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Die Finanzierung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung der Schweiz: Vorbild für Deutschland?

Titel: Die Finanzierung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung der Schweiz: Vorbild für Deutschland?

Hausarbeit , 2011 , 17 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: B.Sc. Christian Kunow (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Pflegemanagement

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Gesundheitswesen der Schweiz stößt in Deutschland in der Debatte über eine Reform und die zukünftige Ausgestaltung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf großes Interesse. Vor allem die in der Schweiz im Jahr 1996 mit dem „Krankenversicherungsgesetz“ (KVG) in Kraft getretene „obligatorische Krankenpflegeversicherung“ (OKP) sowie die Neuerungen in ihrer Finanzierung werden hierzulande diskutiert. Dabei stehen die einkommensunabhängigen „Kopfprämien“ im Mittelpunkt. Sowohl die mit den Kopfprämien vorzuweisenden Praxiserfahrungen in der Schweiz als auch die als Konzepte vorhandenen Kopfpauschalenmodelle werden in Deutschland von Politik und Wissenschaft debattiert.
Die Debatte der Neuerung der GKV-Finanzierung, um die sich neben der „Kopfpauschale“ auch die Modelle „Bürgerversicherung“ und „Bürgerprämie“ drehen, endete politisch 2007 vorerst mit dem Kompromiss Gesundheitsfonds. Die favorisierten Modelle der damaligen Koalitionsparteien CDU/CSU und SPD stehen sich auch heute noch diametral gegenüber. CDU/(CSU) befürworten die Kopfpauschale. Die SPD sprechen sich für eine Bürgerversicherung aus. Auch die aktuelle Koalition aus CDU/CSU und FDP hat bisher keines der in dieser Debatte diskutierten Modelle (in voller Konzeptionsbreite) umgesetzt. Aufgrund der Parteienkonstellation der Koalition und der im Koalitionsvertrag vereinbarten Zielsetzung einer Einführung von „einkommensunabhängigen Arbeitnehmerbeiträgen“ hat das Modell der Kopfpauschale die höchste Aktualität und die besten Umsetzungschancen. Deshalb ist die Frage von Bedeutung, ob das schon seit längerem erörterte schweizerische Prämiensystem ein Vorbild für die GKV ist und ob es sich für eine Umsetzung empfehlen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Krankenversicherungsgesetz (KVG) der Schweiz von 1996

2.1 Hintergründe des KVG

2.2 Obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) des KVG

3. Auswirkungen der Finanzierung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP)

3.1 Finanzierungsbezogene Komponenten der OKP

3.1.1 Ausgestaltung der Kopfprämien

3.1.2 Ausgestaltung der Kostenbeteiligung

3.1.3 Ausgestaltung der Prämienrabatte

3.1.4 Ausgestaltung der Prämienverbilligung

3.2 Sozialpolitische Wirksamkeit der OKP

3.2.1 Stichwort: Solidarität

3.2.2 Stichwort: Kosten

4. Fazit und Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Finanzierungssystem der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) in der Schweiz, um zu bewerten, ob dieses Modell als Vorbild für eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland dienen kann, wobei insbesondere die sozialpolitischen Auswirkungen auf Solidarität und Kosten analysiert werden.

  • Strukturelle Analyse der schweizerischen OKP und ihrer Finanzierungskomponenten
  • Einfluss von Kopfprämien und Prämienverbilligungen auf die solidarische Umverteilung
  • Wirkung von Kostenbeteiligungen und Prämienrabatten auf das Ausgabeverhalten
  • Vergleich der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen zwischen der Schweiz und Deutschland

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Stichwort: Solidarität

Die obligatorische Versicherungspflicht und die Pflicht für alle zur Zahlung von Kopfprämien stärken die Solidarität zwischen armen und reichen, kranken und gesunden, alten und jungen und weiblichen und männlichen Versicherten. Da jeder sich versichern lassen und Prämien zahlen muss, kann sich keiner – und dies sind vor allem „gute Risiken“ – aus der Solidargemeinschaft und ihrer Finanzierung entziehen. Die innerhalb einer Krankenkasse und Region einheitlichen und risikounabhängigen Prämien besitzen zum Einen den Effekt, dass sie die Solidarität zwischen kranken und gesunden Versicherten fördern. Variationen in der Prämienhöhe sind lediglich auf drei Prämienstufen, die sich nach dem Alter der Versicherten unterscheiden, zurückzuführen. Zum Anderen schwächen die einheitlichen Prämien die Solidarität zwischen armen und reichen Versicherten. Da die Prämien nicht vom Einkommen der Versicherten abhängig sind, führen sinkende Einkommen zum Anstieg der Prämienbelastung.

