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Das studentische Subjekt. Eine qualitative Untersuchung von Studentenmagazinen

Titel: Das studentische Subjekt. Eine qualitative Untersuchung von Studentenmagazinen

Diplomarbeit , 2011 , 104 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Johannes Richter (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit macht sich in den Studentenmagazinen Unicum, Zeit Campus, FAZ Hochschulanzeiger und Uni Spiegel auf die Suche nach dem "studentischen Subjekt". Existiert ein massenmedial verbreitetes Idealbild des Studierenden, das die Werte, Anforderungen und Strategien postmoderner Subjektordnungen für den Akademikernachwuchs repräsentiert?

Eine offene, qualitative Textanalyse der Studentenmagazine zeichnet mit Mitteln der Grounded Theory und der Diskursanalyse zunächst die Konturen der "Studenten von heute" nach: die Ausgangsbedingungen, unter denen sie studieren, ihre Befindlichkeiten und Handlungsprinzipien sowie typische Felder,in denen sie agieren.

Das daraus entstehende Bild der Studenten ist - wie mit Blick auf Untersuchungen von Andreas Reckwitz, Ulrich Bröckling sowie Luc Boltanski und Ève Chiapello gezeigt wird - spezifischer Ausdruck einer hybriden Subjektkultur der Postmoderne, eines Subjektivierungsregimes der unternehmerischen Selbstregierung und eines neuen Geistes des Kapitalismus.

Als Ideal-Ich erscheint heute der kreative, abweichende, risikofreudige und idealistische Student, egal ob er gerade im indischen Waisenhaus oder auf der antikapitalistischen Flashmob-Demo unterwegs ist. Gerade seine vermeintliche Unangepasstheit ist es nämlich, die ihm auf dem Arbeitsmarkt Wettbewerbsvorteile gegenüber der Masse brav büffelnder Bachelor-Studenten verschaffen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Das hybride Subjekt

2.2 Das unternehmerische Selbst

2.3 Der neue Geist des Kapitalismus

3. Methodisches Vorgehen

3.1 Genealogie der Subjektivierung

3.2 Elemente der Diskursanalyse

3.3 Grounded Theory

3.4 Die Analyseschritte

4. Das Untersuchungsmaterial

4.1 Geschichtliche Entwicklung der Studentenpresse

4.2 Studentenmagazine als Publikumszeitschriften

4.3 Wer spricht?

4.3.1 „Die Studentengeneration 2010“

4.3.2 „Volle Kraft in die Optimierungsfalle“

4.3.3 Studenten, Experten, Umfragen

5. Konturen der „Studenten von heute“

5.1 Grenzziehungen: Studenten als „Generation“

5.2 Ausgangsbedingungen: Bildungsreformen und globale Krisen

5.3 Befindlichkeiten und Handlungsprinzipien

5.3.1 Ängste und Sorgen

5.3.2 Individualismus und Konformität

5.3.4 Pragmatismus

5.3.5 Zusammenfassung

5.4 Handlungsfelder

5.4.1 Netzwerke

5.4.2 Proteste

5.4.3 Freiwilliges Engagement und unternehmerische Initiativen

5.5 Zusammenfassung der Analyseergebnisse

6. Das studentische Subjekt

6.1 Das studentische Subjekt als Individuum

6.2 Das studentische Subjekt als Projektarbeiter

6.2.1 Aktivität, grenzenlos

6.2.2 Flexibilität

6.3 Das studentische Subjekt als risikofreudiger Unternehmer

6.4 Das studentische Subjekt als Networker

6.5 Das studentische Subjekt als sich selbst entfaltendes Kreativsubjekt

6.6 Selbstoptimierung versus Selbstentfaltung: Fallbeispiel „Nina“

6.7 Das Anti-Subjekt

7. Studentenmagazine und Subjektordnungen

7.1 Sozialisation, Selbstverortung, Schemata

7.2 Das studentische Subjekt in Studentenmagazinen

8. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht mithilfe einer qualitativen Analyse von Studentenmagazinen das massenmedial vermittelte Idealbild des „studentischen Subjekts“ in der Postmoderne. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Werte, Anforderungen und Handlungsstrategien in diesen Publikationen konstruiert werden und wie sie sich in moderne Subjektordnungen sowie rechtfertigungstheoretische Rahmen einordnen lassen.

