Vorstellung des Konzepts des prozessorientierten Schreibunterrichts & Analyse einer Schulbucheinheit in Hinsicht auf deren Prozessorientierung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sprach- und Schreibkompetenz
2.1 Textmuster und Textsorten
2.2 Prozessorientierter Schreibunterricht
2.3 Schreibstrategien
3. „Mode, ein tierisches Vergnügen?” - Schreibunterricht im Lehrbuch
3.1 Inhalte und Struktur der Auswahlsequenz
3.2 Beschreibung und Analyse
4. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer konkreten Schulbucheinheit, inwieweit Prinzipien der modernen, prozessorientierten Schreibdidaktik in aktuellen Lehrwerken für den Deutschunterricht umgesetzt werden und wo Diskrepanzen zwischen didaktischer Theorie und schulischer Praxis bestehen.
- Grundlagen der Schreibkompetenz und Textmuster
- Entwicklung des prozessorientierten Schreibunterrichts
- Kategorisierung von Schreibstrategien
- Qualitative Analyse einer Lehrbucheinheit zum Thema Erörtern
- Herausforderungen der praktischen Umsetzung im Deutschunterricht
Auszug aus dem Buch
3. „Mode, ein tierisches Vergnügen?” - Schreibunterricht im Lehrbuch
Als Untersuchungsgegenstand soll dieser Arbeit ein Auszug aus der Unterrichtssequenz “Mode, ein tierisches Vergnügen? — Argumentieren und Erörtern” aus dem Lehrwerk „Deutschbuch 9” - einem Arbeitsbuch für die 9. Klasse des Gymnasiums in Berlin und Brandenburg - des Cornelsen-Verlags dienen. Die Lehrbucheinheit, deren Überschrift als Wegweiser noch die übergeordneten Schlagwörter „Sprechen, Zuhören, Schreiben” vorangestellt sind, ist in drei Hauptsegmente unterteilt, denen ihrerseits jeweils zwei bis drei Teilsequenzen untergeordnet sind. Das erste Kapitel, „Jobben für Klamotten? — Diskutieren und Erörtern”, aus dem ein Auszug — nämlich die zweite Teilsequenz „Kleiderordnung oder Modefreiheit?” — in der Folge näher beschrieben und analysiert werden soll, widmet sich dem mündlichen wie schriftlichen Diskutieren, Argumentieren und Erörtern. Kapitel 2, „‚Fellernte‘ für den Modemarkt — Eine Rede analysieren und textgebunden erörtern”, behandelt rhetorische Strategien sprachlicher Beeinflussung, also das mündliche Argumentieren, und konkretisiert das Format der schriftlichen Erörterung. Unter dem Titel „Kein Grund für Gewissensbisse, oder doch? — Protokoll einer Debatte” folgt als drittes Kapitel schließlich eine Text- und Aufgabensequenz, die sich dem Format, den Regeln und Konventionen, der (schriftlich vorbereiteten und mündlich ausgetragenen) Debatte annimmt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Schreibkompetenz als basale Kulturtechnik ein und skizziert den Übergang von produkt- zu prozessorientierten Schreibansätzen in der Didaktik.
2. Sprach- und Schreibkompetenz: Dieses Kapitel definiert Schreibkompetenz als Integration verschiedener Teilkompetenzen und beleuchtet die Rolle von Textmustern sowie prozessorientierten Schreibstrategien.
3. „Mode, ein tierisches Vergnügen?” - Schreibunterricht im Lehrbuch: Hier wird der Untersuchungsgegenstand, eine spezifische Lehrbucheinheit, detailliert beschrieben und im Hinblick auf ihre Aufgabenstruktur und prozessdidaktische Ausrichtung analysiert.
4. Zusammenfassung: Dieses Fazit resümiert die Analyseergebnisse und kritisiert die noch immer verbreitete Vernachlässigung der Überarbeitungsphase im schulischen Schreibunterricht.
Schlüsselwörter
Schreibkompetenz, Schreibdidaktik, Prozessorientierung, Schreibprozess, Textmuster, Textsorten, Erörterung, Schreibstrategien, Deutschunterricht, Schulbuchanalyse, Schreibkonferenz, Schreibunterricht, Schreibprodukt, Teilkompetenzen, Binnendifferenzierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie moderne Ansätze des prozessorientierten Schreibens in konkreten Schulbüchern für den Deutschunterricht umgesetzt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Schreibdidaktik, die Unterscheidung zwischen produkt- und prozessorientiertem Schreiben, die Bedeutung von Schreibstrategien sowie die Analyse von Lehrmaterialien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu erörtern, ob der von der Schreibdidaktik geforderte Wandel zum prozessorientierten Schreiben in aktuellen Lehrwerken manifest ist und ob die Aufgaben die Schüler beim Schreibprozess unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung, bei der eine konkrete Lehrbucheinheit aus dem „Deutschbuch 9“ analysiert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Schreibkompetenz und Strategien sowie in die praktische Analyse der Unterrichtssequenz „Mode, ein tierisches Vergnügen?“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Schreibkompetenz, Prozessorientierung, Schreibdidaktik, Erörterung, Schreibstrategien und Lehrbuchanalyse.
Warum wird die erste Aufgabe der untersuchten Einheit kritisiert?
Der Autor bemängelt, dass Schüler in der ersten Aufgabe sofort zur Erörterung aufgefordert werden, ohne vorher das Textmuster, Ziele oder Schreibstrategien eingeführt zu haben.
Welche Bedeutung hat die „Schreibkonferenz“ in der Analyse?
Die Schreibkonferenz markiert den wichtigen Übergang zum Überarbeitungsprozess, wird aber als anspruchsvoll bewertet, da sie soziale und kommunikative Kompetenzen der Schüler voraussetzt.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Lehrers bei der Überarbeitung?
Der Lehrer ist laut Analyse essenziell als „Lernassistent“, um eine individualisierte Anpassung zu ermöglichen und den Erfolg des Schreibprozesses zu sichern.
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- Nico Wirtz (Author), 2011, Der Weg als Ziel? - Schreibprozesse im Deutschunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/176245