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Luhmann und die Religion

Von den soziologischen Klassikern zu einer Ethik ‚nach‘ Luhmann

Titel: Luhmann und die Religion

Seminararbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tony Dathe (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Theorierichtungen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In allen Kulturen und zu allen Zeiten waren religiöse Phänomene Teil des gesellschaftlichen Lebens. Aus diesem Grund mag es auch wenig verwundern, dass heutige Religionssoziologen auf eine lange Tradition innerhalb ihres Faches zurückgreifen können. Wie später noch zu zeigen sein wird, beschäftigten sich fast alle Klassiker der Soziologie intensiv mit dem Thema Religion. Doch so selbstverständlich wie uns eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema heute erscheinen mag, war sie in der Geschichte des Abendlandes keineswegs. Das „moderne“ religionswissenschaftliche Denken ist das Ergebnis eines langwierigen Prozesses. Eine Aufgabe dieser Seminararbeit will es sein, den Beitrag Niklas Luhmanns im Rahmen seiner Systemtheorie zu diesem Prozess zu untersuchen. Um diese Fragestellung adäquat bearbeiten zu können wird sich der erste Teil dieser Ausarbeitung mit den historischen Entwicklungen hin zu einer allgemeinen Religionssoziologie und deren Probleme befassen, um im Anschluss die systemtheoretische Sicht auf die Funktion der Religion zu erarbeiten. Mit diesen Vorarbeiten soll im letzten Teil dieser Ausarbeitung ein Versuch gelingen, innerhalb Luhmanns Theoriegebäude eine Vorstellung von Moral und deren Folgen für eine Ethik ‚nach‘ Luhmann zu entwerfen. Im Gesamten soll so eine Seiten- und Direktbeleuchtung der Systemtheorie Niklas Luhmanns entstehen

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

VON DER RELIGIONSKRITIK ZUR RELIGIONSSOZIOLOGIE

DIE ENTSTEHUNG DER RELIGIONSSOZIOLOGIE

DAS PARADOXON DER RELIGIONSSOZIOLOGIE

DIE RELIGIONSTHEORIE VON NIKLAS LUHMANN

TRANSZENDENZ UND IMMANENZ

ZWISCHENRESÜMEE

LUHMANNS SOZIOLOGIE DER MORAL

ANREGUNGEN FÜR EINE ETHIK ‚NACH‘ LUHMANN

SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Beitrag von Niklas Luhmanns Systemtheorie zur Religionssoziologie und reflektiert, wie dieses Theoriegebäude genutzt werden kann, um eine Vorstellung von Moral und eine darauf aufbauende Ethik ‚nach‘ Luhmann zu entwerfen.

  • Historische Entwicklung der Religionssoziologie aus der Religionskritik
  • Kritische Analyse klassischer Ansätze und deren systemtheoretische Überwindung
  • Die Funktion der Religion und ihre Codierung (Immanenz/Transzendenz)
  • Systemtheoretische Definition von Moral als Kommunikation
  • Möglichkeiten einer deskriptiven Ethik im systemtheoretischen Sinne

Auszug aus dem Buch

Ausdifferenzierung des Religionssystems

Grundlage systemtheoretischer Beschreibung von Religion ist die These, dass die moderne Gesellschaft funktional differenziert sei. Dabei entstand das Religionssystem, wie auch die anderen Subsysteme innerhalb eines evolutiven Prozesses. Bei Luhmann meint dies aber nicht die völlige Beliebigkeit bei der Ausbildung der Teilsysteme sondern vielmehr die unterschiedlichen Erfolgschancen verschiedener Ausprägungen aber immer entlang einer systemspezifischen Funktion für die Gesellschaft und anhand einer bestimmten Leitunterscheidung, eines binären Codes. Vor dem Übergang der stratifikatorischen zu einer funktional gegliederten Gesellschaft hatte die Religion vor allem die Funktion, Umwelt für die Gesellschaft zu interpretieren. So geht Luhmann davon aus, dass die „archaisch – tribalen, zumeist sehr kleinen Gesellschaften der Frühzeit ebenso wie die frühen Hochkulturen“ ihr Verständnis der Welt entlang der Unterscheidung vertraut/unvertraut strukturierten. Mit dieser Differenz, diesem binären Code konnte das Unvertraute oder Unbestimmte zumindest prinzipiell bestimmt werden. Mit dieser Benennung des Unvertrauten war der erste Schritt zur Systembildung getan. Mit der Erfindung der Schrift und später des Buchdruckes veränderte sich die Problemlage und damit auch die Codierung grundlegend.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung skizziert die historische Entwicklung der Religionssoziologie und formuliert das Ziel, Niklas Luhmanns Beitrag zur Systemtheorie zu untersuchen und eine Ethik ‚nach‘ Luhmann zu entwerfen.

