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Politische und gesellschaftliche Bedingungen für die Produktion und Rezeption der lateinamerikanischen Literatur der Gegenwart

Title: Politische und gesellschaftliche Bedingungen für die Produktion und Rezeption der lateinamerikanischen Literatur der Gegenwart

Seminar Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: M.A. Maria Gruber (Author)

Romance Studies - Spanish Studies

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Seit den fünfziger Jahren des 20.Jahrhunderts ist neben dem internationalen auch das nationale Interesse an lateinamerikanischer Literatur stark angestiegen.
Ausschlaggebend für diese Aufmerksamkeit ist unter anderem die politisch und gesellschaftlich meist brisante Lage in den Herkunftsländer der schreibenden Intellektuellen. Tatsache ist, dass Schriftsteller durch ihre vielfältigen kritischen, visionären und politisch motivierten Beiträge besonders an gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen, aber auch an der nationalen Identitätsbildung beteiligt sind. (Arrosa Soares 2004, 230) Arrosa Soares sagt über Intellektuelle und Schriftsteller sogar:
„Als Hüter des nationalen Gewissens fordern sie als Kritiker immer mehr Verantwortung, als Bollwerke der Grundsätze und der Geradheit haben während fast fünf Jahrhunderten die lateinamerikanischen Intellektuellen mit ihren Schriften, Lehren, Reden und anderen Tätigkeiten viele soziale Institutionen und Akteure ersetzt.“
Welche- selten eindeutig voneinander abgrenzbaren- politischen und gesellschaftlichen Bedingungen müssen für Produktion und Rezeption der lateinamerikanische Literatur der Gegenwart also gegeben sein oder behindern sie und sollten daher ausgeräumt werden?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Lateinamerikanische Literatur der Gegenwart

II. Politische und gesellschaftliche Bedingungen für die Produktion und Rezeption

1 Politische Bedingungen für die Produktion

1.1 Politisch motivierte Erwartungen an den Autor

1.2 Politische Unruhen, Exil und Kubanische Revolution

1.3 Institutionen

1.4 Demokratisierung

1.5 Globalisierung und Kapitalismus- Bedrohung der Identität?

2. Gesellschaftliche Bedingungen für die Produktion

2.1 Gesellschaftliche Erwartungen an die Schriftsteller

2.2 Lebensumstände der Intellektuellen

2.3 Literarische Bewegungen

2.4 Literarischer Boom

3. Politische Bedingungen für die Rezeption

3.1 Zielgruppen der Literatur

3.2 Politische Stellung der Literaten

3.3 Emigration

3.4 Aufgeschlossenheit der Leser

3.5 Demokratisierung

4. Gesellschaftliche Bedingungen für die Rezeption

4.1 Aufgeschlossene Erwartungshaltung den Schriftstellern gegenüber

4.2 Voreingenommenheit der Gesellschaft

4.3 Globalisierung und Modernisierung

4.4 Soziale Unterschiede in der Gesellschaftsstruktur

III. Komplexe Bedingungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen politischen sowie gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der literarischen Produktion und Rezeption in Lateinamerika während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie externe Faktoren – von Diktaturen über Exil bis hin zur Globalisierung – die Rolle der Intellektuellen und die Verbreitung ihrer Werke beeinflussen.

  • Einfluss politischer Systeme und Diktaturen auf die literarische Freiheit.
  • Die Rolle der Intellektuellen zwischen politischem Engagement und beruflicher Autonomie.
  • Auswirkungen von Exil und Globalisierung auf Identitätsbildung und Themenwahl.
  • Strukturelle Faktoren wie Bildungsniveau und Medienlandschaft in der Literaturrezeption.

Auszug aus dem Buch

1.1 Politisch motivierte Erwartungen an den Autor

Die Person des Schriftstellers ist umstritten. Eine universale Bedingung für unvoreingenommenes Schreiben besteht in der Autonomie und Unabhängigkeit des Intellektuellen gegenüber Wirtschaft und Staat, so dass Kritikfähigkeit und die Forderung nach universellen humanen Werten möglich sind. (Arrosa Soares 2004, 232) Intellektuelle Literaten sollten sich politisch als Gegenspieler von Technokraten, Einebnung von kultureller Vielfalt und neokonservativen Diktaturen verstehen. (ebd.)

Konträr zu dieser idealistischen Forderung gaben diverse Schriftsteller Lateinamerikas ihre kritische Opposition gegen die Regimes auf und integrierten sich in deren Machtstrukturen, wobei potenzielle Intellektualität und Hinterfragung verloren gingen, die sonst zu alternativen Gesellschafts- und Politikentwürfen beigetragen sowie soziale Missstände angeprangert hätten. (Mansilla 2004, 19)

Jedoch können Schriftsteller als Parteimitglieder auch die Werte der Parteien anachronistisch beeinflussen, wie es z.B. der Fall war bei der ursprünglich sozialdemokratischen Partei Partido Aprista Peruana (PAP), die durch den Einfluss Intellektueller schließlich prämoderne, irrationale und pseudoreligiöse Werte aufnahm. (a.a.O.: 29)

