Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Philosophy - General Essays, Eras

Die Logik und das Politische - Die Stichhaltigkeit von Marcuses Kritik an der formalen Logik des Aristoteles

Title: Die Logik und das Politische - Die Stichhaltigkeit von Marcuses Kritik an der formalen Logik des Aristoteles

Term Paper , 2011 , 12 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Johannes Stockerl (Author)

Philosophy - General Essays, Eras

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Abstrakte und das Konkrete, das Politische und das Unpolitische. Wenn es um die Art und Weise geht, wie wir die Wahrheit erfassen und die Mechanismen dieses Erfassens unserer stets komplexer werdenden Lebenswirklichkeit anpassen, so begeben wir uns auf ein kritisches Terrain. Die Grenze zwischen dem Politischen und dem Unpolitischen sind nicht klar abgesteckt und vielfach kommt es zu einer Überlappung, die ihrerseits wieder problematische Folgen für das gesamtgesellschaftliche Gefüge haben kann. Die Logik hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Nebel des Nichtwissens kontinuierlich aus unserem Alltag zu entfernen. Bei diesem Prozess ist es schlicht unvermeidlich, dass sie sich mit dem Vorwurf, selbst Teil der politischen Sphäre zu werden, konfrontiert sieht. Um dies zu verstehen, müssen wir in der Geschichte der Logik zurückgehen, bis zu ihren Anfängen bei Platon und Aristoteles. Mit Hilfe logischer Operationen wollten die Philosophen –ausgehend von wenigen und leicht zu verstehenden Zusammenhängen- ein Werkzeug schaffen, das es jedem Menschen prinzipiell ermöglichen sollte, den Bereich des Bekannten auszudehnen, sowie die Ausdehnung des Wissensbereiches durch andere, jederzeit nachvollziehen zu können. Da sich aber von Beginn an diese Wissensvermehrung niemals im politikfreien Raum bewegt hat und auch heute noch bewegt, stellt sich die Frage, inwieweit das Werkzeug der Wissensgewinnung –die Logik- selbst zwangsläufig zum Politikum werden muss. Der deutsche Philosoph Herbert Marcuse geht in seinem Werk „Der eindimensionale Mensch“ diesem Verdacht nach und konzentriert sich in seiner Kritik insbesondere auf die von Aristoteles konzipierte, formale Logik. Inwieweit dieser Verdacht und die von Marcuse vorgebrachte Kritik tatsächlich gerechtfertigt bzw. in sich stimmig ist, soll nun näher untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Wissen ohne Politik? – Das Verhältnis von Logik und Politik

II. Literaturbericht

III. Aufbau und Inhalt der Kritik Marcuses

III.1. Der Begriff der Logik nach Marcuse und ihre Rolle in unserem Alltag

III.2. Unstimmigkeiten und Paradoxa in der Realität als Fundament der Kritik Marcuses

III.3. Gute und schlechte Abstraktion und deren Aufgabe

III.4. Das aristotelische vs. das platonische Logikkonzept

IV. Zum Aufbau und der Funktionsweise der formalen Logik nach Aristoteles

V. Die Relevanz der Marcuse’schen Kritik an der formalen Logik nach Aristoteles

VI. Ausblick – Eine Erweiterung der formalen Logik um dialektische Kontrollmechanismen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Stichhaltigkeit der Kritik Herbert Marcuses an der formalen Logik des Aristoteles. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob Marcuses Vorwurf, die formale Logik sei ein eindimensionales Werkzeug der Herrschaft, das die Lebenswirklichkeit verkürzt und reale Widersprüche zugunsten technologischer Rationalität unterdrückt, wissenschaftlich haltbar ist.

  • Verhältnis von Logik, Vernunft und Wirklichkeit bei Marcuse
  • Differenzierung zwischen guter und schlechter Abstraktion
  • Vergleichende Analyse aristotelischer formaler Logik und dialektischer Logik
  • Untersuchung der Struktur und Funktionsweise des aristotelischen Logikmodells
  • Bewertung des Einflusses logischer Modelle auf die politische Realität

