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Vergleich der Darstellung des „Wunderbaren“ in Johann Hartliebs „Alexanderroman“ und Gottfried von Straßburgs „Tristan“

Titel: Vergleich der Darstellung des „Wunderbaren“ in Johann Hartliebs „Alexanderroman“ und Gottfried von Straßburgs „Tristan“

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Katharina Neuhaus (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Was beschreiben wir mit dem Begriff des Wunderbaren? Heute ist das Wort in vielen Zusammenhängen zu einer Floskel verkommen, die oft nur beiläufig hingeworfen, ja sogar ironisch verwendet wird, aber dennoch meist positiv konnotiert ist. Aber wie ver-hält sich das in Texten aus Mittelalter und Früher Neuzeit? Welcher Begriff des Wun-derbaren kommt hier zum Tragen? Wie werden wunderbare Ereignisse in der Literatur dargestellt? Ist der Begriff positiv oder negativ belegt – oder ist vielleicht sogar beides möglich?
Um diese Fragen beantworten zu können, untersuche ich die Darstellung des Wunderba-ren exemplarisch an zwei Texten: Gottfried von Straßburgs „Tristan“ (um 1210) und Johann Hartliebs „Alexanderroman“ (um 1450). Obwohl die Texte in Bezug auf Zeit und Ort nicht übereinstimmen –Cornwall und der Orient liegen zugegebenermaßen nicht direkt nebeneinander, und abgesehen davon entstand der Alexanderroman immerhin über 200 Jahre nach dem „Tristan“- halte ich einen Vergleich für möglich, da die Thematik sich nicht unähnlich ist und in beiden Texten ein wahrlich außergewöhnlicher Held im Vordergrund steht. Ob es auch ein wunderbarer Held ist, ist ebenfalls eine der Untersuchungsfragen dieser Arbeit.
Im Hauptteil beschäftige ich mich zunächst kurz mit einer Definition des Wunderbaren, um vorab zu klären, welche Dimensionen dieser vielschichtige Begriff beinhaltet. Da-nach untersuche ich für beide Texte die Darstellung wunderbarer Orte und Wesen, reli-giöser Wunder und Alexanders und Tristans selbst. Im Schlussteil fasse ich meine Er-gebnisse zusammen und versuche, Antworten auf die eingangs gestellten Fragen zu ge-ben. Um allgemein gültige Aussagen über die Sichtweise auf das Wunderbare im Mitte-lalter und der frühen Neuzeit treffen zu können, müssten jedoch noch weitere Texte zum Vergleich herangezogen. So lassen sich darüber lediglich Vermutungen treffen. Eine genauere Untersuchung der Wunder-Thematik in verschiedenen Epochen könnte sich an diese Arbeit anschließen, die mir indes nicht den nötigen Rahmen dafür bietet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Der Begriff des Wunderbaren

2.2. Untersuchungen zum Wunderbaren am Text

2.2.1 Das Wunderbare an Tristans und Alexanders Äußerem und an den Menschen in ihrem Umfeld

2.2.2 Die Begegnung mit wunderbaren Orten

2.2.3 Wunderbare Wesen und Gegenstände

2.2.4 Religiöse Wunder

3 Schluss

Zielsetzung und Forschungsfragen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Funktion des „Wunderbaren“ in Gottfried von Straßburgs „Tristan“ und Johann Hartliebs „Alexanderroman“. Dabei soll geklärt werden, wie der vielschichtige Begriff des Wunderbaren in den beiden Werken definiert wird, welche Rolle er für die Charakterisierung der Protagonisten spielt und wie die Helden mit dem Übernatürlichen interagieren.

  • Definition und begriffliche Einordnung des „Wunderbaren“.
  • Vergleich der Darstellung von äußeren Merkmalen und außergewöhnlichen Fähigkeiten der Helden.
  • Untersuchung der Begegnung mit fantastischen Orten und der Rolle der „curiositas“.
  • Analyse von religiösen Wundern im Kontext der mittelalterlichen Weltsicht.
  • Kontrastierung der passiven Hinnahme des Wunderbaren bei Tristan gegenüber dem forschenden Drang Alexanders.

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Begegnung mit wunderbaren Orten

Die wunderbaren fremden Welten, die sich Alexander und Tristan eröffnen, sind im Alexanderroman in erster Linie Indien, im Tristanroman die Minnegrotte, die Tristan und seine Geliebte Isolde nach ihrer Verbannung vom Hof König Markes im Wald entdecken.

