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Opferkulte der Kelten - Brandopferplätze, Höhlen- und Quellheiligtümer

Title: Opferkulte der Kelten - Brandopferplätze, Höhlen- und Quellheiligtümer

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Alexandra Nowak (Author)

Archaeology

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Summary Excerpt Details

Fremdartiges wirkt oft abschreckend und faszinierend zu gleich. So scheint es nicht verwunderlich, dass das Thema „Keltische Religion“ häufig Gegenstand nicht nur der Fachliteratur ist. Wirkt sie doch so anders und mitunter grausam mit ihren Kultplätzen, die zum Teil lediglich aus Quellen und Bäumen (heilige Haine) bestehen und ihren zumindest vermuteten Tier- und Menschenopfern.
Abgesehen von der Schwierigkeit vergangene Kultplätze einer fremdartigen Religion erkennen zu wollen, wie sollen die spezifischen Zeremonien, die in den vermeintlichen Kultplätzen vielleicht stattfanden, rekonstruiert werden? Ist das überhaupt möglich? Was vermag die Archäologie hier zu leisten? Antworten auf diese Fragen zu finden ist Ziel der vorliegenden Arbeit.
Den Schwerpunkt bilden Brandopferplätze, Höhlen- und Quellheiligtümer mit jeweils mehreren Beispielen. Die Begriffe „Opferplatz“, „Kultplatz“ und „Heiligtum“ werden in dieser Arbeit synonym verwendet, wobei zur Vereinfachung „Kultplatz“ vorwiegend in Gebrauch sein wird. Orte, die die Forschung als Kultplätze anspricht, weisen häufig Funde, die als Opfergaben gedeutet werden, auf, weshalb beide als Synonyme betrachtet werden können. Auch auf eine Unterscheidung zwischen „Kultplatz“ und „Heiligtum“ verzichtet der Autor im Gegensatz zu einigen Forschern. Es wird erläutert, welche Merkmale für Heiligtümer kennzeichnend sind und welche Quellengattungen außer archäologischer ebenfalls für den Versuch der Rekonstruktion von Religion, religiösen Handlungen und Plätzen dienlich sein können. Weiterhin finden die einzelnen Opfergaben Beachtung sowie verschiedene Interpretationsansätze zu ihrer Bedeutung.
Schächte und Opfergruben sind nicht Inhalt der Arbeit, sondern ausschließlich „natürliche“ Kultplätze, d. h. ohne durch Menschen geformte Strukturen. Räumlich begrenzt sich die Arbeit auf Mitteleuropa, schwerpunktmäßig, neben Süddeutschland, auf den alpinen Raum (Schweiz, Österreich, Liechtenstein), da es hier die meisten für die Arbeit relevanten Fundorte gibt. Die zeitliche Begrenzung gibt das Seminar, in dessen Rahmen diese Arbeit entstanden ist, mit der Latènezeit.
Auf einen Abschnitt zur Forschungsgeschichte wird verzichtet, da es speziell zu diesem Thema wenig ausführliche Publikationen gibt. Dieser Umstand ist vermutlich dadurch begründet, dass die Funde aus Brandopferplätzen, Höhlen- und Quellheiligtümern vorwiegend in die Bronze-, Urnenfelder- und Hallstattzeit datieren und die wenigsten in die Latènezeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Merkmale von Kultplätzen

3. Schriftquellen und bildliche Hinweise

4. Kultplätze in Mitteleuropa – Ausgewählte Beispiele

4. 1. Brandopferplätze

4. 2. Höhlenheiligtümer

4. 3. Quellheiligtümer

5. Die Opfergaben und ihre Bedeutung

6. Schlussbetrachtungen

7. Verzeichnisse

7. 1. Quellen- und Literaturverzeichnis

7. 2. Abbildungsverzeichnis

8. Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie archäologische Fundstellen als keltische Kultplätze identifiziert werden können und welche Möglichkeiten bestehen, die dort stattgefundenen religiösen Handlungen sowie die Bedeutung der Opfergaben zu rekonstruieren. Dabei wird der Fokus auf eine materielle Analyse von Brandopferplätzen, Höhlenheiligtümern und Quellheiligtümern in Mitteleuropa gelegt, um die Grenzen der archäologischen Erkenntnisfähigkeit im Hinblick auf fremdartige, vergangene Glaubenssysteme aufzuzeigen.

  • Identifikation und Merkmale von Kultplätzen der Kelten
  • Analyse antiker Schriftquellen und bildlicher Darstellungen als interpretativer Rahmen
  • Untersuchung spezifischer Fundtypen wie Brandaltäre, Höhlendeponierungen und Quellfunde
  • Kritische Reflexion der archäologischen Interpretation von Opfergaben
  • Regionale Konzentration auf den alpinen Raum in der Latènezeit

Auszug aus dem Buch

4. 2. Höhlenheiligtümer

Sachfunde aus Höhlen- und Felsbildungen datieren überwiegend in die Bronze- und Urnenfelderzeit, wenige in die Hallstatt- und Latènezeit. Die regelhaften Funde menschlicher und tierischer Skelette, sowie Sachreste in den Höhlen und Schächten hätten nach MAIER den Charakter von Sonderdeponierungen oder Opfer, nicht aber von üblichen Bestattungs- und Siedlungsmaterialien. Demnach fänden periodische Opferungen von Menschen und Tieren als wesentliche Objekte, ferner Schmuck und Tongefäße, in diesen Höhlenheiligtümern statt. Untersuchungen hätten gezeigt, dass vor allem Menschen geopfert wurden, die der Gemeinschaft zur Last gefallen sind, z. B. ältere Individuen. Auch wurden Höhlen als Eingänge zur Unterwelt gesehen.

