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Die Haftung des Wirtschaftsprüfers im deutschen Recht

Titel: Die Haftung des Wirtschaftsprüfers im deutschen Recht

Seminararbeit , 2011 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: B.Sc. Christoph Gand (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 13. Oktober 2010 veröffentlichte die Europäische Kommission ein Grünbuch unter dem Titel „Weiteres Vorgehen im Bereich der Abschlussprüfung: Lehren aus der Krise“, welches die derzeitige Ausgestaltung und Ausrichtung der Abschlussprüfung ergebnisoffen thematisiert mit dem Ziel, der öffentlichen Diskussion Vorschläge zu unterbreiteten, wie man die Abschlussprüfung fortzuentwickeln hat, um das öffentliche Vertrauen in die geprüften Unternehmensdaten nach der Finanz- und Wirtschaftskrise wieder zu stärken. Mit 38 Fragen formulierte die EU-Kommission Vorschläge, die u.a. die Rolle des Abschlussprüfers, die staatliche Regulierung und den Wettbewerb thematisierten. Im Rahmen der Governance und Unabhängigkeit von Prüfungsgesellschaften unterbreitet die EU-Kommission den Vorschlag, diese für externe Kapitalanleger zu öffnen, um einen ausreichenden Schutz vor möglichen Haftungsrisiken zu gewährleisten. In der öffentlichen Diskussion wurde bezugnehmend auf diesen Haftungsschutz von deutscher Seite angeregt, eine europaweite Regelung zur Haftungsbegrenzung der Wirtschaftsprüfer nach deutschem Vorbild einzuführen.
Diese Arbeit gibt im zweiten Kapitel einen Überblick über die gesetzlichen Regelungen in Deutschland zur Haftung des Wirtschaftsprüfers gegenüber seinem Auftraggeber und Dritten und bewertet im dritten Kapitel unter Berücksichtigung des deutschen Haftungsmodells sowie empirischer Studien und wirtschaftswissenschaftlicher Modelle zur Auswirkung eines Haftungsrisiko auf die Prüfungsqualität den Vorschlag der europaweiten Haftungsbegrenzung für Wirtschaftsprüfer.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das rechtliche Haftungsregime in Deutschland

2.1 Auftraggeberhaftung bei gesetzlichen Pflichtprüfungen

2.1.1 Haftungsvoraussetzungen nach § 323 HGB

2.1.2 Haftungsumfang nach § 323 HGB

2.1.3 Deliktische Haftungsansprüche

2.2 Auftraggeberhaftung bei freiwilligen Prüfungen und sonstigen Tätigkeiten

2.3 Haftung des Wirtschaftsprüfers gegenüber Dritten

2.3.1 Vertragliche Haftungsansprüche

2.3.1.1 Auskunftsvertrag

2.3.1.2 Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter

2.3.2 Deliktische Ansprüche

2.3.3 Alternative Haftungsgrundlagen

3. Bewertung unter Berücksichtigung empirischer Studien

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das rechtliche Haftungsregime für Wirtschaftsprüfer in Deutschland im Kontext einer möglichen europaweiten Harmonisierung. Ziel ist es, die bestehenden Haftungsstrukturen gegenüber Auftraggebern und Dritten darzulegen und unter Einbeziehung ökonomischer Modelle zu bewerten, welchen Einfluss das Haftungsrisiko auf die Prüfungsqualität ausübt.

  • Gesetzliche vs. freiwillige Prüfungshaftung
  • Haftungsvoraussetzungen und -umfang nach § 323 HGB
  • Rechtsfiguren der Dritthaftung (Auskunftsvertrag, Vertrag mit Schutzwirkung)
  • Ökonomische Anreizwirkungen des Haftungsrisikos
  • Bewertung des Konzepts der Haftungsbegrenzung

Auszug aus dem Buch

2.3.1.2 Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter

In neuerer Rechtsprechung zur Dritthaftung war der Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritte als selbständiger Vertragstypus die zentrale Anspruchsgrundlage. Der Wirtschaftsprüfer hat danach eine Haftungsverpflichtung, wenn ein Dritter in den Schutzbereich des Prüfungsvertrages einbezogen wurde, der Prüfer schuldhaft eine Pflichtverletzung begangen hat und dem Dritten dadurch ein Schaden entstanden ist. Um die Haftung nicht unkalkulierbar auszuweiten, muss ein Dritter für den Einbezug in den geschützten Personenkreis bestimmte Kriterien erfüllen:

Zunächst muss die Leistungsnähe eines Dritten gegeben sein, was immer dann der Fall ist, wenn Berührungspunkte zwischen ihm und der Leistung des Prüfers bestehen. Dies ist gerade bei gesetzlichen Abschlussprüfungen unproblematisch, da diese auch der Information von Dritten dienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit motiviert das Thema durch das Grünbuch der EU-Kommission zur Abschlussprüfung und skizziert die Untersuchung der deutschen Haftungsregelungen sowie deren ökonomische Bewertung.

