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Hegemonie und Handel: Theorie hegemonialer Stabilität und multilaterale Handelsliberalisierung

Title: Hegemonie und Handel: Theorie hegemonialer Stabilität und multilaterale Handelsliberalisierung

Term Paper , 2011 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jonas Markgraf (Author)

Politics - Topic: International Organisations

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Summary Excerpt Details

Seit mehr als 60 Jahren werden im Rahmen des GATT und seit 1995 in der Welthandelsorganisation WTO multilaterale Abkommen zur Liberalisierung des Handels geschlossen – bis zur Doha-Runde seit 2001 meist mit großem Erfolg. Insbesondere die Kennedy-Runde in den 1960er Jahren mit weitreichenden reziproken Zollsenkungen von Gütern und die Uruguay-Runde von 1986 bis 1994 mit der Ausweitung der Verhandlungsge-genstände gelten als Sternstunden multilateraler Handelsliberalisierung. Die Verhandlungen zur Handelsliberalisierung im Rahmen der Doha-Runde sind seit einer Dekade festgefahren.
Das Scheitern der Doha-Runde stellt wenn auch nicht die WTO aufgrund ihrer institutionellen Relevanz doch den multilateralen Liberalisierungsansatz und seine Prinzipien infrage, da zunehmend regionale Handelsabkommen an die Stelle multilateraler Lösungen treten. Der wissenschaftliche Diskurs hat sich bereits eingehend mit den Gründen des Scheiterns beschäftigt und u.a. die wachsende Mitgliederanzahl, wachsende Komplexität, Erweiterung der Verhandlungsgegenstände und die veralteten Verhandlungsstrukturen als Gründe ausgemacht. Die Hausarbeit beleuchtet einen Ansatz, dem im aktuellen Diskurs in der Regel wenig Beachtung beigemessen wird. Sie untersucht die Erklärungskraft der Idee der Theorie hegemonialer Stabilität, einer Theorieperspektive, die bereits seit den 1980er Jahren (vielleicht voreilig) als antiquiert gilt und Veränderungen des internationalen ökonomischen Systems anhand veränderter relativer Machtverteilung zwischen Staaten zu erklären versucht. Behauptet wird ein positiver Zusammenhang zwischen der Existenz eines hegemonialen Staates und der Stabilität in einem offenen, kooperativen System. Die zu prüfende These der Hausarbeit lautet: Spezifische Machtkonstellationen zwischen Staaten bestimmen die Stabilität und Koope-rationsbereitschaft innerhalb der Handelsordnung (GATT/WTO).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. Relevanz des Themas

1.2. Vorgehen

2. THEORIE HEGEMONIALER STABILITÄT UND OPERATIONALISIERUNG VON HEGEMONIE

2.1. Theorie hegemonialer Stabilität

2.1.1. Kernidee und Weiterentwicklungen

2.1.2. Kritik

2.2. Notwendige Machtressourcen für Hegemonie

3. RELATIVE MACHT DER USA SEIT 1948

3.1. Relative ökonomische Macht

3.2. Relative militärische Macht

3.3. Kulturelle Dominanz

4. MULTILATERALE HANDELSLIBERALISIERUNG IM RAHMEN VON GATT/WTO SEIT 1947

4.1. 1947-1963: Stabilisierung des Handelssystems

4.2. 1964-1970: Dominanz der Handelsprinzipien (Kennedy-Runde)

4.3. 1971-1985: Erosion der multilateralen Handelsordnung (Tokio-Runde)

4.4. 1985-1995: Erweiterung der Kooperationsbasis (Uruguay-Runde)

4.5. 1995-heute: gescheiterter Multilateralismus? (Doha-Runde)

5. RESUMEE

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erklärungskraft der Theorie hegemonialer Stabilität (ThS) für die aktuelle Blockade der WTO-Verhandlungen im Rahmen der Doha-Runde. Dabei wird analysiert, inwieweit die Erosion der relativen Machtressourcen der USA mit einer veränderten Kooperationsbereitschaft und Stabilität des multilateralen Handelssystems korreliert.

  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Machtverteilung und internationaler Handelsordnung.
  • Operationalisierung von Hegemonie durch ökonomische, militärische und kulturelle Indikatoren.
  • Empirische Untersuchung der relativen US-Machtressourcen im Zeitraum 1947 bis 2003.
  • Bewertung der Entwicklung der multilateralen Handelsliberalisierung (GATT/WTO).
  • Kritische Prognose über die Zukunft der Welthandelsordnung vor dem Hintergrund schwindender Hegemonie.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Kernidee und Weiterentwicklungen

Bei der ThS handelt es sich um eine der realistischen Theorieschule zugehörige Regimetheorie, die sich mit den Voraussetzungen und Umständen der Regimebildung beschäftigt. Die Theorie erklärt Veränderungen internationaler Regime auf dem Hintergrund veränderter relativer Machtverhältnisse zwischen Staaten (vgl. Keohane 1989, S. 78f).

