Die Hausarbeit vergleicht die Konzepte Lebensbewältigung nach Böhnisch und Lebensweltorientierung nach Thiersch. Beide stellen den Menschen, seine Ressourcen und seine Lebenssituation in den Mittelpunkt. Dabei wird gezeigt, wie Soziale Arbeit durch die Handlungsmaxime, Selbstbestimmung, Teilhabe und die Bewältigung schwieriger Lebenslagen fördern kann.
Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede weisen die Konzepte der Lebensbewältigung und der Lebensweltorientierung auf und was bedeuten diese im Hinblick auf sozialarbeiterische Handlungsmaxime?
Die Lebensbewältigung und die Lebensweltorientierung stellen zwei bedeutende Konzepte dar, die in der Sozialarbeit einen zentralen Stellenwert einnehmen. Während die Lebensbewältigung den Fokus auf die individuelle Auseinandersetzung von Menschen mit den Anforderungen des Lebens und den damit verbundenen Belastungen legt, richtet die Lebensweltorientierung ihren Blick auf das soziale Umfeld und die Lebensbedingungen der Klienten. Die Lebensbewältigung widmet sich der Frage, wie Individuen ihre persönlichen Ressourcen nutzen, um schwierige Lebenslagen zu bewältigen, Krisen zu meistern und persönliches Wachstum zu fördern. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Stärkung der Selbstwirksamkeit und der Entwicklung effektiver Bewältigungsstrategien. Im Gegensatz dazu setzt die Lebensweltorientierung an den sozialen Strukturen und gesellschaftlichen Kontexten an, die das Leben der Klient*innen prägen. Das Ziel ist es, die Klienten in ihrer Lebenswelt zu stärken, ihre Teilhabe zu fördern und ihnen mehr Selbstbestimmung zu ermöglichen. Trotz ihrer unterschiedlichen Schwerpunkte ergänzen sich die Konzepte der Lebensbewältigung und der Lebensweltorientierung in der Praxis der Sozialarbeit. Indem sie die individuellen Ressourcen und Potenziale der Klienten stärken und gleichzeitig die sozialen Rahmenbedingungen berücksichtigen.
- Arbeit zitieren
- Julia Berends (Autor:in), 2023, Die Lebensbewältigung und Lebensweltorientierung und die Bedeutung der sozialarbeiterischen Handlungsmaxime, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1759639