In his article “Voice and Narration in Postmodern Drama” Brian Richardson complains of the lack of “critical literature on narration in drama”, as it is only recently that narratologists have even started to even acknowledge the existence of “narratorial mediation” (Richardson, Voice and Narration 682). Considering Midsummer (a play with songs) by David Greig and Gordon McIntyre, this recent development in narratology is indispensable for an appropriate analysis.
Inhaltsverzeichnis
1. Introduction
2. The Narrative Situation in Midsummer
2.1. Authorial Narration in Midsummer
2.1.1. The Temporal Structure
2.2. First-Person Narrative Situation in Midsummer
2.2.1. The Narrative Situation in the Songs of Midsummer
2.3. The Function of the Narrative Situations in Midsummer
3. Conclusion
4. Bibliography
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die narrativen Strukturen in dem Theaterstück „Midsummer“ von David Greig und Gordon McIntyre mit dem Ziel nachzuweisen, dass es sich nicht nur um ein Stück mit Narration, sondern um ein Stück über die Natur des Erzählens selbst handelt.
- Analyse der narrativen Situationen (authorial vs. first-person narration)
- Untersuchung der zeitlichen Struktur und ihrer narratologischen Funktionen
- Rolle der Songs als zusätzliche Ebene der narrativen Vermittlung
- Deutung der narrativen Unzuverlässigkeit und der Manipulation von Geschichten
- Kommunikation innerer Prozesse und menschlicher Erinnerung
Auszug aus dem Buch
2.1. Authorial Narration in Midsummer
Taking a look at the narrator of Midsummer, leaving “Eleven” and the songs aside for now, he or she shows all characteristics of an authorial narrator according to Stanzel (cf. Nünning 112). To begin with, he or she refers to the characters of the play in the third person: “Helena's trying to make it from Marchmond to St. Mary's Cathedral in just under twenty minutes” (Greig 29). He or she is also clearly no part of the world Helena and Bob live in. This is apparent, for instance, when he or she follows Helena into her bathroom with Helena having a hangover. In this scene, the narrator appears to be a part of the audience that is watching Helena vomit: “We find Helena in her fourth-floor flat vomiting” (Greig 23).
Due to his omniscience and omnipresence Vera and Ansgar Nünning describe Stanzel's authorial narrator as being endowed with certain privileges, namely the “psychological privilege”, the “spatial privilege” and the “temporal privilege” (cf. Nünning 113). Considering the narrator in Midsummer (apart from “Eleven” and the songs), all these characteristics can be found. Firstly, the narrator describes what Helena and Bob think and feel, for example when Helena prepares to go on a date to “Whighams Wine Cellars”: “Helena […] thinks to herself – OK – she thinks – if I was him and I saw […] me – I would think – ‘yes’” (Greig 10), or when Bob holds the weeping Helena in his arms. The narrator tells us, that “Bob has found that he feels surprisingly OK” (Greig 20). These examples illustrate that the narrator has insight into Bob's and Helena's psyche.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Introduction: Diese Einleitung führt in die Problematik der narrativen Vermittlung im Drama ein und begründet die Relevanz einer narratologischen Analyse für das Stück „Midsummer“.
2. The Narrative Situation in Midsummer: Dieses Kapitel stellt die grundlegende Unterscheidung zwischen den verschiedenen Erzählsituationen vor, die in den unterschiedlichen Teilen des Stücks angewendet werden.
2.1. Authorial Narration in Midsummer: Hier wird der auktoriale Erzähler analysiert, der durch Omniszienz und stilistische Mittel wie den direkten Zuschauerbezug die Kontrolle über die erzählte Welt behält.
2.1.1. The Temporal Structure: Dieser Abschnitt untersucht, wie die zeitliche Gestaltung, einschließlich Flashbacks und der zeitlichen Dehnung, zur Strukturierung der Erzählung beiträgt.
2.2. First-Person Narrative Situation in Midsummer: Diese Untersuchung konzentriert sich auf den Wechsel zur Ich-Erzählsituation und die damit verbundene subjektive Perspektive der Protagonisten Bob und Helena.
2.2.1. The Narrative Situation in the Songs of Midsummer: Dieses Kapitel widmet sich der speziellen Funktion der Lieder als Mittel zur Offenlegung der Emotionen und der inneren Entwicklung der Figuren.
2.3. The Function of the Narrative Situations in Midsummer: Hier wird analysiert, warum das Stück bewusst mit narrativen Situationen spielt, um die Unzuverlässigkeit menschlichen Erzählens und die Modifikation von Erinnerungen darzustellen.
3. Conclusion: Das Fazit bestätigt, dass „Midsummer“ als reflektiertes Stück über die Natur des Geschichtenerzählens fungiert und die narratologischen Mittel gezielt einsetzt.
4. Bibliography: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Schlüsselwörter
Narratologie, Midsummer, David Greig, auktorialer Erzähler, Ich-Erzählsituation, narrative Vermittlung, zeitliche Struktur, Postmodernes Drama, Erinnerung, Subjektivität, Charakterentwicklung, Theaterstück, Erzähltheorie, mediale Vermittlung, Performance.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die narrativen Vermittlungsebenen in David Greigs Stück „Midsummer“ und untersucht, wie verschiedene Erzählsituationen genutzt werden, um die Natur des Erzählens selbst zu thematisieren.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse auktorialer und ich-bezogener Erzählweisen, der zeitlichen Strukturierung der Handlung sowie der emotionalen Funktion der in das Stück integrierten Songs.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass „Midsummer“ über die reine Handlung hinaus eine Reflexion über das Geschichtenerzählen an sich darstellt, insbesondere hinsichtlich der Manipulation von Fakten durch die Figuren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung basiert auf narratologischen Ansätzen, insbesondere basierend auf Stanzels Typologie und Genettes Kategorien zur zeitlichen Gestaltung in Erzähltexten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des auktorialen Erzählers, die zeitliche Struktur, die Ich-Erzählung in zentralen Szenen sowie die spezifische Funktion der Lieder und der narrativen Unzuverlässigkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Narratologie, narrative Vermittlung, auktoriale und Ich-Erzählsituation, Subjektivität, Zeitstruktur, Postmodernes Drama und die Natur der Erinnerung.
Wie unterscheidet sich die Erzählweise in „Eleven“ von anderen Teilen des Stücks?
In „Eleven“ wird die Erzählung bewusst an die Ich-Erzähler (Bob und Helena) übergeben, um die Subjektivität und die Distanz zwischen erzählendem und erlebendem Ich zu verdeutlichen.
Welche Rolle spielt die „narrative Unzuverlässigkeit“ für die Schlussfolgerung der Arbeit?
Die Unzuverlässigkeit ist entscheidend, da sie zeigt, dass Geschichten vom Erzähler angepasst werden, um sie interessanter zu machen oder das eigene Image zu schützen, was das zentrale Thema des Stücks unterstreicht.
- Arbeit zitieren
- Eva Düllmann (Autor:in), 2010, Narrative Mediation, Narrative Levels and the Function of Narration in "Midsummer" (David Greig), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179377