Diese Arbeit widmet sich zunächst der Darlegung der grundlegenden Anforderungen, welche an ein ordnungsgemäß ausgestelltes Arbeitszeugnis zu stellen sind. Dabei werden die besonderen Eigenheiten der sogenannten Zeugnissprache in den Blick genommen, jenes sprachliche Instrumentarium, das gleichermaßen der Wahrheitspflicht wie dem Gebot des Wohlwollens Rechnung zu tragen sucht. Mit der Untersuchung dieser sprachlichen Besonderheiten wird zugleich das Spannungsfeld erhellt, das sich aus den widerstreitenden Interessen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber ergibt.
Abschließend soll die gewichtige Frage beantwortet werden, inwieweit die rechtliche Verpflichtung zur Wahrheitspflicht die Grenzen der Formulierung eines wohlwollenden Arbeitszeugnisses zu bestimmen vermag. Dabei soll geschildert werden, ob und wie diese beiden Grundpfeiler des Zeugnisrechts – Wahrheit und Wohlwollen – in Einklang zu bringen sind, ohne die eine Obliegenheit der anderen zu unterwerfen. Insgesamt sollen nicht nur das juristische Fundament des Arbeitszeugnisses, sondern auch Lösungsansätze für ein konfliktfreies Zusammenwirken der Pflichten und Interessen skizziert werden.
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- Anonym (Author), 2024, Arbeitszeugnis. Zwischen Wahrheitspflicht und wohlwollender Beurteilung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1764861