Die Wunder, die Indien und der restliche Orient für Alexander bereithalten, sind für Jutta Eming „ein Komplex von Vorstellungen vor allem von Indien und Äthiopien [...], der diese Länder als Heimat der fremdartigen Rassen beschreibt, aber auch allgemein als Orte des Reichtums, der wundertätigen Edelsteine und sagenhaften Reiche“. Alexanders primäres Ziel bei seinem Zug gen Osten ist ebenfalls das Erlangen von Macht und Reichtümern, „er woltt yee orientt auch alles beczwingen, daz er allain herr vnd kunig wär aller werltt“ (V. 2979/2980). Interesse für das Wunderbare, das ihm dort begegnet, zeigt er anfangs kaum, zwar „vandt er gar vil wunders, auch gar viel wunderleicher lewtt“ (V. 2985/86), hinterfragt aber nicht den Ursprung dessen, sondern bezwingt zunächst den indischen König Darius: „Ich hab alle seine lanndt beczwungen vnd genott, daz sy mier alle gehorsam sein vnd huldigung gesworen haben“ (V. 268). Erst nachdem Alexander einige Zeit in Indien verbracht hat, beginnt er, sich für das fremde Land zu interessieren und es zu erkunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, definiert das Interesse an der Wunder-Thematik und begründet die Auswahl der beiden Vergleichswerke.

2 Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung sowie eine detaillierte Analyse der Darstellung von Helden, Orten, Wesen und göttlichen Wundern in den primären literarischen Quellen.

3 Schluss: Im Schlussteil werden die Ergebnisse synthetisiert, wobei insbesondere die unterschiedlichen Herangehensweisen der Protagonisten an das Wunderbare hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Wunderbares, Alexanderroman, Tristan, Gottfried von Straßburg, Johann Hartlieb, Mittelalter, Curiositas, religiöse Wunder, Minnegrotte, Anderswelt, Heldenepos, Wahrnehmung, höfische Literatur, Naturgesetze, Motivik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit vergleicht die unterschiedliche literarische Darstellung des Konzepts „das Wunderbare“ in zwei bedeutenden Werken des Mittelalters bzw. der frühen Neuzeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Definition des Wunderbaren, die Charakterisierung der Helden durch übernatürliche Attribute, die Funktion von fremden Orten und die Einbindung religiöser Wunder in die Erzählung.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es herauszufinden, ob der Begriff des Wunderbaren in beiden Texten einheitlich definiert wird, ob er positiv oder negativ belegt ist und wie sich die Protagonisten zu diesen übernatürlichen Elementen verhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet eine vergleichende Literaturanalyse an, gestützt durch Sekundärliteratur zur mittelalterlichen Wunder-Thematik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Erscheinungsbilder von Helden, die Bedeutung von Entdeckungsreisen (curiositas), die Rolle von wunderbaren Objekten und die Thematisierung göttlicher Wunder.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind das Wunderbare, höfische Welt, Curiositas, Anderswelt, Drachenkampf und Gottesurteil.

Warum wird Alexander als „wunderbarer Held“ furchteinflößend dargestellt, während Tristan eher durch Schönheit glänzt?

Die Arbeit zeigt, dass Alexanders Darstellung auf eine kriegerische und exotische Kraft abzielt, während Tristan stärker in das Ideal des vollkommenen höfischen Ritters eingebettet ist.

Inwiefern unterscheiden sich die Protagonisten in ihrem Umgang mit dem Wunderbaren?

Tristan begegnet dem Wunderbaren eher neutral und passiv, während Alexander eine ausgeprägte intellektuelle Neugier („curiositas“) an den Tag legt und versucht, die Wunder rational zu hinterfragen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vergleich der Darstellung des „Wunderbaren“ in Johann Hartliebs „Alexanderroman“ und Gottfried von Straßburgs „Tristan“
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie)
Veranstaltung
Diskurse des Wunderbaren
Note
1,3
Autor
Katharina Neuhaus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V176608
ISBN (eBook)
9783640978762
ISBN (Buch)
9783640978823
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vergleich darstellung johann hartliebs gottfried straßburgs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Neuhaus (Autor:in), 2010, Vergleich der Darstellung des „Wunderbaren“ in Johann Hartliebs „Alexanderroman“ und Gottfried von Straßburgs „Tristan“, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/176608
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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