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Die späte Eisenzeit im Hunsrück-Nahe und Mittelrheingebiet

Kelten und frühe Germanen zwischen Alpen und Nordsee

Titel: Die späte Eisenzeit im Hunsrück-Nahe und Mittelrheingebiet

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 36 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: M. A. Daniel Funke (Autor:in)

Archäologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Hauptseminar “Kelten und frühe Germanen zwischen Alpen und Nordsee” behandelte die grundlegenden Veränderungen in Mitteleuropa in den Jahrhunderten um die Zeitenwende. Insbesondere wurden Fragen der Chronologie im keltischen und germanischen Gebiet im Zusammenhang mit den römischen Eroberungen im Raum nördlich der Alpen bearbeitet. Im Rahmen dieser Hauptseminarsarbeit wird das Hunsrück-Nahe und Mittelrheingebiet untersucht. Zeitlich steht die Entwicklung und Gliederung der Spätlatèneperiode (SLT), ihre Abgrenzung zur vorangehenden Mittellatènezeit (MLT) und zur anschließenden Älteren römischen Kaiserzeit (ÄRKZ) im Mittelpunkt des Interesses. Dabei stützt sich diese Seminararbeit vornehmlich auf die Vorarbeiten von Alfred Haffner und Andrei Miron.1 Das Ziel der Untersuchung ist eine Gliederung des Fundmaterials und darauf aufbauend, die Überprüfung der bestehenden Chronologieschemata dieses Gebiets (vgl. 6). Dazu werden zunächst im Kapitel zum Arbeitsgebiet (2) die Grenzen (2.1) festgelegt und auf die topographischen Grundzüge (2.2) eingegangen. Das anschließende Kapitel zur Forschungsgeschichte (3) in der Region zielt weniger auf eine lückenlose Darstellung der Forschungsbemühungen, als vielmehr auf eine Hinführung zum aktuellen Forschungsstand. Im folgenden Teil der Arbeit werden die Befunde (4) getrennt nach Gräbern (4.1) und Siedlungen (4.2) vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Gräberfeldern, die im Kontext der Erstellung regionaler Chronologien die wichtigste Quellengattung darstellen, da die Chronologien überwiegend auf Kombinationsstatistiken aus geschlossenen Fundzusammenhängen beruhen, während Streufunde aus Siedlungen, auch wegen der oft unzureichend aufgenommenen stratigraphischen Zusammenhänge, weniger zu zeitlichen Gliederungschemata beitragen können. Es folgt eine kurze Übersicht über die chronologisch ansprechbaren Fundgattungen (5), die Aussagekraft haben für eine chronologische Auswertung (6). Im Einzelnen soll in diesem Kapitel vor allem auf die chronologischen Gliederungsvorschläge von Haffner (6.1) und Miron (6.2) und auf die absolutchronologischen Zusammenhänge eingegangen (6.4) werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Arbeitsgebiet

2.1 Grenzen des Arbeitsgebietes

2.2 Topographische Grundzüge des Arbeitsgebietes

3. Forschungsgeschichte

4. Die Befunde

4.1 Die Gräber

4.1.1.1 Lage, Erhaltungs- und Publikationsstand

4.1.1.2 Bestattungssitte

4.1.1.3 Ausstattung der Gräber

4.2 Siedlungen

5. Chronologisch ansprechbare Fundgattungen

6. Chronologische Auswertung

6.1 HAFFNERS Gliederung der Spätlatène und Übergangszeit

6.2 MIRONS Gliederung der Spätlatène- und Übergangszeit

6.3 Bewertung der Relativchronologien

6.4 Absolute Chronologie

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die chronologische Entwicklung und Gliederung der Spätlatèneperiode (SLT) im Hunsrück-Nahe- und Mittelrheingebiet unter besonderer Berücksichtigung ihrer Abgrenzung zur Mittellatènezeit und der anschließenden Älteren römischen Kaiserzeit. Ziel ist die Überprüfung bestehender Chronologieschemata durch eine detaillierte Analyse des Fundmaterials aus Gräberfeldern und Siedlungen.

  • Regionale Feinchronologie der Spätlatènezeit
  • Kritische Evaluation der Chronologiesysteme von Haffner und Miron
  • Analyse von Grabbeigaben wie Keramik, Fibeln und Trachtbestandteilen
  • Untersuchung der Horizontalstratigraphie zur chronologischen Absicherung
  • Verzahnung regionaler Befunde mit überregionalen Zeithorizonten

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Das Hauptseminar “Kelten und frühe Germanen zwischen Alpen und Nordsee” behandelte die grundlegenden Veränderungen in Mitteleuropa in den Jahrhunderten um die Zeitenwende. Insbesondere wurden Fragen der Chronologie im keltischen und germanischen Gebiet im Zusammenhang mit den römischen Eroberungen im Raum nördlich der Alpen bearbeitet. Im Rahmen dieser Hauptseminarsarbeit wird das Hunsrück-Nahe und Mittelrheingebiet untersucht. Zeitlich steht die Entwicklung und Gliederung der Spätlatèneperiode (SLT), ihre Abgrenzung zur vorangehenden Mittellatènezeit (MLT) und zur anschließenden Älteren römischen Kaiserzeit (ÄRKZ) im Mittelpunkt des Interesses. Dabei stützt sich diese Seminararbeit vornehmlich auf die Vorarbeiten von Alfred HAFFNER und Andrei MIRON. Das Ziel der Untersuchung ist eine Gliederung des Fundmaterials und darauf aufbauend, die Überprüfung der bestehenden Chronologieschemata dieses Gebiets (vgl. 6).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Spätlatèneperiode ein und definiert das Untersuchungsziel, welches in der kritischen Überprüfung bestehender Chronologieschemata der Region besteht.

