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Versicherung von Terrorismusrisiken

Eine systemvergleichende Betrachtung

Titel: Versicherung von Terrorismusrisiken

Bachelorarbeit , 2011 , 56 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Constantin Groß (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit soll die verschiedenen existierenden und theoretischen Deckungskonzepte von Terrorismusrisiken aufzeigen. Dadurch wird erörtert, wie sich Terrorismusrisiken versichern lassen, inwiefern der Staat in den Markt eingreift und welche alternativen Modellierungsansätze es gibt. Schließlich soll eine kritische Systemgegenüberstellung beleuchten, welche Vor-/Nachteile und Chancen/Risiken sich aus den unterschiedlichen Systemen ergeben.

Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Begründung des Themas & Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Versicherung von Terrorismusrisiken
2.1 Erklärung und Abgrenzung wichtiger Begriffe
2.1.1 Terror
2.1.2 Terrorismus
2.1.3 Terrorismusrisiko
2.2 Situation vor und nach dem 11.September 2001
2.3 Prüfung der Versicherbarkeit von Terrorismusrisiken und deren Grenzen
3. Nachfrage nach Terrorismusversicherungen
3.1 Versicherungsnachfrage einzelner Branchen
3.2 Regionaler Einfluss auf die Nachfrage
4. Angebot von Terrorismusversicherungen
4.1 Terrorismusdeckung als Teil der Feuer-Police
4.2 Staatliche Terrorismusdeckungskonzepte
4.2.1 Extremus
4.2.2 GAREAT
4.2.3 TRIA
4.4 Länderspezifische Deckungskonzepte
4.4.1 CCS
4.4.2 Pool Re
4.5 Theoretische Deckungskonzepte
4.5.1 Steuerfinanzierte Terrorismusfonds
4.5.2 Kapitalmarktmodellierung
4.5.2.1 Terrorismus-Bond
4.5.2.2 Golden Goal Bond
4.5.2.3 Terrorismusbörse
5. Möglichkeiten einer Terrorismusversicherungspflicht
5.1 Formen
5.2 Vor- und Nachteile einer Versicherungspflicht
6. Fazit und Ausblick
6.1 Ergebnisse und kritische Systembetrachtung
6.2 Herausforderungen und Ausblick
Literaturverzeichnis
Anhangverzeichnis

“In unseren düstersten Visionen hatten wir uns ausgemalt, dass jemand versuchen könnte, ein Atomkraftwerk anzugreifen. Aber mit einem solchen Ereignis hatte niemand gerechnet. […] Terrorismus lebt von Willkür und von Überraschungseffekten. Mit mathe-matischen Modellen auf der Basis von Schadenerfahrungen ist da wenig auszurichten."
Dieses Zitat aus der Pressekonferenz, kurz nach den Anschlägen des 11. September 2001, des Münchener Rück Vorstandes Stefan Heyd, zeigt die Herausforderungen und die Prägnanz, die sich durch den Terrorismus und den damit verbundenen Folgen ergeben. Die Anschläge vom 11. September 2001 auf das World Trade Center und Pentagon zeigten, dass im versicherungstechnischen Umgang mit Terrorismusrisiken noch Handlungsbedarf besteht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Begründung des Themas & Zielsetzung

