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Der verhinderte Frieden - Merkmale von Spoilern als Erklärung der Gewaltanwendung nach einem Friedensvertrag

Title: Der verhinderte Frieden - Merkmale von Spoilern als Erklärung der Gewaltanwendung nach einem Friedensvertrag

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Johannes Wander (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security

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Die asymmetrischen Kriege und Konflikte der vergangenen Jahrzehnte bringen verschiedenste neue Akteure hervor, die einer gesonderten Betrachtung bedürfen, um ihre Motive, Strategien und Ziele zu verstehen. Einer dieser Akteure, speziell im Rahmen innerstaatlicher Konflikte, ist der Spoiler. Bei Spoilern in Friedensprozessen handelt es sich um ein Konzept zur Erklärung derjenigen Gruppierungen innerhalb eines Konflikts, die bewusst die Beendigung desselben verhindern wollen und jegliche Friedensbestrebungen unterminieren. Stephen John Stedman definiert Spoiler wie folgt:

„Leaders and parties who believe that peace emerging from negotiations threatens their power, worldview, and interests, and use violence to undermine attempts to achieve it“

Diese Definition soll Grundlage der Hausarbeit sein. Die Arbeit fragt dabei nach dem Vorhandensein zentraler Merkmale von Spoilern, die die Wiederaufnahme beziehungsweise Weiterführung von Gewalt nach einem Friedensvertrag begünstigen.Und, sofern derartige Merkmale ausgemacht werden können, welche konkreten Faktoren es in welcher Ausprägung sind, die zur Beendigung von Gewalt und der Aufgabe der destruktiven Haltung seitens der Spoiler gegenüber den Friedensbemühungen führen.

Die übergeordnete Frage, in dessen Rahmen die Arbeit angesiedelt sein soll, beschäftigt sich mit der Erklärung von Krieg und Frieden durch das Spoilerkonzept, ob es Anhaltspunkte für Zusammenhänge gibt und sich die Theorie für dieses Thema eignet. Dabei leitet sich die Forschungsfrage aus der Annahme ab, dass bestimmte Merkmale von Spoilern ein bestimmtes Verhalten zur Folge haben.

Um zu einem aussagekräftigen Ergebnis hinsichtlich der Fragestellung zu kommen, sollen zwei Fälle im Rahmen eines most similar casedesigns verglichen werden. Hierfür wird zunächst die Methode der Arbeit erklärt, um anschließend die beiden Fälle grob zu umreißen und tiefergehend die Spoiler zu analysieren und letztlich einen Vergleich durchzuführen, der Antwort auf die beschriebene Problematik geben soll.
Es soll hiermit ein kleiner Beitrag zur Erklärung der Verhaltensweisen von Spoilern und den Möglichkeiten zu einer friedlichen Beisetzung des Konflikts gemeinsam mit dem Spoiler geleistet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodik

3. Fallstudien

3.1 Angola und die UNITA

3.1.1 Konfliktverlauf

3.1.2 Spoileranalyse

3.2 Mosambik und die RENAMO

3.2.1 Konfliktverlauf

3.2.2 Spoileranalyse

4. Vergleich

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Merkmale von Spoilern – Akteuren, die Friedensprozesse sabotieren – die Wiederaufnahme oder Weiterführung von Gewalt nach einem Friedensabkommen begünstigen. Auf Basis des Spoilerkonzepts wird analysiert, ob sich aus Position, Typus und Ursprung des Spoiling Schlussfolgerungen für das Verhalten der Akteure ziehen lassen.

  • Analyse des Spoilerkonzepts in innerstaatlichen Konflikten
  • Vergleich der Akteure UNITA (Angola) und RENAMO (Mosambik)
  • Operationalisierung mittels Indikatoren (Position, Typus, Ursprung)
  • Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Spoiler-Merkmalen und Gewalt
  • Ableitung von Hypothesen für das Spoilermanagement

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Spoileranalyse

Der folgende Teil soll der Einordnung der Ausprägungen der ausgewählten Indikatoren im Falle des Spoilers UNITA dienen. Zunächst bedarf es einer Identifizierung der UNITA als Spoiler. Die Gruppierung hat bewusst und heftig gegen das Abkommen von Gbadolite, das Abkommen von Bicesse und die Lusaka-Vereinbarungen verstoßen, um nur die wichtigsten Verträge zur Beilegung des Konfliktes zu nennen und kann somit zweifelsohne als Spoiler betrachtet werden. Die Position des Spoilers ist klar als intern einzuordnen, da sie stets an Gesprächen und Friedensabkommen beteiligt waren, um später erneut den Krieg vom Zaun zu brechen. Den Spoiler-Typus der UNITA zu bestimmen, fällt da schon schwerer: Die Angst vor dem Verlust der politischen und ökonomischen Vorteile, die die UNITA aufgrund ihrer Spoilerrolle inne hatte, können angesichts des Rohdiamantenhandels (bis zu 700 Millionen Dollar Umsatz jährlich), wie auch des Abbruchs der Friedensbemühungen nach den verlorenen Wahlen und dem damit verbunden politischen Machtverlust, als bewiesen betrachtet werden. Greed ist also klar ein zentraler Bestandteil des Typus der UNITA.

