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Friedrich Gerstäcker und Herman Melville: Transfer oder Adaption?

Gerstäckers Übersetzung von Melvilles 'Omoo oder Abenteuer im stillen Ocean' im Spannungsfeld der idealtypischen Übersetzerhaltungen

Title: Friedrich Gerstäcker und Herman Melville: Transfer oder Adaption?

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Adrian Gunkel (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

"Ich war damals achtundzwanzig Jahre alt, wandte mich Übersetzungen aus dem Englischen zu und verdiente mir dadurch wenigstens meinen Lebensunterhalt."
So schreibt der 54-jährige Friedrich Gerstäcker in einer Selbstbiographie zu einem Bilde in der 'Gartenlaube' (1870). Der Roman 'Omoo oder Abenteuer im stillen Ocean' (1847), im englischen Original von Herman Melville ('Omoo. A Narrative of Adventures in the South Seas', 1847), ist eine dieser frühen Übersetzungen des angehenden Schriftstellers.
Die vorliegende Arbeit untersucht, nach welchem Grundprinzip er unter den Aspekten des Kulturkontaktes Melvilles 'Omoo' ins Deutsche überträgt. Da jeder Text mit all seinen Besonderheiten in einer bestimmten Kultur verankert ist, sind die Rezeptionsbedingungen von Kultur zu Kultur unterschiedlich. Dem Übersetzer kommt die Herausforderung zu, diese 'kommunikative Differenz' zu überbrücken. Es existieren zwei idealtypische Übersetzerhaltungen: Einmal die 'adaptierende Übersetzung', die Textelemente der Ausgangssprache, welche spezifisch in der Kultur der Ausgangssprache verankert sind, durch Elemente der Kultur der Zielsprache ersetzt. Demgegenüber steht die 'transferierende Übersetzung', die kulturspezifische Elemente der Ausgangssprache in der Zielsprache zu vermitteln sucht. Hier können Schwierigkeiten auftreten, wenn die kulturelle Differenz zwischen Ausgangs- und Zielsprache zu groß ist.
Übersetzen hat eine fundamentale Bedeutung für Mensch und Gesellschaft. Dementsprechend hat der Übersetzer dank seiner Sprachkenntnisse die anerkennenswerte Aufgabe inne, „als Mittler zwischen Sprachen, Völkern, Ideologien, Literaturen, Wissenschaften und Kulturen“ zu fungieren. Er trägt so dazu bei, Sprach- und Kulturbarrieren zu überwinden. Er ist ein Vermittler zwischen den Kulturen.
Im zweiten Kapitel der vorliegenden Arbeit wird anhand der Vita Gerstäckers seine Entwicklung vom Abenteurer zum Übersetzer und Schriftsteller aufgezeigt. Das dritte Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte der Übersetzung und stellt den Einfluss der Arbeit an Omoo auf Gerstäckers Leben und Werk dar. Ein Vergleich der Übertragung Gerstäckers mit dem Ausgangstext erfolgt im vierten Kapitel. Es wird die Frage nach der Übersetzerhaltung Gerstäckers beantwortet und entschieden, ob Gerstäckers Übersetzung einer transferierenden oder einer adaptierenden entspricht. In der Schlussbesprechung finden sich eine Zusammenführung der Ergebnisse und ein Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Friedrich Gerstäcker: Abenteurer – Übersetzer – Schriftsteller – Abenteurer

2.1 Erste Reise: Der Abenteurer

2.2 Die Entwicklung vom Übersetzer zum Schriftsteller

3. Omoo: Übersetzungs- und Wirkungsgeschichte

3.1 Übersetzungsgeschichte

3.2 Weitere Omoo-Übersetzungen

3.3 Exkurs: Mutmaßungen über die Übersetzung Gerstäckers

3.4 Einflussnahme der Übersetzungsarbeit

4. Omoo: Übersetzung und Ausgangstext im Vergleich

4.1 Gerstäckers Werk als stimmungsvolle Übersetzung

4.2 Formale Auffälligkeiten

4.3 Anglizismen und nautische Termini

4.4 Transferierende oder adaptierende Übersetzung?

4.5 Exkurs: Mutmaßungen über einen Übersetzungsfehler

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Grundprinzip, nach dem Friedrich Gerstäcker Herman Melvilles Roman Omoo ins Deutsche übertrug, und analysiert, wie diese Übersetzungsarbeit seine eigene Entwicklung vom Abenteurer zum Schriftsteller beeinflusste.

  • Biografische Analyse Gerstäckers als Reisender und Autor
  • Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Omoo-Übersetzung
  • Vergleichende Analyse von Ausgangs- und Zieltext
  • Kulturkontakt und die Wahl zwischen transferierender und adaptierender Übersetzung
  • Identifikation von Übersetzerhaltungen und stilistischen Merkmalen

Auszug aus dem Buch

4.1 Gerstäckers Werk als stimmungsvolle Übersetzung

Dem Text ist anzumerken, dass mit Gerstäcker ein Autor am Werke ist, der begeistert von der Vorlage und bereit ist, sich auf die Stimmung des Textes einzulassen. Aufgrund seiner Nordamerikareise ist er mit der Seefahrt und den nautischen Termini vertraut und versteht die Stimmung, die auf einem Schiff herrscht, adäquat wiederzugeben:

