1. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 3
2. Hannah Arendts normative Machttheorie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S. 4
3. Macht in den Theorien der internationalen Politik
3.1 Realismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 6
3.2 Institutionalismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 8
3.3 Liberalismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 9
4. Hannah Arendts normative Machttheorie und die Macht in den Theorien der iP
4.1 Konzeptualisierung der Macht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 11
4.2 Unterschiede, Widersprüche, Gegensätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S. 17
4.3 Gemeinsamkeiten mit einzelnen Theorien? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 18
5. Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 24
6. Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 25
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hannah Arendts normative Machttheorie
3. Macht in den Theorien der internationalen Politik
3.1 Realismus
3.2 Institutionalismus
3.3 Liberalismus
4. Hannah Arendts normative Machttheorie und die Macht in den Theorien der iP
4.1 Konzeptualisierung der Macht
4.2 Unterschiede, Widersprüche, Gegensätze
4.3 Gemeinsamkeiten mit einzelnen Theorien?
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, inwiefern Hannah Arendts normatives Machtverständnis in den verschiedenen Theorien der internationalen Politik wiederzufinden ist und wo die entscheidenden Unterschiede sowie mögliche Gemeinsamkeiten liegen.
- Darstellung von Hannah Arendts normativer Machttheorie
- Analyse des Machtverständnisses im Realismus, Institutionalismus und Liberalismus
- Systematische Konzeptualisierung und Vergleichbarkeit von Machtbegriffen (Power over vs. Power to)
- Gegenüberstellung von Machtkonzeptionen zur Identifikation von Widersprüchen und Übereinstimmungen
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Konzeptualisierung der normativen Machttheorie von Hannah Arendt
Die von Gerhard Göhler vorgenommene Neustrukturierung der Macht, die über die Begriffe „power over“ und „power to“ hinausgeht, ist eine systematische Erfassung des Machtphänomens, um sowohl normative als auch empirische Machttheorien zu betrachten. Dabei unterscheidet Göhler transitive und intransitive Macht (Göhler 2004: 257,258).
Die transitive Macht kennzeichnet sich durch ihren Bezug nach außen. Es findet eine Unterordnung des Willens von Akteur B unter den Willen des Akteurs A statt (Göhler 2004: 257,258). Die Handlungsoption von Akteur B wird aufgrund eines Machtgefälles entsprechend den Präferenzen von Akteur A eingeschränkt. Dennoch ist Macht nie ohne Gegenmacht. Das Nullsummenspiel besagt: „Was Akteur A an Macht hat, hat Akteur B nicht, und umgekehrt. Zudem liegt ein „verschränkter Handlungsraum“ vor: Durch die Über- und Unterordnung des Willens werden nämlich Handlungsoptionen beschränkt (Göhler 2002).
Die intransitive Macht kennzeichnet sich durch ihren Bezug nach innen (Göhler 2004: 258). Dadurch kommt es zu einer Aufhebung des Nullsummenspiels. Die intransitive Macht bezeichnet die Mächtigkeit einer sozialen Einheit. Folglich wird die Macht von Akteur A durch die Macht von Akteur B gestärkt, wodurch es zu einer gemeinsamen Machtsteigerung kommt. Die Folge des Wechselspiels der Macht ist also ein Machtzuwachs für alle Beteiligten. Die Einschränkung der willkürlichen transitiven Macht der Akteure ist jedoch eine weitere Folge. In der intransitiven Macht existiert außerdem ein gemeinsamer Handlungsraum aufgrund gemeinsamer Wertvorstellungen und Ziele der Akteure (Göhler 2002).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Macht als Schlüsselbegriff der internationalen Politik dar und definiert die Forschungsfrage sowie die Auswahl der untersuchten Theorien.
2. Hannah Arendts normative Machttheorie: Das Kapitel erläutert Arendts Machtverständnis, welches auf dem Zusammenhalt einer Gemeinschaft und politischem Handeln basiert, und grenzt es von rein instrumenteller Gewalt ab.
3. Macht in den Theorien der internationalen Politik: Dieser Teil analysiert das Machtverständnis innerhalb von Realismus, Institutionalismus und Liberalismus, wobei jede Theorie Macht spezifisch als Variable oder Strukturphänomen verarbeitet.
4. Hannah Arendts normative Machttheorie und die Macht in den Theorien der iP: In diesem Hauptteil erfolgt die methodische Konzeptualisierung und der direkte Vergleich von Arendts Theorie mit den gewählten Ansätzen der internationalen Politik.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Arendts Theorie und die Theorien der internationalen Politik grundverschiedene Machtebenen betrachten, jedoch in bestimmten normativen Bereichen oder Grundannahmen Berührungspunkte aufweisen.
Schlüsselwörter
Hannah Arendt, Machttheorie, Internationale Politik, Realismus, Institutionalismus, Liberalismus, Machtpolitik, Gewalt, Machtbegriff, Intransitive Macht, Power over, Power to, Politische Philosophie, Internationale Beziehungen, Normativer Konsens
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Vergleich zwischen Hannah Arendts normativer Machttheorie und den Machtverständnissen, wie sie in führenden Theorien der internationalen Politik vorzufinden sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Themenfelder umfassen die Definition von Macht bei Hannah Arendt, die Machtausübung in anarchischen Systemen sowie die methodische Gegenüberstellung von Begriffen wie „Power over“ und „Power to“.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu klären, inwiefern Hannah Arendts Machtverständnis in der internationalen Politik existiert und ob zwischen einer normativen Theorie und den empirisch orientierten Ansätzen der internationalen Beziehungen Schnittmengen bestehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verwendet eine strukturierte Analyse und Konzeptualisierung der Machtbegriffe, um diese über verschiedene theoretische Ansätze hinweg vergleichbar zu machen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl Arendts Theorie als auch der Realismus, Institutionalismus und Liberalismus detailliert beschrieben und anschließend im direkten Vergleich auf Unterschiede, Gegensätze und Gemeinsamkeiten untersucht.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch die Begriffe Machtpolitik, Autonomie, Legitimation, soziale Gemeinschaft sowie die Unterscheidung zwischen transitiver und intransitiver Macht.
Wie unterscheidet Arendt nach der Arbeit Macht von Gewalt?
Für Arendt sind Macht und Gewalt Gegensätze: Während Macht auf der Zustimmung und dem gemeinsamen Handeln der Gemeinschaft beruht, ist Gewalt ein instrumentelles Mittel, das die Macht vernichtet, statt sie zu generieren.
Inwiefern unterscheiden sich Realismus und Arendt in Bezug auf Macht?
Der Realismus betrachtet Macht als ein instrumentelles Mittel zur Durchsetzung staatlicher Interessen in einem anarchischen System, während Arendt Macht als einen Selbstzweck innerhalb einer lebendigen Gemeinschaft definiert.
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- Sandra Arnold (Author), 2008, Hannah Arendts normative Machttheorie und die Macht in den Theorien der internationalen Politik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179212