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Die Akzeptanz von Ganztagsschulen bei Mehrkindfamilien

Welche Motive einer Mehrfachmutter sprechen gegen eine Anmeldung an einer Ganztagsschule?

Title: Die Akzeptanz von Ganztagsschulen bei Mehrkindfamilien

Term Paper , 2011 , 18 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Nadine Yahyaijan (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics

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„Betrachtet man die Haushaltsgröße, so zeigt sich, dass der Anteil an Einzelkindern, die den Ganztag besuchen, höher ist als aus Mehrkindfamilien.“ (Prein u.a., S. 85), daher wird vermutet, dass die Entscheidung für oder gegen eine Anmeldung des Kindes an einer Ganztagsschule von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und vom Umfang der Erwerbstätigkeit abhängen (vgl. ebd.). Zu beachten ist aber auch, dass die Ganztagsschule für einen Teil der Eltern „auf Grund der spezifischen historischen Traditionen des reformpädagogischen Diskurses über ganztägige Beschulung in Deutschland keine Schule für alle“ (Reh, S.69) ist. Oft wird unterstellt, „Eltern seien nicht mehr in der Lage, die erziehlichen Aufgaben zu übernehmen“. In der Ganztagsschule sollen spezifische familiäre Defizite kompensiert werden. Es geht darum, Bildungsdefizite und bildungsarme Milieus zu kompensieren, damit Kinder, die keine ausreichende schulisch relevante Förderung in den Familien erhalten, im Hinblick auf das Erreichen schulischer Abschlüsse nicht benachteiligt werden. (vgl. ebd. S. 68). Viele Eltern halten die Ganztagsschule daher zwar für nötig, aber eben nur für soziale Notlagen und für Eltern, die „aus welchen Gründen auch immer - nicht für einen guten, den grundsätzlich möglichen gesellschaftlichen Stand der „Humanvermögensbildung“ entsprechenden Umgang mit ihren Kinder sorgen können.“ (Reh, S.69) , aber nicht für die eigenen Kinder. Die ganztägige Betreuung von Kindern in der Schule ist also in Deutschland immer noch mit einer Abwertung von Familien bestimmter Milieus verbunden und behindert so den Kompensationsgedanken. (vgl. ebd.).
Hier findet sich eine Forschungslücke, die als Ansatz für die hier vorliegende Hausarbeit dient. Welche weiteren Faktoren spielen eine Rolle dabei, dass sich eine Mutter gegen die Anmeldung ihres Kindes/ihrer Kinder an einer Ganztags-schule entscheidet? Welche Rolle spielen ihre eigenen Kindheits-/Schulerfahrungen und ihr „Familienverständnis“? Welche anderen Bildungsangebote zieht sie vor bzw. nutzt sie und warum?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung der Forschungsfrage und der Hypothesen

2.1 Hypothesen

2.2 Begrifflichkeiten

3. Methoden

3.1 Qualitative Sozialforschung

3.2 Problemzentriertes Interview nach Witzel

3.3 Grounded Theory

4. Feldzugang und Erhebung der Daten

4.1 Feldzugang und Sampling

4.2 Interviewdurchführung

4.3 Transkription

5. Auswertung der Ergebnisse

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe von Müttern in Mehrkindfamilien, sich gegen die Anmeldung ihrer Kinder an einer Ganztagsschule zu entscheiden. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern individuelle Lebensvorstellungen, familiäre Sozialisationserfahrungen und das Familienbild diese Entscheidung beeinflussen.

  • Analyse des Entscheidungsverhaltens bei der Wahl von Ganztagsangeboten.
  • Erforschung der Rolle biografischer Kindheits- und Schulerfahrungen.
  • Untersuchung des Einflusses des persönlichen Familienverständnisses.
  • Anwendung qualitativer Forschungsmethoden zur Theoriegenerierung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Problemzentriertes Interview (PZI) nach Witzel

Das von Andreas Witzel in die qualitative Sozialforschung eingeführte Problemzentrierte Interview (1982) kombiniert verschiedene Methoden zur Datenerhebung, da „der komplexe und prozessuale Kontextcharakter der sozialwissenschaftlichen Forschungsgegenstände kaum durch normierte Datenermittlung zu erfassen ist, vielmehr situationsadäquate, flexible und die Konkretisierung fördernde Methoden notwendig sind“ (Witzel, 1985, S. 227). Thematisiert werden gesellschaftlich relevante Probleme in Einzelinterviews ebenso wie in Gruppendiskussionen.

Indem der Forschende deduktives und induktives Vorgehen verbindet, versucht das PZI als theoriegenerierendes Verfahren bekanntes und noch zu ermittelndes Wissen zu verschränken und „den vermeintlichen Gegensatz zwischen Theoriegeleitetheit und Offenheit aufzuheben“ (Witzel, 2000, S. 1). Dies geschieht durch die Kombination von Narrationen und Dialoge in einem leitfadengestütztem Interview. Dadurch bleibt die Offenheit der Forschenden gegenüber dem interessierenden Problem trotz ihres Vorwissens gewährleistet. Die drei Grundpositionen des PZI sind:

Die Problemzentrierung nach der sich die Forschenden an bestimmten gesellschaftlich relevanten Problemstellungen orientieren, um deren individuelle und gemeinsame Bedingungsfaktoren zu erforschen.

