Diese Arbeit soll dem Leser eine Übersicht darüber geben, mit welchem Umfeld chinesische Unternehmen am deutschen Börsenmarkt zu rechnen haben.
Dafür werden Gründe für ein IPO an der deutschen Börse aufgezählt und einige Kurzprofile von in Deutschland börsennotierten chinesischen Unternehmen vorgestellt.
Als Schlusswort wird eine kurze Prognose darüber erstellt, was wir in naher Zukunft diesbezüglich erwarten dürfen.
Inhaltsverzeichnis
1. Derzeitige Situation des Börsenmarktes
1.1. Gründe für einen Börsengang
1.2. Chinese-IPO in der Vergangenheit
1.3. Wieso kein IPO am heimischen Börsenmarkt?
2. Chinesische Unternehmen auf ausländischen Handelsplattformen
2.1. Herausforderungen von Erstnotierungen in China
2.2. Gründe für einen Börsengang im Ausland
2.3. Bestimmungen für Mergers & Acquisitions
3. Börsengänge chinesischer Unternehmen in 2010
3.1. Kurzprofil Joyou
3.2. Kurzprofil Kinghero
3.3. Kurzprofil Madison Property
3.4. Kurzprofil Euro Asia Premier Real Estate
4. Gründe für ein Listing in Deutschland
4.1. Deutschland für das Image
4.2. Börsenvergleich
5. Finanzplatz Frankfurt bietet attraktive Rahmenbedingungen
6. Bedeutung für den Finanzplatz Deutschland
7. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Motivationen und Rahmenbedingungen für chinesische Unternehmen, an den deutschen Kapitalmarkt zu gehen, und beleuchtet die aktuelle Situation dieser Unternehmen am Finanzplatz Frankfurt.
- Gründe für Börsengänge (IPOs) chinesischer Unternehmen im Ausland
- Vergleich der Attraktivität verschiedener internationaler Börsenstandorte
- Vorstellung von Fallbeispielen chinesischer Unternehmen mit Erstnotierung in Deutschland
- Analyse des Finanzplatzes Frankfurt als Standort für internationale Emittenten
- Prognose zur weiteren Entwicklung chinesischer Börsengänge in Deutschland
Auszug aus dem Buch
1.3. Wieso kein IPO am heimischen Börsenmarkt?
Durch die rasant wachsende Wirtschaft in China gibt es Jahr für Jahr mehr Börsenkandidaten, als die beiden Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen aufnehmen können. Der Zugang zu den heimischen Börsen wird durch die eigene Behörde begrenzt3.
Neben den stark reglementierten Börsen, die an strengen Voraussetzungen geknüpft sind, ist des Weiteren das Netzwerk („Guanxi“) zu Behörden unumgänglich – dies gilt sowohl für den inländischen als auch für den ausländischen IPO. Dabei geht es darum, dass in China fast alle Geschäfte und Genehmigungen, durch persönliche Beziehungen entstehen, bzw. ohne diese scheitern können, welches der Grund für einige Ablehnungen vergangener versuchte IPO´s sein wird. Als Resultat bleibt für einige Unternehmen nur der Gang an eine Börse fern der Heimat.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Derzeitige Situation des Börsenmarktes: Das Kapitel erläutert die allgemeinen Gründe für einen Börsengang und skizziert die Entwicklung chinesischer IPOs nach der Wirtschaftskrise.
2. Chinesische Unternehmen auf ausländischen Handelsplattformen: Hier werden die Hürden des chinesischen Heimatmarktes sowie die regulatorischen Bestimmungen für M&A-Transaktionen dargelegt, die den Gang ins Ausland motivieren.
3. Börsengänge chinesischer Unternehmen in 2010: Dieses Kapitel präsentiert Kurzprofile von vier chinesischen Unternehmen, die 2010 den Schritt an das Frankfurter Parkett wagten.
4. Gründe für ein Listing in Deutschland: Es werden die Reputationsvorteile sowie ein Kostenvergleich zwischen dem deutschen Börsenplatz und internationalen Konkurrenten wie Hongkong oder New York aufgezeigt.
5. Finanzplatz Frankfurt bietet attraktive Rahmenbedingungen: Die Vorteile Frankfurts wie Liquidität, stabile Regulatorik und der Zugang zu internationalen Investoren werden hervorgehoben.
6. Bedeutung für den Finanzplatz Deutschland: Das Kapitel diskutiert die Internationalisierung des deutschen Finanzplatzes und plädiert gegen den sogenannten „Home Bias“.
7. Ausblick: Abschließend wird die zukünftige Entwicklung chinesischer IPOs in Deutschland unter Berücksichtigung politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen prognostiziert.
Schlüsselwörter
Börsengang, IPO, China, Deutschland, Frankfurt, Kapitalmarkt, Listing, Aktienmarkt, Investoren, Finanzplatz, Wachstumsunternehmen, Regulierung, Börsenvergleich, Internationalisierung, Wirtschaftswachstum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Situation chinesischer Unternehmen am deutschen Börsenmarkt, insbesondere mit den Beweggründen für eine Notierung und der Einschätzung des Standorts Frankfurt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die IPO-Motivation von Privatunternehmen aus China, die Hürden des heimischen Kapitalmarktes, der Vergleich mit internationalen Börsen und die Attraktivität des Finanzplatzes Frankfurt.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, dem Leser eine Übersicht über das Umfeld zu geben, mit dem chinesische Unternehmen bei einem Markteintritt in Deutschland konfrontiert sind, und eine Prognose für die Zukunft zu erstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse, die durch die Auswertung von Unternehmensdaten, Marktberichten, rechtlichen Rahmenbedingungen und Vergleichen von Börsenkennzahlen gestützt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Marktbedingungen in China, die Vorstellung konkreter chinesischer Unternehmen am Frankfurter Markt sowie eine Bewertung der Standortvorteile Deutschlands.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind IPO, Finanzplatz Frankfurt, chinesische Unternehmen, Kapitalmarkt, Börsenvergleich und Internationalisierung.
Warum wählen chinesische Unternehmen den Weg an deutsche Börsen anstatt an die heimischen?
Chinesische Unternehmen wählen ausländische Börsen oft wegen der strengen Reglementierung, der langen Wartezeiten und der hohen Hürden bei Genehmigungsverfahren auf den chinesischen Heimatmärkten in Shanghai und Shenzhen.
Welche Bedeutung hat das „Guanxi“-Netzwerk bei chinesischen Börsengängen?
„Guanxi“ bezeichnet die Wichtigkeit persönlicher Beziehungen zu Behörden in China; da viele geschäftliche Genehmigungen von diesen Beziehungen abhängen, kann deren Fehlen ein Grund für das Scheitern eines IPO-Versuchs im Inland sein.
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- Yan Kuo (Author), 2011, Börsengänge chinesischer Unternehmen in Deutschland: Motivation und kritische Würdigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/177362