Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

Das Paradox in Herrschaftssystemen, die nicht auf extrinsischer Motivation beruhen

Am Beispiel der Demokratie

Title: Das Paradox in Herrschaftssystemen, die nicht auf extrinsischer Motivation beruhen

Seminar Paper , 2006 , 23 Pages

Autor:in: Frank Weinert (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ähnlich wie auch Simmel (1950) kommt Coleman zu dem Schluss, dass Individuen stets eine Wahl haben, und sei der zwingende Charakter3 eines Herrschaftssystems noch so groß und unüberbrückbar (Maurer 2004). Ferner gibt es Herrschaftssysteme, die aufgrund von Vertrauen zu Stande kommen, doch, so will Coleman entdeckt haben, vertrauen die Untergeordneten gerade in solchen Systemen den Übergeordneten eigentlich weniger als in Herrschaftssystemen, die bloßer Kosten-Nutzen Überlegungen zu Folge eingegangen worden sind. Steuerung gestaltet sich daher in konjunkten Herrschaftssystemen deutlich schwieriger als in disjunkten (Coleman 1980). Diese Arbeit bedeutet bei gelungener Illustration des Paradoxes nach Coleman am Beispiel der Demokratie ein Voranschreiten der Wissenschaft, da sich die Erklärungen Colemans als erneut bewährt gezeigt haben. Bei deren Scheitern müssen die Ursachen und Methoden untersucht werden um mit dem Verwerfen Colemans Theorie und der letztendlichen Falsifikation anfangen zu können. In letzterem Falle sollten jedoch Hilfshypothesen aufgestellt werden und keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Eine Einstufung bleibt den Ergebnissen überlassen. Im Nachfolgenden findet eine Besprechung der Theorie en detail statt. Hierzu wird zunächst das Konstrukt Herrschaftssystem definiert und anschließend wird die Mikroperspektive der Makroperspektive gegenübergestellt. Insbesondere wird auf die Handlungsoptionen der Übergeordneten und der Untergeordneten eingegangen. Anschließend werde ich die Beweggründe für eine Kontrollrechtabgabe der im Fokus stehenden Untergeordneten erläutern. Mit diesem Wissen kann dann versucht werden das Paradox von Herrschaftssystemen am Beispiel der Demokratie zu besprechen. Gefolgt von einer Einstufung der Ergebnisse sowie den daraus folgenden Politikvorschlägen wird mit einem Ausblick die Arbeit abgerundet

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Definition authority system

1.2. Mikrofundierung

1.3. Die Makro-Ebene

2. Handlungsoptionen in Herrschaftssystemen

2.1. Der Übergeordnete

2.2. Der Untergeordnete

2.3. Der Agent

3. Kontrollrechtabgabe

3.1. Extrinsische Motivation

3.2. Nicht extrinsische Motivation

4. Das Paradoxe in Herrschaftssystemen

4.1. Das Beispiel Demokratie

4.2. Kosten des Ausstiegs

5. Schlussfolgerungen

5.1. Politikvorschläge

5.2. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das von James S. Coleman beschriebene Paradoxon in komplexen Herrschaftssystemen, bei dem Untergeordnete zwar Vertrauen in ein System setzen, aber die Delegation von Kontrollrechten an Agenten kritisch sehen. Ziel ist es, dieses Paradoxon am Beispiel der demokratischen Staatsform zu illustrieren und politikwissenschaftlich einzuordnen.

  • Analyse der Theorie der Herrschaftssysteme (authority systems) nach James S. Coleman
  • Unterscheidung zwischen extrinsischer und nicht extrinsischer Kontrollrechtabgabe
  • Erklärung individuellen Verhaltens durch Mikrofundierung
  • Transfer der Theorie auf die Funktionsweise moderner Demokratien
  • Diskussion der Handlungsoptionen und Austrittskosten für Bürger

Auszug aus dem Buch

4. Das Paradox in Herrschaftssystemen

In Herrschaftssystemen muss es immer ein gewisses Maß an Kontrolle geben. Gleichzeitig müssen sich die Tauschpartner aber auch vertrauen. Dies ist insbesondere dann der Fall wenn es keine monetäre Gegenleistung gibt, sondern der Glaube, dass man mit der Abgabe eines Gutes selbst besser dasteht, als wenn man versuchen würde das Gut selbst und direkt zu nutzen.

Genau bei dieser Überlegung entstehe das Paradox nach Colemans Auffassung: „He [der Untergeordnete] must trust a person more to vest authority without an extrinsic benefit […], but despite this greater trust he will less likely include in that vesting of authority the additional right to delegate” (Coleman 1980: 149).

