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Das „Aktionsprogramm 2015“ der Bundesregierung – Der Versuch der Implementierung der Millennium-Entwicklungsziele

Eine kritische Analyse

Titel: Das „Aktionsprogramm 2015“ der Bundesregierung – Der Versuch der Implementierung der Millennium-Entwicklungsziele

Hausarbeit , 2009 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: M.A. Jonas Kirstein (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im September des Jahres 2000 verabschiedeten 189 unabhängige Staaten im Rahmen der 55. Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York die Millenniums-Erklärung. Mit dieser Erklärung verpflichteten sich die teilnehmenden Staaten gemeinsam eine sicherere, wohlhabendere und gerechtere Welt zu schaffen. Im
Anschluss an diesen Millenniumsgipfel erarbeiteten Vertreter der Vereinten Nationen, der Weltbank, der internationalen Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und anderer internationaler Organisationen eine Liste von Entwicklungszielen, die Millennium-Entwicklungsziele (Millennium Development
Goals). Die teilnehmenden Länder des Millenniumsgipfels wurden größtenteils durch ihre jeweiligen Staats- oder Regierungschefs repräsentiert, so auch Deutschland, das durch den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder vertreten wurde. Schröder gab
eine kurze Stellungnahme ab, bekräftigte ausdrücklich das überdeterminierte Ziel der Halbierung der extremen Armut weltweit und versprach einen konkreten deutschen Beitrag zur Umsetzung eben dieses Ziels: „Generalsekretär Kofi Annan hat die Staatengemeinschaft dazu aufgerufen, sich das Ziel zu Eigen zu machen, bis zum Jahr 2015 den Anteil der in extremer Armut lebenden Menschen zu halbieren. Ich begrüße und unterstütze diese Initiative nachdrücklich. Die von mir geführte Bundesregierung wird daher einen Aktionsplan entwickeln, der aufzeigt, auf welche Weise auch Deutschland selbst, und zwar konkret, dazu beitragen kann, dass dieses Ziel tatsächlich erreicht wird." Im April 2001 wurde sodann das „Aktionsprogramm 2015“, welches
hauptsächlich unter der Federführung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) entstand, durch Kabinettsbeschluss in Kraft gesetzt. Damit verpflichtete sich die gesamte Bundesregierung Deutschlands auf Grundlage eines nationalen Strategiepapiers zur Umsetzung der Millenniums-Erklärung und der Millennium-Entwicklungsziele beizusteuern. Inwieweit es dem
Aktionsprogramm gelungen ist, die Vorgaben der Millenniums-Erklärung und der Millennium-Entwicklungsziele einzubinden und diese in die Praxis der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu integrieren, gilt es in dieser Arbeit zu klären.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Die Millenniums-Erklärung

2.2 Die Millennium-Entwicklungsziele

2.3 Kennzeichen des Paradigmenwechsels in der internationalen Entwicklungspolitik

3. Das Aktionsprogramm 2015 der Bundesregierung

3.1 Handlungsfelder der Armutsbekämpfung

3.2 Ansatzpunkte des Programms

3.3 Vorläufige, kritische Bewertung

4. Maßnahmen zur Umsetzung: Pilotland Mosambik

4.1 Gegenwärtige Projekte

4.2 Bewertung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch, inwieweit das „Aktionsprogramm 2015“ der deutschen Bundesregierung die Vorgaben der Millenniums-Erklärung und der Millennium-Entwicklungsziele tatsächlich in die Praxis der deutschen Entwicklungszusammenarbeit integrieren konnte und ob es als effektives Instrument der Armutsbekämpfung fungiert.

  • Grundlagen und theoretischer Rahmen der Millenniums-Entwicklungsziele
  • Analyse der Handlungsfelder und Ansatzpunkte des Aktionsprogramms 2015
  • Kritische Bewertung der Wirksamkeit und Umsetzbarkeit des Programms
  • Praktische Überprüfung anhand des Fallbeispiels Mosambik als Pilotland
  • Untersuchung von Paradigmenwechseln in der internationalen Entwicklungspolitik

Auszug aus dem Buch

3.3 Vorläufige, kritische Bewertung

Nach der Verabschiedung des Aktionsprogramms reagierte die Öffentlichkeit eher kritisch. Begrüßt wurde die Zielsetzung der Armutshalbierung als Kernaufgabe. Das Aktionsprogramm geht dabei über den eindimensionalen Armutsbegriff der Millennium-Entwicklungsziele hinaus, da nicht nur die Einkommensarmut (weniger als 1 US-$pro Tag) als Ursache für Armut betrachtet wird, sondern weitere Aspekte wie Menschenrechte, Demokratie und Good Governance in direkten Zusammenhang gebracht werden. Das Aktionsprogramm verknüpft demnach richtigerweise die Millennium-Entwicklungsziele mit der Millenniums-Erklärung. Positiv zu bewerten ist auch, dass das Aktionsprogramm die Notwendigkeit, den Übergang von Entwicklungshilfe zu internationaler Sozialpolitik beziehungsweise Global Governance zu beschleunigen, erkannt hat, da in diesem Programm die Armutsminderung als internationale Gemeinschaftsaufgabe begriffen wird bei der viele Akteure im Sinne einer globalen Strukturpolitik partnerschaftlich zusammenarbeiten müssen.

Die kritischen Aspekte des Aktionsprogramms überwiegen allerdings bei weitem. Das Programm basiert zwar auf einem umfassenden Armutsverständnis, allerdings werden die Armen als solche im Programm nicht sichtbar gemacht. Es wird nicht aufgezeigt, in welchen Regionen die extreme Armut insbesondere zu finden ist, wo es einer besonderen Hilfeleistung bedarf, um die Halbierung der Armut bis 2015 zu erreichen. Die Bundesregierung beziehungsweise das BMZ hätte diesbezüglich auf das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) oder den jährliche Entwicklungsbericht der Weltbank, welche zuverlässige Angaben liefern, zurückgreifen können. Auch wird in den Formulierungen des Programms die Hauptverantwortung für eine nachhaltige Minderung der Armut den Regierungen der Entwicklungsländer quasi zugeschoben, so dass die Verantwortung bei möglichem Versagen der Entwicklungshilfe nicht vom Geberland getragen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Verabschiedung der Millenniums-Erklärung und der Millennium-Entwicklungsziele ein und stellt die Forschungsfrage nach der Wirksamkeit des deutschen „Aktionsprogramms 2015“.

2. Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den internationalen Entstehungskontext der Millenniums-Ziele und beleuchtet den Paradigmenwechsel hin zu einer armutsorientierten und nachhaltigen Entwicklungspolitik.

3. Das Aktionsprogramm 2015 der Bundesregierung: Hier werden die Inhalte, Handlungsfelder und zehn Ansatzpunkte des deutschen Programms analysiert sowie eine erste, eher kritische Bewertung der inhaltlichen Substanz vorgenommen.

4. Maßnahmen zur Umsetzung: Pilotland Mosambik: Dieses Kapitel überprüft die praktische Umsetzung des Aktionsprogramms an einem konkreten Fallbeispiel, wobei insbesondere die Wirksamkeit der bilateralen Projekte kritisch hinterfragt wird.

5. Fazit: Das Fazit zieht ein kritisches Resümee und stellt fest, dass das Aktionsprogramm in der Praxis weitgehend wirkungslos blieb und seine Relevanz mit der Zeit verlor.

Schlüsselwörter

Aktionsprogramm 2015, Millennium-Entwicklungsziele, Armutsbekämpfung, Entwicklungszusammenarbeit, Bundesregierung, Mosambik, Entwicklungspolitik, Millenniums-Erklärung, Global Governance, Paradigmenwechsel, Armutshalbierung, Nachhaltigkeit, Bilaterale Hilfe, Wirksamkeit, BMZ.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch das deutsche „Aktionsprogramm 2015“, das als Antwort der Bundesregierung auf die internationalen Millennium-Entwicklungsziele entworfen wurde.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Im Fokus stehen die Armutsbekämpfung, die internationale Entwicklungspolitik, der Paradigmenwechsel in der Entwicklungszusammenarbeit und die praktische Umsetzung politischer Absichtserklärungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit das Aktionsprogramm die internationalen Vorgaben der Millenniums-Erklärung tatsächlich in die Praxis der deutschen Entwicklungszusammenarbeit integrieren konnte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt eine systematische Analyse von Strategiepapieren, Berichten internationaler Organisationen (wie OECD und UN) sowie eine exemplarische Fallstudie anhand des Landes Mosambik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der Strukturen des Aktionsprogramms und eine praxisorientierte Überprüfung der Umsetzung an Beispielen aus Mosambik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind das Aktionsprogramm 2015, die Millennium-Entwicklungsziele, Armutsbekämpfung, politische Wirksamkeit und Entwicklungszusammenarbeit.

Warum wird Mosambik als spezielles Fallbeispiel herangezogen?

Mosambik diente als eines von vier explizit im Aktionsprogramm genannten Pilotländern und ermöglichte daher eine direkte Überprüfung der Umsetzung der offiziellen Programmvorgaben in der bilateralen Praxis.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Autor hinsichtlich der Wirksamkeit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Programm inhaltlich und konzeptionell eklatante Mängel aufwies, in der Praxis weitgehend scheiterte und seine Relevanz in den Folgejahren fast vollständig verlor.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das „Aktionsprogramm 2015“ der Bundesregierung – Der Versuch der Implementierung der Millennium-Entwicklungsziele
Untertitel
Eine kritische Analyse
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Sozialwissenschaften - Bereich Politikwissenschaft)
Note
1,7
Autor
M.A. Jonas Kirstein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
19
Katalognummer
V176719
ISBN (eBook)
9783640981182
ISBN (Buch)
9783640981236
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Millennium Developement Goals Aktionsprogramm 2015 Entwicklungspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Jonas Kirstein (Autor:in), 2009, Das „Aktionsprogramm 2015“ der Bundesregierung – Der Versuch der Implementierung der Millennium-Entwicklungsziele, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/176719
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Leseprobe aus  19  Seiten
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