VON DER RELIGIONSKRITIK ZUR RELIGIONSSOZIOLOGIE: Dieses Kapitel zeichnet die historische Trennung von Welt- und Heilsgeschichte nach, die zur Herausbildung eines neuzeitlichen Religionsverständnisses in der Soziologie führte.

DIE ENTSTEHUNG DER RELIGIONSSOZIOLOGIE: Hier werden die Ansätze von Feuerbach, Marx, Durkheim und Weber hinsichtlich ihrer Funktionen von Religion in der Gesellschaft exemplarisch analysiert.

DAS PARADOXON DER RELIGIONSSOZIOLOGIE: Das Kapitel thematisiert das von Mörth beschriebene Dilemma, bei dem Religion und Gesellschaft einerseits identifiziert, andererseits jedoch als unabhängige Variablen behandelt werden.

DIE RELIGIONSTHEORIE VON NIKLAS LUHMANN: Luhmanns Abkehr von der inhaltlichen Sinnfrage hin zur Begrenzung auf das soziale System der Kommunikation über Gott wird erläutert.

TRANSZENDENZ UND IMMANENZ: Es wird erklärt, wie das Religionssystem durch die binäre Codierung von Immanenz und Transzendenz Sinn konstituiert und Paradoxien auflöst.

ZWISCHENRESÜMEE: Das Zwischenfazit betont die Vorteile der systemtheoretischen Analyse gegenüber einem definitorischen Vorgehen bezüglich der Bestimmung des Phänomens Religion.

LUHMANNS SOZIOLOGIE DER MORAL: Hier wird Moral nicht als Kanon von Regeln, sondern als spezifische Art der Kommunikation (Code: Achtung/Missachtung) dargestellt.

ANREGUNGEN FÜR EINE ETHIK ‚NACH‘ LUHMANN: Das Kapitel schlägt eine deskriptive Ethik als Reflexionstheorie der moralischen Kommunikation vor, anstatt moralisches Handeln präskriptiv begründen zu wollen.

SCHLUSSBETRACHTUNG: Die abschließende Betrachtung resümiert die Leistungsfähigkeit der Systemtheorie als Instrumentarium zur wissenschaftlichen Analyse und weist auf die skizzenhafte Natur der Arbeit hin.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Religionssoziologie, Religion, Gesellschaft, Moral, Kommunikation, Ethik, Immanenz, Transzendenz, Codierung, soziale Systeme, funktionale Differenzierung, Paradoxie, Beobachtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Religionsverständnis und die Systemtheorie von Niklas Luhmann und überträgt diese Konzepte auf eine systemtheoretische Soziologie der Moral.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Religionssoziologie, der Systemtheorie Luhmanns, dem Konzept von Moral als Kommunikation sowie der Möglichkeit einer daraus abgeleiteten Ethik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob Luhmanns Systemtheorie die Schwächen klassischer religionssoziologischer Ansätze überwinden kann, und daraus eine Vorstellung für eine Ethik ‚nach‘ Luhmann zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die systemtheoretische Analyse und Reflexion, wobei eine funktionale Analyse gegenüber definitorisch-kategorisierenden Vorgehensweisen bevorzugt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die historische Herleitung der Religionssoziologie, die Darstellung der Luhmannschen Theoriearchitektur und die Anwendung dieser Begriffe auf moralische Kommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Systemtheorie, Religion, Moral, Kommunikation, funktionale Differenzierung und Beobachtung sind die zentralen Begriffe.

Wie definiert Luhmann Religion in seinem Systemmodell?

Luhmann beschränkt sich darauf, Religion als soziales System zu begreifen, dessen Funktion die Kommunikation über Gott ist, um Sinn zu konstituieren.

Warum lehnt Luhmann eine klassische Ethik ab?

Luhmann lehnt präskriptive Ethikmodelle ab, da er sie als bloße Dopplung der gesellschaftlichen Kommunikation ansieht und fordert, dass Ethik stattdessen die moralische Kommunikation deskriptiv beobachten sollte.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung von Immanenz und Transzendenz?

Diese Unterscheidung ist der systemspezifische Code, mit dem das Religionssystem Sinn generiert und somit das Paradoxon der Weltdeutung auflöst.

Wie unterscheidet sich diese Moral-Konzeption von klassischen Ansätzen?

Im Gegensatz zu klassischen Ansätzen, die Moral oft integrativ verstehen, betont Luhmann die desintegrativen Momente von Moral als Medium, das Differenzen erzeugt und Kommunikation über problematische Themen ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Luhmann und die Religion
Untertitel
Von den soziologischen Klassikern zu einer Ethik ‚nach‘ Luhmann
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Systemtheorie
Note
1,0
Autor
Tony Dathe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V180166
ISBN (eBook)
9783656028772
ISBN (Buch)
9783656028925
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Luhmann Systemtheorie Soziologie Religionssoziologie Transzendenz Immanenz Moral Ethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tony Dathe (Autor:in), 2011, Luhmann und die Religion, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180166
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Leseprobe aus  19  Seiten
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