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Sichere Bindung – Basis fürs Leben

Titel: Sichere Bindung – Basis fürs Leben

Seminararbeit , 2010 , 15 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Nicole Schobert (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung
Der Mensch ist ein soziales Wesen und kann ohne zwischenmenschliche Beziehungen nicht leben. Das Thema dieser Ausarbeitung ist die Relevanz der Bindungsqualität für die verschiedenen Lebensbereiche und Lebensabschnitte. Nach gängiger Theorie wird das Bindungsverhalten maßgeblich in den ersten 3 Lebensjahren ausgebildet und beeinflusst das gesamte Leben eines Menschen.
Für den Einstieg in diese Thematik werde ich im zweiten Kapitel die Entstehung und die Inhalte der Bindungstheorie erläutern. Hierbei nehme ich Bezug auf die Definition des Wortes „Bindung“ sowie die Entwicklungsarbeit und Grundannahmen bzgl. der Bindungstheorie von John Bowlby. Dem schließen sich die Schritte der Entwicklung von Bindungsverhalten an. Im Folgenden gehe ich auf die empirische Belegung der Bindungstheorie mit Hilfe der „fremden Situation“ von Mary Ainsworth sowie die vier verschiedenen Bindungstypen ein.
Im dritten Kapitel beleuchte ich die Ursachen der verschiedenen Bindungsqualitäten.
Inhalt des vierten Kapitels ist der Einfluss von Bindungsqualitäten auf die Entwicklung des Menschen in verschiedenen Lebensphasen.
Das abschließende Kapitel 5 bezieht sich auf die Aktualität der Bindungstheorie im Bereich der Prävention bzw. Intervention, Kindertageseinrichtungen und Schulen.
Die Bindungstheorie
Die Bindungstheorie, als deren Begründer John Bowlby gilt, wurde und wird als therapeutische Basis für die klinische Praxis genutzt, um Ursachen für die Entwicklung von Fehlanpassungen im Kindes- und Jugendalter sowie der daraus möglich entstehenden Psychopathologie im Erwachsenenalter zu untersuchen und zu erklären (vgl. G. SUESS, 2001: S. 11). Innerhalb der letzten 20 Jahre gewann die Bindungstheorie immer mehr an Bedeutung. Bei den Forschungen wurde ein besonderes Augenmerk auf Präventions- bzw. Interventionsmöglichkeiten in Risikogruppen gelegt und damit ein zusätzliches Praxisfeld erschlossen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Bindungstheorie

2.1 Der Begriff der Bindung

2.2 Die Bindungstheorie von Bowlby

2.3 Entwicklung des Bindungsverhaltens

2.4 Die „fremde Situation“ von Mary Ainsworth

2.5 Die 4 Bindungstypen

3 Ursachen unterschiedlicher Bindungsqualitäten

4 Einfluss der Bindungsqualität auf den Lebensverlauf

4.1 Im Kindergarten

4.2 Im Schulalter

4.3 Im Erwachsenenalter

5 Aktualität der Bindungstheorie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die fundamentale Bedeutung der Bindungsqualität zwischen Kind und primärer Bezugsperson für die physische, psychische und soziale Entwicklung über verschiedene Lebensphasen hinweg. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, wie sich frühe Bindungserfahrungen auf den Lebensverlauf auswirken und welche präventiven sowie interventiven Ansätze existieren, um bei Bindungsunsicherheiten unterstützend einzuwirken.

  • Grundlagen und Entstehung der Bindungstheorie nach John Bowlby
  • Die empirische Erfassung von Bindungsmustern durch die „fremde Situation“
  • Einfluss der elterlichen Feinfühligkeit auf die Bindungsqualität
  • Folgen von Bindungserfahrungen für Kindergarten, Schule und Erwachsenenalter
  • Aktuelle Ansätze der Prävention und Frühintervention in Bildungseinrichtungen

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Bindungstheorie von Bowlby

John Bowlby (1907 bis 1990) studierte Medizin und Psychologie am Trinity College in Cambridge. Nach seinem Abschluss 1928 unterrichtete er zwei Jahre in Internaten für verhaltensauffällige Kinder. Die Erfahrungen mit den Auswirkungen früher Kindheitsstörungen gaben ihm den Impuls, sich in der entstehenden Fachrichtung Kinderpsychiatrie ausbilden zu lassen und parallel dazu eine psychoanalytische Ausbildung zu absolvieren. Seine Tätigkeit und Erfahrungen als Kinderpsychiater in Heimen für schwer erziehbare Kinder und Jugendliche im nachkriegszeitlichen England waren sicherlich die Initialzündung für sein lebenslanges Forschungsprojekt. Die Kinder, die während des Krieges von ihren Eltern getrennt worden waren, wiesen zum Teil erhebliche Persönlichkeitsstörungen auf, die mit den herkömmlichen Psychoanalyse nicht hinreichend zu erklären waren.