  • Analyse der Konstruktion des „Studenten von heute“ in Publikumszeitschriften
  • Diskursanalytische Untersuchung von Subjektmodellen (z.B. Projektarbeiter, Kreativsubjekt)
  • Verbindung von individuellen Lebensentwürfen mit gesellschaftlichen Krisenszenarien
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Selbstoptimierung und Selbstentfaltung
  • Methodische Anwendung der Grounded Theory auf mediale Textkorpora

Auszug aus dem Buch

6.2 Das studentische Subjekt als Projektarbeiter

Den Status einer verbindlichen Norm erlangte der Individualismus dadurch, dass der „neuen Geist des Kapitalismus“ spezifische Forderungen und Praktiken der Achtundsechziger bzw. der counter cultures der 1960er und 70er Jahre zu eigen machte und in Anforderungsprofile für Arbeitnehmer bzw. gängige Unternehmenspraxis umwandelte. Das Konzept des „Projekts“ ist für diese neuen Arbeitspraktiken wie auch für das Rechtfertigungsregime des neuen Geistes des Kapitalismus von zentraler Bedeutung.

Andreas Reckwitz beschreibt teamförmige Projekte innerhalb von Organisationen als wesentliches Strukturmerkmal post-bürokratischer Arbeits- und Organisationspraxis. Strikte Arbeitsteilung und hierarchische Koordination werden abgelöst durch die „selbstkontrollierte Bündelung eines ganzen Tätigkeitskomplexes 'in einer Hand'“. Im Projekt arbeiten unterschiedlich qualifizierte Arbeitssubjekte zeitlich befristet gemeinsam an der Lösung eines bestimmten Problems bzw. am Erstellen eines bestimmten Produkts. Die zielführende Arbeitsgestaltung inklusive ihrer zeitlichen und räumlichen Strukturierung hängt im Projekt letztlich von den Entscheidungen des Teams ab, obschon es mit anderen Projekten in kommunikativer Verbindung steht. Ebenso selbstverantwortlich arbeiten sogenannte „intrapreneurs“ als Quasi-Selbständige in der Organisation an ihren Projekten. (vgl Reckwitz 2006: 509ff). Anderer Stelle spricht Reckwitz von der „Projektförmigkeit“ diskontinuierlicher Lebensläufe (2006: 606), was darauf hinweist, dass sie nicht nur das „Arbeitssubjekt“, sondern das postmoderne Subjekt in allen seinen Praktiken betrifft. Diese Verallgemeinerung der Projektförmigkeit arbeiten Bröckling und mehr noch Boltanski und Chiapello detailliert heraus.

Bröckling ordnet „Projekte“ den Strategien und Programmen zu, die ein „unternehmerisches Selbst“ verfolgt und mit deren Hilfe es überhaupt erst hervorgebracht bzw. sich selbst hervorbringt. Seine Definition des „Projekts“ deckt sich zunächst mit der von Reckwitz: „Im Vordergrund steht [...] der Aspekt ein zeitlich befristetes, von einem Individuum oder einer überschaubaren Gruppe selbstverantwortlich zu bewältigende Aufgabe.“ (Bröckling 2007:257) Mit Verweis auf Boltanski und Chiapello betont er die Schlüsselstellung des „Projekt“ in der Arbeitswelt. Laut Boltanski und Chiapello ist das Projekt als Teil des „neuen Geistes des Kapitalismus“ aber nicht nur ein wichtiges Organisationsprinzip. Das Konzept des Projekts spielt darüber hinaus die entscheidende Rolle bei der Legitimation dieser „Rechtfertigungsordnung“ (vgl. Kapitel 2.3) als Ganze wie auch bei der Beurteilung der individuellen „Wertigkeit“ all derer, die in diese Ordnung integriert sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der studentischen Subjektkultur und Erläuterung der Relevanz von Studentenmagazinen als Untersuchungsgegenstand.

