„Informationstechnik ist allgegenwertig.
Die Fortschritte in der Informationstechnologie werden die Unternehmensführung radikal verändern.“
(Auszug aus dem Artikel von Prof. Dr. Günter Müller-Stewens und Prof. Dr. Elgar Fleisch, Harvard Business Manager, 11. Ausgabe, 2008, Seite 38.)
Mit dieser Einleitung verdeutlichen die beiden Autoren in ihrer Studie, welche gravierenden Herausforderungen, die sich rasch weiter entwickelnde Informationstechnik an Führungskräfte mit sich bringt. Das richtige Wissen über die Informationstechnik sowie dessen effiziente Verwendung spielen in Unternehmen im Rahmen von Globalisierung und eines immer mehr dynamisch werdenden Wettbewerbs eine immer wichtigere Rolle. Nur diejenigen Unternehmen, die mit Hilfe ihrer IT innovative Geschäftsprozesse entwickeln und unternehmensweit nutzen, haben die Chance in ihrer Branche zu dominieren.
Nach einer aktuellen Umfrage des Karrieredienstes Experteer sehen deshalb rund zwölf Prozent der befragten Manager neben emotionaler Intelligenz, interkultureller Kompetenz und Fremdsprachen vor allem IT-Kenntnisse als eine wichtige Kernkompetenz an .
Angesichts dieser Entwicklung fragen sich viele Führungskräfte über welches IT-Wissen sie in unserer heutigen von Informationstechnik geprägten Welt verfügen müssen - und mit Hilfe welcher Methoden und Vorgehensweisen sie dieses am effizientesten erlernen können.
Um diese Fragen zu beantworten werden im Rahmen dieser Arbeit im Kapitel 2 zuerst die Begriffe Informationstechnologie, Führungskraft sowie Wissen und Wissensmanagement definiert.
Im Kapitel 3 werden Kriterien zur Klassifikation von IT-Anforderungen vorgestellt und das geforderte IT-Wissen von Führungskräften letztendlich anhand dieser Parameter aufgegliedert.
Im Abschnitt 3.3 werden die zuvor beschriebenen IT-Anforderungen kritisch differenziert und allgemeingültige Aussagen davon abgeleitet.
Im Kapitel 4 werden anschließend Vorgehensweise und Methoden vorgestellt mit denen Führungskräfte das benötigte IT-Wissen vermittelt werden kann. Darüber hinaus werden Führungskräfte Instrumente an die Hand gegeben mit denen sie immer über ein aktuelles IT-Wissen verfügen. Zum Schluss werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und ein kurzer Ausblick gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Führungskraft
2.1.1 Was ist eine Führungskraft?
2.1.2 Qualifikationen einer Führungskraft
2.1.3 Aufgabenbereiche einer Führungskraft
2.2 Informationstechnologie
2.3 Wissen und Wissensmanagement
3. IT-Wissen von Führungskräften
3.1 Übersicht
3.2 Klassifikation von IT-Wissen
3.2.1 Kriterien zur Klassifikation von IT-Wissen
3.2.2 IT-Wissensbereiche von Führungskräften
3.3 Kritische Auseinandersetzung mit IT-Wissen
3.3.1 Individuelle Anforderungen an IT-Wissen
3.3.2 Schlussfolgerung
4. IT-Wissensvermittlung für Führungskräfte
4.1 Übersicht
4.2 Methoden der IT-Wissensvermittlung
4.2.1 Vorbedingungen
4.2.2 Methoden
4.2.3 Visuelle Sprache nutzen
4.2.4 Erfolgskontrolle
4.2.5 Probleme
4.3 Aktualität des IT-Wissens
4.3.1 Notwendigkeit
4.3.2 Methoden
5. Resümee
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, welches IT-Wissen Führungskräfte in einem von Informationstechnologie geprägten Umfeld benötigen und mit welchen effizienten Methoden dieses Wissen vermittelt und aktuell gehalten werden kann. Im Zentrum steht dabei die Erkenntnis, dass aufgrund individueller Rollen und Branchen kein pauschaler Wissensbedarf definiert werden kann, sondern eine individuelle Ermittlung erforderlich ist.
- Klassifikation und Differenzierung von IT-Fachwissen und IT-Methodenwissen.
- Entwicklung eines individuellen Anforderungsprofils mittels Balanced Scorecard.
- Analyse praxisorientierter Methoden zur IT-Wissensvermittlung für Führungskräfte.
- Strategien zur dauerhaften Aktualisierung des IT-Wissens in dynamischen Märkten.
Auszug aus dem Buch
Theoretisches IT-Wissen
Theoretisches Wissen über die Informationstechnologie wird von Führungskräften hauptsächlich für Managemententscheidungen benötigt. Führungskräfte benötigen einen technischen Hintergrund um Make-or-Buy oder Outsourcing-Entscheidungen im IT-Bereich treffen zu können. Aus diesem Grund sollten Führungskräfte nach der Studie des MIT Sloan School of Management in folgenden Bereichen ein theoretisches IT-Wissen besitzen, beziehungsweise sich aneignen:
Hardware: Eine Führungskraft sollte über ein Basiswissen über die Zusammensetzung eines Computer verfügen. Dies beinhaltet zum einen Kenntnisse über die Komponenten eines Computers und zum anderen das Verständnis über deren Aufgaben und Funktionen.
Betriebssysteme: Ein Betriebssystem ermöglicht erst die Verwendung eines Computers durch den Menschen. Deshalb sollten Führungskräfte die Aufgaben eines Betriebssystems kennen und die Anwendungsbereiche der verschiedenen Betriebssysteme erläutern können.
Netzwerke und Corporate Network: Viele Unternehmen sind heutzutage weltweit in Form eines Corporate Network miteinander vernetzt. Durch die zunehmende globale Arbeitsteilung werden Kommunikationsnetze für Konzerne deshalb immer wichtiger. Aus diesem Grund sollten Führungskräfte zumindest die Grundfunktionen eines Netzwerks begreifen und die für die Kommunikation benötigte Netzwerktopologie verstehen.
Datenbanksysteme: Datenbanksysteme sind in unserem täglichen Leben nicht mehr weg zu denken. Man findet sie darüber hinaus auch immer häufiger auf mobilen Endgeräten. Mithilfe dieser Technologie wird es Führungskräften ermöglicht ihre Termine immer griffbereit auf ihrem Mobiltelefon abzurufen. Gerade deswegen sollten Führungskräfte die Frage beantworten können, was Datenbanksysteme sind und in welchen Bereichen sie überall eingesetzt werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz der Informationstechnik für die Unternehmensführung und definiert das Ziel, den individuellen IT-Wissensbedarf von Führungskräften zu identifizieren.
2. Grundlagen: Es werden die zentralen Begriffe Führungskraft, Informationstechnologie sowie Wissen und Wissensmanagement definiert, um eine theoretische Basis für die Untersuchung zu schaffen.
3. IT-Wissen von Führungskräften: Dieses Kapitel klassifiziert notwendiges IT-Wissen in Fach- und Methodenwissen und stellt eine kritische Auseinandersetzung mit der individuellen Anforderungsermittlung vor.
4. IT-Wissensvermittlung für Führungskräfte: Hier werden Methoden zur Vermittlung des Wissens sowie Strategien zur Sicherung der Aktualität von IT-Kenntnissen in einem schnelllebigen Marktumfeld diskutiert.
5. Resümee: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, IT-Wissen basierend auf der individuellen Position und den spezifischen Anforderungen einer Führungskraft kontinuierlich zu entwickeln.
Schlüsselwörter
IT-Wissen, Führungskräfte, Wissensmanagement, Informationstechnologie, Kompetenzentwicklung, Balanced Scorecard, IT-Methoden, Wissensvermittlung, Fachkompetenz, Personalentwicklung, Wissensspirale, IT-Strategie, Coaching, Wissensdatenbank, Prozessoptimierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem notwendigen IT-Wissen, das Führungskräfte benötigen, um in einem technisch geprägten, globalen Wettbewerbsumfeld fundierte Entscheidungen treffen zu können.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Klassifikation von IT-Fachwissen, die Strukturierung von Methodenwissen, die individuelle Bedarfsermittlung mittels Balanced Scorecard sowie moderne Methoden der Wissensvermittlung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Führungskräfte ihren IT-Wissensbedarf individuell bestimmen können und welche Vorgehensweisen sich für die effiziente Wissensvermittlung und -aktualisierung am besten eignen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der adaptierten Anwendung von Management-Modellen wie der Balanced Scorecard, dem Wissensmanagement-Modell nach Probst/Raub/Romhardt und der Wissensspirale nach Nonaka/Takeuchi.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Begriffe definiert, dann eine detaillierte Klassifikation von theoretischem und praktischem IT-Wissen vorgenommen und anschließend verschiedene Vermittlungsmethoden wie Seminare, Coaching oder E-Learning evaluiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind IT-Wissen, Führungskräfte, Wissensmanagement, Informationstechnologie, Kompetenzentwicklung und individuelle Anforderungsanalyse.
Warum ist eine "pauschale" IT-Schulung für Führungskräfte oft wenig erfolgreich?
Aufgrund der Vielfalt an Branchen, Hierarchieebenen und individuellen Aufgabenbereichen ist ein Einheitsansatz ineffizient; Führungskräfte benötigen ein auf ihre spezifische Situation zugeschnittenes Wissen.
Welche Rolle spielt die "Schnelllebigkeit" der IT für die Weiterbildung?
Da IT-Wissen eine geringe Halbwertszeit von etwa drei Jahren hat, ist eine einmalige Weiterbildung nicht ausreichend; stattdessen ist ein zyklischer Prozess der Wissensaktualisierung zwingend erforderlich.
- Quote paper
- Dipl.-Ing. (DH) Michael Lang (Author), Markus Fleckenstein (Author), 2009, IT-Wissen von Führungskräften, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/176997