaltsverzeichnis
1 Die Einleitung
2 Die institutionellen Faktoren
2.1 Allgemeine Daten
2.2 Die Zielvorstellung des Wohnheimes
2.3 Die Zielgruppe
2.4 Die Medikation
3 Die Gesellschafts-politischen Faktoren
3.1 Die Theorie der erlernten Hilflosigkeit
3.2 Das Empowerment-Konzept
4 Die Methodik
4.1 Die Definition der Erlebnispädagogik
4.2 Die Erlebnispädagogik als Lerngegenstand
4.3 Die Bedeutung der Erlebnispädagogik
5 Die Relevanz der Erlebnispädagogik für die Zielgruppe
5.1 Die Wirkfelder/Ziele des erlebnispädagogischen Projektes
5.2 Aktivierung und körperliche Bewegung
5.3 Das Ausmaß und die Veränderungen der sozialen Integration und Kohäsion
5.4 Rollenstrukturen und ihre Entwicklung
6 Die Umsetzung des erlebnispädagogischen Konzeptes
Ein Konkretes Modulbeispiel und seine Wirkung
7 Die Motivation
8 Die Evaluation
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial erlebnispädagogischer Methoden bei der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen in einem Wohnheim, um deren Selbstbestimmung und soziale Kompetenzen durch gezielte Aktivitäten zu fördern. Dabei liegt der Fokus auf der Überwindung von erlernter Hilflosigkeit und der Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit durch reale Herausforderungen.
- Empowerment-Konzept und Selbstbestimmungsförderung
- Theorie der erlernten Hilflosigkeit bei psychischen Erkrankungen
- Erlebnispädagogik als handlungsorientierte Methode
- Aktivierung durch Körpererfahrung und Natur
- Evaluationsverfahren in der sozialen Arbeit
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Theorie der erlernten Hilflosigkeit
Herriger geht in seiner Literatur auf verschiedene Gründe ein, die Menschen in eine Position drängt, in der sie sich fremdbestimmt, entmündigt und hilflos fühlen. Eine seiner Überlegungen basiert auf der Frage, was die Menschen dazu veranlasst, dieser Machtlosigkeit vollkommen ausgeliefert zu sein. Als einen Erklärungsversuch greift er auf die Theorie der „erlernten Hilflosigkeit“ von Martin Seligman zurück. Diese Theorie stützt sich auf einer Reihe von Tierversuchen (Herriger, 2010, S. 56). Hunde wurden in den Experimenten mehreren Elektroschocks ausgesetzt, deren sie nicht durch ein bestimmtes Verhalten hätten entkommen können. In der zweiten Phase wurden diese Hunde in einen Versuchskäfig gesetzt, welcher durch einer Barriere in zwei Hälften geteilt war. Der Boden konnte vom Versuchsleiter elektrisch aufgeladen werden und die Hunde konnten dem elektrischen Schlag nur über die Barriere entfliehen. Zu Beginn sprang der Hund noch in dem Versuchskäfig umher, gab aber schon nach wenigen Sekunden auf und ließ die restlichen Stromschläge über sich ergehen.
Zum Vergleich wurde ein Hund ohne die Vorerfahrungen aus der Phase eins in den Versuchskäfig gesetzt. Dieser sprang anfangs ebenfalls im Käfig umher bis er zufällig die Barriere entdeckt und dem elektrischen Schlag ausweicht. In den darauffolgenden Versuchen gelingt ihm das Entkommen immer schneller bis hin das er lernt dem Schlag ganz zu umgehen (vgl. Seligman, 1999, S. 19-20). Dieser Versuch verdeutlicht, dass „ein Organismus, der traumatische Bedingungen erfahren mußte, die er nicht kontrollieren konnte, die Motivation zum handeln verliert, wenn er später erneut mit traumatischen Bedingungen konfrontiert wird“ (Seligman, 1999, S. 20). Es entsteht eine erlernte Hilflosigkeit.