Auszug aus dem Buch

III.3. Gute und schlechte Abstraktion und deren Aufgabe

Als vermittelnde Instanz zwischen der komplexen Realität auf der einen Seite und der Logik auf der anderen, verortet Marcuse das Prinzip der Abstraktion. Für ihn ist „Abstraktheit […] das innerste Leben des Denkens, das Wahrzeichen seiner Authentizität.“ Den Übergang der vielschichtigen Beziehungen, mit welchen wir uns im Alltag konfrontiert sehen, in die präzisen und überschaubaren Strukturen der Logik, kann nur mit Hilfe der Abstraktion realisiert werden. Dabei gibt es Marcuse zufolge eine wahre und eine falsche Form der Abstraktion. Die falsche Form zeichnet sich dadurch aus, dass in ihr die Realität auf unzulässige Art und Weise verkürzt wird. „[…] Das Denken [ist] gegenüber seinen Gegenständen indifferent“. Das bedeutet, dass diese –ohne Rücksicht auf ihre tatsächliche Beschaffenheit zu nehmen- „[…] denselben allgemeinen Gesetzen der Organisation, Kalkulation und der Schlussfolgerung unterworfen [wird]“. Die Konsequenz dieser unzulässigen Reduzierung lässt sich nach Ansicht des Philosophen in dem Prinzip der Herrschaft ausmachen, welches sowohl in der Realität, als auch in der Logik zur dominierenden Konstante werden muss.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Wissen ohne Politik? – Das Verhältnis von Logik und Politik: Das Kapitel führt in die Problematik ein, inwieweit die Logik als Werkzeug der Wissensgewinnung zwangsläufig politisch ist.

II. Literaturbericht: Dieser Abschnitt benennt die verwendeten Primärtexte, namentlich Marcuses „Der eindimensionale Mensch“ und Aristoteles’ „Lehre vom Schluss oder Erste Analytik“.

III. Aufbau und Inhalt der Kritik Marcuses: Hier werden Marcuses Thesen zu Logik, Abstraktion und der Gegensatz zwischen dialektischer und formaler Logik detailliert analysiert.

IV. Zum Aufbau und der Funktionsweise der formalen Logik nach Aristoteles: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise der aristotelischen Logik als ein System, das Begriffe in Sätzen verknüpft.

V. Die Relevanz der Marcuse’schen Kritik an der formalen Logik nach Aristoteles: Es erfolgt eine kritische Überprüfung der Stichhaltigkeit von Marcuses Vorwürfen gegenüber dem aristotelischen Modell.

VI. Ausblick – Eine Erweiterung der formalen Logik um dialektische Kontrollmechanismen: Das Kapitel schlägt vor, dialektische Elemente in die formale Logik zu integrieren, um deren Realitätsnähe und kritische Offenheit zu erhöhen.

Schlüsselwörter

Herbert Marcuse, Aristoteles, Formale Logik, Dialektik, Abstraktion, Technologische Rationalität, Wirklichkeit, Erkenntnistheorie, Eindimensionales Denken, Herrschaft, Philosophie, Wissensgewinnung, Vernunft, Politische Realität, Logik der Herrschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kritischen Auseinandersetzung zwischen der formalen Logik des Aristoteles und der Theorie Herbert Marcuses zur „Logik der Herrschaft“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Rolle der Abstraktion in der Logik, das Verhältnis von Vernunft und Wirklichkeit sowie der politische Charakter logischer Systeme.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit Marcuses Kritik, dass die formale Logik eine realitätsfremde und unterdrückerische Struktur darstelle, angesichts der Funktionsweise aristotelischer Logik gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative und analytische Literaturanalyse der Primärtexte, um Marcuses Argumentation gegen die logischen Grundlagen des Aristoteles zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Modell der formalen Logik, Marcuses Abstraktionskritik und die Konsequenzen der Logik für die Lebenswirklichkeit und das politische Handeln untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Formale Logik, Dialektik, Abstraktion, Eindimensionales Denken und Technologische Rationalität.

Inwiefern unterscheidet sich die dialektische Logik von der formalen Logik nach Marcuse?

Während die dialektische Logik Widersprüche offenhält und den historischen Kontext einbezieht, reduziert die formale Logik laut Marcuse die Realität auf kalkulierbare Strukturen.

Welche Lösung schlägt der Autor zur Verbesserung der Logik vor?

Der Autor schlägt ein „Feedback-Konzept“ vor, in dem dialektische Elemente in die formale Logik integriert werden, um eine kritische Hinterfragung der Ergebnisse zu ermöglichen.

Excerpt out of 12 pages  - scroll top

Details

Title
Die Logik und das Politische - Die Stichhaltigkeit von Marcuses Kritik an der formalen Logik des Aristoteles
College
University of Regensburg  (Philosophie)
Course
Geschichte der Philosophie
Grade
1,7
Author
Johannes Stockerl (Author)
Publication Year
2011
Pages
12
Catalog Number
V176000
ISBN (eBook)
9783640971688
ISBN (Book)
9783640972661
Language
German
Tags
formale Logik Platon Aristoteles Marcuse Politik eindimensionale Mensch Vernunft Wahrheit Wirklichkeit Abstraktion Begriffe logische Operation Satz logischer Schluss formal dialektisch Denken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Stockerl (Author), 2011, Die Logik und das Politische - Die Stichhaltigkeit von Marcuses Kritik an der formalen Logik des Aristoteles, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/176000
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  12  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint