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Die Ideenlehre von Erasmus Desiderius von Rotterdam im Schelmenroman „Lazarillo de Tormes“

Title: Die Ideenlehre von Erasmus Desiderius von Rotterdam im Schelmenroman „Lazarillo de Tormes“

Seminar Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marianne Wenz (Author)

Romance Studies - Spanish Studies

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Summary Excerpt Details

1 Einleitung
Der Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der Parallelen im Schelmenroman „Lazarillo de Tormes“ zu dem Werk von Erasmus Desiderius von Rotterdam.
Es gilt die Frage zu klären, ob der Autor von „Lazarillo de Tormes“ ein Befürworter von Ideen von Erasmus gewesen ist und ob er diese bewusst in sein Werk miteingeflochten hat oder inwiefern er unabhängig von Erasmus geschrieben hat.
Es soll zunächst der historische Hintergrund beleuchtet werden. Dabei werden zwei Epochen angesprochen, nämlich die Regierungszeit von Karl I. und von Philipp II.
Die Analyse wird ferner anhand eines Vergleichs der Schrift von Erasmus „Encomium moriae“ mit dem Roman „Lazarillo de Tormes“ vorgenommen. Die Frage nach der Intertextualität soll geprüft und die eventuellen Gemeinsamkeiten untersucht werden.
Neben der möglichen inhaltlichen Affinität des Romans mit der Lehre von Erasmus, halte ich die Beobachtung der Gattungsspezifik und die Untersuchung des Sprachstils beider Autoren für relevant. Dies wird im Kapitel „Zu der Form- und Schreibstilähnlichkeit“ unternommen.
2 Die allgemeinhistorische Sicht: Der Einfluss des Werks von Erasmus auf den Roman „Lazarillo de Tormes“
2.1 Im Zeitalter des Karl I. von Spanien
Während der Regierungszeit des Carlos I. von Spanien genoss die Ideenlehre von Erasmus von Rotterdam eine breite Befürwortung. Der Pazifismus von Erasmus und die Frage nach dem Krieg und Frieden lösten in Spanien eine deutliche Sympathie für Erasmus aus. Die Schriften von Erasmus wurden ins Spanische übersetzt und verbreitet. (Vgl. Bataillon 1983: 638) Der Einfluss der Ideologie von Erasmus betraf insbesondere die spanische Geistlichkeit, ferner hatte Erasmus im Umgang mit der Moral Wirkung auf die profane spanische Literatur ausgeübt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die allgemeinhistorische Sicht: Der Einfluss des Werks von Erasmus auf den Roman „Lazarillo de Tormes“

2.1 Im Zeitalter des Carlos I. von Spanien

2.2 In Bezug auf die Verfolgung der Ideen von Erasmus und den Index Librorum Prohibitorum

3. Die ideelle Perspektive: Die Haltung des Erzählers in „Lazarillo de Tormes“ und die Ansichten von Erasmus

3.1 Die kritische Betrachtung des Klerus

3.2 Aus dem humanistischen Blickwinkel

4. Am Beispiel der Primärtexte: Die Gegenüberstellung zu „Encomium Moriae“

4.1 Auf der persönlichen Ebene: die „glückliche“ Ehe

4.2 Auf der sozialen Ebene: das Ansehen in der Gesellschaft

4.2.1 Die Idee der Ehre

4.2.2 Lazaros Aufstieg: homo novus

5. Zu der Form- und Schreibstilähnlichkeit

6. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die ideellen, inhaltlichen und formalen Parallelen zwischen dem spanischen Schelmenroman „Lazarillo de Tormes“ und den Werken des Humanisten Erasmus von Rotterdam, um zu klären, inwieweit der anonyme Autor von dessen Denken inspiriert wurde.

  • Historische Einordnung des Einflusses von Erasmus im Spanien des 16. Jahrhunderts.
  • Analyse der Antiklerikalismus-Kritik und des „falschen Glaubens“ in beiden Werken.
  • Gegenüberstellung zentraler Motive mit Erasmus’ „Encomium Moriae“.
  • Untersuchung der Übereinstimmungen in Form, Stilistik und Ironie.
  • Bewertung der humanistischen Ideale im Kontext des sozialen Aufstiegs der Romanfigur.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die kritische Betrachtung des Klerus und des „falschen Glaubens“

Im Verlauf seines Werdegangs steht Lazaro unter der Obhut der fünf Herren, die der Kirche dienen. Die Frage nach dem Antiklerikalismus in „Lazarillo de Tormes“ stellt sich, wenn man das zweite Kapitel in Betracht nimmt. Im zweiten Kapitel handelt es sich um den skrupellosen Geistlichen, el Clérigo de Maqueda, der das Brot aus der Messe für den Eigenbedarf stiehlt und unter Verschluss aufbewahrt:

Él tenía un arcaz viejo y cerrado con su llave, la cual traía atada con un agujeta del paletoque. Y en viniendo el bodigo de la iglesia, por su mano era luego allí lanzado y tornada a cerrar el arca. (Rico 2005: 47f.)