Allerdings kann auch die Ausprägung von creed im Verhalten der UNITA nachgewiesen werden. So ist bekannt, dass sich die Kriegsparteien auch auf der Grundlage der ethnischen Identität bildeten und die UNITA beispielsweise überwiegend aus dem Volk der Ovimbundu bestand. Dass die ethnische Zugehörigkeit eine entscheide Rolle in der Kriegspropaganda und –rechtfertigung einnahm, kann bereits anhand der Gründungsphase der UNITA nachvollzogen werden, in der man sich auf eine Unterrepräsentation innerhalb der FNLA berief und aufgrund dessen abspaltete. Ein Autismus der Gewalt hingegen kann, bedingt durch die Situation des Einsatzes zahlreicher, ständig wechselnder ausländischer Söldner, als eher unwahrscheinlich betrachtet werden. Auch grievance, also die Furcht vor Missständen durch einen Frieden, kann ausgeschlossen werden, da von Seiten der MPLA mehrmals und authentisch kommuniziert wurde, dass sie zu einer power-sharing Lösung bereit wäre und dies mit der Vereidigung mehrerer Minister aus der UNITA auch bewies.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Spoilerkonzepts und der zentralen Forschungsfrage, ob bestimmte Merkmale von Spoilern zu einer Rückkehr zur Gewalt führen.

2. Methodik: Erläuterung des angewandten most similar case design sowie Definition der Indikatoren Position, Typus und Ursprung des Spoiling.

3. Fallstudien: Detaillierte Betrachtung des Konfliktverlaufs und der Spoiler-Charakteristika der UNITA in Angola sowie der RENAMO in Mosambik.

4. Vergleich: Gegenüberstellung der beiden Fälle zur Identifizierung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie Ableitung erster Hypothesen.

5. Fazit: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Feststellung der mangelnden Generalisierbarkeit aufgrund geringer Fallzahlen und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Spoiler, Friedensmissionen, Bürgerkrieg, Friedensvertrag, Gewaltanwendung, UNITA, RENAMO, interne Spoiler, externe Spoiler, Typologie, Greed, Creed, Autismus der Gewalt, Konfliktmanagement, Machtteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem „Spoiler“-Konzept in Friedensprozessen und untersucht, welche spezifischen Merkmale dazu führen, dass solche Akteure nach einem Friedensabkommen erneut Gewalt ausüben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Friedenskonsolidierung nach innerstaatlichen Konflikten, die Analyse von Motiven kriegsführender Parteien und die Anwendung politologischer Typologien auf historische Fallbeispiele.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob bestimmte Merkmale von Spoilern (wie Position oder Handlungsmotive) ein bestimmtes Verhalten, insbesondere einen Rückfall in die Gewalt, zur Folge haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt ein most similar case design, um durch den Vergleich von zwei möglichst ähnlichen Fällen (Angola/UNITA und Mosambik/RENAMO) Aussagen über die unabhängigen Variablen des Spoilings zu treffen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine methodische Einführung, die detaillierte Analyse der beiden Fallstudien (Konfliktgeschichte und Spoiler-Typisierung) sowie einen vergleichenden Teil, der Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Spoiler, Friedensvertrag, Konfliktverlauf, Greed, Creed, Autismus der Gewalt und interne/externe Akteure charakterisiert.

Warum wurde die UNITA als interner Spoiler eingestuft?

Die UNITA gilt als interner Spoiler, da sie aktiv an Friedensverhandlungen und Abkommen teilnahm, diese jedoch immer wieder brach, um sich militärisch neu zu formieren.

Warum unterschied sich die Entwicklung der RENAMO von der UNITA?

Während die UNITA nach verlorenen Wahlen erneut in den Krieg zog, akzeptierte die RENAMO trotz des verlorenen Bürgerkriegs und der Wahlen ihre Rolle als Oppositionspartei, was primär als externer Spoiler-Typ mit einer anderen Motivationslage gewertet wird.

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Details

Title
Der verhinderte Frieden - Merkmale von Spoilern als Erklärung der Gewaltanwendung nach einem Friedensvertrag
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
"Spoiler" in den internationalen Friedensmissionen
Grade
1,7
Author
Johannes Wander (Author)
Publication Year
2011
Pages
18
Catalog Number
V179985
ISBN (Book)
9783656025474
ISBN (eBook)
9783656025801
Language
German
Tags
Spoiler Angola Mosambik Mosambique UNITA RENAMO Friedensvertrag Peace Agreement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Wander (Author), 2011, Der verhinderte Frieden - Merkmale von Spoilern als Erklärung der Gewaltanwendung nach einem Friedensvertrag, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179985
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