2. Theoretischer Rahmen: Darstellung der theoretischen Grundlagen durch Konzepte wie das „hybride Subjekt“, das „unternehmerische Selbst“ und den „neuen Geist des Kapitalismus“.

3. Methodisches Vorgehen: Beschreibung des forschungsmethodischen Ansatzes, der Genealogie der Subjektivierung, Diskursanalyse und Grounded Theory.

4. Das Untersuchungsmaterial: Historischer Abriss der Studentenpresse und Einführung in die untersuchten Publikumszeitschriften und deren inhaltliche Ausrichtung.

5. Konturen der „Studenten von heute“: Analyse der massenmedialen Konstruktion von Studenten, ihren Ängsten, Pragmatismus und Handlungsfeldern wie Netzwerken und Protesten.

6. Das studentische Subjekt: Synthese der verschiedenen Subjektmodelle, wie des Projektarbeiters, des risikofreudigen Unternehmers und des Kreativsubjekts, anhand konkreter Fallbeispiele.

7. Studentenmagazine und Subjektordnungen: Reflexion über die Rolle von Massenmedien bei der Sozialisation und der Reproduktion postmoderner Subjektkultur.

8. Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Skizzierung möglicher weiterführender Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Studentenmagazine, Subjektivierung, unternehmerisches Selbst, Projektförmigkeit, Postmoderne, Studenten von heute, Diskursanalyse, Grounded Theory, Selbstoptimierung, Bologna-Prozess, Prekarität, Generationenlabels, Studierendenpresse, Identitätskonstruktion, Handlungsfelder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Studentenmagazine das Bild des heutigen Studierenden konstruieren und welche Anforderungen und Ideale damit an die junge Generation gestellt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Im Zentrum stehen die Kategorisierung von Studenten als „Generation“, ihre Ängste im Kontext des Bologna-Prozesses, der Drang zur Selbstoptimierung sowie neue Formen des Engagements.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein spezifisches „studentisches Subjekt“ als massenmediales Modell zu identifizieren, das Werte und Strategien für die postmoderne Lebenswelt repräsentiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Textanalyse angewendet, die Elemente der Diskursanalyse mit den Prinzipien der Grounded Theory nach Glaser und Strauss kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Ausgangsbedingungen, der studentischen Befindlichkeiten sowie eine detaillierte Rekonstruktion spezifischer Subjektmodelle wie dem des „Projektarbeiters“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Subjektivierung, unternehmerisches Selbst, Projektförmigkeit, Prekarität, Selbstoptimierung und die mediale Konstruktion einer „Studentengeneration“.

Wie wird das Konzept des „Projektarbeiters“ auf Studierende angewendet?

Die Arbeit zeigt auf, dass der moderne Studierende nicht mehr als klassischer Lernender, sondern als Akteur in einem „Projekt“ gesehen wird, wobei das Studium selbst zur permanenten Bewährungsprobe wird.

Welche Rolle spielen die untersuchten Zeitschriften dabei?

Die Magazine dienen als Träger massenmedialer Schemata, die den Lesern helfen, ihre eigene Identität zu strukturieren und sich den systemischen Anforderungen der Wissensgesellschaft anzupassen.

Ende der Leseprobe aus 104 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das studentische Subjekt. Eine qualitative Untersuchung von Studentenmagazinen
Hochschule
Universität Bielefeld  (Fakultät für Soziologie)
Note
1,0
Autor
Johannes Richter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
104
Katalognummer
V176411
ISBN (eBook)
9783640977123
ISBN (Buch)
9783640977659
Sprache
Deutsch
Schlagworte
studentisches Subjekt Studenten Medien Qualitative Forschung Studentenmagazine Studentenzeitschriften Subjekttheorien Hybrides Subjekt Unternehmerisches Selbst Neuer Geist des Kapitalismus Reckwitz Bröckling Boltanski Chiapello
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Richter (Autor:in), 2011, Das studentische Subjekt. Eine qualitative Untersuchung von Studentenmagazinen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/176411
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  104  Seiten
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