Diese Studienarbeit beschäftigt sich mit dem Shoppingtourismus und soll
aufzeigen, dass diese Tourismusart kein Teil des Städtetourismus, sondern
ein eigenständiges Marktsegment ist, dessen Entwicklungschancen
vor allem auf dem europäischen Markt noch erkannt werden müssen.
Das Phänomen Shopping und dessen Bedeutung werden im ersten Punkt
erläutert. Das veränderte Kaufverhalten der Konsumenten kommt vor allem
durch dessen stark ausgeprägte Erlebnisorientierung zustande, sodass
sich die Tätigkeit des Shoppings nicht mehr nur im näheren Umfeld
abspielt. So entwickelt sich Shopping immer mehr zu einer bedeutenden
touristischen Aktivität und wird sogar zum Schwerpunkt eines eigenen Urlaubsstils.
Mit dieser Erkenntnis beschäftigt sich der Themenkomplex
Shoppingtourismus in der vorliegenden Studienarbeit.
Dabei muss Shopping einen gewissen Erlebnischarakter haben. Die Kunden
wollen originelle und innovative Geschäfte und Shopping-Events. Auf
die Vertriebswege des Shoppingtourismus wurde deshalb in der Arbeit ein
weiterer Schwerpunkt gelegt. Eine wichtige Rolle spielen des Weiteren die
Shoppingdestinationen. Hierbei wählte die Verfasserin die Modemetropolen
Paris, New York und Hongkong aus, die gleichzeitig für die drei Kontinente
Europa, Amerika und Asien und dessen Einkaufsphilosophien, Vertriebswege,
sowie deren Geschichte und kulturelle Angebote stehen.
Zu guter Letzt wurden durch die Verfasserin drei fiktive Shoppingreisen
erstellt. Bei den Kunden sind vor allem attraktive buchbare Angebote gefragt,
die das Shoppingerlebnis mit Übernachtung, Wellness, Kulinarik,
Kultur, Events oder Ausflügen kombinieren.
Die Verfasserin wählte dieses Thema, da sie sich für Mode interessiert
und selber gerne shoppen geht. Außerdem war es ihr wichtig, die Metropolen
Paris, New York und Hongkong vorzustellen, da sie eine Vorliebe
für Großstädte hat. Bei der Recherche wurde ihr darüber hinaus bewusst,
wie wenig man über diese Tourismusart und dessen Bedeutung weiß und
dass viele Unternehmen diese Chance noch nicht erkannt haben. Um dies
näher zu bringen, entschied sie sich für den Themenkomplex Shoppingtourismus.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Shopping als Erlebnis
2.1 Allgemeines
2.1.1 Begriffserläuterung Shopping
2.1.2 Shopping als Erlebnis am Beispiel Deutschlands
2.1.3 Die Entwicklung des Shoppings
2.1.4 Shoppingarten und die Typologisierung der Konsumenten
2.2 Beeinflussende Faktoren
2.2.1 Innere Faktoren
2.2.2 Äußere Faktoren
3 Der Shoppingtourismus
3.1 Definition und Abgrenzung des Begriffes
3.2 Die Reisemotivation Shopping und ihre Bedeutung
3.3 Vertriebswege
3.1.1 Kaufhäuser
3.1.2 Shopping Malls
3.1.3 Factory-Outlet Center
3.1.4 Handelsketten
3.1.5 Bekleidungsdiscounter
3.1.6 Fachhandel
3.1.7 Souvenirshops
3.1.8 Flughäfen und Duty-Free-Shops
3.4 Cross Border Shopping
3.5 Modemessen und Shopping Festivals
4 Shoppingdestinationen
4.1 Begriff der Modemetropole
4.2 Die Verschmelzung der Nationen und Shoppingkulturen
4.3 Shoppingdestinationen von nationaler Bedeutung
4.3.1 Paris
4.3.2 New York
4.3.3 Hongkong
5 Shoppingreisen
5.1 Reiseveranstalter und deren Shoppingreiseangebot
5.2 Shoppingreisen
5.2.1 Mode à Paris – die Pariser Fashion Week
5.2.2 X-Mas-Shopping – Weihnachten in New York
5.2.3 Chinesische Luxuskultur – Shopping in Hongkong
6 Schlusswort
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Studienarbeit untersucht den Shoppingtourismus als eigenständiges Marktsegment jenseits des klassischen Städtetourismus. Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich Shopping durch Erlebnisorientierung zu einem zentralen Motiv für Reisen entwickelt hat und welche Chancen sich daraus für den Einzelhandel und Reiseveranstalter ergeben.
- Phänomen Shopping und erlebnisorientiertes Kaufverhalten
- Vertriebswege im Shoppingtourismus (u.a. Malls, Outlets, Flughäfen)
- Die Rolle der Destination: Paris, New York und Hongkong im Vergleich
- Bedeutung von Cross-Border-Shopping und Shopping-Events
- Konzeption fiktiver Shoppingreisen als zukunftsorientierte Angebote
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Begriffserläuterung Shopping
„Whoever said money can’t buy happiness simply didn’t know where to go shopping”. Dieses Zitat von Bo Derek soll zum Ausdruck bringen, dass Shopping ein Erlebnis ist und Freude bereitet. Shopping ist zu einer reinen Freizeitbeschäftigung geworden, die längst über den reinen Versorgungszweck hinaus geht und keineswegs nur in der Nähe des eigenen Wohnortes durchgeführt werden kann. Deswegen muss man die Begriffe „Einkaufen“ und „Shoppen“ differenzieren.
