In dieser Arbeit geht es um das Modell der Staatlichen Europa Schule Berlin, bei dem Kinder in zwei Sprachen unterrichtet werden. Das Modell wird vorgestellt und es werden die Voraussetzungen, Begründungen und Aufgaben, Ziele sowie die Probleme und Schwierigkeiten des Modells dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
2.1 Erstsprache/Primärsprache
2.2 Muttersprache
2.3 Zweitsprache
2.4 Bilingualismus
2.5 Immersion
2.6 Submersion
3. Staatliche Europa-Schule Berlin
3.1 Das Konzept
3.2 Zusammensetzung der Schülerschaft
4. Wozu benötigt man ein Modell, wie die SESB?
4.1 Voraussetzungen für die Gründung der SESB
4.2 Begründungen und Aufgaben
4.3 Ziele der SESB
4.4 Probleme und Schwierigkeiten bei der Durchführung des Modells
5. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung zweisprachiger Bildungsmodelle, fokussiert auf das Konzept der "Staatlichen Europa-Schule Berlin" (SESB). Dabei wird analysiert, wie durch ein bilinguales Umfeld sowohl Integrationschancen für Schüler mit Migrationshintergrund geschaffen als auch Mehrsprachigkeit als pädagogische Chance genutzt werden kann.
- Grundlegende Begriffsbestimmung von Erst-, Zweit- und Muttersprache
- Pädagogische Ansätze wie Immersion und Submersion im Vergleich
- Struktur, Organisation und pädagogisches Konzept der SESB
- Analyse der Zielsetzungen und der schülerspezifischen Voraussetzungen
- Herausforderungen und kritische Reflexion des Modells
Auszug aus dem Buch
2.5 Immersion
Immersion wird abgeleitet von dem lateinischen Begriff immergere = eintauchen. Die Immersion zielt auf ein „Eintauchen“ in eine neue Sprache ab, um diese parallel mit der Erstsprache zu gebrauchen und diese gemäß der Erstsprache zu beherrschen. Immersion ist eine Form von Zweitspracherwerb, die in der Schule pädagogisch und didaktisch gut durchdacht und vorbereitet angeboten wird. Dieses Vermittlungsverfahren wird als Immersions-Programm bezeichnet. Die Erst- und Zweitsprache werden gleichwertig gefördert, wobei eine „klare und strikte Trennung der zwei Sprachen innerhalb der Schule“ stattfindet. Zunächst wurde das Programm in Deutschland „für einsprachig aufgewachsene besonders leistungsstarke Schüler konzipiert“. Two-way-immersions-Programme verfolgen dasselbe Ziel allerdings werden hier zwei Sprachgruppen zusammen unterrichtet, z.B. SchülerInnen mit der Erstsprache Italienisch und SchülerInnen mit der Erstsprache Englisch sollen in derselben Klasse beide Sprachen fließend sprechen, lesen und schreiben lernen. Solch ein Programm wird unter anderem an der Staatlichen Europa-Schule in Berlin angeboten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Zweitspracherwerbs ein und stellt die Relevanz der Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB) als Modellprojekt dar.
2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Termini wie Erst-/Primärsprache, Muttersprache, Zweitsprache, Bilingualismus sowie die pädagogischen Konzepte Immersion und Submersion.
3. Staatliche Europa-Schule Berlin: Es wird das spezifische Schulkonzept der SESB erläutert und die heterogene Zusammensetzung der Schülerschaft detailliert betrachtet.
4. Wozu benötigt man ein Modell, wie die SESB?: Das Kapitel erörtert die Voraussetzungen, politische wie psychologische Begründungen, die pädagogischen Ziele sowie die praktischen Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Modells.
5. Schluss: Der Autor resümiert die Bedeutung des Modells für ein zusammenwachsendes Europa und reflektiert den Nutzen für verschiedene Schülergruppen.
Schlüsselwörter
Mehrsprachigkeit, SESB, Immersion, Zweitspracherwerb, Bilingualismus, Erstsprache, Integration, interkulturelle Bildung, Schülerschaft, Lernkonzept, Sprachförderung, Berlin, Schulversuch, Fremdspracherwerb, Migrationshintergrund
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Mehrsprachigkeit und untersucht die praktische Umsetzung des zweisprachigen Unterrichts am Beispiel der Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB).
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung sprachwissenschaftlicher Begriffe, die Funktionsweise von Immersionsprogrammen sowie die pädagogischen Anforderungen und Zielsetzungen an bilinguale Schulen in einem multikulturellen Umfeld.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit des SESB-Modells aufzuzeigen und zu klären, wie dieses Modell zur Integration und Bildung beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse, um pädagogische Konzepte zu definieren und das Modell der SESB anhand existierender Gutachten und schulischer Dokumentationen zu evaluieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine terminologische Klärung, die detaillierte Vorstellung des SESB-Konzepts sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Zielen, Voraussetzungen und Problemen des Schulmodells.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mehrsprachigkeit, Immersion, Bilingualismus, Integrationspädagogik und den spezifischen Rahmen der Staatlichen Europa-Schule Berlin geprägt.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Immersion und Submersion für die SESB wichtig?
Die Unterscheidung ist essenziell, da die SESB als Immersionsmodell konzipiert ist, welches die Sprachen gleichwertig fördert, während die Submersion – das reine Eintauchen in eine fremde Landessprache ohne Unterstützung – oft zu bildungstechnischen Nachteilen für fremdsprachige Kinder führt.
Welche Rolle spielt die Zusammensetzung der Schülerschaft für das Gelingen des SESB-Modells?
Die Heterogenität ist entscheidend, da das Modell von der Interaktion zwischen Kindern mit verschiedenen Erstsprachen profitiert, was jedoch gleichzeitig hohe Anforderungen an die pädagogische Differenzierung und die Lehrkräfte stellt.
Wie bewertet der Autor den Nutzen des Modells für verschiedene Schultypen?
Der Autor sieht in der SESB ein zukunftsweisendes Modell zur Förderung von Toleranz und interkultureller Kompetenz, weist jedoch darauf hin, dass die Übertragbarkeit auf Regelschulen mit weiteren praktischen und konzeptionellen Herausforderungen verbunden ist.
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- Silvia Armbruster (Author), 2006, Das Modell der "Staatlichen Europa-Schule Berlin", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/178470