Abgeleitet für den Humanbereich bedeutet diese Theorie das Erleben einer Nullpunkterfahrung. Menschen geraten in prekäre Lebenslagen und können diese aus verschiedenen Gründen nicht selbstständig bewältigen. Jegliche Versuche der Betroffenen etwas an der Situation zu ändern und zu verbessern scheitern. Diese wiederholten Erfahrungen, dass alle Bemühungen und Unternehmungen misslingen, führen dazu, dass die Person den Glauben an die eigene Handlungsfähigkeit verliert und dementsprechend demotiviert, hoffnungslos und rückgezogen wirkt (vgl. Herriger, 2010, S. 56-57).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Die Einleitung: Beschreibt die Entdeckung der Erlebnispädagogik als wertvolle Ergänzung in der sozialen Arbeit und begründet das Anliegen des Projekts bei psychisch erkrankten Menschen.
2 Die institutionellen Faktoren: Erläutert die Trägerstruktur, die Zielgruppe im Wohnheim und geht auf die medikamentösen Auswirkungen bei den Teilnehmenden ein.
3 Die Gesellschafts-politischen Faktoren: Diskutiert die theoretischen Hintergründe von erlernter Hilflosigkeit und Empowerment im Kontext der Arbeit mit psychisch Kranken.
4 Die Methodik: Definiert die Erlebnispädagogik als handlungsorientierte Methode und beleuchtet ihre Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung.
5 Die Relevanz der Erlebnispädagogik für die Zielgruppe: Analysiert die konkreten Wirkfelder wie körperliche Aktivierung, soziale Integration und Rollenentwicklung durch erlebnispädagogische Angebote.
6 Die Umsetzung des erlebnispädagogischen Konzeptes: Detailliert die Planung, die Rahmenbedingungen und stellt ein konkretes Modulbeispiel (Barfußlabyrinth) vor.
7 Die Motivation: Behandelt die "Flow-Theorie" als Grundlage für intrinsische Motivation und Gestaltung gelungener erlebnispädagogischer Prozesse.
8 Die Evaluation: Beschreibt die drei methodischen Ansätze zur Qualitätssicherung und Reflexion des Projektes.
Schlüsselwörter
Erlebnispädagogik, psychische Erkrankung, Empowerment, erlernte Hilflosigkeit, Flow, Sozialarbeit, Psychiatrie, Selbstbestimmung, Resilienz, Reflexion, Gruppenarbeit, Integration, Lebensqualität, Handlungsorientierung, Rehabilitation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung erlebnispädagogischer Methoden in einem psychosozialen Wohnheimkontext, um Menschen mit psychischen Erkrankungen zu aktivieren und ihre Lebenswelt zu bereichern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit verbindet theoretische Konzepte wie das Empowerment und die erlernte Hilflosigkeit mit der praktischen Umsetzung erlebnispädagogischer Module in der stationären Psychiatrie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie durch erlebnispädagogische Projekte Selbstwirksamkeit und soziale Kompetenzen bei psychisch erkrankten Bewohnern gestärkt werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf Literaturanalyse, die Darlegung pädagogischer Konzepte sowie die Vorstellung eines konkreten Praxisentwurfs und dessen geplanter Evaluation.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen die Rahmenbedingungen des Projekts, die Methodik der Erlebnispädagogik und deren spezifische Relevanz für die Zielgruppe ausführlich dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Erlebnispädagogik, Empowerment, erlernte Hilflosigkeit, psychiatrische Rehabilitation und Flow-Erleben.
Warum ist das "Barfußlabyrinth" als Praxisbeispiel so besonders?
Es dient dazu, ohne visuelle Reize die Aufmerksamkeit auf das Fühlen und die zwischenmenschliche nonverbale Kommunikation zu lenken, was besonders bei verzerrter Wahrnehmung durch Medikation förderlich ist.
Wie gehen die Betreuer mit der Gefahr von Halluzinationen während der Aktivitäten um?
Die Betreuer sind angehalten, durch eine besonders aufmerksame Beobachtung Ängste frühzeitig zu erkennen und das Setting so zu wählen, dass keine Überreizung der Sinne stattfindet.
- Quote paper
- Stefanie Schulz (Author), 2011, Psychisch kranke Menschen und Erlebnispädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180168