Sein Bediensteter Lazarillo leidet währenddessen immensen Hunger: „Finalmente, yo me finaba de hambre.“ (Rico 2005: 49) Diese Art der Beschreibung eines Gottesdieners stellt eine scharfe Kritik am Klerus dar. Selbst sein erster Herr, der Blinde, scheint Lazarillo ein großzügigerer Herr gewesen zu sein, sodass der Protagonist des Romans die Frage aufkommen lässt, ob der Geiz des Clérigo de Maqueda nicht seiner Kleruszugehörigkeit entspränge oder eine für den Klerus typische Lebenshaltung sei:

Escapé del trueno y di en el relámpago, porque era el ciego para con éste un Alejandro Magno, con ser la mesma avaricia, como he contado. No digo mas sino que toda la laceria del mundo estaba encerrada en éste. No sé si de su cosecha era, o lo había anexado con el hábito de clerecía. (Rico 2005: 47)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird das Ziel der Untersuchung definiert, nämlich die Prüfung der intertextuellen und ideellen Parallelen zwischen Erasmus von Rotterdam und dem „Lazarillo de Tormes“.

2. Die allgemeinhistorische Sicht: Der Einfluss des Werks von Erasmus auf den Roman „Lazarillo de Tormes“: Dieses Kapitel beleuchtet die Rezeption der Ideen von Erasmus während der Regierungszeiten von Karl I. und Philipp II. in Spanien.

3. Die ideelle Perspektive: Die Haltung des Erzählers in „Lazarillo de Tormes“ und die Ansichten von Erasmus: Es wird die kritische Haltung gegenüber dem Klerus sowie humanistische Auffassungen im Roman im Vergleich zu Erasmus analysiert.

4. Am Beispiel der Primärtexte: Die Gegenüberstellung zu „Encomium Moriae“: Das Kapitel vergleicht konkrete Textstellen, Themen wie die „Ehe“ und „Ehre“ sowie das Konzept des sozialen Aufstiegs.

5. Zu der Form- und Schreibstilähnlichkeit: Hier wird der gemeinsame Einsatz von Ironie, Hyperbeln und dem burlesken Stil zur Darstellung gesellschaftlicher Missstände untersucht.

6. Schluss: Die Arbeit fasst zusammen, dass eine deutliche Gleichgesinnung zwischen den Autoren besteht, auch wenn keine direkte Zitation vorliegt.

Schlüsselwörter

Erasmus von Rotterdam, Lazarillo de Tormes, Schelmenroman, Humanismus, Antiklerikalismus, Encomium Moriae, spanische Literatur, Renaissance, soziale Mobilität, Intertextualität, falscher Glaube, Ehre, Ironie, Inquisition, literarische Tradition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die Ideen von Erasmus von Rotterdam im anonymen spanischen Schelmenroman „Lazarillo de Tormes“ verarbeitet wurden.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die Kritik am Klerus, der humanistische Blick auf soziale Hierarchien, die Frage des Aberglaubens sowie die formale Ähnlichkeit in der satirischen Darstellung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit klärt, ob der Autor des Romans ein bewusster Befürworter der Ideen von Erasmus war und ob eine intertextuelle Abhängigkeit nachweisbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung stützt sich auf eine vergleichende Literaturanalyse, die sowohl den historischen Kontext als auch den direkten Textvergleich zwischen dem Roman und Schriften wie „Encomium Moriae“ nutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das historische Umfeld, vergleicht moralische und soziale Konzepte wie Ehe und Ehre und untersucht schließlich stilistische Gemeinsamkeiten wie Ironie und Übertreibung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Erasmus, Schelmenroman, Humanismus, Antiklerikalismus und soziale Mobilität.

Warum wird der „Lazarillo de Tormes“ mit dem Werk von Erasmus in Verbindung gebracht?

Beide Autoren teilen eine spöttische Haltung gegenüber kirchlichen Missständen und der Scheinheiligkeit der Gesellschaft, was im Roman durch eine ähnliche, ironische Erzählweise zum Ausdruck kommt.

Welche Rolle spielt der Begriff „homo novus“ in der Analyse?

Der Begriff dient als Analysekategorie für Lazarillos sozialen Aufstieg, der im humanistischen Sinne als streben nach Tugend, aber auch als Parodie auf gesellschaftliche Konventionen interpretiert wird.

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Details

Title
Die Ideenlehre von Erasmus Desiderius von Rotterdam im Schelmenroman „Lazarillo de Tormes“
College
University of Cologne  (Romanisches Seminar)
Course
Proseminar: Lazarillo de Tormes
Grade
1,7
Author
Marianne Wenz (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V178317
ISBN (eBook)
9783656002901
ISBN (Book)
9783656003069
Language
German
Tags
ideenlehre erasmus desiderius rotterdam schelmenroman tormes“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marianne Wenz (Author), 2006, Die Ideenlehre von Erasmus Desiderius von Rotterdam im Schelmenroman „Lazarillo de Tormes“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/178317
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