2. Das rechtliche Haftungsregime in Deutschland: Es werden die Haftungsgrundlagen für Pflichtprüfungen und freiwillige Prüfungen differenziert und die Rechtslage zur Haftung gegenüber dem Auftraggeber sowie gegenüber Dritten systematisch erörtert.

3. Bewertung unter Berücksichtigung empirischer Studien: Dieses Kapitel verknüpft die rechtlichen Rahmenbedingungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Sorgfaltsanreizen und Reputationsmechanismen, um die Auswirkungen von Haftungsbegrenzungen auf die Prüfungsqualität zu diskutieren.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsprüferhaftung, § 323 HGB, Abschlussprüfung, Dritthaftung, Prüfungsqualität, Haftungsbegrenzung, Sorgfaltsanreize, Reputationsschaden, Pflichtprüfung, Delikthaftung, Schadensersatz, EU-Grünbuch, Berufspflichten, Vertragsrecht, Kapitalmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Haftungsregime für Wirtschaftsprüfer im deutschen Recht und bewertet kritisch die Auswirkungen von Haftungsrisiken auf die Qualität der Abschlussprüfung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themenfelder umfassen die Haftung gegenüber Auftraggebern bei Pflicht- und freiwilligen Prüfungen, die komplexe Haftung gegenüber Dritten sowie die ökonomische Analyse von Haftungsbegrenzungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erörterung des aktuellen deutschen Haftungsmodells im Kontext der europäischen Diskussion um eine europaweite Haftungsbegrenzung für Wirtschaftsprüfer.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Analyse, die durch die Einbeziehung empirischer Studien und ökonomischer Modelle ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte juristische Darstellung der Haftungsansprüche nach § 323 HGB und weiteren Rechtsgrundlagen sowie eine anschließende ökonomische Bewertung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Wirtschaftsprüferhaftung, § 323 HGB, Dritthaftung, Prüfungsqualität und ökonomische Anreizwirkungen.

Welche Bedeutung hat der Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte?

Er dient als Rechtsfigur, um unter strengen Voraussetzungen, wie Leistungsnähe und Einbeziehungsinteresse, eine Haftung des Prüfers gegenüber Dritten zu ermöglichen, die nicht Vertragspartei sind.

Wie unterscheidet sich die Haftung bei Pflichtprüfungen von freiwilligen Prüfungen?

Bei Pflichtprüfungen gilt das gesetzliche Modell des § 323 HGB mit Haftungshöchstgrenzen, während bei freiwilligen Prüfungen die vertragliche Gestaltungsfreiheit über Individualvereinbarungen dominanter ist.

Warum ist das Vorsatzerfordernis für die Haftung relevant?

Bei vorsätzlichem Handeln entfallen Haftungsbegrenzungen, was die Abgrenzung zwischen Fahrlässigkeit und Vorsatz in der Praxis zu einem entscheidenden Streitpunkt macht.

Welchen Einfluss haben Haftungsbegrenzungen laut der zitierten Studien auf die Prüfungsqualität?

Die Studien deuten darauf hin, dass zwar Sorgfaltsanreize gedämpft werden könnten, ein optimales Prüfungsniveau jedoch durch den drohenden Reputationsschaden für den Prüfer weiterhin gesichert bleibt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Haftung des Wirtschaftsprüfers im deutschen Recht
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,7
Autor
B.Sc. Christoph Gand (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V177831
ISBN (eBook)
9783640997282
Sprache
Deutsch
Schlagworte
haftung wirtschaftsprüfer wp wirtschaftsprüfung auftraggeberhaftung dritthaftung bgb 323 hgb 323 hgb delikthaftung deliktsrecht mandant pflichtprüfung gesetzliche gesetzliche pflichtprüfung vertragshaftung big4 auskunftsvertrag vertrag vertrag mit schutzwirkung zugunsten dritter schutzwirkung dritte haftungsanspruch pflichtverletzung bgh börsg idw stgb wpo wpk grünbuch eu-kommission eu kommission abschlussprüfung haftungsbegrenzung fahrlässigkeit vorsatz haftungsrisiko prüfungsqualität risiko
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Christoph Gand (Autor:in), 2011, Die Haftung des Wirtschaftsprüfers im deutschen Recht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/177831
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Leseprobe aus  17  Seiten
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