1.2 Gang der Untersuchung

2. Versicherung von Terrorismusrisiken

2.1 Erklärung und Abgrenzung wichtiger Begriffe

2.1.1 Terror

2.1.2 Terrorismus

2.1.3 Terrorismusrisiko

2.2 Situation vor und nach dem 11.September 2001

2.3 Prüfung der Versicherbarkeit von Terrorismusrisiken und deren Grenzen

3. Nachfrage nach Terrorismusversicherungen

3.1 Versicherungsnachfrage einzelner Branchen

3.2 Regionaler Einfluss auf die Nachfrage

4. Angebot von Terrorismusversicherungen

4.1 Terrorismusdeckung als Teil der Feuer-Police

4.2 Staatliche Terrorismusdeckungskonzepte

4.2.1 Extremus

4.2.2 GAREAT

4.2.3 TRIA

4.4 Länderspezifische Deckungskonzepte

4.4.1 CCS

4.4.2 Pool Re

4.5 Theoretische Deckungskonzepte

4.5.1 Steuerfinanzierte Terrorismusfonds

4.5.2 Kapitalmarktmodellierung

4.5.2.1 Terrorismus-Bond

4.5.2.2 Golden Goal Bond

4.5.2.3 Terrorismusbörse

5. Möglichkeiten einer Terrorismusversicherungspflicht

5.1 Formen

5.2 Vor- und Nachteile einer Versicherungspflicht

6. Fazit und Ausblick

6.1 Ergebnisse und kritische Systembetrachtung

6.2 Herausforderungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Versicherbarkeit von Terrorismusrisiken und analysiert die verschiedenen staatlichen sowie theoretischen Deckungskonzepte, die als Reaktion auf die zunehmende terroristische Bedrohung weltweit entwickelt wurden. Ziel ist es, aus einer systemvergleichenden Perspektive zu beurteilen, wie die Versicherungswirtschaft mit den spezifischen Herausforderungen dieser Risiken umgeht.

  • Theoretische Grundlagen zur Definition und Abgrenzung von Terrorismusrisiken
  • Analyse der Nachfragefaktoren nach Terrorismusversicherungen in verschiedenen Branchen
  • Vergleich staatlicher Deckungsmodelle (z.B. Extremus, GAREAT, TRIA, Pool Re)
  • Diskussion alternativer Finanzierungsmethoden über den Kapitalmarkt (z.B. Terrorismus-Bonds)
  • Erörterung der Vor- und Nachteile einer allgemeinen Versicherungspflicht

Auszug aus dem Buch

2.3 Prüfung der Versicherbarkeit von Terrorismusrisiken und deren Grenzen

Um ein Risiko auf seine Versicherbarkeit zu überprüfen, können verschiedene Kriterienkataloge herangezogen werden. Hierzu kann man drei Kataloge anführen. Der Katalog der Aktuare aus dem Jahre 1954 versucht die Versicherbarkeit anhand von 26 Kriterien die Versicherbarkeit eines Risikos zu beurteilen. Ein entscheidungstheoretischer Ansatz bietet der Kriterienkatalog von Karten 1972, wohingegen ein angebotsorientierter Ansatz von Berliner 1982 entwickelt wurde. Da bei einer Analyse zur Versicherbarkeit eines Risikos in der Literatur häufig das Modell von Karten als Ausgangspunkt zugrunde liegt, soll im Anschluss die Prüfung der Versicherbarkeit von Terrorismusrisiken anhand der Kriterien von diesem Modell durchgeführt werden.

Karten nennt folgende fünf Kriterien, die ein Risiko auf seine Versicherbarkeit prüfen:

Zufälligkeit
Eindeutigkeit
Größe
Schätzbarkeit
Unabhängigkeit

Unter dem Kriterium der Zufälligkeit versteht man, dass das Schadensausmaß und der Zeitpunkt unvorhersehbar sind. Dies impliziert also, dass beim Zustandekommen eines Versicherungsvertrages „das Schadenereignis, der Eintrittszeitpunkt und die Schadenhöhe weder dem Versicherer noch dem Versicherten bekannt und beeinflussbar“ sein darf. Bei der Betrachtung des Terrorismusrisikos und dessen Zufälligkeit, kommt es auf den Betrachtungswinkel an. Aus Sicht des Terroristen besteht kein Zusammenhang zwischen dem Terrorismusrisiko und der Zufälligkeit. Gleiches gilt für den Eintrittszeitpunkt, welcher, wie in Abschnitt 2.1.3 beschrieben, eine wichtige Rolle einnimmt. Somit würde das Kriterium der Zufälligkeit aus Sicht des Terroristen nicht erfüllt werden. Doch der wesentlich gewichtigere Blickwinkel, ist der des Versicherungsnehmers und -unternehmens. Es ist davon auszugehen, dass der Schadeneintritt nicht im Kontext zum Versicherungsnehmer steht. Zusätzlich sind der Zeitpunkt und die Schadenhöhe aus Sicht des möglichen Betroffenen als zufällig anzusehen. Somit bleibt festzuhalten, dass die Zufälligkeit aus Sicht des Versicherungsnehmers und –unternehmens gegeben ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung begründet das Thema im Kontext der erhöhten Bedrohung durch Terroranschläge seit dem 11. September 2001 und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Versicherung von Terrorismusrisiken: Hier werden die zentralen Begriffe definiert, die historische Entwicklung der Bedrohung beleuchtet und die Versicherbarkeit anhand klassischer Kriterien kritisch geprüft.