Diese Erfahrungen gemischt mit evolutionären Ansätzen Darwins sowie den ethologischen Erkenntnissen von Tinbergen, Lorenz (Gänseküken-Prägung) und Harlow (Makaken- und Menschenaffen-Mutterattrappen-Experiment), bildeten die Grundlage der Bindungstheorie (vgl. BOWLBY, 1981: 20f). Die 3 zentralen Erkenntnisse der Bindungstheorie sind zusammengefasst (vgl. GROSSMANN/GROSSMANN, 2009: S. 29):

1.) Der Bindungsaufbau und die Bindung zwischen Säugling und der primär versorgenden Bezugsperson ist eine überlebenswichtiges, angeborenes Bedürfnis, wie die Phylogenese beweist. Für die seelische Gesundheit des Kindes ist die Qualität der Bindung von Bedeutung.

2.) Die Angst vor Trennung und die unfreiwillig erlebte Trennung von der Bindungsperson kann seelische und körperliche Folgen haben und löst mit dem Versuch des Erhalts der Nähe negative Gefühle wie z.B. Ärger, Wut, Aggression aus.

3.) Die Trauer des Kindes nach Verlust der Bindungsperson ist nicht kognitiv beeinflusst, sondern liegt in der Natur der Bindung begründet. Den Trauerprozess beschreibt Bowlby in den Phasen des Protests, der Verzweiflung und der Entfremdung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt das menschliche Bedürfnis nach Bindung dar und erläutert den Aufbau der Arbeit, die den Lebenszyklus von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter betrachtet.

2 Die Bindungstheorie: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Bindung, erläutert die theoretischen Fundamente nach John Bowlby und stellt die empirische Methodik von Mary Ainsworth sowie die vier Bindungstypen vor.

3 Ursachen unterschiedlicher Bindungsqualitäten: Hier wird die elterliche Feinfühligkeit als entscheidender Einflussfaktor identifiziert, der maßgeblich darüber bestimmt, ob ein Kind eine sichere oder unsichere Bindung aufbaut.

4 Einfluss der Bindungsqualität auf den Lebensverlauf: Das Kapitel analysiert, wie Bindungserfahrungen das Verhalten und die Lernfähigkeit in Kindergarten, Schule und im Erwachsenenalter prägen.

5 Aktualität der Bindungstheorie: Abschließend werden aktuelle Interventionsmöglichkeiten in Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie die Notwendigkeit früher Präventionsmaßnahmen diskutiert.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, John Bowlby, Mary Ainsworth, sichere Bindung, Bindungstypen, elterliche Feinfühligkeit, Fremde Situation, Explorationsverhalten, Sozialisation, Frühintervention, Bildungsangebot, Bindungsstörung, interne Arbeitsmodelle, kindliche Entwicklung, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit thematisiert die enorme Relevanz der Bindungsqualität zwischen Bezugsperson und Kind für die gesamte weitere Lebensentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der Bindungstheorie, die empirische Forschung durch Mary Ainsworth, Ursachen für Bindungsqualitäten und deren Auswirkungen auf verschiedene Lebensphasen ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Bedeutung von frühen Bindungserfahrungen für die psychische und soziale Entwicklung des Menschen aufzuzeigen und Strategien für Prävention und Intervention in Bildungseinrichtungen zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung zentraler Studien, insbesondere der „Fremden Situation“ und Längsschnittuntersuchungen des Ehepaars Grossmann.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Bowlby/Ainsworth), die Analyse der Einflussfaktoren (Feinfühligkeit) und die Betrachtung der Auswirkungen auf den Lebenslauf (Kindergarten bis Erwachsenenalter).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bindungstheorie, Bindungstypen, elterliche Feinfühligkeit, sichere Basis, Exploration, Frühintervention und Sozialisation.

Welche Rolle spielt die „Fremde Situation“ in dieser Arbeit?

Sie dient als das zentrale empirische Forschungsinstrument, mit dem Mary Ainsworth das Bindungsmodell von Bowlby standardisiert messbar und somit beobachtbar machte.

Warum fordern Experten eine „Bindungsschule“?

Da das aktuelle deutsche Schulsystem oft zu wenig auf die bindungsbedingten Voraussetzungen der Schüler eingeht, wird eine Integration von Pädagogik und Psychotherapie gefordert, um Lernblockaden durch Bindungsunsicherheiten abzubauen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sichere Bindung – Basis fürs Leben
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main  (Fachbereich 4 Soziale Arbeit und Gesundheit Studiengang Soziale Arbeit (B. A.))
Note
1.3
Autor
Nicole Schobert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
15
Katalognummer
V179850
ISBN (Buch)
9783656023913
ISBN (eBook)
9783656023951
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bindungstheorie Bol Bowlby Ainsworth Bindungsverhalten Bindungstypen Bindungsqualität fremde Situation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Schobert (Autor:in), 2010, Sichere Bindung – Basis fürs Leben, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179850
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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