In konjunkten Herrschaftssystemen lehnen die Untergeordneten die Implementierung eines Agenten eher ab. Werden die Kontrollrechte der Untergeordneten an einen Agenten delegiert, entsteht für sie ein höherer Kontrollbedarf. Die Steuerung des Systems wird dadurch komplexer und primär schwieriger. Ferner fordern sie eine demokratische Legitimation der Steuerung. Generell gilt: „Personen behandeln andere Personen bevorzugt, und korporative Akteure behandeln andere korporativen Akteure bevorzugt“ (Coleman 1979: 77).

Die Beziehungssituation Staat-Individuum stellt eine Gegebenheit dar, in der zwei verschiedene Beziehungssysteme aneinandergrenzen. Es interagiert vor allem ein korporativer Akteur (Staat) mit einer natürlichen Person (Bürger) (Coleman 1979).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Theorie der authority systems nach Coleman und Darstellung der Forschungsfrage zum Paradoxon in komplexen Herrschaftssystemen.

2. Handlungsoptionen in Herrschaftssystemen: Analyse der Rollen von Übergeordneten, Untergeordneten und Agenten sowie deren strategische Handlungsoptionen innerhalb eines Tauschprozesses.

3. Kontrollrechtabgabe: Differenzierung zwischen extrinsisch motivierter, tauschbasierter Unterordnung und nicht extrinsisch motivierten, auf Vertrauen basierenden konjunkten Systemen.

4. Das Paradoxe in Herrschaftssystemen: Darstellung des zentralen Paradoxons, dass trotz höheren Vertrauens in konjunkten Systemen die Delegation von Kontrollrechten an Agenten stärker abgelehnt wird, illustriert am Beispiel der Demokratie.

5. Schlussfolgerungen: Ableitung von Politikvorschlägen zur Sicherung der Systemstabilität und Ausblick auf die Relevanz der Theorie für moderne Steuerungsfragen.

Schlüsselwörter

Herrschaftssysteme, James S. Coleman, authority systems, Demokratie, Kontrollrechte, Mikrofundierung, konjunkte Herrschaftssysteme, extrinsische Motivation, Prinzipal-Agenten-Ansatz, Politische Steuerung, Handlungsoptionen, Vertrauen, politische Partizipation, Korporative Akteure, Machtverschiebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Herrschaftssysteme aus einer rationaltheoretischen Perspektive unter Verwendung der Theorie von James S. Coleman und untersucht, wie Individuen ihre Kontrollrechte in Systemen abgeben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Entstehung von Herrschaft durch Tauschprozesse, die Rolle von Vertrauen in nicht extrinsisch motivierten Systemen sowie die Problematik von Agentenstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das von Coleman beschriebene Paradoxon, bei dem ein höheres Vertrauen in ein System mit einer geringeren Bereitschaft zur Delegation von Rechten an Agenten einhergeht, am Beispiel der Demokratie zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Rational-Choice-Theorie sowie die sozialwissenschaftliche Analyse von Herrschaftssystemen nach James S. Coleman, um Massenphänomene über eine Mikrofundierung zu erklären.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Herrschaftssystemen, die Analyse der Handlungsoptionen von Akteuren, die Unterscheidung von Motivationsformen der Kontrollrechtabgabe und die spezifische Anwendung auf den demokratischen Staat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Herrschaftssysteme, authority systems, Mikrofundierung, Kontrollrechte und demokratische Legitimation charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die extrinsische von der nicht extrinsischen Kontrollrechtabgabe?

Die extrinsische Abgabe basiert auf einem direkten Tausch (z. B. Arbeit gegen Lohn), während die nicht extrinsische Abgabe auf dem Vertrauen beruht, dass ein kollektives System bessere Ergebnisse für das Individuum liefert als das individuelle Handeln.

Welches spezifische Problem haben Bürger in einer Demokratie bezüglich der Agenten?

Das Problem besteht darin, dass gewählte Repräsentanten oder Regierungsbeamte als Agenten agieren können, die eigene Interessen verfolgen, die nicht notwendigerweise mit dem Willen oder dem Wohl der Untergeordneten (Bürger) übereinstimmen.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Das Paradox in Herrschaftssystemen, die nicht auf extrinsischer Motivation beruhen
Subtitle
Am Beispiel der Demokratie
College
University of Constance
Course
Theorien der Politischen Steuerung
Author
Frank Weinert (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V180139
ISBN (eBook)
9783656026853
Language
German
Tags
paradox herrschaftssystemen motivation beispiel demokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Weinert (Author), 2006, Das Paradox in Herrschaftssystemen, die nicht auf extrinsischer Motivation beruhen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180139
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint