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Geschlechtsspezifische Unterschiede im kooperativen Verhalten

Evolutionspsychologische und sozialkonstruktivistische Erklärungsmodelle

Titel: Geschlechtsspezifische Unterschiede im kooperativen Verhalten

Bachelorarbeit , 2011 , 41 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sarah D. Schreiber (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Frage nach den Geschlechterunterschieden ist genauso alt wie aktuell. Obwohl sich bereits Generationen von Philosophen und Wissenschaftlern mit der Verschiedenheit von Männern und Frauen beschäftigt haben, gibt es immer noch keine einheitliche Antwort auf die Frage, ob diese Differenzen tatsächlich existieren, oder ob sie nicht eine Illusion darstellen und lediglich durch die Sozialisation in unserer Gesellschaft aufrechterhalten werden.
Dabei scheinen Anhänger des Sozialkonstruktivismus vordergründig politische Interessen zu verfolgen. Sie glauben, ihr Ziel nur erreichen zu können, indem sie
naturgegebene Unterschiede zwischen Männern und Frauen größtenteils negieren und auf rein gesellschaftliche Ursachen zurückführen. Auf der anderen Seite postulieren Evolutionspsychologen, dass sehr wohl biologische Differenzen bestehen. Diese angeborenen geschlechtsspezifischen Unterschiede dürften indes nicht zu dem naturalistischen Fehlschluss (Moore, 1903) führen, dass alles Natürliche auch als gut, richtig und unabänderlich betrachtet werden sollte.
Um eine Antwort auf die Frage nach den Ursachen der wahrgenommenen Geschlechterunterschiede im Hinblick auf kooperatives Verhalten finden zu können, beschäftigt sich die Arbeit mit den grundlegenden Annahmen der Evolutionstheorie. So wird geklärt, warum es evolutionspsychologisch durchaus adaptiv sein kann, dass Männer und Frauen unterschiedliche soziale Verhaltensweisen entwickelt haben, obwohl sie sich im Großen und Ganzen mit ähnlichen Problemen im Kampf ums Überleben auseinandersetzen mussten. Außerdem ist zu klären, wie kooperatives Verhalten in einer Welt entstehen konnte, in der es zunächst am sinnvollsten erscheint, egoistisch zu handeln, um das eigene Überleben zu sichern.
Auf der anderen Seite bietet die Sozialisation ein alternatives Erklärungsmodell, wie es durch das Erlernen sozialer Rollen und Identitäten zu den unterschiedlichen Verhaltensweisen von Männern und Frauen kommen kann, ohne dass hierfür biologische Unterschiede verantwortlich sind.
Es wird sich zeigen, dass die scheinbar einfache Frage, ob eines der beiden Geschlechter im Durchschnitt kooperativer ist als das andere, nur schwer zu beantworten ist. Deshalb werden in dieser Arbeit Studien mit verschiedenen Motivations- und Sozialstrukturen vorgestellt. Sie sollen Aufschluss darüber geben, ob die Evolutionspsychologie oder der Sozialkonstruktivismus die gefundenen Geschlechterunterschiede besser erklären kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Evolutionspsychologischer Ansatz

2.1 Grundlagen der Evolutionstheorie

2.2 Wie konnten unterschiedliche Verhaltensweisen zwischen den Geschlechtern evolvieren?

2.2.1 Elterliche Investitionen

2.2.2 Partnerwahlstrategien von Männern und Frauen

2.3 Evolution der Kooperation

2.3.1 Reziprozität und Unterstützung von Verwandten

2.3.1 Altruismus als Costly Signal

2.4 Evolutionspsychologische Vorhersagen für geschlechtsspezifische Unterschiede im kooperativen Verhalten

3. Sozialkonstruktivistischer Ansatz

3.1 Grundlagen des Sozialkonstruktivismus

3.2 Sozialisation der Geschlechterunterschiede

3.2.1 Soziale Rollen

3.2.2 Soziale Identitäten

3.3 Sozialisation der Kooperation

3.3.1 Helden und Gentlemen

3.3.2 Fürsorgliche Mütter und selbstlose Freundinnen

3.4 Vorhersagen der Theorie der sozialen Rollen für geschlechtsspezifische Unterschiede im kooperativen Verhalten

4. Empirische Studien

4.1 Motivationsstruktur

4.1.1 Furcht vor der Ausbeutung

4.1.2 Streben nach dem eigenen Vorteil

4.2 Soziale Struktur

4.2.1 Kooperation in Gruppen und interpersonale Kooperation

4.2.2 Geschlechterzusammensetzung der Gruppe und Beobachtereffekt

4.3 Biologische Studien

5. Ergebnisse

6. Fazit und Perspektiven

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen geschlechtsspezifischer Unterschiede im kooperativen Verhalten, indem sie evolutionspsychologische und sozialkonstruktivistische Erklärungsmodelle einander gegenüberstellt und deren Vorhersagen anhand empirischer Studien überprüft.

  • Grundlagen der Evolutionstheorie in Bezug auf Geschlechterdifferenzen
  • Sozialkonstruktivistische Konzepte wie Geschlechterrollen und soziale Identität
  • Analyse von Kooperationsproblemen durch soziale Dilemmata
  • Einfluss von Motivationsstrukturen und sozialen Rahmenbedingungen
  • Gegenüberstellung und Integration beider theoretischer Perspektiven

Auszug aus dem Buch

2.2 Wie konnten unterschiedliche Verhaltensweisen zwischen den Geschlechtern evolvieren?

Um Unterschiede im sozialen Verhalten zwischen den Geschlechtern einer Art zu erklären, muss man evolutionäre Probleme betrachten, denen entweder nur Männchen oder nur Weibchen dieser Spezies ausgesetzt waren. Denn die meisten Probleme im Sinne der Evolution müssen beide Geschlechter lösen, sodass dort keine Unterschiede zu erwarten sind (Buss, 2004).