Vor allem in der Fränkischen Alb gibt es zahlreiche Höhlen, Schächte und Felsspalten. Im Folgenden sollen zwei Beispiele ausführlich vorgestellt werden. Diese zeigen, dass die Deutung von so genannten Höhlenheiligtümern als Opferplatz möglich, aber nicht immer zwingend ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der keltischen Kultplätze ein und definiert das Ziel, durch eine archäologische Analyse der Funde Aussagen über religiöse Praktiken zu treffen.

2. Merkmale von Kultplätzen: Hier werden die methodischen Schwierigkeiten bei der Identifizierung von Heiligtümern diskutiert und Kriterien für die Einordnung von Hort- und Opferfunden erarbeitet.

3. Schriftquellen und bildliche Hinweise: Dieses Kapitel wertet antike griechische und römische Texte sowie ikonographische Zeugnisse als unterstützende Quellen für die Rekonstruktion keltischer Kulthandlungen aus.

4. Kultplätze in Mitteleuropa – Ausgewählte Beispiele: Das Kapitel bietet eine detaillierte Betrachtung von Fallbeispielen unterteilt in Brandopferplätze, Höhlenheiligtümer und Quellheiligtümer.

5. Die Opfergaben und ihre Bedeutung: Hier werden die materielle Zusammensetzung der Opfergaben analysiert und Interpretationsversuche bezüglich ihrer religiösen oder sozialen Bedeutung kritisch hinterfragt.

6. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass eine Rekonstruktion geistiger Vorstellungen archäologisch kaum vollständig möglich ist und ein Rückgang der Funde in der Latènezeit auffällt.

7. Verzeichnisse: Dieser Abschnitt umfasst das Quellen- und Literaturverzeichnis sowie das Abbildungsverzeichnis der Arbeit.

8. Abbildungen: Hier sind die zugehörigen fotografischen und zeichnerischen Belege der untersuchten Kultplätze und Funde dokumentiert.

Schlüsselwörter

Keltische Religion, Kultplätze, Brandopferplätze, Höhlenheiligtümer, Quellheiligtümer, Opfergaben, Archäologie, Latènezeit, Depotfunde, Heiligtum, Deponierung, Ausgrabungen, Siedlungsarchäologie, Opferkult, Materielle Hinterlassenschaften

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Identifizierung und archäologischen Untersuchung von keltischen Kultplätzen, insbesondere Brandopferplätzen, Höhlen und Quellen in Mitteleuropa.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Definition von Kultplätzen, die Auswertung archäologischer Funde sowie die Analyse antiker schriftlicher und bildlicher Quellen zur keltischen Religion.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu klären, wie die Archäologie dazu beitragen kann, religiöse Zeremonien vergangener, fremdartiger Religionen an archäologischen Plätzen zu rekonstruieren und zu interpretieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse von archäologischen Fundberichten, Fachliteratur sowie eine kritische Bewertung antiker Quellenberichte (wie bei Caesar oder Poseidonios).

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Vorstellung und Diskussion ausgewählter Fundorte und interpretiert die dort gefundenen Opfergaben im Kontext religiöser Handlungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind keltische Religion, Kultplätze, Opfergaben, Latènezeit sowie die spezifischen Kategorien der untersuchten Heiligtümer.

Wie wird die Dietersberghöhle im Kontext der Opferkulte bewertet?

Während sie früher als „klassische“ Opferhöhle galt, zeigen neuere Untersuchungen eher Hinweise auf eine Nutzung als Bestattungsplatz, was die Problematik der Interpretation von Funden verdeutlicht.

Warum stellt der Autor die Deutung von Dux als Quellheiligtum in Frage?

Aufgrund mangelnder Publikationen, lückenhafter Funddokumentation und nicht nachvollziehbarer Behauptungen in der Sekundärliteratur hält der Autor die Interpretation als gesicherten Opferplatz für fragwürdig.

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Details

Title
Opferkulte der Kelten - Brandopferplätze, Höhlen- und Quellheiligtümer
College
Martin Luther University  (Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas)
Course
Die Latènezeit (Sommersemester 2008)
Grade
1,3
Author
Alexandra Nowak (Author)
Publication Year
2010
Pages
29
Catalog Number
V180153
ISBN (eBook)
9783656028802
ISBN (Book)
9783656028956
Language
German
Tags
opferkulte kelten brandopferplätze höhlen- quellheiligtümer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Nowak (Author), 2010, Opferkulte der Kelten - Brandopferplätze, Höhlen- und Quellheiligtümer, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180153
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