While thus engaged, an old sailor on a chest just under me was puffing out volumes of tobacco smoke. My supper finished, he brushed the stem of his sooty pipe against the sleeve of his frock, and politely waved it toward me. The attention was sailor-like; as for the nicety of the thing, no man who has lived in forecastles is at all fastidious; and so, after a few vigorous whiffs to induce repose, I turned over and tried my best to forget myself. But in vain. My crib, instead of extending fore and aft, as it should have done, was placed athwartships, that is, at right angles to the keel; and the vessel, going before the wind, rolled to such a degree, that every time my heels went up and my head went down, I thought I was on the point of turning a somerset. […] At last, after a sleepless night, broken twice by the merciless call of the watch, a peep of daylight struggled into view from above, and someone came below. It was my old friend with the pipe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Verbindung zwischen Gerstäcker und Melville ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Untersuchung hinsichtlich der Übersetzungsstrategien unter dem Aspekt des Kulturkontakts.

2. Friedrich Gerstäcker: Abenteurer – Übersetzer – Schriftsteller – Abenteurer: Dieses Kapitel beleuchtet Gerstäckers Lebensweg, seine Erfahrungen als Reisender in Amerika und die Entwicklung seiner schriftstellerischen Laufbahn durch die Tätigkeit als Übersetzer.

3. Omoo: Übersetzungs- und Wirkungsgeschichte: Hier werden die Veröffentlichungsumstände von Gerstäckers Omoo-Übersetzung, ihre Einordnung in den zeitgenössischen literarischen Kontext und der prägende Einfluss auf seine eigene spätere Südseeprosa untersucht.

4. Omoo: Übersetzung und Ausgangstext im Vergleich: Dieser Abschnitt vergleicht den Ausgangstext mit der deutschen Übersetzung, analysiert formale Unterschiede, den Einfluss von Anglizismen sowie die Frage nach adaptierenden versus transferierenden Übersetzungsmethoden.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Gerstäcker trotz Flüchtigkeitsfehlern eine authentische und stimmungsvolle Übersetzung lieferte, die seine eigene künstlerische Entwicklung maßgeblich beeinflusst hat.

Schlüsselwörter

Friedrich Gerstäcker, Herman Melville, Omoo, Literarische Übersetzung, Adaption, Transfer, Kulturkontakt, Südseeromane, Abenteuerliteratur, Übersetzungspraxis, Nautische Termini, Übersetzerhaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht Friedrich Gerstäckers Übersetzung von Herman Melvilles Roman Omoo und analysiert, inwiefern diese Tätigkeit Gerstäckers eigenen Werdegang als Schriftsteller beeinflusst hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Biografie Gerstäckers, die Geschichte der Omoo-Übersetzung, ein textueller Vergleich zwischen Original und Übersetzung sowie die theoretische Einordnung der Übersetzungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Grundprinzip von Gerstäckers Übersetzungsarbeit unter Aspekten des Kulturkontaktes zu bestimmen und zu klären, ob er eher adaptierend oder transferierend verfuhr.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine vergleichende Analyse des Ausgangstextes und der Übersetzung, ergänzt durch die Auswertung biografischer Dokumente und fachwissenschaftlicher Literatur.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf den direkten Textvergleich, die Analyse von Anglizismen und nautischen Fachausdrücken sowie die Bewertung der Übersetzerhaltung anhand konkreter Textstellen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Übersetzungswissenschaft, Literaturgeschichte, Kulturkontakt, Seefahrtsliteratur und Gerstäcker-Forschung beschreiben.

Warum wählte Gerstäcker ausgerechnet Melville als Übersetzungsvorlage?

Es wird vermutet, dass finanzielle Not und die Vermittlung durch Verleger eine Rolle spielten, aber auch Gerstäckers persönliche Faszination für das Thema der Südseereise und die Ähnlichkeit der Lebenswege beider Autoren.

Welchen Einfluss hatte die Übersetzung auf Gerstäckers eigenes Schreiben?

Die Übersetzungsarbeit diente als Schreibübung und Vorlage, die Gerstäcker inspirierte, eigene Südseeromane zu verfassen und seinen literarischen Stil zu verfeinern.

Wie bewertet die Arbeit die Übersetzungsqualität Gerstäckers?

Die Arbeit bescheinigt Gerstäcker eine authentische und stimmungsvolle Leistung, kritisiert jedoch eine gewisse Flüchtigkeit und Inkonsequenz bei der Wiedergabe von Fachbegriffen.

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Details

Title
Friedrich Gerstäcker und Herman Melville: Transfer oder Adaption?
Subtitle
Gerstäckers Übersetzung von Melvilles 'Omoo oder Abenteuer im stillen Ocean' im Spannungsfeld der idealtypischen Übersetzerhaltungen
College
Technical University of Braunschweig  (Seminar für deutsche Sprache und Literatur)
Course
Literarische Übersetzungen
Grade
1,0
Author
Adrian Gunkel (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V179822
ISBN (Book)
9783656022909
ISBN (eBook)
9783656023180
Language
German
Tags
James Fenimore Cooper Abenteuerroman Reisebericht Seeroman 19. Jahrhundert Südsee
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adrian Gunkel (Author), 2006, Friedrich Gerstäcker und Herman Melville: Transfer oder Adaption?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179822
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