Robert Trivers (1972) postulierte, dass das relative elterliche Investment der Geschlechter die sexuelle Selektion maßgeblich beeinflusst und definiert elterliches Investment als „any investment by the parent in an individual offspring that increases the offspring’s chance of surviving (and hence reproductive success) at the cost of the parent’s ability to invest in other offspring“ (Trivers, 1972, S. 139).

So wird das Geschlecht, das typischerweise mehr in den Nachwuchs investiert, eine knappe Ressource für das andere Geschlecht. Dieses könnte sich theoretisch viel häufiger fortpflanzen, weil es im Extremfall (außer dem Geschlechtsakt) nichts in die Nachkommen investieren muss. In den meisten Fällen sind es die Weibchen, die die höheren elterlichen Investitionen erbringen, es gibt jedoch auch Arten, bei denen dieses Verhältnis ausgeglichen ist oder sogar die Männchen stärker investieren (Trivers, 1972; 1985).

In der Folge müssen die Vertreter des wenig investierenden Geschlechts in einem harten Wettbewerb um die wertvollen Mitglieder des hochinvestierenden Geschlechts konkurrieren, die i.d.R. ihre Wahl zwischen verschiedenen potenziellen Partnern treffen können. Bei Spezies, bei denen beide Geschlechter gleich viele Ressourcen in den Nachwuchs investieren, sollte die sexuelle Selektion auf beide Geschlechter in ähnlicher Weise wirken (Trivers, 1972).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtet die anhaltende wissenschaftliche Debatte um die Herkunft geschlechtsspezifischer Verhaltensunterschiede und führt in die zwei zentralen Erklärungsansätze ein.

2. Evolutionspsychologischer Ansatz: Analysiert biologisch-evolutionäre Mechanismen, wie sexuelle Selektion und elterliche Investition, als Grundlage für geschlechtstypisches Verhalten.

3. Sozialkonstruktivistischer Ansatz: Untersucht die Rolle von Sozialisation, Geschlechterrollen und sozialer Identität bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Verhaltensunterschieden.

4. Empirische Studien: Präsentiert und vergleicht experimentelle Befunde zu Kooperationsverhalten in sozialen Dilemmata und unter verschiedenen sozialen Strukturen.

5. Ergebnisse: Synthetisiert die empirischen Befunde und bewertet die Erklärungsstärke der beiden theoretischen Ansätze in Bezug auf die beobachteten Geschlechterunterschiede.

6. Fazit und Perspektiven: Fasst die Erkenntnisse zusammen und schließt mit der Schlussfolgerung, dass geschlechtsspezifisches Verhalten als komplexes Zusammenspiel von Evolution und Sozialisation zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Geschlechtsunterschiede, Kooperatives Verhalten, Evolutionspsychologie, Sozialkonstruktivismus, Soziale Dilemmata, Geschlechterrollen, Soziale Identität, Sexuelle Selektion, Altruismus, Motivationsstruktur, Reputationsaufbau, Kompetitiver Altruismus, Gruppendynamik, Geschlechterstereotypen, Hilfeverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Bachelorarbeit untersucht die Ursachen für Unterschiede im kooperativen Verhalten von Männern und Frauen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Kontroverse zwischen evolutionspsychologischen (biologischen) Erklärungsmodellen und sozialkonstruktivistischen (gesellschaftlichen) Ansätzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, ob geschlechtsspezifische Unterschiede im kooperativen Verhalten eher naturgegeben (evolutionär) oder das Ergebnis gesellschaftlicher Prägung (Sozialisation) sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die eine Vielzahl empirischer Studien und Metastudien kritisch auswertet und gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen beider Ansätze erarbeitet sowie empirische Experimente, wie das Gefangenendilemma oder Vertrauensspiele, analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Geschlechtsunterschiede, Kooperation, Evolutionspsychologie, Sozialkonstruktivismus und soziale Dilemmata.

Warum zeigen Männer und Frauen in Studien oft unterschiedliche Ergebnisse bei der Kooperation?

Die Arbeit verdeutlicht, dass dies oft von der sozialen Struktur (z. B. Interaktion mit Fremden vs. engen Vertrauten) und den Anreizsystemen (z. B. Gier vs. Angst vor Ausbeutung) in den jeweiligen Experimenten abhängt.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt die Autorin?

Die Autorin schließt, dass kooperatives Verhalten von Männern und Frauen nicht monokausal erklärt werden kann, sondern als ein komplexes Zusammenspiel aus evolutionärer Disposition und kultureller Sozialisation zu betrachten ist.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschlechtsspezifische Unterschiede im kooperativen Verhalten
Untertitel
Evolutionspsychologische und sozialkonstruktivistische Erklärungsmodelle
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für Wirtschafts- und Sozialpsychologie)
Note
1,0
Autor
Sarah D. Schreiber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
41
Katalognummer
V176668
ISBN (eBook)
9783640980338
ISBN (Buch)
9783640980505
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschlechterunterschiede Kooperation Evolutionspsychologie Sozialkonstruktivismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah D. Schreiber (Autor:in), 2011, Geschlechtsspezifische Unterschiede im kooperativen Verhalten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/176668
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Leseprobe aus  41  Seiten
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