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Didaktische Methoden für ein erfolgreiches Biblisches Lernen

Title: Didaktische Methoden für ein erfolgreiches Biblisches Lernen

Term Paper , 2010 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Elisabeth Esch (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy

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Summary Excerpt Details

Ist biblisches Lernen für den Religionsunterricht noch relevant? Das ist die Frage, die man sich in der Bibeldidaktik stellt. Sie behandelt, ob die biblischen Texte an unseren heutigen Erfahrungen vorbeigehen und wie man der Bibel im Unterricht begegnen kann, damit ein erfolgreiches biblisches Lernen vollzogen werden kann.

Der Religionsunterricht kann auf Probleme stoßen, da die Bedeutung der Bibel für manche Schüler im Alter abnehmen kann. Die Arbeit an der Bibel muss sich der Kritik des Erfahrungs-, Relevanz- und Effektivitätsverlustes stellen.
Aus einer Untersuchung von Horst Klaus Berg mit mehreren Schülern verschiedenen Alters lässt sich der Schluss ziehen, dass Jugendliche die Heilige Schrift nicht von vorneherein ablehnen, sondern ihr im Unterricht offen entgegengehen, sofern ihre Erfahrungen berücksichtigt werden.
Biblisches Lernen sieht sich heutzutage vor dem Problem der Postmoderne. Denn für Nichtgläubige hat die Bibel keinen Stellenwert und ist irrelevant für den Unterricht, da sie nicht daran glauben, dass sich in ihr Gottes Wort offenbart. Die Arbeit an den biblischen Erzählungen hat hingegen großen Wert für gläubige Christen, weil dadurch für sie erst eine Gottesbegegnung möglich wird.
Im Religionsunterricht können Schüler, die den theologischen Gehalt der Bibel kennen, auf Mitschüler treffen, die diese als ein Werk unter vielen ansehen. Da sich die Identitätsfindung zwischen den Heranwachsenden angesichts der vielen verschiedenen Traditionen und Wertesystemen unterschiedlich vollzogen hat, bilden sie verschiedene Bezüge zu den biblischen Texten. Aus diesem Grund beziehen die Schüler das Wort Gottes unterschiedlich auf ihre Lebenssituation. Anhand der unterschiedlichen Traditionen und Religionen auf der Welt, bilden die Schüler jeweils verschiedene Interpretationen der Perikopen, weil sie nicht nur in ihrem eigenen Glauben nach einer Deutung suchen, sondern auch in den großen Weltreligionen.
Das alles muss dem Lehrenden bewusst sein, um ein gezieltes Arbeiten an der Bibel zu ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Biblisches Lernen

2. Dekonstruktivistische Bibeldidaktik – Ulrich Kropač

2.1. Was ist Dekonstruktion?

2.2. Elementare Arbeitsformen

3. Orientierung an biblischer Sprache – Ingo Baldermann

3.1. Die Bibel- ein Buch des Lernens

3.2. Der Umgang mit dem Buch der Psalmen

3.2.1. Die Sprache der Klage

3.2.2. Die Sprache des Lobes

3.3. Elementare Arbeitsformen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie ein erfolgreiches biblisches Lernen im Religionsunterricht gestaltet werden kann, um Schüler trotz zunehmender Distanz zur Bibel in einen lebendigen, dialogorientierten Lernprozess einzubeziehen. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie individuelle Lebenserfahrungen der Heranwachsenden mit biblischen Texten verknüpft werden können, um Identitätsfindung und Mündigkeit zu fördern.

  • Bedeutung und Relevanz des biblischen Lernens in der Postmoderne
  • Dekonstruktivistische Bibeldidaktik nach Ulrich Kropač
  • Didaktik der biblischen Sprache und Orientierung nach Ingo Baldermann
  • Umgang mit Psalmen als Ausdruck menschlicher Erfahrung (Klage und Lob)
  • Methoden zur subjektorientierten und erfahrungsbasierten Bibelarbeit

Auszug aus dem Buch

2.1. Was ist Dekonstruktion?

Prof. Dr. Ulrich Kropač hat eine Methode aufgearbeitet, die biblisches Lernen für Schüler zugänglich machen soll. Kropač lehrt seit dem Jahr 2007 die Didaktik der Religionslehre und Religionspädagogik in der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt- Ingolstadt.

Da viele Schüler beklagen, dass der Religionsunterricht nicht auf ihre Erfahrungen und Fragen genügend eingeht, treten bei dieser Methode der biblische Text und der Rezipient in wechselseitige Beziehung. Das bedeutet, dass diese Form der Bibeldidaktik sowohl sach-, als auch subjektorientiert ist. Die Erlebnisse der Schüler werden anhand biblischer Texte aufgearbeitet.

Kropač übernahm die Idee dieser Methode von Jacques Derrida, der das Verfahren der „Dekonstruktion als Zugang zu philosophischen Texten“ genutzt und auf das biblische Lernen übertragen hat. Derrida war ein bekannter französischer Philosoph (1930- 2004), der als Gründer der Dekonstruktion gilt.

Nach Derrida ist Dekonstruktion eine Methode, die sowohl „Sprache aufbricht, demontiert und neu arrangiert“, als auch „Destruktion und Konstruktion miteinander verknüpft“. Das Verfahren gilt als destruktiv, da es mit Hilfe geeigneter Sinnschemata eine zu vorschnelle Beanspruchung des Textes nicht zulässt. Jeder Aspekt eines Textes soll berücksichtig und nicht überlesen werden. Es werden unaufhörlich Fragen an den Text gestellt. „Dekonstruktion bedeutet Abwehr gegen die Einebnung der vielgestaltigen Sinnspitzen und Sensibilisierung für die untergründigen Bedeutungsschichten eines Textes.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Biblisches Lernen: Dieses Kapitel thematisiert die Relevanz der Bibel im modernen Religionsunterricht und stellt die Notwendigkeit dar, Schüler mit ihren persönlichen Lebenserfahrungen in den Lernprozess einzubeziehen.