3. Nachfrage nach Terrorismusversicherungen: Das Kapitel analysiert die Determinanten der Versicherungsnachfrage, unterteilt nach Branchenzugehörigkeit und regionalen Standortfaktoren.

4. Angebot von Terrorismusversicherungen: Es folgt eine detaillierte Gegenüberstellung staatlicher Deckungskonzepte, länderspezifischer Pool-Lösungen sowie theoretischer Ansätze zur Risikotransformation.

5. Möglichkeiten einer Terrorismusversicherungspflicht: Hier werden die Formen einer möglichen Versicherungspflicht sowie deren ökonomische Vor- und Nachteile ausführlich diskutiert.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bewertet die zukünftigen Herausforderungen für die Versicherungswirtschaft im Umgang mit Terrorismusrisiken.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Terrorismusrisiko, Versicherung, Deckungskonzept, Extremus, GAREAT, TRIA, Pool Re, Kapitalmarkt, Versicherbarkeit, Risikotransfer, Kumulrisiko, Versicherungspflicht, Schaden, Katastrophenrisiko

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der Versicherung von Terrorismusrisiken und analysiert die Möglichkeiten sowie Grenzen der Deckung dieses speziellen Risikos durch private und staatliche Systeme.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Buch?

Zu den Schwerpunkten gehören die Definition von Terrorismus, die Prüfung der Versicherbarkeit nach theoretischen Kriterien, die Analyse der Nachfrageseite sowie die Darstellung unterschiedlicher nationaler Deckungsmodelle und kapitalmarktbasierter Lösungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine systemvergleichende Betrachtung der Versicherungslösungen für Terrorismusrisiken, um zu bewerten, wie die globale Versicherungswirtschaft auf die Herausforderungen terroristischer Anschläge reagiert hat.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine deskriptive Analyse sowie eine Literaturanalyse, in der er bestehende Kriterienkataloge zur Versicherbarkeit (insbesondere das Modell von Karten) auf Terrorismusrisiken anwendet und aktuelle Praxisbeispiele vergleicht.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Nachfragemustern nach Branchen und Regionen, die Untersuchung staatlicher Ansätze sowie die Diskussion über die Sinnhaftigkeit einer Versicherungspflicht.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Terrorismusrisiko, staatliche Deckungskonzepte, Versicherbarkeit, Kumulrisiko und Alternativer Risikotransfer.

Warum wird das Modell von Walter Karten zur Analyse herangezogen?

Karten stellt mit seinem Kriterienkatalog aus dem Jahr 1972 ein fundiertes, in der Fachliteratur häufig genutztes Modell bereit, um systematisch zu prüfen, ob ein Risiko grundsätzlich versicherbar ist.

Wie unterscheidet sich das französische GAREAT-Modell vom deutschen Extremus?

Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Versicherungspflicht: Während für GAREAT in Frankreich eine Pflicht für Objekte ab einer gewissen Größe besteht, ist der Abschluss bei Extremus in Deutschland freiwillig.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Versicherung von Terrorismusrisiken
Untertitel
Eine systemvergleichende Betrachtung
Hochschule
Hochschule Mainz
Note
2,0
Autor
Constantin Groß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
56
Katalognummer
V177464
ISBN (Buch)
9783656045113
ISBN (eBook)
9783656045861
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Versicherung Terror Terrorismus Terrorismusrisiko Extremus 11. September 2001 9/11 Terrorismusversicherung Versicherbarkeit Feuer-Police Gareat Tria CCS Consorcio Pool Re Terrorismusfonds Kapitalmarktmodellierung Terrorismus-Bond Golden Goal Bond Terrorismusbörse Versicherungspflicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Constantin Groß (Autor:in), 2011, Versicherung von Terrorismusrisiken, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/177464
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  56  Seiten
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