Behauptet wird ein deterministischer Zusammenhang zwischen der Machtverteilung zwischen Staaten und dem Charakter des internationalen ökonomischen Systems. Die hegemoniale Machtverteilung wird als beste Voraussetzung für eine stabile, offene internationales Ordnung erachtet (vgl. Krasner; Webb 1989, S. 183). Der Urvater der Theorie, Charles Kindleberger, verweist darauf, „dass für die Stabilisierung der Weltwirtschaft ein Stabilisator nötig ist, und zwar nur einer“ (Kindleberger 1973, S. 319). Kindleberger behauptet, ein offenes Handelssystem sei ein öffentliches Gut der ökonomischen Sphäre. Internationale Organisationen, wie der IWF oder GATT/WTO, werden erst durch einen Hegemon ermöglicht, da allein ein Hegemon zur Bereitstellung der notwendigen öffentlichen Güter in der Lage ist (vgl. Kindleberger 1986, S. 7). Wichtigstes hegemonial bereitgestelltes öffentliches Gut ist die Verminderung von Unsicherheit, die zentrale Voraussetzung für Kooperation ist (vgl. Keohane 1984, S. 180).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Handelsliberalisierung sowie Darlegung der Forschungsfrage bezüglich der Relevanz der Theorie hegemonialer Stabilität für die Blockade der Doha-Runde.

2. THEORIE HEGEMONIALER STABILITÄT UND OPERATIONALISIERUNG VON HEGEMONIE: Theoretische Grundlegung der ThS sowie Definition und Operationalisierung des Hegemoniebegriffs anhand von Machtressourcen.

3. RELATIVE MACHT DER USA SEIT 1948: Analyse der US-amerikanischen Machtressourcen in den Kategorien Wirtschaft, Militär und kultureller Dominanz von 1948 bis 2003.

4. MULTILATERALE HANDELSLIBERALISIERUNG IM RAHMEN VON GATT/WTO SEIT 1947: Untersuchung der historischen Entwicklung der multilateralen Handelsrunden und deren Korrelation mit den Machtressourcen der USA.

5. RESUMEE: Fazit über die Validität der ThS und Ausblick auf die zukünftige Stabilität der Welthandelsordnung angesichts erodierender Machtstrukturen.

Schlüsselwörter

Hegemonie, Theorie hegemonialer Stabilität, Welthandel, GATT, WTO, Doha-Runde, Multilateralismus, USA, Machtressourcen, Handelspolitik, ökonomische Stabilität, Handelsliberalisierung, Kooperation, internationale Regime, Protektionismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen veränderter Machtkonstellationen auf die Stabilität und Kooperationsbereitschaft innerhalb des multilateralen Welthandelssystems unter Anwendung der Theorie hegemonialer Stabilität.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit konzentriert sich auf das Wechselspiel zwischen hegemonialer Macht (speziell der USA) und der Funktionalität von GATT und WTO seit 1947.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, inwiefern sich die Theorie hegemonialer Stabilität eignet, die aktuell blockierten Verhandlungen der Doha-Welthandelsrunde zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete Untersuchung, die primär- und sekundärliterarische Quellen sowie statistische Indikatoren (Handelsdaten, Verschuldungsraten) zur Überprüfung der Hypothesen heranzieht.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Operationalisierung von Hegemonie, eine empirische Analyse der relativen US-Macht sowie eine chronologische Untersuchung der GATT/WTO-Handelsrunden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Studie?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Hegemonie, Multilateralismus, relative Macht, Handelsliberalisierung und ökonomische Stabilität.

Warum wird die Doha-Runde in der Arbeit als "gescheitert" oder "blockiert" betrachtet?

Die Arbeit verweist auf das Fehlen substanzieller Liberalisierungsergebnisse und die Bildung von Gegenallianzen der Schwellenländer, die den traditionellen Konsens herausfordern.

Welche Rolle spielt die "kulturelle Dominanz" in der Argumentation?

Neben materiellen Ressourcen wird kulturelle Macht als entscheidendes Element von "Soft Power" gewertet, das die Durchsetzung von Normen und Prinzipien des Liberalismus in der Weltwirtschaft stützt.

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Details

Title
Hegemonie und Handel: Theorie hegemonialer Stabilität und multilaterale Handelsliberalisierung
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Grade
1,0
Author
Jonas Markgraf (Author)
Publication Year
2011
Pages
23
Catalog Number
V177772
ISBN (eBook)
9783640996186
ISBN (Book)
9783640996650
Language
German
Tags
Theorie hegemonialer Stabilität Handelshegemon Machtverteilung und Handel Scheitern der Doha-Runde GATT/WTO Internationale Organisationen Kooperation und Stabilität im Handelsregime multilaterale Handelsliberalisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonas Markgraf (Author), 2011, Hegemonie und Handel: Theorie hegemonialer Stabilität und multilaterale Handelsliberalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/177772
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