Die Gegenstandsorientierung die, „die Flexibilität der Methode gegenüber den unterschiedlichen Anforderungen des untersuchten Gegenstands“ (Witzel, 2000, S. 3) betont, d.h. die Forschenden entwickeln die Methoden vom Gegenstand ausgehend und diesem angemessen und modifizieren sie gegebenenfalls. So könnte im Vorfeld eines neuen Forschungsprojekts zunächst eine Gruppendiskussion durchgeführt werden, um einen ersten Überblick über verschiedene Meinungsinhalte in der zu untersuchenden Stichprobe zu bekommen, um sich anschließend auf das eigentliche Interview vorzubereiten.

Die Prozessorientierung „bezieht sich auf den gesamten Forschungsablauf und insbesondere auf die Vorinterpretation“ (Witzel, 2000, S. 3). Ein auf die Rekonstruktion von Orientierungen und Handlungen zentrierter vertrauensvoller Kommunikationsprozess fördert laut Witzel die Offenheit, so wie die Erinnerungsfähigkeit und damit auch die Erzählbereitschaft der Befragten. (vgl. Witzel, 1985; Witzel, 2000).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Forschungslücke bezüglich der Akzeptanz von Ganztagsschulen bei Mehrkindfamilien und formuliert die zentralen Forschungsfragen.

2. Entwicklung der Forschungsfrage und der Hypothesen: In diesem Kapitel werden die Beobachtungen im Feld sowie die theoretischen Vorannahmen in drei Hypothesen überführt.

3. Methoden: Hier werden das qualitative Design, das problemzentrierte Interview nach Witzel und die Grounded Theory als methodisches Vorgehen eingeführt.

4. Feldzugang und Erhebung der Daten: Dieses Kapitel dokumentiert die praktische Umsetzung, inklusive Sampling, Durchführung eines Pretests und die Transkription des Interviews.

5. Auswertung der Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden mittels offenem, axialem und selektivem Codieren analysiert, um eine Kernkategorie für das Entscheidungsverhalten zu identifizieren.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach biografische Erfahrungen und das Familienbild entscheidend gegen die Ganztagsschule wirken, und skizziert weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Ganztagsschule, Mehrkindfamilie, Qualitative Sozialforschung, Problemzentriertes Interview, Grounded Theory, Familienverständnis, Bildungsentscheidung, Schulerfahrung, Familiendynamik, Erziehung, Kindheit, Sozialisationsprozesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Gründen, warum sich Mütter in Mehrkindfamilien gegen die Anmeldung ihrer Kinder an einer Ganztagsschule entscheiden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit verknüpft die Themenbereiche Bildungsforschung, Familiensociologie und qualitative Methodenlehre.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, welche Motive, insbesondere in Bezug auf Biografie und Familienbild, eine Mehrfachmutter dazu bewegen, ein Ganztagsangebot abzulehnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt das problemzentrierte Interview nach Witzel und wertet die Daten mittels der Grounded Theory aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung des Forschungsdesigns, die Dokumentation des Feldzugangs und die methodische Analyse des Einzelfalls.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Ganztagsschule, Mehrkindfamilie, Grounded Theory, Familienverständnis und qualitative Sozialforschung.

Warum spielt das Familienverständnis eine so große Rolle für die Entscheidung?

Das Familienverständnis korrespondiert bei den befragten Müttern oft nicht mit der Ganztagsstruktur, da sie Priorität auf das gemeinsame Familienleben und die Zeit für Geschwisterbeziehungen legen.

Welche Rolle spielen eigene Schulerfahrungen für die Mütter?

Die Mütter übertragen ihre eigenen, teils negativen Kindheits- und Schulerfahrungen in ihre heutige Entscheidungssituation, was zu einer kritischen Haltung gegenüber der institutionellen Pädagogik führen kann.

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Details

Title
Die Akzeptanz von Ganztagsschulen bei Mehrkindfamilien
Subtitle
Welche Motive einer Mehrfachmutter sprechen gegen eine Anmeldung an einer Ganztagsschule?
College
University of Hagen
Course
Modul 2A Empirische Bildungsforschung/Methoden
Grade
2.0
Author
Nadine Yahyaijan (Author)
Publication Year
2011
Pages
18
Catalog Number
V177993
ISBN (eBook)
9783640999781
ISBN (Book)
9783640999972
Language
German
Tags
Modul 2A Ganztagsschule Empirische Bildungswissenschaft Fernuni Hagen qualitative Forschung Methoden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Yahyaijan (Author), 2011, Die Akzeptanz von Ganztagsschulen bei Mehrkindfamilien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/177993
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