Ulrike Gerhard beschreibt das Einkaufen als „Versorgungskonsum und als Erwerb lebensnotwendiger Güter, bei dem die Kaufentscheidung aufgrund von rationalen Entscheidungsprozessen erfolgt.“ Das Kaufen an sich bezieht sich demnach auf das Erwerben eines Gutes von einem Unternehmen bzw. einem Händler. Shopping hingegen umfasst viel mehr. Dabei geht es nicht nur um das Erwerben neuer Ware, sondern vielmehr um den Vergnügungsaspekt. Shopping ist eine Freizeitaktivität geworden, die dem Käufer Spaß bereitet, die Erfüllung unbewusster Träume und Wünsche widerspiegelt und ihn vom Alltag befreit. In Bezug auf diesen freizeitorientierten Charakter wird Shopping als das Konsumentenverhalten bezeichnet, das „immer emotionaler wird, so dass viele Menschen versuchen über den Einkauf ein Lebensgefühl auszudrücken und gleichzeitig die Suche nach Erlebnissen zu befriedigen.“ Der Übergang vom Einkaufen zum Shoppen ist dabei fließend.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in den Shoppingtourismus als eigenständiges Segment ein und begründet die Relevanz des erlebnisorientierten Shoppings für den modernen Tourismus.
2 Shopping als Erlebnis: Es wird die Differenzierung zwischen Versorgungseinkauf und erlebnisorientiertem Shopping vorgenommen und der Einfluss von inneren und äußeren Faktoren auf den Konsumenten analysiert.
3 Der Shoppingtourismus: Dieses Kapitel definiert den Shoppingtourismus, beleuchtet verschiedene Vertriebsformen vom Kaufhaus bis zum Duty-Free-Shop und untersucht die Bedeutung von grenzüberschreitenden Einkäufen sowie Shopping-Events.
4 Shoppingdestinationen: Die Arbeit stellt die Modemetropolen Paris, New York und Hongkong als Referenzbeispiele vor und analysiert deren individuelle Entwicklung und Attraktivität für Touristen.
5 Shoppingreisen: Die Autorin entwirft beispielhafte, fiktive Shoppingreisen zu den behandelten Destinationen, um die praktische Umsetzbarkeit touristischer Shopping-Angebote zu veranschaulichen.
6 Schlusswort: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine stärkere Kooperation zwischen Tourismusverbänden und Einzelhandel, um das ungenutzte Potenzial des Shoppingtourismus in Europa besser auszuschöpfen.
Schlüsselwörter
Shoppingtourismus, Erlebnisorientierung, Konsumverhalten, Shopping-Destinationen, Einzelhandel, Modemetropolen, Shoppingreisen, Erlebnis-Shopping, Cross-Border-Shopping, Vertriebswege, Konsumententypen, Markenbewusstsein, Preisbewusstsein, Tourismusbranche, Globalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Tourismusart Shoppingtourismus und untersucht, warum diese zunehmend ein eigenständiges Marktsegment bildet, das weit über den reinen Städtetourismus hinausgeht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Erlebnischarakter des Shoppings, der Analyse verschiedener Vertriebsformen (z.B. Shopping Malls, Outlets), der Rolle internationaler Modemetropolen sowie der Entwicklung konkreter Shoppingreise-Konzepte.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das Ziel ist es, das Bewusstsein für Shoppingtourismus als bedeutenden Wirtschaftsfaktor zu schärfen und Potenziale für Unternehmen und Tourismusverbände aufzuzeigen, um Konsumenten durch ganzheitliche Erlebnisse zu binden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, die Auswertung zahlreicher Studien und Branchenberichte sowie die Analyse von Fallbeispielen internationaler Städte und Konzepte.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Neben theoretischen Grundlagen zum Konsumverhalten werden konkrete Vertriebskanäle und die spezifischen Profile der Shopping-Destinationen Paris, New York und Hongkong analysiert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Shoppingtourismus, Erlebnisorientierung, Konsumententypen und Destinationen bilden das inhaltliche Rückgrat der Untersuchung.
Warum wurden gerade Paris, New York und Hongkong ausgewählt?
Diese Städte repräsentieren die drei Kontinente Europa, Amerika und Asien und stehen beispielhaft für unterschiedliche Einkaufsphilosophien, Vertriebswege und historische Entwicklungen im Modemarkt.
Welche Rolle spielen Shopping-Festivals für den Tourismus?
Events wie das Shopping Festival in Dubai werden als effektive Instrumente beschrieben, um Touristenströme zu lenken und durch das Bündeln von Shopping, Freizeit und speziellen Serviceleistungen die Umsätze im Einzelhandel und Tourismus nachhaltig zu steigern.
- Quote paper
- Alexandra Riepe (Author), 2011, Shoppingtourismus – mehr als nur Einkaufen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179906