Die mit sinkendem Einkommen erhöhte Prämienbelastung wird einerseits durch die Prämienverbilligung abgemildert. Sie fördert die Solidarität zwischen armen und reichen Versicherten. Andererseits wird diese Stärkung der Solidarität durch die ordentliche Franchise konterkariert. Da mit einer zunehmenden Verarmung das Krankheitsrisiko steigt, kommt es zur Schwächung der Solidarität zwischen kranken und gesunden Versicherten. Die Solidarität zwischen armen und reichen Versicherten wird durch Prämienverbilligungen nicht nur gestärkt, sondern auch geschwächt, indem Versicherte belastet werden, die mit ihrem Einkommen knapp an der Bemessungsgrenze liegen für einen Anspruch auf eine Prämienverbilligung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt das Interesse an der schweizerischen OKP im Kontext der deutschen GKV-Reformdebatte dar und formuliert die zentrale Fragestellung.

2. Krankenversicherungsgesetz (KVG) der Schweiz von 1996: Erläutert die historischen Hintergründe der Reform von 1996 und die sozialpolitischen Zielsetzungen der neuen Gesetzgebung.

3. Auswirkungen der Finanzierung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP): Analysiert detailliert die Finanzierungskomponenten sowie deren Auswirkungen auf Solidarität und Kostendämpfung im schweizerischen System.

4. Fazit und Schlussbemerkungen: Zieht Bilanz über die Übertragbarkeit des Schweizer Modells auf Deutschland und diskutiert die politische Ausgangslage für zukünftige Reformen.

Schlüsselwörter

Schweiz, Krankenversicherungsgesetz, KVG, OKP, gesetzliche Krankenversicherung, GKV, Kopfprämien, Solidarität, Kostendämpfung, Prämienverbilligung, Bürgerversicherung, Gesundheitsreform, Kostenbeteiligung, Finanzierungssystem, Prämienrabatte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Finanzierungssystem der obligatorischen Krankenpflegeversicherung in der Schweiz und prüft, ob dieses als Referenz für Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland dienen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Aufbau der schweizerischen OKP, die Finanzierungsmechanismen wie Kopfprämien und Rabatte sowie deren sozialpolitische Wirkungen auf Solidarität und Kosten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu beurteilen, ob das schweizerische System aufgrund seiner Erfahrungen eine empfehlenswerte Vorlage für die deutsche Gesundheitspolitik darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Auswertung von statistischen Kennzahlen zur Kostenentwicklung und Solidarität in der Zeit von 1996 bis 2008.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Finanzierungselemente der OKP detailliert vorgestellt und anschließend auf ihre Wirksamkeit in Bezug auf soziale Gerechtigkeit und finanzielle Effizienz untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Kopfprämien, Bürgerversicherung, Solidarität, Kostenbeteiligung sowie Prämienverbilligung.

Wie wirken sich Kopfprämien auf die soziale Solidarität aus?

Einerseits fördern sie die Solidarität zwischen Kranken und Gesunden, andererseits belasten sie Geringverdiener stärker, da die Prämien einkommensunabhängig sind und nur durch staatliche Verbilligungen abgefedert werden.

Was ist das Fazit des Autors bezüglich der Übertragbarkeit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Schweiz zwar die Praktikabilität eines solchen Systems bewiesen hat, eine abschließende Empfehlung für Deutschland jedoch aufgrund der komplexen Wechselwirkungen nicht eindeutig möglich ist.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Finanzierung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung der Schweiz: Vorbild für Deutschland?
Hochschule
Hochschule Neubrandenburg
Veranstaltung
Gesundheitssystem und Politik
Note
3,0
Autor
B.Sc. Christian Kunow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V179740
ISBN (Buch)
9783656023029
ISBN (eBook)
9783656023319
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kopfprämie OKP obligatorische Krankenpflegeversicherung Kopfpauschale Finanzierung Pauschalprämie Gesundheitsprämie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Christian Kunow (Autor:in), 2011, Die Finanzierung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung der Schweiz: Vorbild für Deutschland?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179740
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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