Ein Storyboard ist ein ablauforientiertes Entwurfs- und Planungsdokument im Produktionsprozess eines Animationsfilms. Es visualisiert erstmals die Inhalte und Handlungsverläufe eines Drehbuchs, welche in eine gezeichnete lineare Bildfolge übersetzt werden und liefert kamera- und produktionstechnische Gestaltungsideen für die spätere Umsetzung. Es geht darum Bildwinkel, Kameraperspektiven, Figuren und andere Details so gut wie möglich darzustellen , damit es dem Produktionsteam als Planungshilfe und Kommunikationsmittel dienen kann. Das Storyboard ist ein wichtiger Bestandteil des Produktionsprozesses und macht verbindliche Vorgaben für die Realisierung eines Films.
Inhaltsverzeichnis
1. Storyboard
2. Entstehung
3. Aufbau
4. Umsetzung
5. Arten von Storyboards
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die Bedeutung, den Aufbau und die Erstellung von Storyboards im Rahmen der Animationsfilmproduktion sowie deren unterschiedliche Anwendungsformen.
- Grundlagen und Definition des Storyboards als Planungselement
- Historische Entwicklung des Storyboards bei den Disney Studios
- Technische und gestalterische Aspekte der Erstellung (analog vs. digital)
- Klassifizierung in Kundenboards, Shootingboards und Animatics
- Anforderungen an den Storyboard-Zeichner und die Sprache des Films
Auszug aus dem Buch
Arten von Storyboards
Es gibt nicht nur Storyboards für verschiedene Medien, wie zum Beispiel Fernsehen, Werbung, Filme, Musikvideos, Computerspiele oder eben Animationen, sondern auch verschiedene Storyboardarten. Man unterscheidet dabei zwischen Kundenboards, Shootingboards und Animatics, welche verschiedene Anforderungen an den Zeichner stellen.
Kundenboards dienen in erster Linie dazu, den Kunden, zum Beispiel Produktionsfirmen von der Idee des Animationsfilms zu überzeugen. Daher sind Kundenboards sehr detailreich gezeichnet, oft auch in Farbe und enthalten nur einige wenige Schlüsselszenen. Es geht nicht darum technische Details, den Zeitablauf, Musik oder Dialoge festzulegen, sondern die Stimmung und das Konzept des Films dem Kunden zu präsentieren.
Shootingboards werden für die gesamte Produktionscrew angefertigt. Es ist weniger detailreich gezeichnet, als das Kundenboard, plant aber schon die technischen Details und kommt dem Endfilm sehr nahe. Besonders der genaue zeitliche Ablauf, die Kameraeinstellungen, Bewegungen, Bildausschnitte, Musik etc. sind von großer Bedeutung. Da das Shootingboard für die Crew meist fotokopiert wird, muss der Zeichner darauf achten, wenig Farbe und Details zu verwenden. Da sehr viel mehr Einzelbilder erforderlich sind, werden die Zeichnungen eher skizzenhaft angefertigt.
Zusammenfassung der Kapitel
Storyboard: Einführung in die Definition und die Rolle des Storyboards als essenzielles Planungs- und Kommunikationswerkzeug im Animationsprozess.
Entstehung: Kurzer Abriss über die historische Etablierung des Storyboards durch Webb Smith in den Disney Studios in den 1930er Jahren.
Aufbau: Erläuterung der Gestaltungskriterien, wie die Verwendung von Formvorlagen, die Bedeutung des Einzelbildes und die Einbindung technischer Informationen.
Umsetzung: Vergleich zwischen der manuellen Zeichnung und dem Einsatz digitaler Softwarelösungen sowie die notwendigen gestalterischen Kompetenzen des Zeichners.
Arten von Storyboards: Differenzierung zwischen Kundenboards zur Präsentation, Shootingboards für die Produktionscrew und bewegten Animatics.
Schlüsselwörter
Storyboard, Animationsfilm, Produktionsprozess, Kundenboard, Shootingboard, Animatic, Filmgestaltung, Kamerabewegung, Einzelbild, Visualisierung, Planung, Filmkonzept, Bildkomposition, Disney Studios, Softwareanwendung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Funktion und Anwendung von Storyboards als zentrale Planungsdokumente in der Produktion von Animationsfilmen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit umfasst die Historie, den strukturellen Aufbau, die praktischen Umsetzungsmethoden sowie die verschiedenen Typen von Storyboards.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Bedeutung des Storyboards als Verbindungsglied zwischen Drehbuch und fertigem Film zu verdeutlichen und die verschiedenen Varianten für unterschiedliche Zielgruppen aufzuzeigen.
Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema, basierend auf Fachliteratur und einschlägigen Online-Ressourcen zur Filmdidaktik und Produktionstechnik.
Was wird im Hauptteil detailliert beschrieben?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Entstehung, die Anforderungen an den Aufbau einer Storyboard-Seite sowie eine Analyse der Unterschiede zwischen Kundenboards, Shootingboards und Animatics.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Produktionsprozess, Visualisierung, Storyboard-Arten und technische Gestaltung definiert.
Was unterscheidet ein Kundenboard von einem Shootingboard?
Ein Kundenboard dient primär der Überzeugung des Kunden durch ansprechende, detailreiche und farbige Skizzen, während das Shootingboard als technische Vorlage für die Crew dient und eher skizzenhaft gehalten ist.
Was ist ein Animatic genau?
Ein Animatic ist ein bewegtes Storyboard, bei dem die Einzelbilder zu einem Film zusammengefügt und mit Dialogen sowie Musik ergänzt werden, um einen Eindruck des finalen Rhythmus zu vermitteln.
- Arbeit zitieren
- Sabine Wipperfürth (Autor:in), 2009, Storyboard - Ein Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/176038