2. Das Arbeitsgebiet: Es werden die geographischen Grenzen und die topographischen Merkmale des untersuchten Raumes zwischen Hunsrück, Nahe und Mittelrhein dargelegt.

3. Forschungsgeschichte: Der Abschnitt bietet einen Überblick über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Periodisierung des Fundmaterials im 20. Jahrhundert und leitet zum aktuellen Forschungsstand über.

4. Die Befunde: Das Kapitel gliedert sich in die Vorstellung von Gräberfeldern sowie Siedlungsbefunden und diskutiert deren Bedeutung für die chronologische Einordnung.

5. Chronologisch ansprechbare Fundgattungen: Hier werden die für die Chronologie relevanten Objektgruppen, insbesondere Keramik und Fibeln, hinsichtlich ihrer Aussagekraft bewertet.

6. Chronologische Auswertung: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Gliederungsvorschläge von Haffner und Miron, bewertet die Relativchronologien und diskutiert die absolute Datierung.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beleuchtet die Möglichkeiten sowie Grenzen der regionalen Feinchronologie im Kontext der überregionalen Latènekultur.

Schlüsselwörter

Spätlatènezeit, Hunsrück-Nahe-Raum, Mittelrheingebiet, Chronologie, Keramik, Fibeln, Gräberfelder, Siedlungsforschung, Treverer, Relativchronologie, Absolute Datierung, Nauheimer Fibel, Latènekultur, Horizontalstratigraphie, Archäologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die archäologische Chronologie der Spätlatènezeit im Raum Hunsrück-Nahe und Mittelrhein.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die zeitliche Gliederung des Fundmaterials, der Kulturwandel zur römischen Zeit und die kritische Analyse bestehender wissenschaftlicher Chronologiesysteme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Überprüfung und Verfeinerung der bestehenden Chronologieschemata für das Untersuchungsgebiet auf Basis des vorhandenen archäologischen Quellenbestandes.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor nutzt vorrangig kombinationsstatistische Analysen von Fundinventaren sowie horizontalstratigraphische Auswertungen der Gräberfelder.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Vorstellung der Befunde (Gräber und Siedlungen), der typologischen Analyse der Fundgattungen (insbesondere Keramik und Fibeln) sowie der expliziten Auswertung der chronologischen Modelle von Haffner und Miron.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Spätlatènezeit, Chronologie, Keramik, Fibeln, Treverer und absolute Datierung charakterisiert.

Warum ist das Gräberfeld von Wederath für die Forschung so wichtig?

Wederath ist aufgrund seines Umfangs (über 1000 Gräber) und der Vielzahl an Publikationen eine fundamentale Quelle für die Erstellung regionaler Chronologien.

Was besagt die Debatte um die Nauheimer Fibel?

Die Nauheimer Fibel dient als wichtiger Zeitindikator, wobei ihre chronologische Stellung und Verbreitung regional variiert, was ihre Verwendung als absoluter Zeitmarker erschwert.

Inwiefern beeinflussen römische Importe die Datierung?

Römische Importe wie Terra Sigillata dienen als Anhaltspunkte für die absolute Datierung der späten Phasen und den Übergang zur Älteren römischen Kaiserzeit.

Welche Rolle spielt die Keramik für die Datierung?

Die Gefäßkeramik stellt im Untersuchungsgebiet die wichtigste und aussagekräftigste Fundgattung dar, auf der die meisten chronologischen Gliederungsvorschläge basieren.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die späte Eisenzeit im Hunsrück-Nahe und Mittelrheingebiet
Untertitel
Kelten und frühe Germanen zwischen Alpen und Nordsee
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Prähistorische Archäologie)
Veranstaltung
HS Kelten und frühe Germanen zwischen Alpen und Nordsee
Note
1,7
Autor
M. A. Daniel Funke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
36
Katalognummer
V179617
ISBN (eBook)
9783656070658
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prähistorische Archäologie Ur- und Frühgeschichte Kelten Germanen Funde Befunde Chronologie Eisenzeit Frühzeit Europa Deutschland Hunsrück Mittelrhein Gräber Siedlungen Latenezeit römische Kaiserzeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. A. Daniel Funke (Autor:in), 2007, Die späte Eisenzeit im Hunsrück-Nahe und Mittelrheingebiet, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179617
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Leseprobe aus  36  Seiten
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