2. Dekonstruktivistische Bibeldidaktik – Ulrich Kropač: Hier wird der Ansatz von Ulrich Kropač vorgestellt, der durch das Verfahren der Dekonstruktion eine wechselseitige Beziehung zwischen dem biblischen Text und dem Rezipienten anstrebt.

2.1. Was ist Dekonstruktion?: Das Kapitel erläutert die philosophischen Grundlagen der Dekonstruktion nach Jacques Derrida und deren Übertragung auf die bibeldidaktische Arbeit.

2.2. Elementare Arbeitsformen: Dieser Abschnitt beschreibt praktische methodische Ansätze, um dekonstruktive Bibelarbeit im Unterricht umzusetzen und Schüler aktiv an der Interpretation zu beteiligen.

3. Orientierung an biblischer Sprache – Ingo Baldermann: Der Fokus liegt hier auf dem didaktischen Modell von Ingo Baldermann, das biblische Sprachformen als zentralen Zugang für das Lernen nutzt.

3.1. Die Bibel- ein Buch des Lernens: Es wird dargestellt, warum die Bibel als ein vielseitiges Buch des Lernens und der Hoffnung für die nächste Generation fungieren kann.

3.2. Der Umgang mit dem Buch der Psalmen: In diesem Kapitel wird analysiert, wie das Buch der Psalmen als Ausdruck von Lebenserfahrung im Unterricht genutzt werden kann.

3.2.1. Die Sprache der Klage: Dieser Teil behandelt die Bedeutung der Klagepsalmen, um menschliche Ängste zu verbalisieren und in einen Kontext der Hoffnung zu stellen.

3.2.2. Die Sprache des Lobes: Hier wird der Umgang mit Lobpsalmen beschrieben, um Erstaunen und Freude sowie eine aufmerksame Wahrnehmung der Welt einzuüben.

3.3. Elementare Arbeitsformen: Das Kapitel erläutert methodische Wege wie assoziierende Gespräche und künstlerische Gestaltung, um die Arbeit an Psalmen lebendig zu gestalten.

4. Fazit: Das Kapitel fasst zusammen, dass ein zukunftsfähiger Religionsunterricht den Schüler als Subjekt ernst nehmen und die Bibel als außergewöhnliches Literaturwerk mit existentieller Bedeutung für das Leben vermitteln sollte.

Schlüsselwörter

Biblisches Lernen, Religionsunterricht, Dekonstruktion, Ulrich Kropač, Ingo Baldermann, Psalmen, Sprache der Klage, Sprache des Lobes, Subjektorientierung, Hermeneutik, Identitätsfindung, Bibeldidaktik, Religionspädagogik, Gottesbegegnung, Hoffnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie biblisches Lernen im Religionsunterricht angesichts veränderter gesellschaftlicher Bedingungen und der Postmoderne erfolgreich und für Schüler relevant gestaltet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die dekonstruktivistische Bibeldidaktik von Ulrich Kropač, das Konzept der biblischen Sprache nach Ingo Baldermann sowie die didaktische Arbeit mit den Psalmen als Ausdruck von Klage und Lob.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, die einen lebendigen Dialog zwischen biblischen Texten und den individuellen Lebenserfahrungen der Schüler ermöglichen, um so deren Mündigkeit und Identitätsfindung zu fördern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit bibeldidaktischen Modellen, die durch Ansätze der Linguistik, der Dekonstruktion und der Religionspädagogik fundiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der dekonstruktivistischen Didaktik, die Analyse der biblischen Sprache nach Baldermann und eine detaillierte Betrachtung der Arbeit mit Psalmen (Klage und Lob) mitsamt praktischer Arbeitsformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Biblisches Lernen, Dekonstruktion, Subjektorientierung, Psalmen, Bibeldidaktik und die Verknüpfung von biblischen Texten mit der Lebenswelt der Schüler.

Wie unterscheidet sich der dekonstruktive Ansatz nach Kropač von herkömmlichen Methoden?

Im Gegensatz zu Methoden, die nach einer einzigen, festen Bedeutung eines Textes suchen, zielt die Dekonstruktion darauf ab, die Vielgestaltigkeit von Sinnpotenzialen zu wahren und den Schüler als gleichberechtigten Gesprächspartner des Textes zu etablieren.

Warum ist laut Baldermann die Arbeit mit Psalmen besonders wichtig?

Psalmen sind laut Baldermann elementare Ausdrucksformen menschlicher Erfahrung. Sie ermöglichen es Schülern, eigene Emotionen wie Angst (Klage) oder Freude (Lob) zu verbalisieren und diese in einem größeren Zusammenhang von Vertrauen auf Gott zu verorten.

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Details

Title
Didaktische Methoden für ein erfolgreiches Biblisches Lernen
College
University of Cologne  (Katholische Theologie)
Course
Religionspädagogik
Grade
1,7
Author
Elisabeth Esch (Author)
Publication Year
2010
Pages
21
Catalog Number
V176764
ISBN (eBook)
9783640981953
ISBN (Book)
9783640982264
Language
German
Tags
Religionsdidaktik Religionspädadogik Didaktik didaktische Methoden Biblisches Lernen Dekonstruktivistische Bibeldidaktik Dekonstruktion Ingo Baldermann Biblische Sprache Ulrich Kropac Didaktische Methoden für ein erfolgreiches Biblisches Lernen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisabeth Esch (Author), 2010, Didaktische Methoden für ein erfolgreiches Biblisches Lernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/176764
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