Als Versäumnis wird betrachtet, dass sich Schriftsteller erst mit ökologischen, juristischen, gesellschaftlichen und die Korruption betreffenden Problemen befassten, nachdem bereits internationale Organisationen darauf aufmerksam gemacht hatten (a.a.O.: 31)

Andere meinen, Literaten sollten sich von Sozialwissenschaftlern abgrenzen und nur mit ihrem Talent und ihrer Phantasie die Kultur der Menschen mit ihren Schöpfungen bereichern. (Hernández Rodríguez 2004, 44) In Argentinien allerdings beweisen sogenannte Intellektuellen-Philosophen, z.B. Alberdi, Mitre und Sarmiento, die enge Beziehung zwischen schriftstellerischer Tätigkeit und politischer Aktivität. (Quiroga 2004, 189)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Politische Bedingungen für die Produktion: Dieses Kapitel analysiert, wie politische Rahmenbedingungen, Zensur und der Druck durch Diktaturen die Arbeit und Autonomie von Autoren direkt beeinflussen.

2. Gesellschaftliche Bedingungen für die Produktion: Hier werden die Erwartungen der Gesellschaft an Schriftsteller sowie die Lebensumstände und literarischen Bewegungen beleuchtet, die den kreativen Prozess prägen.

3. Politische Bedingungen für die Rezeption: Das Kapitel untersucht, wie sich politische Gegebenheiten wie Exil oder Demokratisierung auf die Wahrnehmung und Verbreitung lateinamerikanischer Literatur auswirken.

4. Gesellschaftliche Bedingungen für die Rezeption: Dieser Abschnitt befasst sich mit der Rolle der Leserschaft, sozialen Unterschieden und dem Einfluss der Globalisierung auf die Aufnahme literarischer Werke.

Schlüsselwörter

Lateinamerikanische Literatur, Intellektuelle, Produktion, Rezeption, Politik, Diktatur, Gesellschaft, Exil, Globalisierung, Kapitalismus, Identität, Literaturrezeption, Demokratisierung, Schriftstellertum, Kultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die vielfältigen politischen und gesellschaftlichen Faktoren, die die Entstehung und die Aufnahme lateinamerikanischer Gegenwartsliteratur seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle des Intellektuellen, den Einfluss von Diktaturen und Exil auf das Schreiben, die Auswirkungen von Globalisierungsprozessen sowie die soziokulturellen Bedingungen der Leserschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie äußere gesellschaftliche und politische Einflüsse die Autonomie, die Themenwahl und die gesellschaftliche Wirkung von Schriftstellern in Lateinamerika prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine deskriptive und analytische Literaturrecherche, die auf fundierten Fachbeiträgen zu Intellektuellengeschichte und Politik in Lateinamerika basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil ist in vier zentrale Bereiche untergliedert, die jeweils die politische und gesellschaftliche Dimension sowohl für die Produktion als auch für die Rezeption von Literatur getrennt untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Lateinamerikanische Literatur, Intellektuelle, Diktatur, Exil, Globalisierung, Gesellschaftskritik und Identitätsbildung.

Wie hat sich die Rolle des Intellektuellen im Laufe der Zeit verändert?

Die Arbeit zeigt eine Verschiebung vom klassischen, breit gebildeten Intellektuellen hin zu einer spezialisierten, teils technokratischen Rolle auf, wobei der politische Einfluss durch moderne Massenmedien zunehmend herausgefordert wird.

Welchen Einfluss hatte der "Literarische Boom" auf die Infrastruktur?

Der Boom der 60er Jahre war entscheidend für den Aufbau kultureller Infrastrukturen, wie Verlage und Vertriebssysteme, die erstmals eine breitere Anerkennung und Verbreitung lateinamerikanischer Literatur ermöglichten.

Inwieweit spielt die soziale Struktur bei der Literaturrezeption eine Rolle?

Die Kluft zwischen einer kleinen gebildeten Elite und einer breiten Masse von Analphabeten stellt eine signifikante Hürde für die Literaturrezeption dar, wobei bildungspolitische Fortschritte und kostengünstigere Taschenbuchausgaben zu einer leichten Entspannung beitragen.

Was bedeutet das "Exil" für die Literaturproduktion?

Das Exil zwang viele Autoren ins Ausland, was zur Internationalisierung der Literatur führte, jedoch auch eine Entfremdung von den Problemen des Heimatlandes bewirken konnte und oft mit dem Vorwurf des Elitismus einherging.

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Details

Title
Politische und gesellschaftliche Bedingungen für die Produktion und Rezeption der lateinamerikanischen Literatur der Gegenwart
College
LMU Munich
Grade
1,2
Author
M.A. Maria Gruber (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V177626
ISBN (eBook)
9783640994113
ISBN (Book)
9783640995356
Language
German
Tags
Lateinamerikanische Literatur Hispanoamerikanische Literatur Gesellschaft Politik Gegenwartsliteratur Literaturrezeption Literaturproduktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Maria Gruber (Author), 2006, Politische und gesellschaftliche Bedingungen für die Produktion und Rezeption der lateinamerikanischen Literatur der Gegenwart, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/177626
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